Kein Geld für The Elder Scrolls Online? Hier gibt es kostenlose Alternativen

The Elder Scrolls Online ist da, aber ihr könnt das Abo nicht bezahlen? In diesem Artikel findet ihr ein paar kostenlose MMOs.

Das sehnsüchtig erwartete Online-Multiplayer-Rollenspiel The Elder Scrolls Online ist endlich auf den Markt. Auch das seit World of Warcraft äußerst beliebte Geschäftsmodell des Abonnements hat sich bestätigt. Nun ist es aber gut möglich, dass jemand zwar Lust hat, ein Rollenspiel im Stil von The Elder Scrolls Online (TESO) auszuprobieren, das nötige Kleingeld für ein Abo fehlt aber.

Die Lösung? Kostenlose Alternativen, die TES Online, auch wenn es sich um Freeware handelt, durchaus das Wasser reichen können.

Everquest 2: Ein Rollenspielklassiker, der nie aus der Mode kommt

Der Klassiker stammt aus dem Jahre 2004. Aber kann es ein zehn Jahre altes Spiel wirklich mit TESO aufnehmen? Und wie, ist das Spiel doch reinstes Abenteuer in einer großen Spielwelt und zählt dabei nach wie vor auf eine treue und große Community.

Wem Spiele wie World of Warcraft gefallen, der wird auch Everquest schätzen:  Über 9000 Quests und eine riesige Anzahl an personalisierbaren Spielfiguren tragen das ihre dazu bei.

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Everquest 2

Lineage 2: Der Veteran, der sich selbst erneuert

Ein weiterer, sogar noch älterer Klassiker ist der zweite Teil von Lineage aus dem Jahr 2003. Da longevo keinesfalls für Überholtes steht, wurde Lineage 2 jedoch auf den aktuellen Stand der Technik gebracht und liefert komplexes Gameplay und verbesserte Grafiken, die sich kaum von Spielen der heutigen Generation unterscheiden.

Sechs Rassen, 36 Klassen, aus denen man auswählen kann, und 99 kostenlose Levels hat Lineage 2 zu bieten, aber das ist noch nicht alles. Zudem weist es nämlich noch ein sehr abwechslungsreiches Gameplay auf, das Belagerungen, Burgverteidigungen, PvP (Player versus Player) und vieles mehr bietet.

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Lineage 2

Der Herr der Ringe Online: Helden und Bösewichte in Mittelerde

Die Tolkien-Saga steht für Abenteuer pur, auch wenn die Onlineversion eine etwas andere Geschichte als die der Bücher und Filme darstellt. Als Spieler kann man einen Menschen, Zwerg, Elfen oder Hobbit verkörpern oder sogar die Seite wechseln und als schreckliches Wesen für Sauron kämpfen, was allerdings nichts für Zartbesaitete ist.

Die Stärke von Der Herr der Ringe Online sind ohne Zweifel seine Schauplätze, auf denen man sich frei bewegen kann: die Minen von Moria, Lothlórien oder aber Mordor. Ein Traum für alle Tolkien-Fans.

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Neverwinter: Dungeons and Dragons geht online

Alle, die mit der Welt von Dungeons and Dragons bereits vertraut sind, werden Neverwinter lieben. In diesem Fall konzentriert sich der Plot auf einen allmächtigen Drachen, der gerade aufwacht. Dieser kann nur durch ein paar Ausgewählte – unter ihnen natürlich der Spieler – gestoppt werden.

Ganz im Gegensatz zu World of  Warcraft ist bei Neverwinter das Spielsystem einfacher, jedoch gleichzeitig sehr aktiv, was an Action-RPGs wie Diablo 3 erinnert.

Neverwinter

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Forsaken: Ein neuer Kampf zwischen Gut und Böse

Forsaken ist das jüngste Spiel dieser kleinen Auswahl. Trotz seines bisher kurzen Bestehens von einem Jahr hat es schon eine große Spieler-Community und ein äußerst attraktives Design, das sich vor Bezahl-Spielen nicht verstecken muss.

In diesem MMORPG können wir in die Haut eines Zwergs, eines Elfen, eines Menschen oder Steinzeitmenschen schlüpfen. Alle versuchen, den verlorenen Glauben im ehemals von Göttern beschützten Eyrda wiederherzustellen, das sich nun in einem traurigen Krieg befindet.

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Forsaken

Fantasy ist aber nicht alles

In dieser Spieleauswahl habe ich mich auf die Phantasy-Welt konzentriert, da diese auch in The Elder Scrolls zu finden ist. Es gibt jedoch auch kostenlose MMOs mit anderen Themen wie etwa Star Wars The Old Republic oder das für Kinder entworfene Free Realms.

Welches ist das beste Online-Rollenspiel? Hinterlasst uns einen Kommentar.

The Elder Scrolls Online: Problemen mit Abo-System und 30 freien Spieltagen verärgern Spieler

Das Online-Rollenspiel The Elder Scrolls Online ist am 4. April 2014 gestartet. Das Spiel ist nicht kostenlos, sondern legt ein Abonnement zugrunde. Zum Probespielen bietet der Hersteller 30 kostenlose Spieltage an, allerdings müssen Spieler trotzdem ein Abo abschließen und sich auf eine Zahlungsmethode festlegen. Diese Praxis führt zu Problemen und verärgert viele Spieler.

Um in den Genuss der 30 freien Spieltage zu kommen, müssen Spieler ihr Konto mit der Vollversion freischalten. Das funktioniert nur, wenn ein Abo und eine Zahlungsmethode ausgewählt werden und zwar noch vor Ablauf der Probezeit. Ohne diesen Schritt lässt sich The Elder Scrolls Online nicht weiterspielen.

Je nach Zahlungsmethode wird das Geld schon vor Ablauf der Freifrist abgebucht. Der Hersteller weist darauf hin, dass dieser Schritt zur Autorisierung nötig ist. Transaktionen werden bei Kreditkarten wieder storniert. Andere Zahlungsmodellen wie Giropay oder PaySafe ziehen das Geld sofort ab.

