Für „Warcraft“ wird es bei Netflix in den USA offenbar eng. Die 2016 erschienene Live-Action-Verfilmung des „Warcraft“-Universums von Blizzard Entertainment ist dort bei Netflix schon mit dem Hinweis „leaving soon“ versehen und nach Angaben von Netflix sowie mindestens einem Medienbericht wohl nur noch bis zum 1. August 2026 verfügbar.
Wer den Fantasy-Film schon eine Weile auf der Watchlist stehen hat, sollte also lieber nicht mehr allzu lange warten: In den USA trägt „Warcraft“ bei Netflix bereits das Label „leaving soon“, und mindestens ein Medienbericht nennt den 1. August 2026 als Termin für die Entfernung aus dem Katalog.
Für Fans ist das durchaus interessant, weil der Film seit Jahren immer mal wieder auf Streaming-Plattformen auftaucht und dort kleinere Comebacks hinlegt. Das „Warcraft“-Franchise von Blizzard Entertainment hat über die Jahre laut Medienberichten rund 15 Milliarden US-Dollar umgesetzt, unter anderem mit Spielen, Erweiterungen, Merchandising und weiteren Medienprojekten.
Warcraft bei Netflix in den USA
Stand jetzt lässt sich „Warcraft“ in den USA nach Angaben von Netflix und mindestens einem Medienbericht offenbar nur noch bis zum 1. August 2026 bei Netflix streamen.
Wer den Film noch einmal sehen oder ihn zum ersten Mal nachholen will, sollte deshalb nicht zu lange zögern. Bei lizenzierten Titeln sind regionale Unterschiede zwar nichts Ungewöhnliches, größere Studiofilme wechseln ihre Streaming-Heimat aber oft schneller, als viele Nutzer erwarten.
Für Netflix ist „Warcraft“ eben kein Netflix-Original, sondern ein klassischer Katalogtitel.
Und gerade solche Filme verschwinden oft wieder aus dem Angebot, ohne dass vorher viel Aufhebens darum gemacht wird. Dass ausgerechnet „Warcraft“ jetzt erneut in Bewegung gerät, dürfte Fans von Fantasy und Videospielverfilmungen trotzdem aufhorchen lassen.
Vom Kassenflop zum globalen Phänomen
Als „Warcraft“ 2016 in die Kinos kam, galt der Film als eines der ambitioniertesten Projekte im Bereich der Videospielverfilmungen. Das Budget soll Berichten zufolge bei rund 160 Millionen US-Dollar gelegen haben.
In Nordamerika blieb „Warcraft“ klar hinter den Erwartungen, international sah die Sache jedoch anders aus: Weltweit spielte der Film Medienberichten zufolge rund 439 Millionen US-Dollar ein, wobei vor allem China eine entscheidende Rolle übernahm.
Damit war „Warcraft“ zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung laut Medienberichten sogar die weltweit erfolgreichste Videospielverfilmung. Das zeigte ziemlich deutlich, wie stark die Marke außerhalb des US-Markts zieht.
Schwache Kritiken, starke Fanbasis
Bei den Kritikern kam der Film deutlich schlechter weg als beim Publikum. Auf Rotten Tomatoes liegt „Warcraft“ nach Angaben der Plattform bei 29 Prozent von Kritikern und bei 76 Prozent vom Publikum.
Genau diese Lücke erklärt auch das eigentümliche Image des Films: offiziell eher eine Enttäuschung, unter Fans aber längst Kultmaterial.
Dazu passt, dass „Warcraft“ in den vergangenen Jahren laut Medienberichten immer wieder in Streaming-Charts auftauchte. Bei Prime Video und Max landete der Film Berichten zufolge zeitweise sogar in den Top 10.
Für einen Titel, der zum Kinostart noch als verpasste Franchise-Chance galt, ist das ein erstaunlich hartnäckiges Nachleben.
Kommt ein neues Warcraft-Projekt?
Regisseur Duncan Jones hatte nach dem ersten Film mehrfach anklingen lassen, dass er am liebsten eine ganze Trilogie erzählt hätte, unter anderem mit stärkerem Fokus auf Thrall. Wegen der schwachen US-Kinoleistung gilt eine direkte Fortsetzung allerdings schon seit Jahren als unwahrscheinlich.
Ganz von der Leinwand oder aus dem Streaming verschwunden ist die Marke trotzdem nicht. Immer wieder tauchen Medienberichte über ein mögliches neues „Warcraft“-Projekt auf, darunter Gerüchte über einen Reboot bei Legendary Pictures und Spekulationen über eine animierte Netflix-Serie.
Offiziell bestätigt ist davon bislang nichts. Damit bleibt Ihnen der Film von 2016 vorerst weiter die einzige große Live-Action-Verfilmung der Reihe.