LG stoppt McAfee-Pop-up auf Windows-PCs: Ab sofort ist Schluss

LG wird das umstrittene McAfee-Pop-up auf Windows-PCs ab sofort abschalten, wie Gamers Nexus berichtet. Das Fenster konnte auftauchen, nachdem Windows beim Anschließen bestimmter LG-Monitore automatisch den „LG Monitor App Installer“ installiert hatte. Nach Kritik in sozialen Netzwerken, auf Reddit und in den Berichten von Gamers Nexus reagiert der Hersteller nun.

Automatische Installation über Windows

Der Auslöser war kein Programm, das Nutzer klassisch selbst heruntergeladen hätten. Beim Anschluss bestimmter LG-Monitore an einen Windows-PC konnte das System laut Gamers Nexus den „LG Monitor App Installer“ automatisch über Geräte-Metadaten und die Windows-Update-Infrastruktur einspielen, ohne klaren Zustimmungsdialog zu sehen war.

In einer aktuellen Version des „LG Monitor App Installer“ war McAfee als „Additional App“ aufgeführt.

Mehrere Betroffene schilderten, dass die Werbung ohne eigenes Zutun auftauchte, teils fast bei jedem Systemstart. Viele wussten nicht einmal, dass überhaupt LG-Software auf ihrem Rechner gelandet war. Aus ihrer Sicht hatten sie nur einen Monitor angeschlossen. Kurz darauf erschien dann Werbung für ein Sicherheitsprodukt von McAfee.

Microsoft kontaktiert LG

Nach der öffentlichen Kritik, unter anderem auf Reddit, durch die Berichte von Gamers Nexus und durch einen Social-Media-Post von Epic-Games-Chef Tim Sweeney, der Windows-Chef Pavan Davuluri direkt markierte, soll Microsoft laut Gamers Nexus direkt auf LG zugegangen sein. Als Sofortmaßnahme soll das McAfee-Pop-up ab sofort nicht mehr erscheinen.

Damit ist der akute Ärger zwar erst einmal eingedämmt. Gelöst ist das Grundproblem damit aber nicht. Der Windows-Mechanismus selbst bleibt bestehen und gibt Herstellern weiter die Möglichkeit, Begleitsoftware automatisch zu verteilen.

Streitpunkt Einwilligung

LG hob laut Gamers Nexus hervor, dass McAfee niemals ohne ausdrückliche Zustimmung der Nutzer installiert werde, und verwies dabei auf den offiziellen Microsoft-Verteilprozess. Genau dort liegt der Streit für viele Kritiker aber gar nicht. Die Beschwerden zielen oft nicht darauf, dass McAfee selbst ungefragt installiert worden sei. Der Vorwurf lautet vielmehr, dass schon die Werbung dafür ohne vorherige Zustimmung auf dem System erschien.

Für die Kritiker reicht es deshalb nicht aus, wenn die eigentliche Installation optional bleibt, während Werbeeinblendungen und Begleitsoftware schon vorher ungefragt auf dem PC landen.

Bloatware-Debatte unter Windows

Der Fall heizt die alte Diskussion über Bloatware und Adware unter Windows erneut an. Eigentlich ist die Windows-Infrastruktur dafür gedacht, Treiber, Geräteeinstellungen und nützliche Hardware-Tools bereitzustellen. Aus Sicht der Kritiker wird sie aber immer öfter auch für Promotion und zusätzliche Software eingesetzt. Ähnliche Debatten gab es in der Vergangenheit schon, etwa rund um Razers Synapse-Software.

Dazu kommen Fragen zu Datenschutz und Sicherheit. Eine App, die ohne klar erkennbare Einwilligung installiert wird, könnte weitreichende Zugriffe auf Systemressourcen und womöglich auch auf Nutzerdaten anfordern. Selbst wenn daraus am Ende kein direkter Schaden entsteht, leidet das Vertrauen in den Windows-Setup-Prozess.

Offen ist weiter, wie viele Nutzer und welche Monitor-Modelle betroffen waren, ob das Verhalten auch außerhalb der USA auftrat, welche Vereinbarung zwischen LG und McAfee bestand und ob Microsoft seine Richtlinien auf längere Sicht anpassen wird. Im Moment ist nur das sichtbarste Symptom verschwunden. Die eigentliche Ursache könnte bei einem anderen Hersteller jederzeit wieder auftauchen.

