Famke Janssen, die in den frühen „X-Men“-Filmen von Fox Jean Grey verkörperte, hat auf der Convention SpaceCon gesagt, dass Marvel Studios sie für einen Auftritt in „Avengers: Doomsday“ nicht kontaktiert hat.
Auf der SpaceCon legte Famke Janssen noch nach und formulierte ihre Meinung ziemlich klar: „I think they made a mistake, but who am I?“ nicht kontaktiert Viel Raum für Deutung bleibt da nicht. Sie hält es ganz offensichtlich für einen Fehler, dass sie außen vor geblieben ist, gerade bei einem Projekt, das so gezielt auf bekannte Gesichter aus früheren Marvel- und „X-Men“-Phasen baut.
Viele X-Men-Stars kehren zurück, Jean Grey fehlt
Dass Famke Janssens Abwesenheit so ins Auge fällt, liegt vor allem an der Besetzung, die für „Avengers: Doomsday“ schon bekannt ist. Marvel Studios hat bereits die Rückkehr mehrerer Stars aus der Fox-Zeit bestätigt, darunter Patrick Stewart, Ian McKellen, James Marsden, Alan Cumming, Rebecca Romijn und Kelsey Grammer.
Für Fans der alten „X-Men“-Filme ist diese Liste ziemlich eindeutig. Marvel setzt hier klar auf den Nostalgiefaktor.
Umso merkwürdiger wirkt es, dass ausgerechnet die ursprüngliche Jean Grey fehlt. Famke Janssen war in den 2000er-Jahren eine der prägenden Figuren dieser Filmreihe und spielte bei der Entwicklung der Phoenix-Saga eine zentrale Rolle.
Wenn Marvel Studios für ein Multiversums-Event tief ins Archiv geht, gehört Famke Janssen eigentlich zu den Namen, die einem als Erstes einfallen.
Auch weitere Rückkehrer fehlen bisher
Famke Janssen ist mit ihrem Fehlen allerdings nicht allein. Shawn Ashmore hat ebenfalls gesagt, dass ihn niemand kontaktiert hat. Halle Berry hat schon angedeutet, dass sie in dem Film wohl nicht auftauchen wird. Und auch James McAvoy erklärte, Marvel habe sich nicht bei ihm gemeldet.
Daran sieht man: „Avengers: Doomsday“ holt zwar etliche Legacy-Stars zurück, versammelt aber längst nicht die komplette frühere „X-Men“-Besetzung.
Nach welchen Kriterien Marvel Studios auswählt, weiß man bisher nicht. Eine offizielle Erklärung des Studios dazu gibt es nicht.
Marvel setzt offenbar auf Nostalgie und Neuanfang
In der Branche halten es viele für wahrscheinlich, dass Marvel Studios gerade zwei Dinge gleichzeitig versucht. Auf der einen Seite nutzt das Studio multiversale Großereignisse wie „Avengers: Doomsday“, um Fanlieblinge aus älteren Filmreihen noch einmal auf die Leinwand zu bringen. Auf der anderen Seite arbeitet Marvel nach Einschätzung vieler Beobachter parallel an einer jüngeren, langfristig angelegten „X-Men“-Version für das Marvel Cinematic Universe, also das MCU.
Dann wäre „Avengers: Doomsday“ wohl eher als sorgfältig zusammengestelltes Best-of der Fox-Ära gedacht, nicht als komplette Reunion. Die Frage bleibt trotzdem hängen: Warum spielt ausgerechnet so eine wichtige Figur wie Jean Grey dabei offenbar keine Rolle?
„Avengers: Doomsday“ soll am 1. Mai 2026 in die Kinos kommen und zählt schon jetzt zu den wichtigsten Filmen aus Marvels Phase Six. Bis dahin wird die Debatte um die fehlenden Rückkehrer wahrscheinlich eher lauter als leiser.