Sony geht im PlayStation Store seit Anfang des Jahres laut Afil Games offenbar strenger gegen Shovelware vor. Im Store sammelt sich schon seit einiger Zeit jede Menge solcher Spiele: Titel, die mit kaum Aufwand zusammengeschraubt werden, spielerisch fast nichts bieten und am Ende vor allem einen Zweck haben, nämlich schnell Geld einzuspielen. Genau dagegen zieht Sony laut Afil Games nun wohl stärker die Zügel an.
Das sagt jedenfalls Afil Games selbst, also ein Publisher, der nach eigener Darstellung direkt von diesen mutmaßlichen Änderungen betroffen ist.
Eine Änderung, über die Sony öffentlich kein Wort verloren hat
Es ist nicht so, dass auf einmal Hunderte oder gar Tausende Spiele aus dem Store verschwunden wären. Afil Games, ein Publisher kleinerer Videospiele, schrieb auf seinem X-Account, dass mehrere eigene Titel aus dem PlayStation Store entfernt worden seien. „Wie viele von euch vermutlich bereits wissen, hat PlayStation seit Anfang dieses Jahres strengere Regeln für die Veröffentlichung von Spielen auf seiner Plattform eingeführt“, erklärte das Unternehmen dort.
Danach folgte noch eine zweite Aussage: „PlayStation [hat] auf Grundlage dieser neuen Regeln, und weil sie nicht zu unserem Geschäftsmodell passen, beschlossen, die Zusammenarbeit mit Afil Games bei künftigen Veröffentlichungen für die Konsole nicht fortzusetzen“.
Die Spiele von Afil Games wirken auf den ersten Blick eher harmlos. Es sind schlichte Titel, schnell durchgespielt und vor allem für Leute interessant, die möglichst ohne großen Aufwand Trophäen einsammeln wollen.
Weil sich viele dieser Spiele aber stark gleichen und vom Spieler praktisch keine Eigenleistung verlangen, lässt Sony ihre Veröffentlichung auf der eigenen Plattform laut Afil Games offenbar nicht mehr zu. Damit würden die Richtlinien für Veröffentlichungen im PlayStation Store spürbar strenger werden.
Sony selbst hat diesen Schritt bislang zwar nicht bestätigt. Trotzdem spricht einiges dafür, dass sich die Zahl minderwertiger Spiele auf der Plattform in nächster Zeit merklich verändern könnte.
Das Problem betrifft allerdings nicht nur Sony. Besonders im Switch-Store und auf Steam, die schon seit Längerem mit Shovelware überschwemmt werden, ist das Thema bekannt. Es gehört inzwischen zu den größten Baustellen, mit denen digitale Stores zu kämpfen haben.