Apple hat die neue Version von Apple Maps für iOS 27 vorgestellt. Verglichen mit anderen Apple-Apps, die zum Teil deutlich gründlicher überarbeitet wurden, fällt das Update für den Kartendienst eher zurückhaltend aus. Ganz ohne Neues kommt Apple Maps trotzdem nicht daher: Apple spricht von realistischeren 3D-Stadtansichten, besseren Empfehlungen in der Nähe und einer Routensuche, die natürliche Formulierungen besser versteht.
Damit rückt der Dienst ein Stück weiter vom reinen Navigationswerkzeug ab und mehr in Richtung smarter Alltagsbegleiter für unterwegs. Ganz überall landet das aber nicht sofort. Einige Funktionen starten nach Apples Angaben zunächst nur in den USA. Und bei Bewertungen, Detailgrad und komplizierteren Routen bleibt Google Maps für viele Nutzer weiter der Maßstab.
Apple Maps in iOS 27: Flyover, Suche und neue Tipps für Orte
Am deutlichsten sieht man die Änderungen bei Flyover. Apple überarbeitet die 3D-Stadtansichten mit neuer Bildverarbeitung und zusätzlichem Luftbildmaterial.
Gebäude sollen dadurch detaillierter und glaubwürdiger wirken, Texturen schärfer, Oberflächen natürlicher und Lichtreflexionen an Fassaden realistischer. Zum Start steht das Upgrade allerdings nur in ausgewählten Städten bereit.
Dazu kommen neue Funktionen, mit denen sich Orte in der Umgebung leichter entdecken lassen. In den USA führt Apple sogenannte Local Lists ein, also kuratierte Sammlungen mit beliebten Spots in der Nähe.
Auch Suggested Places wird weiter ausgebaut. In der Suche gibt es unter anderem einen eigenen Bereich für angesagte Restaurants. Cafés, Restaurants oder Ausgehziele lassen sich so schneller finden, ohne dass man sich erst durch eine lange Liste von Treffern arbeiten muss.
Beim Thema Datenschutz setzt Apple den bekannten Akzent noch einmal nach. Gerade Local Lists sollen nicht mit persönlichen Nutzerdaten verknüpft sein. Apple Maps schiebt sich damit weiter in die Rolle der datensparsameren Alternative zu anderen Kartendiensten.
Natürlichere Routensuche soll das Navigieren vereinfachen
Künftig können Nutzer Ziele oder gewünschte Strecken in normalerer Alltagssprache eingeben, statt sich an starre Suchbegriffe halten zu müssen. Gerade unterwegs dürfte das praktisch sein, wenn es schnell gehen soll oder eine Route spontan geändert werden muss.
Vor allem im Auto kann das die Navigation angenehmer machen. Wer weniger exakt tippen oder diktieren muss, kommt nach Apples Darstellung schneller zur passenden Route. Dadurch wirkt Apple Maps zugänglicher und intuitiver, ohne am Grundprinzip der App viel zu verändern.
Weitere Extras: Parked Car, Offline Maps und neuer Look
Zu den kleineren Neuerungen zählt ein Parked-Car-Widget für den Smart Stack. Damit lässt sich das geparkte Auto schneller wiederfinden, ohne die App erst gezielt öffnen zu müssen.
Außerdem verspricht Apple Verbesserungen bei Offline Maps, nennt bislang aber keine konkreten Details. Wahrscheinlich geht es vor allem um Effizienz und Bedienkomfort.
Auch beim Design zieht Apple Maps mit dem neuen Systemstil von iOS 27 mit. Das App-Icon bekommt den mehrschichtigen Liquid-Glass-Look.
Unterm Strich ist das Update eher evolutionär als revolutionär. Wer Apple Maps vor allem für die Suche und zum Entdecken neuer Orte nutzt, bekommt hier sinnvolle Ergänzungen.
Wer dagegen besonders viele Bewertungen, sehr tief gehende Ortsdaten oder maximale Flexibilität bei der Routenplanung erwartet, ist bei Google Maps vorerst weiter besser aufgehoben.
Downloads: Download Apple Maps für iOS