Star Wars Zero Company taucht in aktuellen Berichten als bislang nicht offiziell bestätigtes Star-Wars-Projekt auf. Im Gespräch ist ein lineares Singleplayer-Spiel mit einer 30 bis 40 Stunden langen Kampagne für Plattformen, die ebenfalls noch nicht bestätigt wurden.
Für viele Spieler klingt das den aktuellen Reaktionen im Netz nach nicht nach Einschränkung, sondern eher nach Entlastung. In den Diskussionen rund um das mutmaßliche Projekt fällt immer wieder derselbe positive Unterton auf: endlich mal wieder ein Star-Wars-Spiel, das man realistischerweise auch tatsächlich durchspielen kann.
Auffällig ist auch, dass ein New-Game+-Modus den aktuellen Berichten zufolge nicht eingeplant sein soll. Ein Teil der Community sieht ausgerechnet darin einen klaren Pluspunkt.
Star Wars Zero Company: Umfang und Struktur bislang nicht bestätigt
Trotzdem gilt weiter: Star Wars Zero Company ist derzeit nicht offiziell als angekündigtes oder veröffentlichtes Star-Wars-Spiel bestätigt. Möglich ist ein Arbeitstitel, ein Codename oder schlicht eine fehlerhafte Bezeichnung. Entsprechend sollte man jede Einordnung mit Vorsicht lesen.
Für Gesprächsstoff sorgt aber unabhängig vom Namen vor allem die Struktur, die in den aktuellen Berichten beschrieben wird. Ein geradliniges Star-Wars-Abenteuer mit Fokus auf eine einmalige Kampagne wirkt heute fast schon ungewöhnlich, weil viele Releases lieber mit Hunderten Nebenaufgaben, saisonalen Inhalten und langfristiger Spielerbindung werben. Genau das scheint hier für viele den Reiz auszumachen.
Warum kürzere Singleplayer-Kampagnen wieder gefragt sind
Die positive Resonanz in Online-Diskussionen passt zu einem größeren Trend. Liest man sich durch diese Reaktionen, entsteht ziemlich klar der Eindruck, dass viele Spieler riesige Open Worlds und Live-Service-Konzepte schlicht leid sind, wenn diese dauerhaft Zeit einfordern. Nicht jeder möchte monatelang an einem Spiel festhängen oder direkt nach dem Abspann in ein zweites, leicht verändertes New Game+ wechseln.
Ein Umfang von 30 bis 40 Stunden lässt Ihnen genug Platz für eine epische Geschichte im Star-Wars-Universum, ohne gleich zur Verpflichtung zu werden. Gerade bei einer Marke, die stark von Inszenierung, Figuren und Atmosphäre lebt, kann ein engerer Zuschnitt sogar ein echter Vorteil sein.
Vergleich mit Jedi: Fallen Order und Jedi: Survivor
Völlig neu wäre dieser Ansatz für Star Wars ohnehin nicht. Schon Electronic Arts (EA) setzte mit Star Wars Jedi: Fallen Order und später mit Star Wars Jedi: Survivor für PC, PlayStation und Xbox auf klar erzählte, stark inszenierte Einzelspieler-Erlebnisse. Der Unterschied: Star Wars Jedi: Survivor bringt auch ein New Game+ mit, während das jetzt diskutierte Projekt laut aktuellen Berichten genau darauf verzichten soll.
Das muss nicht automatisch heißen, dass weniger Inhalt drinsteckt. Ein kürzeres, lineares Spiel ohne aufwendige Wiederspielmechaniken kann genauso gut darauf hindeuten, dass die Entwickler ihre Ressourcen stärker in Pacing, Story und Feinschliff stecken. Für viele Spieler ist ein poliertes, abgeschlossenes Abenteuer im Moment reizvoller als ein riesiges Paket voller endloser To-do-Listen.
Auch branchenweit ist das Interesse an solchen Produktionen nach wie vor groß. Das eingestellte Visceral-Projekt Project Ragtag steht bis heute sinnbildlich für den Wunsch nach einem stark inszenierten Star-Wars-Actionspiel. Dazu kommen Titel wie Marvel 1943: Rise of Hydra, die zeigen, dass storygetriebene, lineare Blockbuster kreativ wie kommerziell ihren Wert behalten. Falls sich das kolportierte Konzept bestätigt, könnte ausgerechnet diese Begrenzung seine größte Stärke sein: ein Star-Wars-Spiel mit Anfang, Mitte und Ende.
Downloads: Für Star Wars Zero Company ist derzeit kein Download für bislang nicht bestätigte Plattformen verfügbar.