Der Abo-Zeitraum beginnt zwar erst nach Ablauf der kostenlosen Spielzeit, aber viele Spieler sind verärgert. Kostenloses Ausprobieren sieht anders aus, zumal man bei Nichtgefallen bei einigen Zahlungsanbietern nur schwer sein Geld zurückbekommt.

Weitere Probleme entstehen mit der Berechtigungsprüfung, wenn das Bank- oder Kreditkartenkonto zum Zeitpunkt der Prüfung nicht gedeckt ist. Dann ist der Account gesperrt und der Zugang zum Spiel verwehrt, selbst wenn eventuell ein Gutschein zur Freischaltung von The Elder Scrolls Online zum Einsatz kam.

Die Foren der offiziellen Internetseite zum Spiel sind mit bösen Kommentaren von verärgerten Spielern gefüllt. Die Betreiber weisen auf den Kundendienst hin und versichern, dass alle Spieler die 30 Tage kostenlose Spielzeit in Anspruch nehmen können.

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Quelle: Kotaku

Welche ist die beste Start-Klasse für The Elder Scrolls Online?

The Elder Scrolls Online ist wie die meisten Online-Rollenspiele ein Zeitfresser. Damit ihr die Zeit nicht mit einer schlechten Start-Klasse vergeudet, geben wir ein paar Tipps, welche Klasse am besten zu eurem Spielstil passt.

Kenner von Skyrim und vorherigen Elder-Scrolls-Spielen wird das System zur Steigerung der Kampfkraft kaum überraschen. Waffen und Rüstungen verbessern sich durch Gebrauch. Hinzu kommen für Levelaufstieg erworbene Fertigkeitspunkte, mit denen ihr spezielle Eigenschaften freischalten könnt. Mit diesen Punkten durchbrecht ihr die scheinbar starre Klassenvorgabe und besorgt euch Fertigkeiten anderer Klassen.

Das vorab gesagt, legt ihr mit der Klasse zumindest zu Beginn eure bevorzugte Spielweise fest. Damit es kein böses Erwachen gibt, solltet ihr die Klasse überlegt wählen:

Die Klassen von The Elder Scrolls Online

Dragonknight – Der Schadensfresser

Elder Scrolls Online - DragonknightDer Dragonknight ist ein knallharter Krieger. Am liebsten hüllt er sich in schwere Rüstungen, wirft sich mitten ins Kampfgetümmel und steckt eine Menge ein. In Gruppen stellt er sich vor die Feinde und schützt seine Gruppe als Tank. Die Klasse eignet sich dank der guten Nehmer-Qualitäten auch für Solo-Streifzüge.

Die wichtigsten Skills des Dragonknight:

Um mit Schild und Schwert effektiv die Gruppe zu schützen – zu tanken – empfiehlt es sich, Crippling Slash auf die Schnellleiste zu legen. Die Fähigkeit verringert Angriffskraft der Feinde für einige Sekunden. Kombiniert ihr diese Aktion mit Shielded Assault, könnt ihr Feinde obendrein betäuben.

Wichtig sind auch die passiven Eigenschaften. Als Schild-Tank solltet ihr besonders Battlefield Mobility erlernen. Mit dieser Fertigkeit könnt ihr euch auch mit gehobenem Schild flinker bewegen und Angriffen ausweichen.

Nachtklinge (Nightblade) – Diebisches Vergnügen

Elder Scrolls Online - NightbladeNightblades sind Kämpfer, die bevorzugt aus dem Schatten und Hinterhalt angreifen. Schleichen und heimliche Angriffe gehören zur Spezialität dieser Klasse. Nightblades lassen sich sehr flexibel ausbilden und gehören damit zu der wohl vielseitigsten Klasse in The Elder Scrolls Online.

Wer gern mit Schwertern in beiden Händen auf Gegner eindrischt, kann sich mit der Nachtklinge richtig austoben. Vergesst aber nicht, dass ihr das fehlende Schild mit einer gescheiten Rüstung ausgleichen müsst. Nützlich sind für solche Dual-Wield-Kämpfer Skills, die die Lebenskraft der Gegner anzapfen. Etwas einfacher spielt sich diese Klasse mit Bogen und Fernkampf-Skills.

Die wichtigsten Skills der Nachtklinge:

Haltet eure Feinde mit dem Scatter Shot auf Abstand und macht euch mit Shadow Disguise unsichtbar. Ganz nebenbei wird nach etwas Training noch eure Ausdauer wiederhergestellt, was besonders in Kämpfen gegen mehrere Feinde ausgesprochen praktisch ist.

Sorcerer – Der Magier

Elder Scrolls Online - SorcererAnhänger von Magie kommen kaum am Sorcerer vorbei. Der Spezialist für arkane Fähigkeiten bevorzugt den Kampf aus der Ferne mit Hilfe von Zaubersprüchen und magischen Begleitern.

Bedenkt, dass Zauberer leichte Roben bevorzugen und im Nahkampf wenig einstecken können. Nutzt euren Begleiter klug, um Feinde abzulenken. Sorcerer spielen ihre Stärke in der Gruppe aus, etwa wenn ein Dragonknight die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich lenkt.

Die wichtigsten Skills des Sorcerers:

Ruft stets einen Begleiter herbei, der euch im Kampf unterstützt, indem er Feinde ablenkt oder selbst mitkämpft. Praktisch sind auch Daedric Mines als Fallen, die bei Berührung zerstörerischen Magieschaden entfesseln. Zu den Standard-Angriffen zählt der Magic Splash, der nach etwas Training von besiegten Gegnern die Zauberenergie Magicka zurückgibt.

