Kein Geld für The Elder Scrolls Online? Hier gibt es kostenlose Alternativen

The Elder Scrolls Online ist da, aber ihr könnt das Abo nicht bezahlen? In diesem Artikel findet ihr ein paar kostenlose MMOs.

Das sehnsüchtig erwartete Online-Multiplayer-Rollenspiel The Elder Scrolls Online ist endlich auf den Markt. Auch das seit World of Warcraft äußerst beliebte Geschäftsmodell des Abonnements hat sich bestätigt. Nun ist es aber gut möglich, dass jemand zwar Lust hat, ein Rollenspiel im Stil von The Elder Scrolls Online (TESO) auszuprobieren, das nötige Kleingeld für ein Abo fehlt aber.

Die Lösung? Kostenlose Alternativen, die TES Online, auch wenn es sich um Freeware handelt, durchaus das Wasser reichen können.

Everquest 2: Ein Rollenspielklassiker, der nie aus der Mode kommt

Der Klassiker stammt aus dem Jahre 2004. Aber kann es ein zehn Jahre altes Spiel wirklich mit TESO aufnehmen? Und wie, ist das Spiel doch reinstes Abenteuer in einer großen Spielwelt und zählt dabei nach wie vor auf eine treue und große Community.

Wem Spiele wie World of Warcraft gefallen, der wird auch Everquest schätzen:  Über 9000 Quests und eine riesige Anzahl an personalisierbaren Spielfiguren tragen das ihre dazu bei.

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Everquest 2

Lineage 2: Der Veteran, der sich selbst erneuert

Ein weiterer, sogar noch älterer Klassiker ist der zweite Teil von Lineage aus dem Jahr 2003. Da longevo keinesfalls für Überholtes steht, wurde Lineage 2 jedoch auf den aktuellen Stand der Technik gebracht und liefert komplexes Gameplay und verbesserte Grafiken, die sich kaum von Spielen der heutigen Generation unterscheiden.

Sechs Rassen, 36 Klassen, aus denen man auswählen kann, und 99 kostenlose Levels hat Lineage 2 zu bieten, aber das ist noch nicht alles. Zudem weist es nämlich noch ein sehr abwechslungsreiches Gameplay auf, das Belagerungen, Burgverteidigungen, PvP (Player versus Player) und vieles mehr bietet.

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Lineage 2

Der Herr der Ringe Online: Helden und Bösewichte in Mittelerde

Die Tolkien-Saga steht für Abenteuer pur, auch wenn die Onlineversion eine etwas andere Geschichte als die der Bücher und Filme darstellt. Als Spieler kann man einen Menschen, Zwerg, Elfen oder Hobbit verkörpern oder sogar die Seite wechseln und als schreckliches Wesen für Sauron kämpfen, was allerdings nichts für Zartbesaitete ist.

Die Stärke von Der Herr der Ringe Online sind ohne Zweifel seine Schauplätze, auf denen man sich frei bewegen kann: die Minen von Moria, Lothlórien oder aber Mordor. Ein Traum für alle Tolkien-Fans.

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Neverwinter: Dungeons and Dragons geht online

Alle, die mit der Welt von Dungeons and Dragons bereits vertraut sind, werden Neverwinter lieben. In diesem Fall konzentriert sich der Plot auf einen allmächtigen Drachen, der gerade aufwacht. Dieser kann nur durch ein paar Ausgewählte – unter ihnen natürlich der Spieler – gestoppt werden.

Ganz im Gegensatz zu World of  Warcraft ist bei Neverwinter das Spielsystem einfacher, jedoch gleichzeitig sehr aktiv, was an Action-RPGs wie Diablo 3 erinnert.

Neverwinter

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Forsaken: Ein neuer Kampf zwischen Gut und Böse

Forsaken ist das jüngste Spiel dieser kleinen Auswahl. Trotz seines bisher kurzen Bestehens von einem Jahr hat es schon eine große Spieler-Community und ein äußerst attraktives Design, das sich vor Bezahl-Spielen nicht verstecken muss.