Downloads: McAfee für Windows herunterladen

GeoXO schrumpft: Trump-Regierung streicht Sensor für Waldbrandrauch

Das US-Satellitenprogramm GeoXO der Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA wird nach der Umstrukturierung unter der Trump-Regierung im April 2025 deutlich zusammengestrichen. Aus den ursprünglich geplanten sechs Satelliten werden nach Angaben der Behörde nur noch vier. Der Fokus soll stärker auf den „Kernaufgaben“ der Wetterbeobachtung liegen. Weg fällt damit auch GeoXO Atmospheric Composition, kurz ACX, also ausgerechnet die Funktion, die Waldbrandrauch und Luftschadstoffe im Blick behalten sollte.

Besonders heikel ist das Aus für den Sensor GeoXO Atmospheric Composition. Nach NOAA-Angaben sollte das Instrument hochauflösende Daten zu Ozon, Stickstoffdioxid, Feinstaub und Rauchwolken liefern. Genau diese Belastungen werden bei größeren und immer häufigeren Waldbränden für Millionen Menschen zum Gesundheitsproblem.

GeoXO verliert wichtige Luftqualitätsdaten

Für viele Fachleute ist die Streichung von ACX ein klarer Rückschritt. Der Sensor war dafür ausgelegt, ortsgenaue Luftqualitätsdaten über Nordamerika zu liefern, mit wiederholten Aktualisierungen über den Tag hinweg.

Gerade bei Rauchlagen zählt das. In betroffenen Regionen können sich Belastung und Windrichtung innerhalb weniger Stunden massiv verschieben.

Der Nutzen wäre auch nicht auf die Forschung beschränkt geblieben. Experten verweisen darauf, dass Menschen mit Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder kleinen Kindern im Haushalt direkt von genaueren Warnungen profitiert hätten.

In internen NOAA-Schätzungen lag der gesellschaftliche Gesundheitsnutzen solcher Daten pro Jahr bei rund 13 Milliarden.

Die Regierung begründete den Umbau vor allem mit Einsparungen und dem Ziel, das Programm stärker auf die Wettervorhersage zuzuschneiden. Kritiker halten diese Trennung für konstruiert.

Atmosphären-, Klima- und Luftqualitätsdaten fließen schließlich auch in Wettermodelle ein. Auf lange Sicht machen sie diese Modelle genauer.

Auch das Ocean Color Instrument (OCX) fällt aus dem Programm

Nicht nur ACX wurde gestrichen. Auch das Ocean Color Instrument, kurz OCX, ist aus dem Programm gefallen. Nach Angaben der NOAA sollte es Küstenökosysteme, Algenblüten und die Wasserqualität beobachten.

GeoXO verliert damit nicht bloß Möglichkeiten bei der Luftbeobachtung, sondern auch wichtige Instrumente, um Veränderungen in der Meeresumwelt zu verfolgen.

Die Kürzungen stehen außerdem nicht für sich. NOAA gerät insgesamt durch Haushaltskürzungen und Einschnitte bei Klima- und Umweltprogrammen unter Druck.

Wissenschaftler warnen schon jetzt, dass so nicht nur einzelne Sensoren verschwinden. Mit ihnen gehen auch Expertise, institutionelles Wissen und langfristige US-Kapazitäten in der Wetter- und Umweltüberwachung verloren.

Widerstand im Kongress, Alternativen mit Lücken

Im Kongress regt sich parteiübergreifend Widerstand. Der Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses hat versucht, Gelder zurückzuholen und fortgeschrittene Bildgebungs- und Sondierungsfähigkeiten im GeoXO-Programm zu sichern.

Ob das reichen wird, um Teile der gestrichenen Technik doch noch zu retten, ist offen.

Ganz ohne Daten zur Feuerüberwachung steht man zwar nicht da. Kommerzielle Projekte wie FireSat, internationale Systeme wie das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus sowie bestehende Angebote der US-Raumfahrtbehörde NASA und des US-Landwirtschaftsministeriums USDA liefern weiter Informationen zu Bränden und Rauch.

