Ford kündigt Apple Maps fürs Auto an: tiefere Integration ab 2027

Ford wird Apple Maps nach allem, was bisher bekannt ist, in die nächste Generation seines Infotainments holen. Ab 2027 soll die Navigation damit deutlich tiefer im Fahrzeug stecken als bisher über Apple CarPlay.

Apple Maps direkt im Ford statt bloßer iPhone-Spiegelung

Wenn sich die Berichte bestätigen, wäre Ford der erste Autohersteller, der Apples neue Entwicklerwerkzeuge nutzt, um Apple Maps direkt ins eigene Bordsystem einzubauen. Für die Elektroauto-Pläne des Konzerns ist das offenbar mehr als nur ein nettes Extra. Der Start ist demnach für 2027 vorgesehen, zunächst in einem neuen mittelgroßen E-Modell, das wohl zu einem Preis von rund 30.000 Euro auf den Markt kommen könnte.

Native Navigation mit MapKit for Automotive SDK

Technisch setzt Ford den Berichten zufolge auf MapKit for Automotive SDK. Apple Maps läuft dann nicht mehr nur als vom iPhone aufs Fahrzeugdisplay übertragene App, sondern wird Teil des bordeigenen Navigationssystems. Für Fahrer bedeutet das ein System, das enger mit den Fahrzeugdaten und den Funktionen an Bord zusammenarbeitet.

Genau darin liegt der entscheidende Unterschied zu Apple CarPlay. CarPlay bringt bislang vor allem Inhalte vom Smartphone ins Auto. Mit der neuen Integration kann Ford Apple Maps direkt in die eigene Oberfläche und in die Fahrzeuglogik einbinden. Dadurch entsteht mehr Spielraum bei der Bedienung, bei der Routenführung und bei der Nutzung von Echtzeitdaten, die direkt aus dem Auto kommen.

Vorteile für Elektroautos

Vor allem im Elektroauto dürfte das ganz praktische Folgen haben. Nach bisherigem Stand wären unter anderem Routen auf Basis des aktuellen Batteriestands möglich, dazu die Planung von Ladestopps entlang der Strecke und auch die Vorbereitung der Batterie auf das Schnellladen.

Diese Batterievorkonditionierung kann die Ladeleistung verbessern, wenn das Fahrzeug früh genug auf den anstehenden Ladevorgang vorbereitet wird. Zusammen mit Live-Daten zum Akkustand könnte Apple Maps so zu einem zentralen Teil des digitalen Fahrerlebnisses in künftigen Ford-Stromern werden.

Strategie, BlueCruise und Konkurrenz

Dass Ford die Technik zuerst in ein vergleichsweise bezahlbares E-Modell bringen will, passt gut zur aktuellen Linie des Unternehmens. Der Hersteller versucht schon seit einiger Zeit, softwarebasierte Funktionen stärker als Kaufargument zu positionieren und gleichzeitig günstigere Elektroautos auf die Straße zu bringen. Die Partnerschaft mit Apple fügt sich da sauber ein: bessere digitale Erlebnisse im Auto, ein engeres Zusammenspiel von Hardware und Software und mehr Abgrenzung über das Infotainment statt allein über klassische Fahrzeugtechnik.

Spannend ist der Schritt auch mit Blick auf Fords Fahrassistenzsystem BlueCruise. Apples Kartendaten könnten BlueCruise zusätzliche Navigations- und Straßeninformationen liefern. Im Wettbewerb wirkt dieser Kurs zugleich wie das Gegenstück zu General Motors, wo man bei neuen Fahrzeugen auf ein eigenes System auf Basis von Googles Android Automotive OS setzt. Offen ist nach wie vor einiges, etwa mögliche Lizenzgebühren, denkbare Umsatzbeteiligungen, der Zeitplan außerhalb Nordamerikas und die Frage, wie gut die Integration in Europa und Asien ankommen würde.

