Kinder weg vom Fernseher, ran an den Computer!

Wenn es um Kinder und Medienkonsum geht, denkt heute kaum mehr jemand an den Fernseher. PC und Smartphone stehen im Mittelpunkt der – meist negativen – Aufmerksamkeit. Dabei bleibt der tägliche Fernsehkonsum mit durchschnittlich 111 Minuten bei den Zwölf- bis 19-Jährigen unverändert hoch (JIM-Studie 2013).

Ist der PC, das Tablet, das Smartphone da nicht vielleicht die bessere Alternative? Hier sind die Kinder aktiv dabei, statt sich nur passiv berieseln zu lassen. Gute Software für Kinder fördert die Entwicklung in jeglicher Hinsicht.

Das fängt schon bei einfachen Spielen für Kinder ab etwa drei Jahren an. Ganz abgesehen davon, was sie inhaltlich lernen, üben die Kleinen ganz spielerisch die Koordination von Hand und Auge, beispielsweise beim Pflücken virtueller Äpfel.

Auf dem Tablet ist das noch recht einfach. Setzt man die Kinder aber an den Rechner und drückt ihnen die Maus in die Hand, kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Nun müssen die Kinder die Bewegung des Cursors auf dem Bildschirm mit der Hand auf der Computermaus zusammenbringen. Diese Abstraktionsleistung wird auch den Digital Natives nicht in die Wiege gelegt. Der Erste Österreichische Dachverband Legasthenie packt bewusst verschiedene Spiele zum Maustraining auf seine DVD Legasthenie & Dyskalkulie IV.

Bei anderen populären Spielen wie etwa 2048 trainieren ältere Kinder Rechnen und strategisches Denken. Eine für jüngere Kinder sehr nett angepasste Variante des populären Spiels gibt es übrigens auf der Webseite der Sendung mit der Maus.

Auch das Bild vom einsam vorm Computer sitzenden Kind ohne Freunde ist wohl eher die Ausnahme: 75 Prozent der 16- bis 18-Jährigen nutzen das Internet um mit Bekannten zu chatten. Software und Apps fördern die Kommunikation und machen sie oft erst möglich. Da sieht der Fernseher alt aus.

Gern und schnell wird der Computer zum Sündenbock, wenn es um alle erdenklichen Probleme mit Kindern und Jugendlichen geht. Rechner, Tablet und Smartphone bieten der neuen Generation aber deutlich mehr Chancen in der Entwicklung als es der Fernseher jemals konnte. Wichtig dabei sind nur die richtige Software und Begleitung.

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Download-Tipp Windows Phone: Spaßig Rechnen üben mit Mathe Stars

Mit dem allgegenwärtigen Smartphone ist auch der Taschenrechner nie fern. Wer aber das kleine Einmaleins im Kopf beherrscht, ist schneller. Mit unserer App-Entdeckung der Woche Mathe Stars üben vor allem Grundschulkinder auf unterhaltsame Art die Grundrechenarten auf dem Windows Phone.

Was kann Mathe Stars?

Mathe Stars ist ein Mathematik-Lernspiel. Zunächst wählt man die Rechenarten, die man üben möchte: Angefangen mit Addition fügt man Subtraktion, Multiplikation und Divison in dieser Reihenfolge hinzu.

Ziel ist es, mit dem Lösen der gestellten Rechenaufgaben seine kleine Biene zum Honigtopf zu bringen. Mit jeder richtig gelösten Aufgabe kommt man dem Honig näher. Dabei geht es aber nicht nur um Schnelligkeit. Wer ohne zu überlegen wild auf den Lösungsvorschlägen herum tippt und dabei Rechenfehler macht, ist vielleicht als erster im Ziel, gewinnt aber nicht das Spiel. Denn für jeden falschen Lösungsversuch gibt es Punktabzug.

Mathe Stars spielt man entweder gegen das Handy oder einen Mitspieler, der auf dem selben Gerät mitspielt. Der Bildschirm ist dabei in der Mitte geteilt, so dass sich die Spieler wie bei einem Brettspiel gegenüber sitzen.

Wer braucht Mathe Stars?

Mit Mathe Stars lernen Kinder im Grundschulalter spielerisch Kopfrechnen in den Grundrechenarten. Die niedliche Biene und der Wettbewerbscharakter spornen an. Es gewinnt, wer schnell ist und sich trotzdem genügend Zeit zum richtigen Rechnen nimmt. Diese Kombination ist sehr gelungen und weckt den Ehrgeiz.

Das sagt Steffen Müller

Entwickler Steffen Müller hat die App für einen Programmierwettbewerb zum Thema Bildungs-App entwickelt. Für ihn ist “das kleine Einmaleins die wichtigste Grundlage von Mathematik im Alltag. Mit Mathe Stars kann man es spielerisch festigen.”

Weltverbesserungsfaktor

Wer an der Kasse das Wechselgeld schnell kontrollieren will, holt nicht das Smartphone raus. Da ist Kopfrechnen angesagt und hier macht Üben eindeutig den Meister. Mit Mathe Stars macht dieses Üben vor allem Kindern Spaß und ganz nebenbei lernen sie fürs Leben. Weltverbesserungsfaktor: Eindeutig enorm!

Der Autorin Mareike Erlmann auf Twitter folgen.

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