Nur: Es bleibt eine Lücke bei einer Luftqualitätsüberwachung, die speziell auf Nordamerika zugeschnitten ist, in hoher Frequenz arbeitet und aus dem geostationären Orbit nahezu in Echtzeit Daten liefert. Genau dafür war ACX gedacht. Für die Bevölkerung heißt das vor allem, dass künftige Rauchwarnungen womöglich ungenauer ausfallen, obwohl Extrembrände und schlechte Luft schon lange kein Ausnahmefall mehr sind.

Weißes Haus will Stromzusagen für Rechenzentren nun ausweiten: Versorger im Fokus

Das Weiße Haus will bei einem neuen Treffen zum Ausbau der Energieversorgung den Kreis der Beteiligten erweitern. Nach Angaben aus Regierungskreisen sollen diesmal nicht nur Tech-Unternehmen Zusagen zum Strombedarf des Rechenzentrumsbooms machen, sondern auch Versorger und Gouverneure. Dahinter steckt ein heikler Punkt: Der rasant steigende Stromhunger neuer Großrechenzentren soll am Ende nicht auf den Rechnungen privater Haushalte landen.

Nach Informationen aus Regierungskreisen will die US-Regierung dafür also nicht nur die großen Technologiekonzerne einbinden, sondern gezielt auch Stromversorger und Gouverneure aus Bundesstaaten, in denen besonders viel neue Infrastruktur geplant ist.

Versorger und Gouverneure im Fokus

Einen ersten freiwilligen Vorstoß hatte das Weiße Haus schon im März 2026 begleitet.

Damals unterschrieben Amazon, Google, Meta, Microsoft, OpenAI, Oracle und xAI die sogenannte “Ratepayer Protection Pledge”. Darin erklärten die Unternehmen, beim Aufbau zusätzlicher Erzeugungskapazitäten und beim Netzausbau mitzufinanzieren, statt die Kosten auf bestehende Stromkunden abzuwälzen.

Nur entscheidet darüber in den USA nicht der Hyperscaler selbst.

Welche Tarife Endkunden zahlen, legen Energieversorger und staatliche Regulierungsbehörden fest. Genau deshalb zielt der neue Anlauf jetzt auf Versorger und auf Gouverneure, die diese Behörden in vielen Bundesstaaten ernennen oder politisch eng begleiten.

Freiwillige Zusage mit begrenzter Wirkung

Die politische Botschaft der Initiative ist klar. Rechtlich steht sie auf deutlich wackligeren Beinen.

Das Versprechen ist freiwillig , nicht bindend, und das Weiße Haus steuert den US-Strommarkt nicht direkt. Selbst wenn Energieversorger eine entsprechende Erklärung unterschreiben, bleibt das zunächst einmal eine Absichtserklärung.

Ob neue Kosten später tatsächlich über höhere Tarife bei Privatkunden landen, wird weiterhin in einzelnen Verfahren vor den jeweils zuständigen Regulierern entschieden.

Genau da sitzt der Konflikt.

US-Versorger planen Branchenprognosen zufolge bis 2030 Investitionen von rund 1,4 Billionen, um den zusätzlichen Bedarf neuer Rechenzentren abzusichern. Verbraucherschützer, Regulierer und Abgeordnete warnen schon seit Längerem, dass ein spürbarer Teil dieser Summen am Ende in den normalen Stromrechnungen der Haushalte auftauchen könnte.

Rechenzentren treiben den Strombedarf nach oben

Die Sorge ist nicht aus der Luft gegriffen.

Rechenzentren standen 2023 für etwa 4,4 % des gesamten US-Stromverbrauchs. Bis 2028 könnte dieser Anteil auf bis zu 12 % klettern.

Weltweit dürfte sich der Stromverbrauch von Rechenzentren bis 2030 mehr als verdoppeln, vor allem wegen besonders rechenintensiver Anwendungen.

In manchen Regionen ist das längst zu merken.

Aus Industriestaaten im Rust Belt heißt es, dass Hersteller bereits mit steigenden Kapazitätskosten zu tun haben, weil große Rechenzentrumsprojekte um knappe Netz- und Erzeugungsressourcen konkurrieren. Mehrere Bundesstaaten beraten deshalb unter anderem über Sondertarife für Großverbraucher und über strengere Transparenzregeln.

Politischer Druck nimmt zu

Auch in Washington wird der Druck größer.