In diesem MMORPG können wir in die Haut eines Zwergs, eines Elfen, eines Menschen oder Steinzeitmenschen schlüpfen. Alle versuchen, den verlorenen Glauben im ehemals von Göttern beschützten Eyrda wiederherzustellen, das sich nun in einem traurigen Krieg befindet.

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Forsaken

Fantasy ist aber nicht alles

In dieser Spieleauswahl habe ich mich auf die Phantasy-Welt konzentriert, da diese auch in The Elder Scrolls zu finden ist. Es gibt jedoch auch kostenlose MMOs mit anderen Themen wie etwa Star Wars The Old Republic oder das für Kinder entworfene Free Realms.

Welches ist das beste Online-Rollenspiel? Hinterlasst uns einen Kommentar.

Welche ist die beste Start-Klasse für The Elder Scrolls Online?

The Elder Scrolls Online ist wie die meisten Online-Rollenspiele ein Zeitfresser. Damit ihr die Zeit nicht mit einer schlechten Start-Klasse vergeudet, geben wir ein paar Tipps, welche Klasse am besten zu eurem Spielstil passt.

Kenner von Skyrim und vorherigen Elder-Scrolls-Spielen wird das System zur Steigerung der Kampfkraft kaum überraschen. Waffen und Rüstungen verbessern sich durch Gebrauch. Hinzu kommen für Levelaufstieg erworbene Fertigkeitspunkte, mit denen ihr spezielle Eigenschaften freischalten könnt. Mit diesen Punkten durchbrecht ihr die scheinbar starre Klassenvorgabe und besorgt euch Fertigkeiten anderer Klassen.

Das vorab gesagt, legt ihr mit der Klasse zumindest zu Beginn eure bevorzugte Spielweise fest. Damit es kein böses Erwachen gibt, solltet ihr die Klasse überlegt wählen:

Die Klassen von The Elder Scrolls Online

Dragonknight – Der Schadensfresser

Elder Scrolls Online - DragonknightDer Dragonknight ist ein knallharter Krieger. Am liebsten hüllt er sich in schwere Rüstungen, wirft sich mitten ins Kampfgetümmel und steckt eine Menge ein. In Gruppen stellt er sich vor die Feinde und schützt seine Gruppe als Tank. Die Klasse eignet sich dank der guten Nehmer-Qualitäten auch für Solo-Streifzüge.

Die wichtigsten Skills des Dragonknight:

Um mit Schild und Schwert effektiv die Gruppe zu schützen – zu tanken – empfiehlt es sich, Crippling Slash auf die Schnellleiste zu legen. Die Fähigkeit verringert Angriffskraft der Feinde für einige Sekunden. Kombiniert ihr diese Aktion mit Shielded Assault, könnt ihr Feinde obendrein betäuben.

Wichtig sind auch die passiven Eigenschaften. Als Schild-Tank solltet ihr besonders Battlefield Mobility erlernen. Mit dieser Fertigkeit könnt ihr euch auch mit gehobenem Schild flinker bewegen und Angriffen ausweichen.

Nachtklinge (Nightblade) – Diebisches Vergnügen

Elder Scrolls Online - NightbladeNightblades sind Kämpfer, die bevorzugt aus dem Schatten und Hinterhalt angreifen. Schleichen und heimliche Angriffe gehören zur Spezialität dieser Klasse. Nightblades lassen sich sehr flexibel ausbilden und gehören damit zu der wohl vielseitigsten Klasse in The Elder Scrolls Online.

Wer gern mit Schwertern in beiden Händen auf Gegner eindrischt, kann sich mit der Nachtklinge richtig austoben. Vergesst aber nicht, dass ihr das fehlende Schild mit einer gescheiten Rüstung ausgleichen müsst. Nützlich sind für solche Dual-Wield-Kämpfer Skills, die die Lebenskraft der Gegner anzapfen. Etwas einfacher spielt sich diese Klasse mit Bogen und Fernkampf-Skills.

Die wichtigsten Skills der Nachtklinge:

Haltet eure Feinde mit dem Scatter Shot auf Abstand und macht euch mit Shadow Disguise unsichtbar. Ganz nebenbei wird nach etwas Training noch eure Ausdauer wiederhergestellt, was besonders in Kämpfen gegen mehrere Feinde ausgesprochen praktisch ist.