Tesla meldet neuen Robotaxi-Unfall in Houston: Bericht nennt erstmals Fernoperator

Tesla hat bei der US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) einen weiteren Unfallbericht zu einem Robotaxi-Einsatz in Houston eingereicht. Dem Bericht zufolge verunglückte dort ein Tesla Model Y, während es von einem Fernoperator unterstützt wurde. Das Auto sollte aus einer Sackgasse in einem Wohnviertel herausmanövriert werden, geriet dabei auf eine grasige Böschung und stieß gegen einen verdeckten Baumstumpf.

Tesla meldet in dem NHTSA-Bericht nur einen geringen Sachschaden. Verletzt wurde niemand. Die Airbags blieben geschlossen, und abgeschleppt werden musste das Fahrzeug ebenfalls nicht. Vor dem Aufprall lag die Geschwindigkeit laut Bericht bei 2 mph, also ungefähr 3 km/h.

NHTSA-Bericht nennt erstmals einen Fernoperator

Im NHTSA-Bericht mit der Nummer 13781-15395 bezeichnet Tesla den Fahrertyp beziehungsweise Operator als „Remote (Commercial / Test)“. Zum ersten Mal taucht damit in einer formalen Meldung zu einem Automated Driving System (ADS) ein ausdrücklich benannter Fernoperator in genau der dafür vorgesehenen Kategorie auf.

In den bisher 22 klar zuordenbaren ADS-Vorfallsberichten von Tesla in der NHTSA-Datenbank war dieses Feld entweder leer, oder es wurde ein Operator im Fahrzeug selbst eingetragen. Für Beobachter ist das mehr als eine Formalie, weil damit die Rolle menschlicher Eingriffe im Robotaxi-Betrieb ein Stück sichtbarer wird.

Dritter öffentlich bekannter Teleoperationsunfall

Der Vorfall in Houston ist nach öffentlich bekannten Meldungen schon der dritte gemeldete Tesla-Robotaxi-Unfall, bei dem ein menschlicher Fernoperator eingriff, nachdem das autonome System nicht mehr weiterkam oder feststeckte. In einem früheren Fall prallte ein Fahrzeug im Juli 2025 mit rund 13 km/h gegen einen Metallzaun. Ein weiterer Vorfall im Januar 2026 endete mit einem Zusammenstoß mit einer Baustellenabsperrung bei etwa 14 km/h.

Das Muster fällt auf. Teleoperation scheint vor allem dann ins Spiel zu kommen, wenn das System in schwierigen Situationen nicht allein weiterfahren kann. Tesla beschreibt diese Fernunterstützung selbst als langsame Rückfallebene für Rangier- und Umsetzmanöver mit weniger als 16 km/h.

Sicherheitsdebatte, Waymo und regulatorischer Druck

Genau diese Eingriffe gelten als besonders heikel. Dabei geht es unter anderem um Verzögerungen bei der Übertragung, eingeschränkte Sicht, die Gestaltung der Bedienoberfläche und die Ausbildung der Operatoren.

Die Datenbasis ist zwar dünn. Trotzdem endete bislang jeder öffentlich bekannte Tesla-Crash, bei dem ein Eingriff aus der Ferne in einer Meldung auftauchte, mit einer Kollision. Das heißt nicht automatisch, dass Teleoperation grundsätzlich unsicher ist. Es verschärft aber die Debatte darüber, wie belastbar dieses Sicherheitsnetz im realen Betrieb tatsächlich ist.

Waymo erklärte laut einem Schreiben an Senator Ed Markey im Februar 2026, dass das Unternehmen kein Fahren aus der Ferne einsetzt, bei dem ein Mensch die eigentliche Fahraufgabe remote übernimmt. Mitarbeitende würden stattdessen nur Hinweise geben. Eine sehr begrenzte Funktion für steckengebliebene Fahrzeuge mit etwa 3 km/h gebe es zwar, sie sei außerhalb von Trainingssituationen aber nie genutzt worden.

Für Tesla kommt der neue Bericht zu einem heiklen Zeitpunkt: Die Robotaxi-Flotte in Texas soll nach externen Auswertungen in weniger als einem Jahr in 22 Kollisionen verwickelt gewesen sein. Dieselben Auswertungen legen außerdem nahe, dass mehr als die Hälfte davon auf Teslas Full Self-Driving-Software (FSD) oder auf Fernoperatoren zurückgehen könnte.

