Samsung hat in den USA seine erste Co-Branding-Kreditkarte angekündigt, die Galaxy Card. Nach Unternehmensangaben gibt es damit bis zu 5 Prozent Cashback auf Käufe bei Samsung. Ausgegeben wird die Karte von Barclays, sie läuft über das Visa-Netzwerk, kommt ohne Jahresgebühr und bietet neuen Kunden einen Startbonus von 200 US-Dollar, wenn sie in den ersten 90 Tagen nach der Kontoeröffnung mindestens 2.000 US-Dollar ausgeben.
Cashback für Samsung-Käufe und 200-Dollar-Bonus
Mit der Galaxy Card zielt Samsung erkennbar auf Menschen, die schon Geräte des Herstellers nutzen. Nach Angaben des Unternehmens gibt es bis zu 5 Prozent Cashback auf Einkäufe bei Samsung, also zum Beispiel auf Galaxy-Smartphones, Tablets, Wearables und andere Produkte der Marke.
Beobachter werten das als direkten Angriff auf die Apple Card und als nächsten Versuch, Kunden noch enger an Samsung zu binden.
Für den Alltag gibt es außerdem ein gestaffeltes Bonussystem. Samsung nennt 3 Prozent Cashback für Zahlungen über Samsung Wallet, 2 Prozent auf ausgewählte Streaming-Dienste und 1 Prozent auf alle übrigen Einkäufe.
Damit ist die Karte nach Lesart des Unternehmens nicht nur für den nächsten Smartphone- oder Tablet-Kauf gedacht, sondern auch für den täglichen Einsatz. Dazu kommt ein Willkommensbonus für Neukunden: Wer in den ersten 90 Tagen nach der Kontoeröffnung mindestens 2.000 US-Dollar ausgibt, erhält laut Samsung 200 US-Dollar als Gutschrift auf die Kreditkartenabrechnung.
Barclays und Visa, aber ohne Jahresgebühr
Die Galaxy Card wird laut Samsung von Barclays herausgegeben und über das Visa-Netzwerk abgewickelt. Damit platziert Samsung das Angebot mitten im US-Kreditkartenmarkt, nicht als exotisches Nischenprodukt für eine kleine Fanbasis.
Für viele Verbraucher dürfte ein Punkt besonders wichtig sein: Eine Jahresgebühr gibt es nach Angaben des Unternehmens nicht. Das macht den Einstieg deutlich leichter und passt zu vielen Tech-Kreditkarten, die sich eher über Vorteile innerhalb der eigenen Produktwelt verkaufen als über teure Premium-Modelle.
Samsung setzt auf das eigene Ökosystem
Strategisch ist die Galaxy Card vor allem eine Wette auf Samsung Wallet und auf die eigenen Geräte. Die Karte ist so angelegt, dass sie über Galaxy-Smartphones verwaltet wird und vor allem im Samsung-Umfeld ihren Reiz entfalten soll.
Das stützt die Wallet-Plattform und erhöht zugleich die Chance, dass Kunden beim nächsten Kauf wieder bei Samsung landen.
Darin steckt auch die Nähe zur Apple Card. Verkauft werden soll hier nicht bloß eine Kreditkarte, sondern die möglichst enge Verbindung aus Hardware, Software, Bezahlen und Kundenbindung.
Wer bereits ein Galaxy-Gerät nutzt, bekommt damit einen weiteren Grund, im Samsung-Kosmos zu bleiben.
Noch offene Fragen zu APRs, Datenschutz und Ausbau
Die Bonusstruktur hat Samsung recht klar vorgestellt. Bei etlichen anderen Punkten bleibt das Bild aber noch unscharf. Vor allem ist offen, wie attraktiv oder teuer die Karte bei den effektiven Jahreszinsen am Ende tatsächlich ausfällt.
Auch beim Datenschutz, beim Umgang mit Transaktionsdaten und bei möglichen Risiken für Verbraucher fehlen bisher noch ausführlichere Antworten. Ebenfalls unklar ist, ob Samsung die Galaxy Card später auch außerhalb der USA anbieten will.
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