Sorcerer – Der Magier

Elder Scrolls Online - SorcererAnhänger von Magie kommen kaum am Sorcerer vorbei. Der Spezialist für arkane Fähigkeiten bevorzugt den Kampf aus der Ferne mit Hilfe von Zaubersprüchen und magischen Begleitern.

Bedenkt, dass Zauberer leichte Roben bevorzugen und im Nahkampf wenig einstecken können. Nutzt euren Begleiter klug, um Feinde abzulenken. Sorcerer spielen ihre Stärke in der Gruppe aus, etwa wenn ein Dragonknight die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich lenkt.

Die wichtigsten Skills des Sorcerers:

Ruft stets einen Begleiter herbei, der euch im Kampf unterstützt, indem er Feinde ablenkt oder selbst mitkämpft. Praktisch sind auch Daedric Mines als Fallen, die bei Berührung zerstörerischen Magieschaden entfesseln. Zu den Standard-Angriffen zählt der Magic Splash, der nach etwas Training von besiegten Gegnern die Zauberenergie Magicka zurückgibt.

Templar – Der vielseitige Heiler

Elder Scrolls Online - TemplarTemplar sind eine interessante Heilerklasse in The Elder Scrolls Online. Sie können Teammitglieder einer Gruppe am Leben halten, aber auch als Einzelkämpfer gehörig auf den Putz hauen. Solospieler sollten ihre Skillpunkte in Gesundheit und Ausdauer stecken, heilende Teamplayer auch Magicka mitleveln. Für den Kampf legt man am besten Einhandwaffe und Schild an.

Wichtigste Skills des Templars für den Kampf:

Kämpfende Templar sind Nahkämpfer, die sich neben Dragonknights in der direkten Nähe von Feinden am wohlsten fühlen. Nutzt Shield Charge, um euch rasch ins Getümmel zu werfen. Mit dem Power Bash verwirrt ihr die Gegner vorübergehend. Stehen mehrere Feinde eng beisammen, könnt ihr mit dem flächigen Magie-Angriff Puncturing Strike alle auf einmal erwischen.

Für alle Klassen empfiehlt sich obendrein, den Silver Bolt der Kämpfergilde zu erlernen. Mit diesem Angriff können auch Nahkämpfer einen Fernangriff durchführen oder einzelne Gegner anlocken.

Die richtige Rasse für die Klasse

Neben der Klasse hat auch die Rasse Einfluss auf bestimmte Charakterfertigkeiten und kann eine Spezialisierung unterstützen:

  • Bretonen erhalten Boni auf Magicka und Zauberresistenz
  • Hochelfen erhalten Boni auf magischen Schaden und beschleunigte Magicka-Wiederherstellung
  • Argonier erhalten Boni auf Heilkraft, Wiederherstellung und Giftresistenz
  • Orks erhalten Boni auf schwere Rüstungen und Gesundheitswiederherstellung
  • Waldelfen erhalten Boni auf Kampf mit Bögen, Ausdauer und Verbergen
  • Dunkelelfen erhalten Boni auf Kampf mit zwei Schwertern (Dual Wielding), Feuermagie und Feuerresistenz
  • Redguards erhalten Boni auf Schilde und Ausdauer-Regeneration
  • Khajiitts erhalten Boni auf Verbergen, Gesundheitsregeneration und Kampf
  • Nord erhalten Boni auf zweihändig geführte Waffen, Gesundheitswiederherstellung und Kälteresistenz
  • Imperiale (für Käufer der Imperial Edition) erhalten Boni auf Ausdauer, Gesundheit und Glück

Entscheidungsfrage

Wer sich bevorzugt allein durchschlägt oder im Team am liebsten den Monstern aus direkter Nähe in die Augen blickt, sollte mit dem Dragonknight anfangen. Teamplayer können auch zum Sorcerer oder Templar greifen. Letzter ist besonders in kniffligen Dungeons eine gern gesehene Hilfe, sollte sich aber zu diesem Zweck auf Heilung spezialisieren. Wer sich überhaupt nicht festlegen möchte, kann mit dem Templar auch eine Mischung aus Nahkämpfer und Heiler skillen.