Parallel dazu untersucht die NHTSA Teslas Autopilot– und FSD-Systeme weiter. Die Prüfung wurde zuletzt zu einer Engineering Analysis hochgestuft. Auch andere Tesla-Unfälle im Raum Houston beschäftigen bereits die NHTSA und die US-Unfalluntersuchungsbehörde National Transportation Safety Board (NTSB).

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Microsoft testet neue Windows-11-Suche: Lokale Treffer stehen zuerst

Microsoft hat im Windows-Insider-Programm heute eine überarbeitete Windows-Suche für Windows 11 vorgestellt. Die Richtung ist klar: Lokale Treffer wie Dokumente, installierte Apps, Ordner und Systemeinstellungen sollen weiter nach vorn rücken. Web-Ergebnisse bleiben zwar Teil der Suche, landen aber weiter unten. Dazu kommt eine aufgeräumtere Oberfläche samt neuer Schalter, mit denen sich Websuche und Microsoft-Store-Vorschläge abschalten lassen.

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Lokale Treffer stehen an erster Stelle

Der Kern der Überarbeitung ist eine neue Gewichtung der Suchergebnisse.

Wer die Suche öffnet, bekommt künftig zuerst lokale Inhalte zu sehen, also etwa Dokumente, installierte Programme, Ordner und Systemeinstellungen. Web-Ergebnisse verschwinden nicht, werden von Microsoft aber deutlich weiter hinten einsortiert.

Das zielt auf einen alten Kritikpunkt.

Viele Nutzer wollten die Windows-Suche vor allem dafür nutzen, Programme zu starten, Dateien zu öffnen oder schnell eine bestimmte Einstellung zu finden, statt sich zuerst mit Werbung, Trendthemen oder allgemeinen Web-Hinweisen herumschlagen zu müssen.

Weniger Ablenkung in der Oberfläche

Auch an der Oberfläche hat Microsoft gearbeitet.

Der bisherige Empfehlungs-Feed wird durch eine schlichtere Liste zuletzt verwendeter Suchanfragen ersetzt. Gleichzeitig streicht Microsoft nach eigenen Angaben eine Reihe von Elementen, die viele als störend empfunden haben, darunter Werbeinhalte, Promotions und auffällige Einblendungen.

Dadurch wirkt die Suche nüchterner und aufgeräumter.

Im Alltag heißt das vor allem: direktere Bedienung. Die Windows-Suche fühlt sich wieder mehr wie ein Werkzeug an und weniger wie ein Feed, der ständig noch etwas dazwischenschiebt.

Schnellere Suche und bessere Treffer

Microsoft verspricht außerdem kürzere Ladezeiten und schnellere lokale Treffer.

Die neue Suche soll auch dann besser reagieren, wenn die Eingabe nicht ganz sauber ist. Gemeint sind Tippfehler, unvollständige Begriffe und sehr kurze Suchanfragen mit nur zwei Zeichen.

Dazu kommt mehr Kontext auf der Ergebnisseite.

Angezeigt werden unter anderem Dateityp und Änderungsdatum, außerdem gibt es Dateivorschauen. Aktionen wie „Öffnen“ sollen leichter erreichbar sein, damit Sie mit weniger Klicks am Ziel sind.

Websuche bleibt, lässt sich aber abschalten

Ganz streicht Microsoft die Websuche also nicht.

Online-Ergebnisse stehen jetzt aber unter den lokalen Treffern. Wenn direkte Antworten aus dem Web eingeblendet werden, sollen diese laut Microsoft vor beworbenen Inhalten erscheinen. Anzeigen sollen damit nicht mehr ganz oben landen.

Wichtig ist außerdem: Websuche und Microsoft-Store-Vorschläge lassen sich über neue Schalter deaktivieren.

Zu finden sind sie unter Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Vorgeschlagene Suchergebnisse anzeigen. Wer eine möglichst schlanke, lokal ausgerichtete Suche möchte, kann die Funktion dort entsprechend eingrenzen.

Zunächst nur für Windows Insider

Die neue Windows-11-Suche steht ab sofort für Windows Insider zum Testen bereit, auch im experimentellen Kanal, wie Microsoft ankündigt.