Im Kongress liegen Vorschläge auf dem Tisch, nach denen die Energiekosten großer Rechenzentrumsprojekte stärker den Unternehmen zugerechnet würden, die sie verursachen. Gleichzeitig bleibt die Öffentlichkeit misstrauisch: Laut einer Umfrage von Consumer Reports glauben 75 % der US-Bürger nicht daran, dass Tech-Konzerne freiwillige Zusagen am Ende vollständig einhalten.

Für das Weiße Haus wird die nächste Runde damit vor allem zu einem politischen Balanceakt.

Die US-Regierung will den Ausbau digitaler Infrastruktur nicht ausbremsen. Gleichzeitig muss sie verhindern, dass Verbraucher den Boom am Ende über höhere Strompreise mitbezahlen.

Microsoft Teams führt Workspace Check-in jetzt ein: automatischer Büro-Check-in per WLAN

Sobald sich ein Gerät mit dem WLAN des Unternehmens verbindet, kann Microsoft Teams den Arbeitsort automatisch auf ein bestimmtes Bürogebäude setzen. Microsoft führt die Funktion unter dem Namen Workspace Check-in und bietet sie laut eigenen Angaben seit Juni 2026 für hybrides Arbeiten an.

Microsoft Teams Herunterladen

Automatischer Arbeitsort per WLAN

Nach Angaben von Microsoft ist die neue Teams-Funktion seit Juni 2026 verfügbar. Wenn sich Ihr Gerät mit dem Firmen-WLAN verbindet, kann Teams Ihren Arbeitsort ab dann automatisch für ein bestimmtes Bürogebäude eintragen.

Für Kolleginnen und Kollegen soll damit schneller sichtbar sein, wer an welchem Standort arbeitet und ob sich Termine vor Ort sinnvoll planen lassen. Microsoft positioniert das Ganze zunächst als Organisationshilfe für hybride Arbeitsmodelle.

Das klingt erst einmal plausibel. Anfang 2026 arbeiteten 52 Prozent der US-Beschäftigten in Jobs, die sich grundsätzlich für Remote-Arbeit eignen, in hybriden Modellen. Für solche Teams sind Werkzeuge zur Abstimmung rund ums Büro heute deutlich relevanter als noch vor ein paar Jahren.

Standardmäßig deaktiviert und freiwillig

Bei den Datenschutzfragen versucht Microsoft, die Sache klar zu begrenzen. Nach Angaben des Unternehmens ist Workspace Check-in standardmäßig deaktiviert.

Zuerst müssen IT-Administratoren die Funktion überhaupt freischalten. Erst dann entscheiden Sie selbst, ob Sie diese Standortinformationen teilen möchten.

Wichtig ist außerdem: Microsoft sagt, dass die Daten nicht als historisches Bewegungsprotokoll gespeichert werden. Der gesetzte Standort bleibt laut Unternehmen also nicht dauerhaft als Tracking-Datensatz erhalten, sondern wird am Ende der individuell konfigurierten Arbeitszeit wieder gelöscht.

Damit unterscheidet sich die Neuerung von klassischer Standortüberwachung. Wie das am Ende wirkt, hängt trotzdem stark davon ab, wie Unternehmen die Funktion intern erklären, und auch davon, ob Beschäftigte eine Freigabe tatsächlich ohne Druck ablehnen können.

Kontroverse um mögliche Kontrolle

Genau da setzt die Kritik an. Gegner bezeichnen Workspace Check-in schon jetzt als mögliches „Snitching“-Werkzeug, also als digitales Anschwärz- oder Kontrollsystem.

Die Sorge dahinter ist ziemlich klar: Ein Tool, das als Hilfe für die Zusammenarbeit verkauft wird, könnte genauso gut genutzt werden, um Anwesenheit im Büro zu erfassen und Vorgaben zur Rückkehr ins Büro durchzusetzen.

Neu ist diese Empfindlichkeit nicht. Inzwischen überwachen mehr als 73 Prozent der Arbeitgeber Remote- oder Hybridbeschäftigte in irgendeiner Form.

Gleichzeitig berichten viele Beschäftigte, dass solche Maßnahmen Stress erzeugen und Vertrauen abbauen. Eine Funktion, die den Bürostandort automatisch meldet, trifft also auf ein Umfeld, in dem ohnehin schon viel Misstrauen da ist.