Wenig empfehlenswert sind leicht gepanzerte Nahkämpfer wie der Dual-Wield-Nightblade für den Einstieg in The Elder Scrolls Online. Besser ist es, einen Nightblade zunächst mit Bogen zu beginnen. Im Verlauf des Spiels sollten aber auch Fernkämpfer eine Strategie entwickeln, sich nähernden Feinden zu trotzen. Das können magisch geladene Minen oder eine andere Waffe sein. Ab Stufe 15 könnt ihr zwischen zwei Waffen-Sets wechseln. Macht von dieser Möglichkeit in brenzligen Situationen Gebrauch!

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Fazit: Die Wahl der richtigen Klasse bringt euch mit Vollgas ins Spiel

Die Klassen haben in The Elder Scrolls Online eine gewisse Durchlässigkeit. Wer Fertigkeitspunkte geschickt verteilt, kann sich mit einigen Einschränkungen seine Wunschklasse selbst bauen. Dennoch ist die Wahl der richtigen Klasse gerade für den Start wichtig und prägt das Wohl- oder Frustgefühl in der Anfangsphase des Spiels.

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Vorschau auf WildStar: Beta-Test des knallbunten Science-Fiction-Rollenspiels

WildStar versetzt Online-Rollenspieler in eine bunte Science-Fiction-Welt. Ich hatte Gelegenheit, mir die Beta des noch nicht ganz fertigen MMORPGs anzusehen. Und ich konnte meine Frage beantworten, ob WildStar dem kommenden Online-Abenteuer Elder Scrolls Online das Wasser reichen kann. Ja das, tut es!

Noch ein Online-Rollenspiel! Das muss doch nicht sein, wer soll das alles spielen? Ich muss zugeben, dass ich meine Zweifel hatte, als ich mich für die Beta von WildStar angemeldet habe. Kaum hat sich der Ersteindruck von The Elder Scrolls Online (TESO) etwas gesetzt und eine vorsichtige Vorfreude entfacht, setzen Carbine Studios mit dem Science-Fiction-MMORPG WildStar nach. Noch ein Rollenspiel. Woher sollen Spieler nur die Zeit für beide nehmen? Es läuft auf eine Entscheidungsfrage hinaus.

Worum geht es in WildStar?

Ort des Geschehens ist in WildStar der Planet Nexus, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Schauplatz aus Demon’s Souls, in dem sich Abenteurer mit Zombies herumschlagen. In WildStar ist es der Heimatplanet der hochentwickelten Alien-Rasse Eldaner. Aus einem nicht näher bekannten Grund haben sich die Eldaner aus dem Staub gemacht und das Feld zwei verfeindeten Gruppierungen überlassen: Dominion und Exiles. Wie sich deren Konflikt entwickelt, wird hier nicht verraten.

Was ist an WildStar anders?

Grell und bunt! Auf den ersten Blick unterscheidet sich der WildStar-Look von Online-Rollenspielen wie World of Warcraft, Final Fantasy XIV, Star Wars: The Old Republic oder Elder Scrolls Online. Das Science-Fiction-Setup zeichnet sich markant mit üppig gefärbten Flächen von den ansonsten genre-üblichen Mittelalter-Fantasy-Schauplätzen ab.

WildStar - Comic-Look

WildStar: Science Fiction im Comic-Gewand.

Obendrein kommt kaum ein Konkurrent an die Niedlichkeit von WildStar heran. Mit langen Hasenohren und großen Kulleraugen fegen die putzigen Figuren durch eine knallbunte Welt und stellen sogar Final Fantasys katzenartige Miqo’te in den Kuschel-Schatten. Grafisch wirkt WildStar wie eine Mischung aus Comic und Alice im Wunderland.

WildStar - Cute!

So niedlich kann ein MMORG sein!

Die Niedlichkeit geht bis ins Detail. Komme ich in ein Gebiet mit Schmetterlingen, startet eine Herausforderung, möglichst viele Insekten mit Sprüngen in die richtige Höhe zu fangen. Man kann Pflanzen scannen, computergesteuerte Figuren (NPCs) vor gefräßigen Kreaturen beschützen oder die Jagd auf Wild eröffnen.