Einen Termin für den breiten Rollout nennt das Unternehmen noch nicht.

Neben dem neuen Design und besseren Treffern stellt Microsoft auch mehr Stabilität in Aussicht.

Die überarbeitete Suche soll seltener abstürzen und zudem weniger anfällig für Darstellungsfehler und Ladeprobleme sein.

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Sonys DAT-Kassette: Am Ende rettete sie die IT der 1990er

Sony brachte das digitale Kassettenformat Digital Audio Tape, kurz DAT, 1987 auf den Markt. Im Musikgeschäft kam es trotz Aufnahmen in CD-Qualität nie richtig an. Genau dasselbe Bandformat machte als Digital Data Storage (DDS) in den 1990er-Jahren dann eine ganz andere Karriere und wurde zu einem wichtigen Medium für Server-Backups.

Teuer für Privatnutzer

DAT ermöglichte digitale Aufnahmen in CD-Qualität, und zwar auf einer kleineren Kassette als der vertrauten Kompaktkassette. Im Wohnzimmer reichte das trotzdem nicht für den großen Durchbruch.

Ein Problem waren die hohen Preise für Privatkunden. Dazu kam die Angst der Musikindustrie vor perfekten digitalen Kopien. Deshalb arbeiteten Consumer-Geräte mit dem Serial Copy Management System, kurz SCMS, das Mehrfachkopien begrenzte.

Damit verlor DAT für viele Käufer ausgerechnet den Reiz, der das Format interessant gemacht hatte. Wer damals einfach Musik hören wollte, bekam mit der Compact Disc (CD) längst ein bequemes und etabliertes Format.

Und wer aufnehmen wollte, musste für ein DAT-Gerät tief in die Tasche greifen. Für den Massenmarkt war das zu viel.

Platz im Profibereich

Im professionellen Audiobereich sah die Sache anders aus. Tonstudios und mobile Aufnahmeteams schätzten die digitale Klangqualität und die kompakte Bauform.

Für Mastering und Mitschnitte war DAT deutlich handlicher als große Reel-to-Reel-Systeme. Als universeller Nachfolger der Kompaktkassette konnte sich Digital Audio Tape trotzdem nicht durchsetzen.

DDS wurde zum Rückgrat der IT

Seinen eigentlichen Erfolg hatte Digital Audio Tape als Datenspeicher. In der IT wurde aus dem Bandformat Digital Audio Tape das Backup-Format Digital Data Storage, kurz DDS.

In dieser Rolle wuchs DDS in den 1990er-Jahren zum Standard für Server-Backups in vielen Unternehmen heran und wurde damit zu einem stillen Rückgrat der damaligen IT.

Warum? DDS war kompakt, portabel und im Vergleich zu anderen Optionen recht günstig. Unternehmen konnten automatische Sicherungen über Nacht laufen lassen, morgens die Kassetten wechseln und sie für den Notfall extern lagern.

Gerade in kleineren und mittleren IT-Umgebungen war das attraktiv.

Auch bei der Kapazität legte DDS nach. Frühe Bänder fassten rund 2 GB unkomprimierte Daten.

Bis Ende der 1990er wuchs das Format auf DDS-4 mit bis zu 20 GB. Für viele Server-Backups reichte das damals.

Mehr Daten, neue Formate

Als die Datenmengen schnell zunahmen, kam DDS an seine Grenzen. Unternehmen brauchten mehr Kapazität und höhere Transferraten.

Konkurrenzformate wie Digital Linear Tape (DLT) und später Linear Tape-Open (LTO) übernahmen deshalb Schritt für Schritt den Markt für Bandsicherungen. 2005 stellte Sony die letzten DAT-Maschinen ein.

Tape bleibt aktuell

DAT und DDS sind heute überholt, die Grundidee ist aber geblieben. Bandlaufwerke spielen in der Datensicherung noch immer eine Rolle, vor allem wegen ihres Offline-Charakters.

Air-Gap-Backups schützen unter anderem vor Ransomware und Angriffen auf Speicher, die online erreichbar sind. Heute dominiert vor allem LTO dort, wo früher DDS-Kassetten im Serverraum lagen.