Berichten zufolge wurde der Rollout seit Ende 2025 mehrfach verschoben. Auffällig ist auch, dass Workspace Check-in in Microsofts Teams-Funktionsübersicht für Juni 2026 nicht besonders prominent hervorgehoben wurde.

Die Funktion ist damit weder ein versteckter GPS-Tracker noch völlig unproblematisch. Technisch ist sie begrenzt und laut Microsoft datenschutzschonend angelegt. Kulturell und politisch bleibt sie trotzdem heikel.

iPhone: Bessere Feuerwerksfotos gelingen nachts ab sofort

Mit den passenden iOS-Einstellungen gelingen Feuerwerksfotos mit dem iPhone spürbar besser. Das iPhone ist schon lange nicht mehr bloß die schnelle Kamera für zwischendurch. Für viele ist es inzwischen das wichtigste Gerät bei Konzerten, auf Stadtfesten und eben auch beim Feuerwerk. Das passt zu einem größeren Trend: Inzwischen entstehen mehr als 92 Prozent aller Fotos mit Smartphones, auch wenn der Originaltext dafür keine Quelle nennt. Wenn Sie das nächste Feuerwerk nicht nur festhalten, sondern wirklich ansehnlich fotografieren möchten, zählt nachts vor allem die Vorbereitung. Sie entscheidet darüber, ob am Ende farbige Lichtspuren zu sehen sind oder nur ausgefressene helle Flecken.

Belichtung, Blitz und HDR

Vor dem Auslösen können Sie auf einen hellen Bereich im Bild tippen und die Belichtung mit dem Finger leicht nach unten ziehen. Feuerwerk ist vor einem dunklen Himmel extrem hell, und genau deshalb neigt das iPhone schnell zu überstrahlten Partien.

Den Blitz sollten Sie ebenfalls ausschalten. Bei Feuerwerk in größerer Entfernung bringt er nichts, kann aber den Vordergrund unnatürlich aufhellen.

Auch HDR lassen Sie am besten aus. In dunklen Szenen mit viel Bewegung kann die Funktion unnatürliche Lichteffekte erzeugen und zusätzliche Unschärfe ins Bild bringen.

Serienbild, Live Photos und Timing

Statt nur ein einzelnes Foto zu machen, können Sie auch den Serienbildmodus verwenden. Feuerwerk lässt sich schwer vorhersagen, und genau deshalb ist Serienbild praktisch: Die Chance steigt, den Höhepunkt einer Explosion zu treffen, also den Moment, in dem sich das Muster komplett öffnet.

Live Photos liefert rund um den eigentlichen Auslösemoment zusätzliche Einzelbilder mit. Später können Sie daraus das beste Bild auswählen.

Oft lässt sich außerdem der iPhone-Effekt für Langzeitbelichtung nutzen. Damit wirken Lichtspuren weicher und dynamischer.

Stativ und Bildaufbau

Mit einem kleinen Stativ oder wenigstens einer Handyhalterung lassen sich Verwackler deutlich verringern. Gerade bei wenig Licht ist Stabilität entscheidend, besonders wenn Live Photos oder längere Belichtungen genutzt werden.

Fast noch wichtiger ist der Bildaufbau. Ein Himmel voller Lichtpunkte wirkt schnell austauschbar.

Interessanter werden Feuerwerksfotos, wenn Sie eine Skyline, ein Wahrzeichen, Wasserflächen oder auch die Silhouetten von Menschen mit ins Bild nehmen. Solche Elemente geben dem Foto Maßstab, Atmosphäre und einen klareren Bezug zum Ort.

Mehr Möglichkeiten mit Apps

Unter iOS bieten spezielle Apps zusätzliche Möglichkeiten. Slow Shutter Cam und Spectre Camera sind beliebt, wenn Sie längere Lichtspuren und künstlerischere Effekte einfangen möchten.

Für die Nachbearbeitung passen Lightroom Mobile, VSCO oder Snapseed, zum Beispiel für den Feinschliff bei Kontrast, Farben und Schärfe. Ähnliche Techniken funktionieren auch bei Drohnen-Lichtshows, die als leisere und umweltfreundlichere Alternative zum klassischen Feuerwerk an Bedeutung gewinnen.

Auch bei Drohnen-Lichtshows helfen ein Stativ, eine manuelle Anpassung der Belichtung und oft sogar Videoaufnahmen mehr als spontane Schnappschüsse. Viele Nutzer teilen solche Momente sofort, Eventbilder sind längst eine Art Statussymbol.