Templar – Der vielseitige Heiler

Elder Scrolls Online - TemplarTemplar sind eine interessante Heilerklasse in The Elder Scrolls Online. Sie können Teammitglieder einer Gruppe am Leben halten, aber auch als Einzelkämpfer gehörig auf den Putz hauen. Solospieler sollten ihre Skillpunkte in Gesundheit und Ausdauer stecken, heilende Teamplayer auch Magicka mitleveln. Für den Kampf legt man am besten Einhandwaffe und Schild an.

Wichtigste Skills des Templars für den Kampf:

Kämpfende Templar sind Nahkämpfer, die sich neben Dragonknights in der direkten Nähe von Feinden am wohlsten fühlen. Nutzt Shield Charge, um euch rasch ins Getümmel zu werfen. Mit dem Power Bash verwirrt ihr die Gegner vorübergehend. Stehen mehrere Feinde eng beisammen, könnt ihr mit dem flächigen Magie-Angriff Puncturing Strike alle auf einmal erwischen.

Für alle Klassen empfiehlt sich obendrein, den Silver Bolt der Kämpfergilde zu erlernen. Mit diesem Angriff können auch Nahkämpfer einen Fernangriff durchführen oder einzelne Gegner anlocken.

Die richtige Rasse für die Klasse

Neben der Klasse hat auch die Rasse Einfluss auf bestimmte Charakterfertigkeiten und kann eine Spezialisierung unterstützen:

  • Bretonen erhalten Boni auf Magicka und Zauberresistenz
  • Hochelfen erhalten Boni auf magischen Schaden und beschleunigte Magicka-Wiederherstellung
  • Argonier erhalten Boni auf Heilkraft, Wiederherstellung und Giftresistenz
  • Orks erhalten Boni auf schwere Rüstungen und Gesundheitswiederherstellung
  • Waldelfen erhalten Boni auf Kampf mit Bögen, Ausdauer und Verbergen
  • Dunkelelfen erhalten Boni auf Kampf mit zwei Schwertern (Dual Wielding), Feuermagie und Feuerresistenz
  • Redguards erhalten Boni auf Schilde und Ausdauer-Regeneration
  • Khajiitts erhalten Boni auf Verbergen, Gesundheitsregeneration und Kampf
  • Nord erhalten Boni auf zweihändig geführte Waffen, Gesundheitswiederherstellung und Kälteresistenz
  • Imperiale (für Käufer der Imperial Edition) erhalten Boni auf Ausdauer, Gesundheit und Glück

Entscheidungsfrage

Wer sich bevorzugt allein durchschlägt oder im Team am liebsten den Monstern aus direkter Nähe in die Augen blickt, sollte mit dem Dragonknight anfangen. Teamplayer können auch zum Sorcerer oder Templar greifen. Letzter ist besonders in kniffligen Dungeons eine gern gesehene Hilfe, sollte sich aber zu diesem Zweck auf Heilung spezialisieren. Wer sich überhaupt nicht festlegen möchte, kann mit dem Templar auch eine Mischung aus Nahkämpfer und Heiler skillen.

Wenig empfehlenswert sind leicht gepanzerte Nahkämpfer wie der Dual-Wield-Nightblade für den Einstieg in The Elder Scrolls Online. Besser ist es, einen Nightblade zunächst mit Bogen zu beginnen. Im Verlauf des Spiels sollten aber auch Fernkämpfer eine Strategie entwickeln, sich nähernden Feinden zu trotzen. Das können magisch geladene Minen oder eine andere Waffe sein. Ab Stufe 15 könnt ihr zwischen zwei Waffen-Sets wechseln. Macht von dieser Möglichkeit in brenzligen Situationen Gebrauch!

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Fazit: Die Wahl der richtigen Klasse bringt euch mit Vollgas ins Spiel

Die Klassen haben in The Elder Scrolls Online eine gewisse Durchlässigkeit. Wer Fertigkeitspunkte geschickt verteilt, kann sich mit einigen Einschränkungen seine Wunschklasse selbst bauen. Dennoch ist die Wahl der richtigen Klasse gerade für den Start wichtig und prägt das Wohl- oder Frustgefühl in der Anfangsphase des Spiels.

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Vorschau auf PvP in The Elder Scrolls Online lesen

Vorschau auf PvP in Elder Scrolls online: chaotisch-zähe Massenschlachten

Mit dem PvP-Modus ist das so eine Sache in Rollenspielen. Viele Spieler mögen ihn nicht. Andere dürstet es danach, ihre virtuelle Klinge mit menschlichen statt berechenbaren computergesteuerten Gegnern zur kreuzen. Elder Scrolls Online bringt einen PvP-Modus mit, der den Kampf Spieler gegen Spieler säuberlich vom Rest des Online-Rollenspiels in einem eigens dafür eingerichteten Gebiet trennt. Zumindest fast.

Das Abenteuer von The Elder Scrolls Online (TESO) beginnt nordwestlich rund um Glenumbra. In diesem üppig bewaldeten Gebiet habe ich mich letztes Wochenende tüchtig ausgetobt, Quests erledigt und Dungeons befriedet. Obwohl meine Spielfigur die PvP-Mindesthürde von Level 10 für den Kampf Spieler gegen Spieler (Player versus Player, PvP) deutlich überwunden hat, gab es ein Problem.

Auf Irrwegen zum Kampf

Die Kampfarena des kompetitiven Multiplayer liegt in Cyrodiil, mittig in Elder Scrolls Onlines Fantasy-Welt Tamriel gelegen. Wie komme ich also von meinem Startgebiet zur Kampf-Action? Die Suche nach einer Antwort auf diese naive Frage führte mich durch Areale, die die Erfahrungsstufe meiner Spielfigur um ein Vielfaches überschritten.

Schmerzhaft erfuhr ich, wie hartnäckig die bösartigen Kreaturen Engpässe bewachen. Nachdem ich eine Auszeichnung für gefühlte 1000 Tode freigespielt und ein Vermögen für die Reparatur meiner verschlissenen Ausrüstung bezahlt hatte, suchte ich in meiner Verzweiflung nach einem anderen Weg zum Ziel. In den Niederungen der Menüs wurde ich fündig.