Den Musikmarkt hat DAT nie erobert. In vielen IT-Abteilungen der 1990er war das kleine Band trotzdem kaum wegzudenken.

Google rechnet Android-Backups ab sofort stärker an: Das ändert sich beim Speicherplatz

Google ändert die Speicherregeln für Android-Backups. Für neue Android-Nutzer gilt die neue Regel sofort, bestehende Google-Konten werden nach Angaben des Unternehmens ab dem 7. Juli 2026 in den folgenden Monaten schrittweise umgestellt. Künftig zählt ein größerer Teil der Android-Sicherungsdaten auf den allgemeinen Google-Speicher, der bisher nur zum Teil dafür herangezogen wurde.

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Android-Backups werden stärker auf den Google-Speicher angerechnet

Für neue Android-Nutzer ist die Umstellung ab sofort aktiv. Bei bereits bestehenden Konten will Google den Wechsel ab dem 7. Juli 2026 nach und nach ausrollen. Der Kern der Änderung: Zusätzliche Android-Backups fließen künftig in den allgemeinen Google-Speicher ein, obwohl sie bisher nur teilweise in die Rechnung eingegangen sind.

Für viele dürfte das im Alltag kaum auffallen. Google rechnet im Schnitt mit gerade einmal rund 40 MB zusätzlichem Speicherbedarf. Wer mit dem kostenlosen 15-GB-Limit aber jetzt schon fast am Anschlag ist, wird die Anpassung eher bemerken.

Welche Daten jetzt mitgerechnet werden

Bislang wurden unter anderem Daten aus Google Fotos und MMS-Nachrichten auf den Speicher angerechnet. Neu dazu kommen jetzt klassische SMS, der Anrufverlauf und bestimmte Geräteeinstellungen.

Wer sein Android-Smartphone wie gewohnt über das Google-Konto sichert, verbraucht mit SMS, Geräteeinstellungen und Anrufprotokollen künftig mehr Platz im allgemeinen Kontingent. Gemeint sind vor allem Nachrichtenverläufe, gespeicherte Systemeinstellungen und Anruflisten, die sonst eher still im Hintergrund mitlaufen.

Die gute Nachricht zuerst: In den meisten Fällen bleiben diese Datenmengen überschaubar und liegen deutlich unter dem, was Fotos oder Videos an Speicher fressen. Bei sehr langen Chat-Verläufen, vielen archivierten Nachrichten oder mehreren Geräten kann sich am Ende aber doch einiges aufsummieren.

Mehr Kontrolle über einzelne Backup-Kategorien

Gleichzeitig baut Google die Steuerung der Android-Backups aus. Ab sofort lassen sich einzelne Kategorien wie SMS, Anrufverlauf oder Geräteeinstellungen gezielt ein- oder ausschalten.

Das knüpft an die feineren Backup-Optionen an, die Google zuletzt schon auf App-Ebene eingeführt hat. Wenn Sie Speicher sparen möchten, bekommen Sie mit der neuen Steuerung mehr Einfluss darauf, was überhaupt gesichert wird. Gerade bei Konten, die sich nah an der 15-GB-Grenze bewegen, lässt sich so Überflüssiges aussparen, ohne gleich das gesamte Backup zu deaktivieren.

Teil einer größeren Speicherstrategie

Die Änderung fügt sich in weitere Anpassungen rund um den Cloud-Speicher von Google ein. Nach Angaben des Unternehmens wurde zuletzt bei einigen nicht verifizierten Konten auch ein kleineres kostenloses Kontingent von 5 GB getestet.

Hinzu kommen Änderungen bei den Google-One-Tarifen sowie eine engere Verknüpfung von Speicher, Konto und Gerätesicherung. Die Umstellung ist also kein harter Einschnitt, sie macht die Speicherberechnung für Android-Backups aber strikter und nachvollziehbarer. Ein Blick in die eigenen Backup-Einstellungen lohnt sich für alle Nutzer.

