Grand Theft Auto VI (GTA 6) für PlayStation 5 und Xbox Series X|S bekommt womöglich ein eingebautes soziales Netzwerk. Darauf deuten aktuelle Händlerbeschreibungen von Amazon Brasilien und Kabum hin. Erreichbar wäre das System über das Ingame-Smartphone. Genannt werden unter anderem virale Videos und Influencer-Accounts, denen Sie folgen können. Richtig spannend wird es bei der Verbindung zum eigentlichen Spielgeschehen: Den Texten in den Händlerlistings zufolge könnte das Netzwerk auf Ereignisse in der offenen Welt hinweisen und sogar versteckte Nebenmissionen anstoßen. Rockstar Games selbst hat das bisher nicht bestätigt.
Social Network mit Gameplay-Funktion
Falls die Angaben von Amazon Brasilien und Kabum stimmen, wäre das deutlich mehr als die üblichen Parodien, die die Reihe bisher eingebaut hat.
In Grand Theft Auto V (GTA 5) waren Plattformen wie Lifeinvader und Bleeter vor allem für Gags da und haben die Spielwelt ausgeschmückt.
Bei GTA 6 könnte der Feed den Händlertexten nach dagegen ganz konkrete Aktivitäten, Orte und Missionen liefern.
Wenn Sie durch die Beiträge scrollen, stoßen Sie womöglich also nicht nur auf Vice-City-Witze, sondern auch auf Hinweise, die im Spiel wirklich etwas auslösen.
Das würde ziemlich gut zu Rockstar Games’ Open-World-Ansatz passen.
Dann würden Sie Marker nicht einfach nur von der Karte abarbeiten, sondern Inhalte auf eine natürlichere Art finden, etwa über Clips aus der Nachbarschaft, Posts lokaler Figuren oder Hinweise, die erst wie belangloser Online-Lärm wirken und dann doch in spielbare Situationen führen.
TikTok– und Instagram-Parodie statt Facebook-Satire
Inhaltlich klingt das wie die nächste, zeitgemäße Runde von Rockstar Games’ Medienkritik.
Während GTA 5 eher Plattformen im Stil von Facebook und Twitter aufs Korn nahm, deuten die Händlerbeschreibungen bei GTA 6 eher auf die Ästhetik von TikTok, Instagram Reels und der ganzen Influencer-Kultur hin.
Das passt auch zum ersten Trailer von Rockstar Games, der schon wirkte wie ein endloser Strom kurzer, völlig überdrehter Social-Media-Clips.
Dort waren außerdem Interface-Elemente zu sehen, die eher an eine echte App erinnerten als an bloße Deko: Follow-Buttons, Herz-Symbole und Kommentarflächen.
Das ist zwar noch kein Beleg für volle Interaktivität, spricht aber dafür, dass Rockstar Games den Feed nicht bloß für Zwischensequenzen einsetzt.
Lebendigere Spielwelt und Details zu Jason und Lucia
Kabum beschreibt die Welt von GTA 6 außerdem als spürbar dynamischer, mit weiter entwickelten NPC-Routinen und spontanen Ereignissen, die überall auf der Karte auftauchen können.
Zusammen mit einem sozialen Netzwerk ergibt das ein stimmiges Bild: Wenn in Vice City ständig irgendwo etwas los ist, könnte ein Feed Sie gezielt auf genau diese Momente stoßen.
Auch zu den Hauptfiguren tauchen in den Händlertexten ein paar Details auf.
Den Listings zufolge sollen Sie zwischen Jason und Lucia wechseln können, teilweise sogar in enger Zusammenarbeit innerhalb derselben Missionen.
Das würde an das Charakterwechsel-System aus GTA 5 anknüpfen, den Fokus diesmal aber klarer auf ein Duo legen.
Noch vieles ist offen
Offiziell bestätigt ist davon bisher nichts.
Die aktuellen Infos kommen aus Händlerlistings von Amazon Brasilien und Kabum, nicht direkt von Rockstar Games.
Darum ist auch völlig offen, wie tief dieses System am Ende wirklich greift.
Vorstellbar ist vieles, vom simplen Entdecken einzelner Events bis zu einem echten Rufsystem, bei dem Ihre eigenen Aktionen selbst Teil der Ingame-Medienwelt werden.
Ob Sie eigene Inhalte hochladen können oder ob NPCs spektakuläre Momente filmen und verbreiten, ist im Moment reine Spekulation.
Klar ist nur eines: Falls der Leak stimmt, will GTA 6 Social Media nicht einfach nur verspotten, sondern zu einem zentralen Teil seiner offenen Welt machen.
Downloads: Noch kein Download für Grand Theft Auto VI (GTA 6) für PlayStation 5 und Xbox Series X|S verfügbar.