Star Wars: Eclipse von Quantic Dream kommt nach Angaben der französischen Spiele-Gewerkschaft STJV und Berichten aus dem Umfeld des Streiks derzeit offenbar nur langsam voran. Obwohl das Spiel schon 2021 angekündigt wurde, soll es bis zu einer Veröffentlichung für bislang nicht genauer benannte Plattformen noch Jahre dauern. Gleichzeitig plant Quantic Dream laut STJV den Abbau von rund 115 Stellen. Das verschärft die Sorgen um die Zukunft des Projekts zusätzlich.
Streik während eines Besuchs von Lucasfilm
Zugespitzt hat sich die Lage ausgerechnet jetzt, weil das Studio laut STJV etwa 115 Jobs streichen will. Betroffen ist das Team hinter dem inzwischen eingestellten Multiplayer-Spiel Spellcaster Chronicles.
Streikende Entwickler sagen, dass diese Stellen direkt mit der Zukunft von Star Wars: Eclipse verknüpft sind.
Besonders heikel: Laut STJV legten Mitarbeiter am 25. Juni 2026 die Arbeit nieder. Organisiert wurde der Streik von der französischen Spiele-Gewerkschaft STJV. Nach Berichten aus dem Streikumfeld fiel der Protest mit einem Besuch von Lucasfilm zusammen. Dabei sollte der Fortschritt von Star Wars: Eclipse begutachtet werden.
Eclipse-Team gilt als massiv unterbesetzt
Aus dem Umfeld des Streiks heißt es, das Team hinter Star Wars: Eclipse sei schon jetzt massiv unterbesetzt. Ein Entwickler soll diesen Berichten zufolge sogar gesagt haben, das Spiel könne buchstäblich nicht fertig werden, wenn der aktuelle Stellenabbau wie geplant umgesetzt wird.
Für die Streikenden ist das keine bloße Restrukturierung mehr, sondern eine unmittelbare Gefahr für eines der größten Star-Wars-Projekte der kommenden Jahre.
Hinzu kommt, dass Quantic Dream mit Star Wars: Eclipse an seinem ersten Open-World-Spiel arbeitet. Das geht klar über Titel wie Heavy Rain oder Detroit: Become Human hinaus. So ein Kurswechsel verschlingt mehr Personal, mehr Zeit und mehr Geld. Das dürfte die Lage zusätzlich anspannen.
Spellcaster Chronicles als geplanter Finanzierer
Im Mittelpunkt der Einsparungen steht Spellcaster Chronicles. Das Multiplayer-Projekt blieb kommerziell laut Berichten aus dem Streikumfeld offenbar deutlich hinter den Erwartungen zurück und wurde inzwischen eingestellt. Berichten zufolge sollte das Spiel Einnahmen bringen, um die aufwendigere Entwicklung von Star Wars: Eclipse mitzufinanzieren.
Für die Beschäftigten ist das deshalb kein isoliertes Problem eines gescheiterten Nebenprojekts. Sie sehen darin eine Entscheidung mit Folgen für das gesamte Studio und vor allem für Star Wars: Eclipse. Die rund 115 bedrohten Stellen entsprechen Berichten zufolge etwa einem Viertel der Pariser Belegschaft von Quantic Dream.
Für Fans bleibt das Projekt wichtig
Trotz all der Probleme bleibt Star Wars: Eclipse eines der spannendsten angekündigten Spiele im Franchise. Laut Ankündigung spielt Star Wars: Eclipse in der Ära der Hohen Republik, also rund 200 Jahre vor der Skywalker-Saga, und soll ein verzweigtes Action-Adventure mit mehreren spielbaren Figuren bieten.
Quantic Dream gehört seit 2022 zu NetEase. Noch im Februar 2025 hatte CEO Guillaume de Fondaumière erklärt, das Studio sei von anderen Entlassungen bei NetEase nicht betroffen, die Projekte liefen auf Hochtouren.
Aktuelle öffentliche Stellungnahmen von Quantic Dream, NetEase oder Lucasfilm Games gibt es bisher allerdings nicht, weder zum Streik noch zu den Vorwürfen der Unterbesetzung oder zu möglichen Folgen für Star Wars: Eclipse.
Downloads: Star Wars: Eclipse ist noch nicht verfügbar.