DC hat am 23. Oktober 2024, so beschreibt es der Verlag selbst, mit „Absolute Wonder Woman“ eine neue Comic-Reihe gestartet. Sie zeigt die Heldin im „Absolute Universe“, das seit Oktober 2024 aufgebaut wird, in einer deutlich dunkleren und härteren Fassung als bisher.
Düsterer Neustart im „Absolute Universe“
Mit „Absolute Wonder Woman“ liegt nun eine der radikalsten Neudeutungen der Figur vor. Die berühmte Amazone tritt hier nicht mehr als klassische Friedensbotschafterin auf. Stattdessen erscheint sie als viel härtere, grimmigere Kriegerin.
Schon ihr schwer bewaffnetes Design macht klar, wie weit sich diese Version vom vertrauten Bild der Figur entfernt. Das wirkt nicht wie ein bloßer Schockmoment, sondern gehört zu einer größeren Linie: Im „Absolute Universe“ setzt DC bekannte Superhelden seit Oktober 2024, nach eigener Darstellung, in ein dunkleres und erwachseneres Umfeld. Wonder Woman sticht unter diesen Neuinterpretationen besonders hervor.
Neue Herkunft und neuer Ton
Die vielleicht einschneidendste Änderung betrifft ihre Herkunft. Diese Wonder Woman kommt nicht aus der vertrauten Welt von Earth-0. Auch auf Themyscira wächst sie nicht in der üblichen Form auf.
In dieser Reihe wurde Wonder Woman stattdessen in der Hölle großgezogen. Entsprechend steht hier weniger eine Figur im Mittelpunkt, die für Diplomatie und Hoffnung eintritt, sondern eher eine kompromisslose Kriegerkönigin.
Damit schlägt die Reihe auch insgesamt einen deutlich härteren Ton an. Im Vordergrund stehen Überlebensinstinkt, Konfrontation und rohe Wucht. Der Comic zieht das auch visuell durch. Eine bewaffnete, beinahe schwer bewaffnete Wonder Woman hätte vor ein paar Jahren noch wie ein klarer Tabubruch gewirkt.
Zu sehen war diese Idee zunächst eher als provokante, metafiktionale Anspielung im Umfeld von Manchester Black. Im „Absolute Universe“ ist daraus jetzt eine vollständig ausgearbeitete Version der Figur geworden.
Kreativteam, Reaktionen und Bedeutung für DC
Mit Kelly Thompson als Autorin und Hayden Sherman als Zeichner steht hinter dem Comic ein starkes Kreativteam. Gerade bei so einer drastischen Neudeutung war die entscheidende Frage, ob DC daraus mehr machen würde als ein Gimmick, das vor allem Aufmerksamkeit erzeugt.
Im Moment spricht einiges dafür. „Absolute Wonder Woman“ ist bei Fans und Kritikern bislang positiv angekommen. Besonders häufig wird gelobt, dass die Serie nicht einfach auf Provokation setzt, sondern Wonder Womans Mythologie tatsächlich neu auslegt.
Offenbar rechnet sich die Reihe für DC auch kommerziell, und genau das ist für ein Imprint wichtig, das auf mutige Neuerfindungen setzt. Bemerkenswert ist das auch mit Blick auf frühere Experimente rund um das Wonder-Woman-Erbe, die sehr uneinheitlich ausfielen: 2021 rückte Yara Flor als künftige Wonder Woman und brasilianische Amazone in den Mittelpunkt, ihre „Wonder Girl“-Reihe endete aber nach sieben Ausgaben. Auch eine geplante CW-Adaption wurde wieder gestrichen.
Für Leser heißt das vor allem eines: Eine der bekanntesten Superheldinnen der Popkultur wird gerade neu definiert. Weitere Informationen zu „Absolute Wonder Woman“ finden sich bei DC.