Steam hat sein Gratis-Angebot für Windows, Mac und Linux noch einmal erweitert. Laut den aktuellen Steam-Einträgen lassen sich ab sofort acht weitere Spiele kostenlos herunterladen und dauerhaft der eigenen Steam-Bibliothek hinzufügen.
Acht neue Spiele zum Nulltarif
Man sollte nur sauber unterscheiden, worum es hier geht: In den meisten Fällen sind das keine klassischen Geschenkaktionen für Spiele, die sonst Geld kosten, sondern Free-to-play-Titel, die von Haus aus gratis angeboten werden. Sie können die neuen Spiele also ab sofort wie jeden anderen Free-to-play-Titel Ihrer Steam-Bibliothek hinzufügen.
Mit dabei sind laut den aktuellen Steam-Einträgen unter anderem Spiele aus den Bereichen Mystery, Survival-Shooter, Platformer, Horror und RPG. Viele dieser Neuzugänge kommen von kleineren oder unabhängigen Studios.
Zwei Wege zu kostenlosen Spielen
Für Spieler ist vor allem angenehm, dass kein Zeitdruck entsteht. Anders als bei befristeten Gratis-Aktionen müssen Sie sich die Titel nicht innerhalb weniger Tage sichern, nur damit sie später in der Bibliothek bleiben.
Auf Steam gibt es damit weiter zwei Modelle: dauerhaft kostenlose Spiele und zeitlich begrenzte Free-to-keep-Aktionen für Titel, die eigentlich kostenpflichtig sind. Für Nutzer ist beides spannend, wirtschaftlich funktioniert es aber auf ganz unterschiedliche Weise.
Gratis als Teil der Plattformstrategie
Kostenlose Spiele sind schon lange mehr als nur ein netter Zusatz. Für Steam sind sie ein fester Teil der eigenen Plattformstrategie. Das große, frei zugängliche Angebot senkt die Hürde für neue Nutzer, hält bestehende Spieler aktiv und stärkt die ohnehin dominante Position der Plattform im PC-Downloadmarkt.
Der Unterschied zum Epic Games Store springt dabei schnell ins Auge. Epic ist vor allem für seine wöchentlichen Gratis-Aktionen mit Premium-Spielen bekannt, die normalerweise Geld kosten würden. Steam setzt stärker auf Menge, Vielfalt und auf ein dauerhaft großes kostenloses Angebot.
Für Sie heißt das vor allem eins: Auf Steam gibt es fast immer irgendetwas Neues zum Ausprobieren. Für Valve, also den Betreiber von Steam, ist das ein ziemlich wirksamer Weg, um Nutzer immer wieder zurück auf die Plattform zu holen.
Chance für Indies, aber nicht ohne Haken
Gerade unabhängige Entwickler können von diesem Modell profitieren. Ein kostenloser Release hilft oft dabei, schneller Reichweite aufzubauen, eine Community zu finden und bei potenziellen Fans überhaupt erst sichtbar zu werden.
Dass sich Gratis-Angebote trotzdem rechnen können, zeigt unter anderem eine viertägige Gratis-Aktion zu Graveyard Keeper. Sie soll rund 250.000 US-Dollar eingebracht haben, vor allem über DLC-Verkäufe. Ganz ohne Schattenseiten läuft das Modell aber nicht: Viele Free-to-play-Titel finanzieren sich über teils aggressive Mikrotransaktionen.
Dazu kommen Shovelware und die Frage, ob ein Überangebot an Gratis-Inhalten den gefühlten Wert klassischer Premium-Spiele auf lange Sicht drückt. Für Spieler, die neue Genres entdecken oder unbekannten Indie-Projekten eine Chance geben möchten, wirkt der Trend erst einmal positiv.
Downloads: Steam für Windows, Mac und Linux herunterladen