Allianz-Krieg in Cyrodiil – mit Hindernissen!

Über das Allianz-Menü konnte mich mit einigen Klicks direkt in das PvP-Gebiet von Cyrodiil teleportieren lassen. Also in die Hände gespuckt und los! Doch daraus wurde erstmal nichts. Ein Spielfehler ließ mich nicht von der Maus- zur Kampfansicht wechseln, kämpfen ausgeschlossen.

Freundliche Mitspieler standen mit vielen Tipps zur Seite, doch erst der Neustart von PC und Spiel lösten das Problem. Beta halt, das gehört dazu. Nachdem auch dieses Hindernis überwunden war, konnte ich mich einer Allianz anschließen und in die Schlacht ziehen – endlich!

Das ganz normale Chaos einer Burgbelagerung

Als ich mich dem Kampf anschloss, war er schon in vollem Gange. Über die Karte ließ sich feststellen, wo gerade die Action stattfand. Der Weg führte über ein riesiges Areal. Ohne Pferd war ich eine ganze Weile zu Fuß unterwegs. Im Zentrum des Tumults standen Katapulte einsatzbereit vor der Mauer eines fast sturmreif geschossenen Burgtors unterhalb einer stattlichen Mauer.

Meine angreifende Gruppe hatte fast die maximale Besetzung von 24 Spielern, allerdings können Allianzen weit mehr Gruppen und damit Spieler umfassen. Denkbar sind Schlachten mit hunderten Teilnehmern. Um den Angriff etwas koordinierter anzugehen, ist die Gruppe in sechs Grüppchen von jeweils vier Spielern unterteilt, eine gute Möglichkeit für taktische Scharmützel.

Tatsächlich lief alles weniger taktisch. Stattdessen glich die Spielerschar einem aufgewühlten Hühnerhaufen. Sobald das Burgtor den feurig lodernden Katapultgeschossen nachgab und den Weg in den Innenhof frei machte, liefen alle Spieler direkt in die tödliche Falle.

Elder Scrolls Online - PvP Siege

PvP in TESO mit bis zu 24 Spielern pro Allianz: Mit Katapulten schießt man bei der Burgbelagerung Tore sturmreif. Anschließend folgt der Nahkampf.

Die Verteidiger hatten nicht länger lodernde Trümmer über die Mauer geworfen, sondern das Tor aufgegeben, sich in den Innenhof zurückgezogen und auf den Sturm vorbereitet. Wir liefen direkt in zwei Flanken. Nach dem tödlichen Fehler ergab sich die Möglichkeit, sich am Spawnpunkt neu zu gruppieren und es beim nächsten Mal besser zu machen. Es gelang, den Innenhof einzunehmen und in die Burg einzudringen, wo sich dasselbe blutige Massaker wiederholte wie zuvor.

Alles in allem bleibt festzuhalten, dass Taktik, eine gute Allianzführung, Kommunikation und Zeit eine gewichtige Rolle beim Allianzkrieg spielen. Im Presse-Event zog sich allein die Einnahme einer einzigen Burg eine Weile hin. Hersteller Zenimax Online geht von einer Viertelstunde aus, um eine vollständig unbewachte Burg zu übernehmen. Doch so leicht wird es einem kaum gemacht. Und es gibt auch weit mehr als eine Burg zu erobern. Kriege werden eben nicht über Nacht gewonnen.

Balancing, Punkte, Allianz-Sieg und Kaiser

Nicht jeder Teilnehmer muss sich allerdings in die Schlacht stürzen. Stattdessen kann man die kämpfenden Spieler mit Rohstoffen und angefertigten Belagerungswaffen wie Katapulten oder Rammen unterstützen. Dafür winken ebenso Punkte wie für das Töten von Feinden und Erobern von Festungen. Wer am Ende eines Allianzkriegs die meisten Punkte gewinnt, darf sich Kaiser nennen und genießt in TESO solange Vorteile für sich und seine Allianz, bis ein anderer Spieler den Titel erringt.

Besonders schwächere Spieler sind zunächst mit Support-Aufgaben gut beraten, denn die sehr unterschiedlichen Spielfortschritte der Teilnehmer gleicht Elder Scrolls Online entgegen den offiziellen Angaben zumindest während der Beta noch nicht wirklich fair aus. So kann man auf Gegner eindreschen, ohne ihnen nennenswerte Kratzer zuzufügen, während sie einem mit ein paar gezielten Hieben eine blutige Nase verpassen.

Alles im Blick: Benutzeroberfläche im Kampf

Es ist eine große Herausforderung, über eine 24-köpfige Truppe den Überblick zu behalten. TESO hat hier einen entscheidenden Vorteil gegenüber Final Fantasy XIV, das mit dem jüngst eingeführten Kristallturm ebenfalls eine 24-Personen-Instanz mitbringt – allerdings mit stark eingeschränkter Übersicht. Der Vorteil von TESO liegt in dem klaren, direkten Kampfsystem, das im Gegensatz zu vielen konkurrierenden Spielen ohne überbordende Menüs auskommt. Die Benutzeroberfläche bleibt aufgeräumt genug für ein Allianzfenster mit allen Mitstreitern in der linken oberen Bildecke. So hat man alles gut im Blick.

PvP als Rollenspiel-Grenzerfahrung

Der PvP lässt in Elder Scrolls Online die Grenzen des MMORPGs verschwimmen. Es gibt nach wie vor die rollenspieltypischen Klassen, zugleich kommt viel aus Strategiespielen bekannte Taktik hinzu. Der Spielmodus fühlt sich wie eine Live-Ansicht von Stronghold Crusader aus der Ego-Perspektive an. Respawns und das an den Spielmodus Eroberung angelehnte Spielprinzip erinnern obendrein schemenhaft an Shooter.