Ungewöhnliche Pfade

Abseits des Comic-Looks bringt WildStar eine sehr eng an die Spielfigur angelehnte Charakterentwicklung mit. Für absolvierte Quests und niedergestreckte Feinde winken Erfahrungspunkte, wie in den meisten anderen Rollenspielen auch. Hinzu kommen Pfad-Missionen, die ein wenig vom eigenen Spielstil abhängen. Als Baumeister bekomme ich andere Pfadmissionen, als wenn ich mich als Wissenschaftler oder Entdecker betätige.

WildStar - Nature

Die Natur mit all ihren Kreaturen spielt eine wichtige Rolle in WildStar.

Das Science-Fiction-Setup bringt nicht nur eine frische Optik und ungewöhnliche Feuerwaffen mit, sondern auch einige praktische Details für den Rollenspiel-Alltag. Ein Beispiel: Statt nach einer Quest für die Belohnung zum Auftraggeber zurückzukehren, genügt oft der Griff zum Kommunikator und alles ist erledigt. Das ist praktisch und erspart viel sinnlose Lauferei.

Menüs in Hülle und Fülle

Und noch eines ist anders an WildStar: die schiere Flut an Info-Menüs. Die Vielzahl hat mich erschlagen. Gut ist immerhin, dass man sie in Ruhe studieren kann und im Kampfgetümmel nicht braucht. Weniger ist mehr sollte aber auch in weniger actionreichen Momenten gelten. Bleibt zu hoffen, dass bis zur fertigen Spielversion noch etwas aufgeräumt wird.

WildStar - Map

Verwirrend: Am oberen Rand öffnet eine Menüleiste eine Flut an Menüs und Untermenüs, zu denen im Spiel situationsabhängig weitere hinzu kommen. Im Bild sehen wir eine Mischung aus Karte und Baumenü.

All das lässt eines erahnen: WildStar ist kein Spielchen für zwischendurch. Gut, das gilt wohl für die meisten MMORPGs, aber WildStar setzt die Einstiegs-Hürde besonders hoch. Es dauert eine ganze Weile, sich in den Wirren der Menüs zurechtzufinden. Während World-of-Warcraft-Veteranen diese Hürde rasch nehmen, sollten sich  Online-Rollenspiel-Einsteiger auf eine vergleichsweise steile Lernkurve einstellen.

Wie kämpft es sich in WildStar?

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Es ist vorbei. Das sperrige MMO-Kampfsystem nach dem Muster Ziel anklicken und Aktion auslösen weicht – ähnlich wie in Elder Scrolls Online – einem viel eleganteren, durchdachten Ansatz. Man richtet die Kamera auf das Ziel und löst den gewünschten Angriff aus. Das war’s. Eine blaue Markierung auf dem Boden zeigt, wo das Kommando einschlägt.

WildStar - Action, Guns

Dynamische Kämpfe: Kamera auf das Ziel richten und feuern.

Dasselbe gilt auch für flächige Gegenangriffe (area of effect, AoE), die sich in roten Bereichen auf dem Grund abzeichnen. Diese Bereiche füllen sich langsam, bis der Angriff seine zerstörerische Wirkung entfaltet. In anderen Spielen müssen Rollenspieler Menüs im Blick behalten, um solche Angriffsmuster zu erkennen. WildStar kommt ohne diesen störenden Umweg aus. Viele Entwickler werden sich fragen, warum sie nicht schon eher auf die einfache Idee eines in den Flächeneffekt eingebundenen AoE-Fortschrittsbalkens gekommen sind.

WildStar: AoE

Den Fortschritt bis zum Einschlag von Flächenangriffen markiert WildStar über sich füllende Markierungen auf dem Boden.

Feindlichen Angriffen entrinnt man mit raschen Seitwärts-Sprüngen. Diese Kommandos benötigen eine Weile, bis sie wieder einsetzbar sind. Der kluge Gebrauch dieser sportlichen Aktivität ist ratsam, um aus verzwickten Situationen entkommen zu können. Es zeigt sich: Aller Niedlichkeit zum Trotz geht es in WildStar ganz schön zur Sache.

