CD Projekt Red hat heute mit The Witcher 3: Songs of the Past eine neue Erweiterung für The Witcher 3: Wild Hunt angekündigt. Erscheinen soll sie laut Studio für Plattformen, die bisher noch nicht genannt wurden.
Dialoge bleiben das Markenzeichen Mehr als elf Jahre nach seinem Start im Mai 2015 hat The Witcher 3: Wild Hunt auf Windows, PlayStation, Xbox und Nintendo Switch noch immer einen festen Platz in der Gaming-Kultur. Nur wenige Rollenspiele werden bis heute so oft wegen ihrer Dialoge, ihrer Nebenquests und der Chemie zwischen ihren Figuren angeführt.
Und selbst jetzt drehen sich Fan-Debatten selten darum, ob The Witcher 3: Wild Hunt legendäre Zeilen hat. Meist geht es eher um die Frage, welche davon die beste ist. Allein das sagt schon einiges über die Schreibe, die CD Projekt Red damals hingelegt hat.
Sobald es um die bekannteste Zeile geht, taucht fast immer Geralts trockener Spott in der Bootsszene mit Lambert auf: “Lambert, Lambert, what a prick.” Der Moment dauert nur kurz, ist albern und trifft gerade deshalb so gut.
Daran sieht man, wie sicher The Witcher 3: Wild Hunt mit Humor, Timing und Figurenbeziehungen umgeht, ohne je gewollt zu wirken. Auf der anderen Seite steht für viele dieser Satz: “Evil is evil. Lesser, greater, middling, makes no difference … If I’m to choose between one evil and another, I’d rather not choose at all.” Kaum eine andere Zeile bringt die moralische Grundhaltung des Witcher-Universums mit all ihren Grauzonen, Kompromissen und Konsequenzen so klar auf den Punkt.
Ruf und Verkäufe Darum gilt The Witcher 3: Wild Hunt bis heute als Messlatte für RPG-Storytelling. Kritiker wie Spieler verweisen immer wieder auf glaubwürdige Figuren, präzise geschriebene Dialoge und Questlines wie die Geschichte um den Bloody Baron, die noch Jahre später als Referenz für erwachsenes Erzählen in Spielen herangezogen wird.
Bis Mai 2026 hat sich The Witcher 3: Wild Hunt laut CD Projekt Red mehr als 65 Millionen Mal verkauft. Damit zählt das storylastige Einzelspieler-Rollenspiel zu den meistverkauften Videospielen aller Zeiten. Diese Haltbarkeit ist selten. Viele Blockbuster werden nach ein paar Jahren vor allem mit Nostalgie bedacht, The Witcher 3: Wild Hunt bleibt dagegen im Gespräch: durch neue Spieler, Next-Gen-Upgrades, Diskussionen über ikonische Szenen und seinen anhaltenden Einfluss auf moderne Open-World-RPGs.
Neue Erweiterung und Zukunft der Reihe CD Projekt Red entwickelt nach eigenen Angaben zusammen mit Fool’s Theory The Witcher 3: Songs of the Past; geplant ist die Veröffentlichung für 2027. Dass ein Spiel mehr als zehn Jahre nach seinem Release noch einmal erweitert wird, ist selbst in einer Branche mit Remastern und Re-Releases eher ungewöhnlich.
Gleichzeitig arbeitet das Studio am nächsten Hauptteil, der meist als The Witcher 4 bezeichnet wird. Im Mittelpunkt soll voraussichtlich Ciri stehen. Damit würde eine neue Trilogie beginnen.
Vor 2027 dürfte damit aber kaum zu rechnen sein. Bis dahin bleibt The Witcher 3: Wild Hunt das Rollenspiel, das nicht nur wegen seiner Welt und seiner Quests weiterlebt, sondern auch wegen seiner Sätze im Gedächtnis bleibt.