Megaserver als Rollenspiel-Killer?

Eine Schwäche des PvP bilden die bereits diskutierten Megaserver in Elder Scrolls Online. Während man sich in World of Warcraft bewusst für einen Server mit Rollenspiel- oder PvP-Schwerpunkt entscheidet oder in Final Fantasy XIV mit der Wolfshöhle eine abgeschlossene PvP-Arena betritt, kommt es bei TESO zu Überschneidungen. Auf Cyrodiil finden die PvP-Kämpfe statt, zugleich machen Gerüchte die Runde, dass auch gewöhnliche Quests und Dungeons in diesem Gebiet liegen.

Aus diesem Grund ist denkbar, dass an PvP weniger interessierte Spieler in Kämpfe hineingezogen werden. Obendrein sollen tragende Story-Elemente oder Endgame-Raids nur siegreichen Allianzen vorbehalten sein. Sollte diese Entscheidung tatsächlich in die finale Version von Elder Scrolls Online Einzug finden, wertet das PvP nicht auf, sondern schreckt Rollenspieler ab.

Fazit: Hektische Burgbelagerungs-Action mit einer Prise Aufbau-Strategie und Taktik

Chaos, Chaos, Chaos! Das umschreibt mein erstes PvP-Erlebnis in Elder Scrolls Online am besten. Gerade weil während der Beta-Phase die Welt eher überschaubar mit anderen Mitspielern bevölkert war, wirkte der plötzliche Tumult wirr hin- und herlaufender Mitspieler so eindringlich.

Gleichzeitig kam zum ersten Mal etwas wie Gemeinschaftsgefühl auf und ich bin mir sicher, dass in der fertigen Spielfassung fähige und erfolgsorientierte Allianz-Anführer für organisierte und erfolgreiche Burgüberfälle sorgen.

Allerdings sind die Kämpfe recht zäh, langatmig, monoton und schlecht ausbalanciert. Obendrein kann sich auch das einstellen, was viele Rollenspieler an PvP stört: Aggressivität übel gelaunter Spieler, denen es nicht schnell oder gut genug geht. Kommt es tatsächlich zu Überschneidungen von PvP und Rollenspiel und wird PvP für den Abschluss der Story benötigt, sollten Spieler ohne Freude an PvP ein anderes MMORPG in die engere Wahl ziehen.

Kurzum: Zum gegenwärtigen Zeitpunkt weckt der PvP von TESO für sich genommen keine Begehrlichkeiten und kommt an den vorsichtig optimistischen Ersteindruck des restlichen Spiels nicht heran. Hersteller Zenimax Online hat hier noch eine Menge am Balancing zu optimieren und sicherzustellen, dass Rollenspieler durch PvP nicht gestört werden.

Vorschau auf Elder Scrolls Online

Vorschau auf Elder Scrolls Online: Beta-Version im ausführlichen Test

Elder Scrolls Online ist ein großes Wagnis. Gegen den Trend der kostenlosen Free-to-Play-Spiele im Fantasy-Gewand kommt nochmal ein Online-Rollenspiel mit Abo-Modell auf den Markt. Nach meinem ersten flüchtigen Blick auf der Gamescom hatte ich die Gelegenheit, die Welt von Tamriel etwas ausführlicher zu erkunden. Es folgt ein ganz persönlicher Eindruck der Beta-Version nach rund 20 Stunden Spielzeit.

Charakterfrage

Elder Scrolls Online beginnt mit der üblichen Erstellung einer Spielfigur. Man wählt Klasse, Rasse, Geschlecht und Statur. Die Charakterklasse der Kaiserlichen steht in der fertigen Version des Spiels nur Käufern der Imeperial Edition zur Verfügung.

Elder Scrolls Online - Character

Der Charakter-Editor erlaubt auf Wunsch die Vorschau in Veteranen-Kleidung.

Ungeduldige Spieler können eine zufällige Figur erstellen lassen. Perfektionisten formen ihre Figur von Kopf bis Fuß mit zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten von Frisur bis Fußgröße. Die Figur lässt sich mit Anfänger- und Endausrüstung betrachten, was ungewöhnlich ist und sehr nützlich sein kann – etwa bei der folgenreichen Frage, ob die Haarfarbe zur späteren High-End-Rüstung passt.

Auftakt im Kerker – wo sonst?

Das geht ja gut los! Mal wieder bin ich in einem Kerker ausgesetzt. Das kennen wir doch schon von Dishonored, Blackguards und zahlreichen weiteren Spielen. Was ich da soll, wird mir nicht so ganz klar. Dennoch bin ich froh, als ein schemenhaft vor mir her flirrender Prophet den Aufenthalt in diesem düsteren Loch rasch beendet. Klar, dass derselbe Prophet mich im Verlauf der Handlung nicht mehr in Ruhe lässt und mit Abenteuern behelligt, die in einer merkwürdigen Gemengelage irgendwo zwischen Leben und Tod sowie Vergangenheit und Gegenwart liegen.

Elder Scrolls Online - Past

Blick in die Vergangenheit: Die Story ist anfangs etwas wirr.

Offene Spielwelt

Nach dem düsteren Kerker öffnet sich die freie Spielwelt für ausgiebige Erkundungen. Ich bin durch exotisch anmutende Wüstengebiete und saftige Waldlandschaften gezogen. Beide Gebiete sind üppig bemessen und laden zu ausgiebigen Streifzügen ein. Die Umgebung macht einen sehr detaillierten Eindruck. Durch Baumwipfel fällt das Sonnenlicht und zeichnet feine Schatten auf dem Grund, aus dem nicht allzu hübsche Gräser schießen.

Elder Scrolls Online - Scenery

Die hübsch gestalteten Landschaften gehören zur Schokoladenseite von Elder Scrolls Online.