Trotzdem lohnt es sich, die Show nicht nur durch das Display anzuschauen, damit Ihnen der Moment selbst nicht entgeht.

Downloads: Download Slow Shutter Cam für iPhone | Download Spectre Camera für iPhone | Download Lightroom für iPhone | Download VSCO für iPhone | Download Snapseed für iPhone

Android testet jetzt App-Backups nach Maß: mehr Kontrolle pro App

Google erprobt laut eigenen Angaben in einer geschlossenen Beta für Android-Smartphones und -Tablets eine neue Backup-Funktion. Zum ersten Mal lässt sich dabei für jede einzelne App festlegen, ob ihr Backup aktiviert oder deaktiviert sein soll.

Mehr Kontrolle über App-Backups

In der Beta können Sie zum ersten Mal bestimmen, welche Apps überhaupt in die Gerätesicherung aufgenommen werden.

Bisher lief das meist so: Fast alles wurde automatisch gesichert. Mit der neuen Option lässt sich das pro App steuern, einzelne Anwendungen können also gezielt außen vor bleiben.

Gerade für Nutzer, die bestimmte Apps nicht in der Cloud haben möchten oder keine überflüssigen Daten mitsichern wollen, ist das spannend.

Auf den ersten Blick wirkt die Änderung klein. Für Android schließt sie aber eine Lücke , die schon länger auffällt.

Googles Backup-System unter Android war bislang eher grob gestrickt: an, aus oder weitgehend automatisch, aber ohne echte Feinsteuerung.

Vor allem im Vergleich zu Apples iCloud-Backup unter iOS kam seit Jahren Kritik auf. Viele Nutzer fanden, dass Backup und Wiederherstellung bei Google weniger transparent sind und sich teils schwerer nachvollziehen lassen.

So funktioniert Androids App-Backup bisher

Seit Android 6.0 sichert die Funktion „Auto Backup for Apps“ laut Google App-Daten automatisch in einem privaten Ordner im Google-Drive-Konto.

Pro App stehen dafür nach Angaben von Google bis zu 25 MB bereit. Dieser Speicherplatz wird laut Google nicht auf das reguläre Google-Drive-Kontingent angerechnet.

Als Standardsicherung ist das bequem. Der Haken war bisher nur klar: Sie konnten kaum beeinflussen, welche Apps überhaupt mitgesichert werden.

Manchen reichte das völlig aus. Andere empfanden genau das als unnötigen Kontrollverlust, etwa bei sensiblen Anwendungen oder bei Apps, deren Daten sich ohnehin schnell wieder herunterladen lassen.

Mehr Privatsphäre und weniger Datenmüll

Der größte Gewinn liegt bei Datenschutz und Übersicht.

Künftig lassen sich zum Beispiel Messenger, Gesundheits-Apps oder andere sensible Anwendungen gezielt aus der Sicherung herausnehmen. Das gibt Ihnen spürbar mehr Kontrolle über den eigenen digitalen Fußabdruck.

Dazu kommt der Sicherheitsaspekt: Auf Geräten mit Android 9 und neuer sind Backup-Daten laut Google per Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Displaysperre des Geräts.

Bei älteren Geräten muss das Schutzniveau nicht zwingend gleich ausfallen.

Praktisch dürfte die Funktion ebenfalls etwas bringen, etwa weil weniger unnötige Backups anfallen und die Wiederherstellung beim Wechsel auf ein neues Gerät übersichtlicher wird.

Teil eines größeren Umbaus

Die neue App-Auswahl sieht nicht nach einer isolierten Änderung aus.

Google schraubt schon seit Längerem an den Android-Backups. Dazu gehört laut Google unter anderem auch das Sichern von Dateien aus dem Downloads-Ordner.

Hinzu kommen Berichte, nach denen Backup und Wiederherstellung auf neueren Google-Pixel-Geräten unter Android schneller und verlässlicher geworden sein sollen.

Offen ist allerdings weiter, wie viele Beta-Nutzer die Funktion tatsächlich schon zu sehen bekommen, wie viel Speicher sie im Alltag wirklich spart und wie Entwickler mit möglichen Problemen bei der Wiederherstellung umgehen, wenn Sie App-Backups gezielt abschalten.

Downloads: Google Drive für Android