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Discord für Meta Quest jetzt als native App verfügbar: inklusive Streaming und Overlay

Discord ist ab heute, dem 30. Juni 2026, als native App für Meta Quest 2, Meta Quest 3 und Meta Quest Pro verfügbar. Meta hat die Anwendung im Meta Horizon Store freigeschaltet, dort kann sie jetzt heruntergeladen werden.

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Discord jetzt im Meta Horizon Store Die App ist seit dem 30. Juni 2026 im Meta Horizon Store erhältlich. Vorgestellt hatte Meta die native Quest-Version schon auf der Meta Connect 2025. Für viele Quest-Nutzer fällt damit eine der nervigsten Hürden im VR-Alltag weg: Discord musste bislang entweder im Browser laufen oder als Android-App per Sideloading aufs Headset. Jetzt gibt es endlich eine offizielle Version, die sauberer ins System eingebunden ist.

Chat, Sprachchats und Direktnachrichten in VR Laut Meta lassen sich damit Server öffnen, Textkanäle lesen und Direktnachrichten verwalten, Sprachkanälen beitreten und auch Direktnachrichten verwalten, ohne die laufende VR-Umgebung zu verlassen. Die bekannten Kernfunktionen von Discord sitzen damit direkt im Headset. Was vorher eher wie ein Behelf wirkte, fühlt sich jetzt deutlich mehr nach einem festen Teil des Quest-Erlebnisses an.

Streaming, Avatar und Overlay Die Quest-App bringt außerdem Funktionen mit, die in VR tatsächlich Sinn ergeben. So können Nutzer ihr Gameplay direkt aus dem Headset an Freunde auf Discord streamen. In Videoanrufen lässt sich unter anderem der eigene Meta-Avatar verwenden, was die App enger mit der VR-Identität im Meta-Ökosystem verknüpft.

Dazu kommt das Overlay. Die Discord-Oberfläche kann im Spiel angeheftet werden, damit Nachrichten sichtbar bleiben oder Gespräche mit Freunden parallel weiterlaufen. Man muss also nicht ständig zwischen Apps hin- und herwechseln.

Weniger Umwege, mehr Strategie Vor dem offiziellen Release haben sich viele Nutzer mit dem integrierten Browser geholfen oder Android-Versionen von Discord per Sideloading installiert. Grundsätzlich lief das, nur eben oft umständlich und fehleranfällig, etwa beim Mikrofonzugriff, beim Audio-Routing oder beim Streaming.

Gerade bei Multiplayer-Spielen, gemeinsamen VR-Sessions und plattformübergreifenden Gruppen ist die native App deshalb ein spürbares Upgrade. Discord ist für viele Spieler längst der zentrale Kommunikationskanal. Ausgerechnet in VR war das bislang überraschend unausgereift.

Zum Start gibt es nach Angaben von Meta außerdem einen kostenlosen Monat Discord Nitro, wenn man sich bis zum 30. September 2026 in der Quest-App anmeldet. Ganz aus dem Nichts kommt der Launch allerdings nicht. Schon im Dezember 2025 hatte Meta eine Kontoverknüpfung zwischen Meta Horizon und Discord eingeführt, über die sich der eigene VR-Aktivitätsstatus teilen lässt.

Für Meta ist die Integration auch strategisch interessant, weil Discord für viele Communities der soziale Mittelpunkt rund um Gaming, Gruppenaktivitäten und Events ist. Eine engere Verzahnung könnte also nicht nur die Kommunikation in VR verbessern, sondern auch dafür sorgen, dass VR-Spiele und -Erlebnisse sichtbarer und leichter auffindbar werden. Für Entwickler ist das spannend. Für Nutzer vor allem bequem.

Downloads: Download Discord für Meta Quest 2, Meta Quest 3 und Meta Quest Pro

Google Play Store erlaubt ab 30. Juni externe Bezahlsysteme: neue Gebühren für Entwickler

Google lässt ab dem 30. Juni im Google Play Store unter Android alternative Bezahlsysteme zu. Das gilt zunächst für die USA, das Vereinigte Königreich und den Europäischen Wirtschaftsraum, wie der Konzern angekündigt hat.

Vorerst bleiben die neuen Regeln also auf diese drei Märkte beschränkt: die USA, das Vereinigte Königreich und den EWR.