Beeindruckend sind dagegen die Texturen von Häusern, Felsformationen und Gebirgen. Die Städtchen mit ihren Märkten, Ställen und Geschäften wirken wie aus einem anrührenden Mittelalter-Film – frei von Gestank und Gülle auf der Straße. Hübsch schlängeln sich auch Bäche und Flüsse durch die Landschaft. Der Grund zeichnet sich durch klares, hübsch spritzendes Wasser ab, sofern man einen hinreichend flotten PC oder Mac für maximale Detailstufe hat.

Beschäftigung an jeder Ecke

Ziehe ich anfangs planlos durch die Weite, füllt sich das Tagebuch geschwind mit Aufträgen. Wo mich die Nase auch hinführt, erwarten mich bereits Spielfiguren (NPCs) mit Quests. Nebenaufgaben gibt es oft eher zufällig, ohne dass sie als Hinweis auf der Karte erscheinen.

Elder Scrolls Online - Map

Diese Karte zeigt einen kleinen Ausschnitt des Spielgebiets von Elder Scrolls Online.

Die Bandbreite der ersten Aufgaben geht in Elder Scrolls Online erfrischend über die typischen Lauf- und Lieferaufträge hinaus. Da gilt es mal ein verlorenes Schwein zu finden, einen Mord aufzuklären oder verklavte Minenarbeiter zu befreien. Nach weit über 50 erledigten und überwiegend spannenden Quests habe ich außerdem Walddruiden bei ihren Problemen mit den Elementen der Natur geholfen, Zombies verb(r)annt, gegen Werwölfe gekämpft, mit Geistern gesprochen und Skelette flambiert.

Elder Scrolls Online - Werewolf

Werwölfe können ganz schön austeilen!

Abseits der recht sicheren Städte lauern Wölfe und anderes Getier auf unachtsame Abenteurer. Besiegte Kreaturen werfen ein paar Goldmünzen und mitunter auch wertvolle Objekte ab, die man anlegen oder verkaufen kann. Besiegte Monster kehren erstaunlich rasch an dieselbe Stelle zurück, was das Farmen von Erfahrung, Geld und Gegenständen erleichtert, aber die Atmosphäre etwas trübt.

Mitunter warten auch Kisten in der Landschaft auf einen geschickten Dieb, der sein Handwerk mit Dietrichen versteht, um wertvolle Schätze preis zu geben. Es sei denn, jemand ist einem zuvor gekommen, was mir wiederholt passierte. Dann findet man nichts außer einer leeren, geplünderten Kiste und muss weiter suchen.

Elder Scrolls Online - Lockpick

Truhen mit wertvollen Gütern kann man mit etwas Geschick knacken.

Viele Aufträge ziehen weitere Aufgaben nach sich. Mitunter habe ich den Verlauf der Dinge in der Hand, indem ich mich in Dialogen auf eine Seite stelle. Inwieweit die Entscheidungen folgenreiche Auswirkungen haben, konnte ich nicht feststellen.

Nicht immer muss man für den Verkauf von Plündergut oder Reparatur der Ausrüstung in die Stadt zurück. Dafür sorgen Händler, die auf den Hauptstraßen verkehren. Sehr praktisch! Ebenfalls eine große Zeitersparnis sind Wayshrines genannte Transportstationen, zu denen man direkt springen kann. Jeder Transport kostet allerdings eine Gebühr. Größere Strecken überwindet man rasch, wenn man sich gegen das nötige Kleingeld ein Pferd kauft.

Händler zu besuchen ist nötig, um das Inventar zu leeren und etwas Gold zu verdienen, das man anfangs rasch wieder loswird – Reparaturen gehen zu Beginn ganz schön ins Geld! Gegen Gold kann man das anfangs auf 50 Plätze begrenzte Inventar erweitern. Eine Gewichts-Obergrenze gibt es nicht. Stapelbare Objekte wie Tränke oder Nahrung zählen als ein Gegenstand.

Gruppenkämpfe und Dungeons

Mitunter treffen Abenteurer auch auf besonders gefährliche Monstergruppen oder können Stadtbelagerungen beenden. Derlei Ereignisse sind ein wenig mit Fates aus Final Fantasy XIV vergleichbar und erfordern für den erfolgreichen Abschluss meist eine Gruppe. Auch bestimmte Dungeons lassen sich nur mit einer klug aus Angreifern, Verteidigern und Heilern zusammengestellten Gruppe bewältigen. Sind keine Freunde zur Stelle, kann man über das Gruppen-Werkzeug nach Mitstreitern suchen – es sind kleine 4-köpfige oder große Gruppen von bis zu 24 Spielern vorgesehen.

Elder Scrolls Online - Group Search

Spieler können eine kleine vierköpfige oder eine große 24-köpfige Gruppe suchen.

Die ersten Dungeons stellten im Testspiel noch kein Problem dar, allerdings legt der Schwierigkeitsgrad ab Stufe zehn kräftig zu. Nicht immer ist aus der Questbeschreibung ersichtlich, dass für eine Aufgabe eine Gruppe vorgesehen ist. Ich habe es aber recht schnell mit Blutzoll herausgefunden.

Elder Scrolls Online - Traps

Boden- und Feuerfallen sorgen für etwas Abwechslung in den Dungeons.

Dungeons sind vergleichsweise klar aufgebaut. Man bewegt sich durch schlauchartige Gänge und erledigt vorgegebene, klar markierte Aufgaben. Es gibt einige Verliese mit Fallen und Abkürzungen, aber die Anfänger-Dungeons sind leicht durchschaubar. Zum Ziel laufen, Gegner töten, Dungeon verlassen.

Bereits die ersten Dungeons efordern in Final Fantasy XIV etwas mehr Überlegung und Taktik. Action gegen Strategie – Geschmacksache. Ich habe während der Beta den Eindruck gewonnen, dass Elder Scrolls Online mehr Wert auf Erkundung der Umgebung als Kerkerspiele legt.