Fertigkeiten, Angriffe und Waffen hängen den Rollenspiel-üblichen Gepflogenheiten zufolge von der gewählten Klasse ab. Die Details können sich bis zum fertigen Spiel noch ändern. Grundsätzlich kann man zwischen magischen Fähigkeiten und Kampfklassen wählen, die auch auf Feuerwaffen zurückgreifen können. Obendrein kann man sich mit im Verlauf des Spiels immer stärkeren Schutzschilden zusätzlich vor Blessuren schützen.

WildStar - Character

Charakter-Erstellung in WildStar: Vorlieben legt man zu Beginn fest und spezialisiert sich während des Spiels.

WildStar bringt auch Spieler-gegen-Spieler-Kämpfe mit (Player versus Player, PvP). Ein Test dieses Modus war allerdings während der Beta nicht möglich.

Wie ausgereift ist WildStar?

Während des Beta-Tests kam es zu keinen Abstürzen und auf den mäßig belasteten Servern zu kaum spürbaren Verzögerungen (Lag). Allerdings schränkten die vielen ausgiebigen Wartungsarbeiten die Testzeit ein. Das Spiel selbst fühlt sich im direkten Vergleich zur Beta-Version von Elder Scrolls Online recht ausgereift an.

Die Reife schlägt sich in vielen kleinen Details nieder. Ich habe mich beispielsweise über eine Befehls-Fehlererkennung im Chat-Modus gefreut. Will ich mich setzen, gebe aber statt /sit den Befel /sti ein, weist ein rotes Kreuz schon vor der Bestätigung mit Enter auf den Irrtum hin. Viele solcher Kleinigkeiten zeigen, dass sich die Entwickler mit den Alltags-Problemen der Spieler auseinandergesetzt und nach Lösungen gesucht haben.

WildStar - Navigation

Gute Idee, aber in der Beta nicht immer zielführend ist das Navigations-System von WildStar.

Sehr gut ist auch der Ansatz eines Navigations-Systems als Ergänzung der typischen Karte. Mit dem WildStar-Navi soll der Spieler sein Ziel über gut sichtbare Pfeile finden. Hier muss allerdings noch nachgearbeitet werden, da ich immer wieder in Sackgassen gelotst wurde. Mich zu verlaufen schaffe ich auch ohne technisches Hilfsmittel.

Muss ich monatlich zahlen?

WildStar erscheint wie World of Warcraft, Final Fantasy XIV oder Elder Scrolls Online als Vollversion mit regelmäßigen monatlichen Kosten. Im Gegensatz zu den anderen Titeln können sich Spieler um die Abo-Gebühr drücken, indem sie ihre gesammelte Spielwährung gegen Spielzeit tauschen. Wer viel Zeit hat, muss also nicht zwingend monatlich Geld bezahlen.

Fazit: Farbenfrohes Online-Rollenspiel mit hohem Knuddel-Faktor

Muss noch ein Online-Rollenspiel in diesem Jahr wirklich sein? Meine Antwort: ja! Wenn es sich stilistisch so klar von der üblichen Fantasy-Kost unterscheidet wie WildStar, geht das in Ordnung und eröffnet Spielern eine echte Wahlmöglichkeit. Fantasy im Mittelalter-Look mit grimmigen Kriegern in Elder Scrolls Online gegen Science-Fiction mit knuddeligen Häschen, Robotern oder Aliens in WildStar.

Dass der niedliche Neuling mit seiner höheren Einstiegshürde etwas schwerer verdaulich ist als die meisten Konkurrenten, spricht besonders Kenner von World of Warcraft an. Ohnehin wirkt WildStar wie eine Frischekur des MMORPG-Altmeisters und könnte einige gelangweilte Spieler von World of Warcraft zum Umstieg locken. Nun müssen beide Newcomer zeigen, wie sie sich nach der Beta schlagen und ob sie dem Ansturm auf die Server Stand halten.

WildStar erscheint 2014 für Windows-PCs. Ein genauer Veröffentlichungs-Zeitpunkt steht noch nicht fest.

Alternativen zu WildStar: The Elder Scrolls Online, World of Warcraft, Final Fantasy XIV, Star Wars The Old Republic, Guild Wars 2