Notion schaltet seinen E-Mail-Dienst Notion Mail laut Unternehmen am 22. September 2026 ab.
Notion Mail wird eingestellt: Das müssen Sie jetzt tun
Wer Notion Mail verwendet, sollte sich besser früh nach einer Alternative umsehen und wichtige Daten noch vor dem Stichtag exportieren. Notion rät dazu, Inhalte und Einstellungen aus Notion Mail zu sichern, also etwa Entwürfe, geplante E-Mails und persönliche Konfigurationen. Sobald der Dienst abgeschaltet ist, lassen sich diese Inhalte laut Notion nicht mehr abrufen.
Falls Sie Notion Mail bisher als zentrale Oberfläche für Gmail und Google Workspace genutzt haben, sollten Sie auch festlegen, welche App diese Aufgabe künftig übernimmt. Bis September 2026 ist zwar noch etwas Zeit, den Wechsel bis zur letzten Minute aufzuschieben, wäre trotzdem keine gute Idee.
E-Mails bleiben in Gmail und Google Workspace erhalten
Die eigentlichen E-Mails verschwinden nicht. Notion Mail war laut Notion kein eigenständiger E-Mail-Dienst mit eigener Infrastruktur für Nachrichten, sondern im Kern eine alternative Oberfläche für Gmail und Google Workspace. Ihre Nachrichten, Labels und der größte Teil Ihrer Postfächer bleiben deshalb weiterhin im verknüpften Google-Konto verfügbar.
Sie können also auch nach dem Aus von Notion Mail über Gmail weiter auf Ihre E-Mails zugreifen. Dasselbe gilt für andere kompatible Mail-Apps. Prüfen sollten Sie trotzdem alle Funktionen, die direkt an Notion Mail hingen. Gemeint sind lokale Einstellungen, bestimmte Arbeitsabläufe sowie nicht versendete oder bereits eingeplante Nachrichten.
Warum Notion den Dienst beendet
Laut Notion steckt hinter dem Schritt ein größerer Strategiewechsel. Künftig will das Unternehmen den Umgang mit E-Mails stärker über Agenten und automatisierte Abläufe im Posteingang organisieren, statt einen klassischen Mail-Client weiterzubetreiben.
Zur Begründung sagt Notion, mehr als die Hälfte der Nutzer habe ihre E-Mails verwaltet, ohne den eigentlichen Posteingang überhaupt zu öffnen. Stattdessen seien automatisierte Workflows und vordefinierte Abläufe genutzt worden. Für Notion ist das offenbar ein deutliches Signal, die eigene Produktstrategie neu auszurichten.
Kurze Lebensdauer und bekannte Schwächen
Auffällig ist auch, wie kurz das Produkt überhaupt am Markt war. Laut Notion gab es 2024 zunächst eine Vorschau, bevor Notion Mail im April 2025 offiziell startete. Vorausgegangen war nach Unternehmensangaben die Übernahme von Skiff im Februar 2024. Dessen Technologie und Team bildeten die Grundlage für das Angebot.
Dazu kamen von Anfang an Einschränkungen, die einer breiteren Verbreitung im Weg standen. Notion unterstützte nur Gmail- und Google-Workspace-Konten, außerdem fehlte eine Windows-App. Entsprechend gemischt fielen die Reaktionen aus: Einige Nutzer kritisierten Fehler und Erwartungen, die aus ihrer Sicht zu hoch geschraubt waren. Andere mochten die aufgeräumte Oberfläche deutlich lieber als Gmail.
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