Altes Rezept: Aufteilung in Schwierigkeits-Zonen

Je weiter man sich vom Startbereich entfernt, desto stärker werden die Gegner. Damit folgt Elder Scrolls Online den üblichen MMORPG-Gepflogenheiten. Sofern Hersteller Zenimax Online kein Gegenmittel findet, dürfte auch die Entwicklung dieselbe sein wie in den meisten Spielen dieser Art: Belagern anfangs Spieler kleiner Stufe diesen Startbereich, entwickelt sich dieses Gebiet im späteren Spielverlauf zu einer einsamen Geisterzone, während die levelstarken Endzonen überfüllt sind. Eine solche Schieflage wird nicht zuletzt zur Nagelprobe der Server von Elder Scrolls Online.

Crafting und Verbesserungen

Rollenspieler möchten mehr als nur kämpfen. Mir geht es nicht anders. In einer Pause zwischen Dungeons oder Raids kann es mal ganz entspannend sein, die Angel auszuwerfen oder eine Rüstung zu bauen. Elder Scrolls Online unterstützt Crafting.

Die Crafting-Formel ist ähnlich simpel wie in Skyrim: Man sammelt die benötigten Zutaten und bedient ein stationäres Werkzeug, etwa Amboss oder Kochtopf. Auch das Fischen funktioniert ähnlich. An vorgesehenen Stellen kann man eine Angel packen, mit einem Köder ausstatten und loslegen.

Es ist nicht möglich wie in Final Fantasy XIV sein eigenes Crafting-Werkzeug zu fertigen und an jeder beliebigen Stelle loszulegen. Ein weiterer Unterschied sind die Rezepte, die in Elder Scrolls Online zunächst aufzutreiben sind und sich nicht automatisch mit wachsender Erfahrung freischalten.

Elder Scrolls Online - Trade

Über ein Kreismenü kann man mit Mitspielern interagieren, sie etwa in die Gruppe oder zum Tausch einladen.

Waffen lassen sich um magische Eigenschaften aufwerten, indem man passende Objekte findet und per Rechtsklick an die Waffe montiert. Hat ein Freund die erforderlichen Zutaten, kann man theoretisch mit ihm tauschen. In der Beta funktionierte der Tausch allerdings noch nicht.

Kampfsystem

Elder Scrolls Online setzt auf spezialisierte Klassen. Zu Beginn legt man bei der Charaktererstellung auch die kämpferische Ausrichtung fest und schaltet im Spiel dazu passende Fertigkeiten frei. Zwar ist es möglich, jede beliebige Waffe zu schwingen und zu trainieren. Auch kann man beliebige Rüstung anlegen. Aber die speziellen mächtigen Fertigkeiten lassen sich nicht nachrüsten.

Dennoch hat man durch das aus Skyrim bekannte Kampfsystem einige Freiräume. Trainiert man beispielsweise neben dem Bogen auch Langschwerter, kann man ab Level 15 zwischen beiden Waffen wechseln und so flexibel auf Fern- und Nahkampfsituationen reagieren.

Qual der Wahl und eine entscheidende Einschränkung im Vergleich mit Skyrim ist die Verteilung der Fertigkeiten auf die Schnellleiste. Ich musste mich auf fünf Fertigkeiten beschränken. Hinzu kommt eine besonders mächtige Attacke, die man allerdings nur selten einsetzen kann und mit getöteten Feinden auflädt.

Besonders Magier tun sich mit der Wahl ihrer Skills schwer. Das gilt umso mehr, wenn sie Angriffs- und Heilzauber verwenden möchten. Immerhin kann man Fertigkeiten nach etwas Training verschmelzen. Man verbindet auf diese Weise zwar nicht vorhandene Skills, fügt aber neue Eigenschaften hinzu oder macht vorhandene Skills stärker. Das macht einige schwächere Skills entbehrlich und sorgt für eine Bereinigung der Aktionsleiste.

Elder Scrolls Online - Ghosts

Nicht alle Geister sind dem Spieler in Elder Scrolls Online feindlich gesonnen.

Wie in Skyrim sammelt man für erlegte Gegner und absolvierte Quests Erfahrungspunkte, die irgendwann zum Levelaufstieg führen. Man erhält Punkte, die man in Gesundheit, Ausdauer und Mana sowie neue Fertigkeiten stecken kann. Darüber hinaus verbessert der Spieler seine Kampffähigkeiten, indem er Zaubersprüche, Waffen und Ausrüstung verwendet.

Der Kampf selbst unterscheidet sich von den meisten Rollenspielen deutlich. Man markiert keine Feinde und wendet eine Aktion an, wie es bei World of Warcraft oder Final Fantasy XIV der Fall ist. Stattdessen richtet man die Kamera wahlweise aus der Ego- oder Verfolger-Perspektive auf den Gegner aus, zielt mit dem Fadenkreuz und startet einen Angriff. Das können Basisattacken mit der linken Maustaste sein oder spezielle Fertigkeiten. Fertigkeiten verbrauchen Mana oder Ausdauer und können deshalb nur begrenzt verwendet werden.

Elder Scrolls Online - AOE-Attacks

Flächenangriffe hebt Elder Scrolls Online rot hervor.

Feindliche Angriffe kann man mit der rechten Maustaste blocken. Gelingt ein guter Block, wirft man etwas Schaden auf den Angreifer zurück und er wird kurz kampfunfähig. Manche Angriffe zielen nicht auf eine Person, sondern eine Fläche. Rote Kreise oder Flächen markieren den Einschlagbereich, aus dem man sich rasch heraus bewegen sollte.

Manche Klassen erlauben auch das Beschwören von Familiaren. Diese Begleiter unterstützen den Spieler im Kampf, indem sie Feinde ablenken oder selbst Schaden austeilen.

Elder Scrolls Online - Fighting Familiar

Begleiter sind im Kampf sehr nützlich.

