Robert Caskin „Bobby“ Prince III, der Komponist hinter den Soundtracks von Doom, Doom 2, Wolfenstein 3D, Rise of the Triad und Duke Nukem 3D, ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Das hat seine Familie jetzt bestätigt.
Prince schrieb die Musik zu mehreren der wichtigsten Klassiker der Videospielgeschichte und war mit den frühen Jahren von id Software eng verbunden. Die Soundtracks zu Doom, Doom 2, Wolfenstein 3D, Rise of the Triad und Duke Nukem 3D stammen aus seiner Feder.
Ein Mann, der die Videospielmusik geprägt hat
Sein Werk genoss in der Branche und weit darüber hinaus große Anerkennung, und im Lauf seiner Karriere wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Die vielleicht größte Würdigung erhielt Bobby Prince allerdings erst in diesem Jahr: Die Library of Congress nahm den Soundtrack von Doom in ihr Archiv auf, in dem bedeutende Tonaufnahmen bewahrt werden, die zum musikalischen Erbe der USA gehören. Damit bleibt sein Werk auch für kommende Generationen erhalten. Nach Angaben der Library of Congress war es außerdem erst das dritte Mal, dass einem Videospiel diese Ehre zuteilwurde.
Entsprechend meldeten sich auch viele von Bobby Princes Weggefährten in den sozialen Netzwerken zu Wort, mit Nachrufen und persönlichen Würdigungen. John Romero, Designer von Doom und Wolfenstein 3D, schrieb, Prince habe „in den Spielen und in meinem Leben tiefe Spuren hinterlassen“.
George Broussard, Mitgründer von 3D Realms und Apogee, sagte, Prince sei mit einem außergewöhnlichen kreativen Talent gesegnet gewesen, und eine ganze frühe Gamer-Generation habe von seiner Musik profitiert**. Daran lässt sich gut ablesen, wie hoch Bobby Prince unter Kollegen geschätzt wurde.
Der Tod von Bobby Prince macht auch deutlich, dass die prägenden Köpfe des Mediums Videospiel, trotz seiner vergleichsweise kurzen Geschichte, inzwischen selbst ein hohes Alter erreichen. in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren wohl immer öfter mit solchen Nachrichten konfrontiert sein werden. Daran haben wir uns noch nicht gewöhnt. Aber wir werden akzeptieren müssen, dass Videospiele älter werden. Und dass auch unsere Helden nicht vom Älterwerden verschont bleiben.