Microsoft steht laut mehreren übereinstimmenden Medienberichten ab dem 6. Juli 2026 vor einem tiefen Einschnitt im Xbox-Geschäft. Geplant sein sollen umfangreiche Entlassungen und eine weitreichende Restrukturierung von Konsole, PC und Cloud. Betroffen sein könnte nach diesen Berichten auch Arkane Lyon, das Studio hinter Dishonored 2 und Deathloop. Für Fans dieser Reihen wäre das ein besonders harter Schlag: Intern gilt Arkane Lyon demnach nicht nur als Kandidat für einen Führungswechsel, sondern sogar für eine Schließung oder einen Verkauf. Damit wäre die Zukunft eines der angesehensten Studios im Xbox-Portfolio auf einmal völlig offen.
Xbox-Reset könnte mehr als 1.000 Jobs treffen
Nach übereinstimmenden Berichten könnte die bevorstehende Entlassungswelle mehr als 1.000 Beschäftigte treffen.
Einige Beobachter sprechen schon jetzt, wenn sich die Recherchen bestätigen, vom womöglich größten einzelnen Stellenabbau in der Geschichte der Games-Branche. Offiziell ist das bislang nicht bestätigt. Die Signale aus dem Xbox-Umfeld deuten den Berichten nach aber klar auf einen harten Sparkurs.
Auslöser soll eine interne Neubewertung des Geschäfts sein.
In einem Memo haben Asha Sharma und Xbox-Content-Chef Matt Booty den Berichten zufolge erklärt, dass Xbox in den vergangenen fünf Jahren mehr als 20 Milliarden Dollar investiert habe, die Übernahme von Activision Blizzard noch gar nicht eingerechnet. Gleichzeitig seien die jährlichen Umsätze zurückgegangen. Die Schlussfolgerung aus dem Schreiben soll auffallend deutlich gewesen sein: In der jetzigen Form lasse sich das Geschäftsmodell nicht weiterführen.
Arkane Lyon offenbar unter besonderem Druck
Für Arkane Lyon wirkt die Lage nach allem, was bislang berichtet wurde, besonders heikel. Das französische Studio, das mit Dishonored 2 und Deathloop viel Kritikerlob bekommen hat, soll zu den fünf Teams zählen, bei denen Microsoft aktuell eine Schließung oder einen Verkauf prüft. In diesem Kreis fallen den Berichten nach auch Namen wie Compulsion Games, Double Fine, Ninja Theory und Undead Labs.
Dass so ein Schritt keineswegs abwegig ist, hat Microsoft schon im Mai 2024 gezeigt, als unter anderem Arkane Austin dichtgemacht wurde. Entsprechend angespannt soll die Stimmung nun in anderen First-Party-Studios sein. Insider und Analysten beschreiben laut den Recherchen ein Klima der Unsicherheit. Entscheidend seien dort stärker Profitabilität, Tempo und kurzfristige Ergebnisse.
Marvel’s Blade steht ebenfalls auf der Kippe
Besonders heikel wird die Sache durch Arkanes aktuelles Projekt Marvel’s Blade. Das Actionspiel soll intern inzwischen über dem Budget liegen und sich zeitlich weiter nach hinten verschoben haben. Statt 2026 werde offenbar eher Ende 2027 angepeilt. Genau diese Kombination aus hohen Kosten und längerer Entwicklungszeit könnte dem Projekt im laufenden Sparprogramm zum Verhängnis werden, wenn die Berichte stimmen.
Sogar eine komplette Einstellung des Spiels wird in den Recherchen als möglich beschrieben. Für Arkane Lyon wäre das ein schwerer Rückschlag. Für Xbox wäre es zugleich ein empfindlicher Dämpfer im Prestige-Portfolio und für die Zusammenarbeit mit Marvel Games ebenfalls keine kleine Sache.
Noch keine offizielle Bestätigung
Weder Microsoft noch Arkane Lyon oder Marvel Games haben die Berichte über eine mögliche Schließung, einen Verkauf oder eine Streichung von Marvel’s Blade bisher offiziell bestätigt oder dementiert. Stand Anfang Juli 2026 stützt sich die Lage auf mehrere journalistische Recherchen, nicht auf öffentliche Angaben der Unternehmen.
Die Richtung ist trotzdem kaum zu übersehen: Xbox steht laut mehreren Medienberichten vor einem harten Reset, der deutlich über einzelne Personalwechsel hinausgeht. Wenn sich auch nur ein Teil davon bewahrheitet, hätte das spürbare Folgen für Mitarbeitende, Studios und Spieler.
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