Altersfreigabe und Niedlichkeit

Im Gegensatz zu World of Warcraft, Final Fantasy XIV oder Guild Wars 2 erhält Elder Scrolls Online eine vergleichsweise hohe Alterseinstufung. In Deutschland und Europa ist das Spiel ab 16 freigegeben, während die meisten Konkurrenz-Spiele eine Einstufung ab 12 haben.

Es ist schwer einzuschätzen, woran das liegt. Elder Scrolls Online wirkt nicht gewalttätiger oder freizügiger als die Konkurrenz. Die Story ist etwas düsterer und den Figuren fehlt die Niedlichkeit von World of Warcraft und noch mehr Final Fantasy XIV.

Die Charaktere schauen etwas grimmiger drein. Emotes sind in den Menüs nirgends verankert. Folglich fehlten während des Tests übliche Szenen zwischen sich herzenden, anstupsenden und posierenden Spielern. Wer die einschlägigen Textkommandos wie wave, cheer oder laugh kennt oder ausprobiert, kann seine Figur dennoch winken und jubeln lassen.

Pracht-Grafik, aber hakelige Animationen

Skyrim-Vielspieler haben sich an den monoton gestalteten Dungeons gestört. Elder Scrolls Online bietet hier durchaus Abwechslung und lässt die Höhlen durch unterschiedliche Beleuchtung, Nebel und Texturen etwas vielfältiger erscheinen.

Noch besser sind die detailfreudigen Dörfer und Landschaften herausgeputzt. Auch die Charaktere können sich von Nahem sehen lassen. Weniger überzeugen allerdings die Animationen, so dass man besser nicht in die Verfolgeransicht seiner Spielfigur wechselt.

Grafisch kaum Unterschiede zwischen Mac und Windows (für Vergrößerung auf das Bild klicken)

Im Vergleich von Windows und Mac ließen sich in der Beta auf höchster Detailstufe keine nennenswerten Unterschiede ausmachen. Allerdings sollte man über einen besonders flotten Mac verfügen, um aus den hübschen Bildern flüssige Bewegungen zu machen.

Musik und Dialoge

Sehr gut gefiel mir die Hintergrundmusik. Das gesamte Spiel über ist in jedem Gebiet Musik von hoher Qualität zu hören, die sich atmosphärisch der jeweiligen Spielsituation gut anpasst. Das ist eine wohltuende Abwechslung zu Final Fantasy XIV, wo Musik in bestimmten Gebieten gar nicht spielt.

Hinzu kommt eine vollständige Vertonung sämtlicher Dialoge. Selbst in kleinen Quests tragen die NPCs ihr Anliegen mit gesprochenem Text vor. Eine solche Dichte kennt man nur von Star Wars The Old Republic. Qualitatitv liegen die Sprecher in der englischen Version auf sehr hohem Niveau. Die deutsche Version habe ich nicht getestet.

Nur ein Megaserver für (fast) alle Spieler!

Ehe Elder Scrolls Online zum ersten Mal startet, fällt gleich etwas auf. Es gibt nur einen Server. Es entfällt die Wahl zwischen dutzenden Realms wie Blackrock, Darkspear oder Dath’Remar in World of Warcraft oder zwischen klangvollen Servern wie Balmung, Excalibur, Gilgamesh oder vielen anderen in Final Fantasy XIV. Zenimax Online nennt dieses Konzept Megaserver. Das Gute an den Megaservern: Sie verbinden Freunde, statt sie zu trennen. Für das soziale Gefüge in einem Online-Rollenspiel ist das ein gewichtiger Vorteil.

Auf diesen Megaservern treffen sich sämtliche Spieler, naja fast. Windows- und Mac-Zocker teilen sich ihren Server, während Konsolenspieler für Playstation 4 und Xbox One jeweils einen eigenen Server bekommen. Darüber hinaus plant Zenimax Online regionale Server für die USA und Europa, um Verbindungs- und Latenzprobleme zu senken.

Fazit: Wie Skyrim light plus Multiplayer

Elder Scrolls Online fühlt sich an wie ein abgespecktes Skyrim – erwachsen und ausgereift, aber etwas herz- und lieblos. Das Kampfsystem gleicht Skyrim, ist durch die Beschränkung der Skills aber stark vereinfacht. Auf die Dauer kann das zu Langeweile führen, sofern taktische Finessen im Multiplayer nicht einen gewissen Ausgleich schaffen. Dazu lässt sich aufgrund der kurzen Spielzeit noch keine Prognose anstellen.

Im direkten Vergleich zur Online-Rollenspiel-Konkurrenz sorgt genau dieses Kampfsystem für eine wohltuende Abwechslung. Dasselbe gilt für den Fokus auf nur einen (Mega-) Server, auf dem sich alle Spieler treffen.

Für mich bleiben drei spannende Fragen offen, die mit Blick auf die Konkurrenz über Erfolg und Misserfolg von Elder Scrolls Online entscheiden können:

  1. Wie belastbar sind die Megaserver im regulären Betrieb? Final Fantasy XIV zeigt selbst nach Monaten noch Schwächen und traktiert Spieler mit Lags und einem auf Latenzen schlecht abgestimmten Kampfsystem.
  2. Wie ausgewogen ist das Kampfsystem? Ein gutes Kampfsystem eines Online-Rollenspiels ist gut ausbalanziert und verzeiht Schwankungen in der Latenz. Das ist ein kritischer Punkt, der sich erst unter realen Bedingungen testen lässt.
  3. Ist der Player-versus-Player-Modus (PvP) gut ausbalanziert und fügt er sich sinnvoll in das Spiel ein? Das ist eine Frage, die wir vielleicht nächste Woche nach dem nächsten Betatest beantworten können.

Elder Scrolls Online erscheint am 4. April 2014 für Windows und Mac. Die Konsolenversion für Xbox One und Playstation 4 folgt im Juni 2014.

Alternativen zu Elder Scrolls Online: World of Warcraft, Final Fantasy XIV, Star Wars The Old Republic, Guild Wars 2