Eigene Bezahlsysteme ab Ende Juni

Ab dem 30. Juni dürfen Entwickler nicht mehr nur Google Play Billing verwenden, sondern auch eigene Checkout-Lösungen anbieten. Außerdem können sie Nutzer laut Google zum Abschluss eines Kaufs auf externe Websites weiterleiten.

Für App-Anbieter ist das ein echter Kurswechsel, auf den die Branche seit Langem drängt. Beim Bezahlen werden Nutzer damit künftig öfter nicht mehr ausschließlich durch Googles eigenes System geführt.

Neue Gebühren im Play Store

Mit dem neuen Modell trennt Google nach eigener Darstellung zum ersten Mal sauber zwischen der Grundgebühr für den Play Store unter Android und den Kosten für die Zahlungsabwicklung. Für Entwickler fällt künftig eine Servicegebühr von 10 Prozent auf die ersten 1 Million Umsatz pro Jahr an.

Wer über dieser Schwelle liegt, zahlt laut Google bei den meisten In-App-Käufen 20 Prozent für neue Installationen und 25 Prozent für bestehende Installationen.

Hinzu kommt eine Billing-Gebühr von 5 Prozent, allerdings nur dann, wenn Entwickler weiterhin das Google-Play-Abrechnungssystem nutzen.

Wer komplett auf eine eigene Zahlungslösung umstellt, spart sich diesen Aufschlag. Im Vergleich zur bisherigen Praxis ist das ein spürbarer Unterschied, weil Google Play Billing in vielen App-Kategorien faktisch ohne echte Alternative war.

Druck durch Epic und Regulierer

Dass Google diesen Schritt jetzt geht, kommt kaum überraschend. Auf die großen Betreiber von App-Stores wächst der Druck seit Jahren.

Besonders deutlich wurde das im Rechtsstreit mit Epic Games. Epic hatte die Kontrolle von Apple und Google über In-App-Zahlungen offen infrage gestellt.

In Europa macht unter anderem der Digital Markets Act (DMA) den Druck auf marktmächtige Plattformen größer, Entwicklern mehr Wahlfreiheit einzuräumen. Viele werten die neue Play-Store-Politik deshalb als Reaktion auf rechtliche Risiken, politischen Gegenwind und die anhaltende Kritik aus der Entwicklerbranche.

Mehr Kontrolle für Entwickler

Für Entwickler bedeutet die neue Regelung vor allem mehr Kontrolle. Es geht um Kundendaten, Zahlungsabläufe, Rabatte, Rückerstattungen und die direkte Beziehung zu den eigenen Kunden.

Finanziell werden allerdings nicht alle Anbieter im gleichen Maß profitieren. Größere Unternehmen, die aus Bequemlichkeit oder wegen besserer Conversion-Raten weiter auf Googles Bezahlsystem setzen, dürften unter dem Strich weniger sparen als zunächst erhofft.

Dazu kommt: Eine eigene Zahlungsabwicklung bringt neue Aufgaben mit sich. Betrugsprävention, Support, Steuerfragen und der Umgang mit Rückbuchungen liegen dann nicht mehr bei Google. Gerade für kleinere Studios kann das den Aufwand deutlich erhöhen.

Weitere Länder folgen schrittweise

Nach dem Start am 30. Juni in den USA, im Vereinigten Königreich und im EWR ist Australien am 30. September 2026 an der Reihe. Japan und Südkorea sollen bis Ende 2026 folgen, eine breitere internationale Einführung plant Google nach eigenen Angaben bis September 2027.

Parallel dazu legt Google nach eigener Darstellung neue Anreizprogramme für Entwickler auf, darunter „Games Level Up“ und „Apps Experience“. Je nach Teilnahme können qualifizierte Anbieter niedrigere Servicegebühren erhalten.

Noch ist offen, wie stark kleinere Entwickler und App-Kategorien außerhalb des Gaming-Bereichs davon am Ende wirklich profitieren. Sicher ist schon jetzt nur: Googles Kontrolle über Zahlungen im Play Store wird ab Ende Juni spürbar kleiner.