Toy Story: Wie Buzz Lightyears Spruch 2008 Vater und Sohn rettete

2008 half ausgerechnet der Toy Story-Spruch „Bis zur Unendlichkeit … und noch viel weiter!“ dem 46-jährigen Walter Marino und seinem 12-jährigen Sohn Christopher dabei, vor Daytona Beach in Florida auf offener See durchzuhalten: Mit dem Satz aus dem Pixar-Film hielt Walter Marino die Verbindung zu seinem Sohn, bis beide am nächsten Morgen gerettet wurden.

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Wenn man den berühmtesten Satz aus der Toy Story-Reihe nennen müsste, kämen wohl eher nicht „Du bist mein Lieblingssheriff“, „Du hast’n Freund in mir“ oder „Jemand hat das Wasserloch vergiftet“ infrage. Der Platz ganz oben ginge ziemlich sicher an Buzz Lightyears „Bis zur Unendlichkeit … und noch viel weiter!“.

Und genau das ist das Merkwürdige daran: Dieser Satz, der Buzz Lightyear als Figur perfekt zusammenfasst, war anfangs bloß als Gag gedacht. Woody sagt es im Film ja selbst: Weiter als bis zur Unendlichkeit kann es eigentlich gar nicht gehen. Trotzdem dürfte heute, 31 Jahre nach dem ersten Film, ziemlich klar sein: Offenbar geht doch noch mehr.

Bis zur Unendlichkeit: und am Leben bleiben

Was kaum jemand mitbekommen hat: Genau Dieser Satz , der später sogar in Songs von Beyoncé oder Justin Bieber landete, rettete 2008 auch einem Vater und seinem Sohn auf offener See das Leben. Damals trieben der 46-jährige Walter Marino und sein 12-jähriger Sohn Christopher unweit ihres Wohnorts Daytona Beach in Florida draußen im Meer.

Walter Marino schilderte später, dass Christopher schwimmen war, in eine Strömung geriet und sein Vater ihm hinterhersprang. Was danach kam, hatte niemand vorausgesehen: Beide verbrachten die Nacht im Wasser, weit weg von jeder Hilfe. Walter Marino stellte sich schon auf das Schlimmste ein, bis Buzz Lightyear ins Spiel kam.

Damit sein Sohn, der Autist ist, nicht in Panik verfiel und die Situation noch schlimmer machte, verwandelte Walter Marino den Satz in eine Art Rufspiel: Er rief „Bis zur Unendlichkeit“, und Christopher antwortete mit „… und noch viel weiter!“, immer wieder.

Als man die beiden am Morgen um 8 Uhr entdeckte, 13 Kilometer vor der Küste, waren sie tatsächlich noch am Leben. Der Vater sagte später: „Für ihn war das ein Abenteuer. Für ihn war es einfach nur ein Tag im Ozean, und erst als die Quallen ihn zu stechen begannen, bekam er ein wenig Angst.“

Man sollte sich das allerdings nicht so vorstellen, als hätten Walter Marino und Christopher die ganze Zeit direkt nebeneinander im Wasser gelegen oder sich irgendwo festgehalten. Sie schwammen mehrere Meter voneinander entfernt, und Toy Story half ihnen dabei, den Kontakt nicht zu verlieren, fast wie bei einer Runde Marco Polo im Pool.

„Buzz Lightyear hat uns über Wasser gehalten. Ich rief: ‚Bis zur Unendlichkeit, und noch viel weiter!‘, und dann hörte ich ihn antworten, bis seine Stimme immer leiser wurde und ich irgendwann gar nichts mehr hören konnte.“ Als Walter Marino und Christopher am Ende gerettet wurden, lagen bereits eineinhalb Kilometer zwischen ihnen.

Hinzu kommt, dass diese Verbindung nicht zufällig da war: Der Junge sprach Walter Marino zufolge kaum, außer in Sätzen aus Disney-Filmen, über die er mit seinem Vater kommunizierte. Am Ende ging alles gut aus, und vielleicht wäre das ohne Pixar anders ausgegangen.

Es ist jedenfalls gut möglich, dass Pixar nie wieder einen Satz hervorbringen wird, der so legendär geworden ist wie „Bis zur Unendlichkeit … und noch viel weiter!“. Inzwischen gibt es dafür schlicht zu viele Filme und zu viele Fortsetzungen, die genau diesen Effekt etwas abgeschwächt haben, so gut Das große Krabbeln oder Toy Story 5 auch sein mögen.

Trotzdem ist Pixar, auch wenn das Studio in der Pandemie kurz ins Straucheln geraten ist, als Disney seine Filme lieber direkt beim eigenen Streaming-Dienst veröffentlichte, noch immer beneidenswert gut aufgestellt. Gerade daran zeigt sich, warum Pixar, selbst wenn DreamWorks oder Sony näher heranrücken, immer wieder einen Weg findet, sich zu behaupten.

Und mal ehrlich: Würde draußen auf offener See irgendjemand anfangen, Sätze aus Spider-Man: A New Universe zu wiederholen, nur um nicht unterzugehen?

Author: Randy Meeks

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