Pokémon Legends 3 ist heute im Zuge eines Leaks rund um den Entwickler Game Freak aufgetaucht. Im sogenannten Teraleak wird ein nie angekündigtes drittes Spiel der Pokémon-Legends-Reihe für Nintendo-Plattformen erwähnt, das intern angeblich unter dem Codenamen „Project Ringo“ lief. Eine offizielle Bestätigung für das Projekt gibt es nicht.
Die Pokémon-Legends-Reihe gilt schon länger als der experimentellere Zweig der Serie. Gerade deshalb ist das im Teraleak erwähnte, nie angekündigte Projekt so spannend: Es könnte zeigen, wie weit Game Freak dieses Format noch treiben wollte.
Der Auslöser für die aktuelle Debatte ist eben jener Teraleak. Darin taucht ein mögliches drittes Pokémon-Legends-Spiel für Nintendo-Plattformen auf, intern angeblich unter dem Namen „Project Ringo“ geführt. Bestätigt wurde das von offizieller Seite bisher nicht.
Leak deutet auf Mittelalter-Galar hin
Wenn die geleakten Angaben aus dem Teraleak stimmen, sollte das Spiel in Galar spielen, etwa 1.000 Jahre vor den Ereignissen aus Pokémon Schwert und Schild für Nintendo Switch. Anstelle moderner Arenen und riesiger Stadien hätte die Region wohl deutlich ursprünglicher gewirkt, mit einer klar mittelalterlichen Ästhetik.
Besonders ins Auge fällt dabei der angebliche Zeitraum der Handlung. Die Geschichte soll noch vor der Erfindung der Pokébälle angesiedelt gewesen sein. Damit hätte ausgerechnet eines der Grundprinzipien der Reihe, das Sammeln und Kämpfen mit Pokémon, komplett neu gedacht werden müssen.
Genau das macht für viele Fans den Reiz der Legends-Spiele aus, weil sie an bekannten Formeln rütteln und sie lockern.
Andere sind deutlich vorsichtiger. Aus ihrer Sicht könnte so ein harter Bruch auch dazu führen, dass der klassische Charme der Reihe verloren geht oder zumindest verwässert.
Pokémon-Schwärme statt Standard-Kämpfe
Für den meisten Gesprächsstoff sorgen im Moment die angeblichen Gameplay-Ideen.
Den Leaks aus dem Teraleak nach sollte „Project Ringo“ ein System nutzen, das eher an Pikmin erinnert als an ein klassisches Pokémon-Spiel. Die Spieler hätten demnach ganze Schwärme von bis zu 30 Pokémon gleichzeitig kommandiert, um riesige Dynamax-Gegner zu bekämpfen.
Auch bei der Story scheint das Projekt, wenn die Angaben stimmen, deutlich aus dem gewohnten Rahmen zu fallen.
Im Mittelpunkt soll laut den geleakten Informationen die Erschaffung des ersten Gigadynamax-Pokéballs gestanden haben. Das würde den Mythos rund um Galar neu aufrollen und gleichzeitig erklären, warum Dynamaxing in dieser möglichen Vorgeschichte so eine große Rolle spielt.
Gerade diese Mischung aus historischem Setting und experimenteller Spielmechanik spaltet die Community.
Was das für die Reihe bedeuten könnte
Selbst ohne offizielle Ankündigung wirkt die Idee nicht völlig abwegig, weil sie ziemlich gut zur Identität der Subreihe passt.
Schon Pokémon Legenden: Arceus für Nintendo Switch war deutlich experimenteller angelegt als die Hauptspiele.
Und Pokémon Legenden: Z-A für Nintendo Switch, das für 2025 geplant ist, zeigt ebenfalls, wie offen die Reihe inzwischen mit ihren Settings umgeht. Dort geht es nicht in die Vergangenheit, sondern in eine futuristische Version von Lumiose City.
Falls ein Galar-Legends-Spiel tatsächlich existiert oder einmal existiert hat, wäre ein Release wohl frühestens 2027 realistisch. Mehr als Spekulation ist das im Moment aber nicht.
Auffällig ist außerdem, dass sich die bisherige Berichterstattung vor allem auf Leak-Details aus dem Teraleak und auf erste Reaktionen westlicher Fans stützt. Eine breitere Einordnung für die Pokémon-Marke fehlt bislang weitgehend, etwa mit Blick auf wichtige asiatische Märkte.
Aktuell ist kein offizieller Download für Pokémon Legends 3 für Nintendo-Plattformen verfügbar.