Es gibt einen Gag aus den Simpsons, ein Volltreffer (wie immer in den ersten Staffeln), in dem Lisa ihre eigene Puppe herausbringt, nur um dann von der alten Stacy Malibu verdrängt zu werden, die absolut gleich ist, aber einen neuen Hut hat. Dasselbe wird auch bei Harry Potter passieren, einer Serie, die nicht wagt, auch nur einen Millimeter von den Filmen abzuweichen, die die Leute aber sehen werden, weil Harry einen neuen Zauberstab hat.
Expecto mismorum
Die langweiligsten Millennials der Welt sind total aus dem Häuschen wegen des neuen Harry-Potter-Trailers, der im Grunde die berühmtesten Szenen aus Der Stein der Weisen wiederholt (Die Große Halle! Der Hogwarts-Express! Der Sprechende Hut! Quidditch!), und man könnte seine Einstellungen perfekt gegen die aus Chris Columbus’ Film austauschen. Denn bei HBO wissen sie ganz genau, was die Leute sehen wollen: immer dasselbe. Immer und immer wieder. Ohne Ende.
Aber diesmal hat Harry einen neuen Zauberstab, der unendlich viel labberiger und generischer aussieht als der aus den Filmen. Daran müssen sie sich klammern, um dieses Remake zu rechtfertigen, das sehr viel mehr Probleme hat als den Schauspieler, der Severus Snape spielt, so sehr manche auch darauf bestanden haben, genau das hervorzuheben, als ob aus Nostalgie Kapital zu schlagen nur eine einzige Grenze hätte: Rassismus.
Wenn du immer noch Fan von Harry Potter bist und dir weder die Entgleisungen von JK Rowling noch das Copy-paste fast auf KI-Niveau etwas ausmachen, hoffe ich, dass dir diese Serie sehr viel Spaß macht. Natürlich wird sie ein Erfolg werden: mit etwas Glück der letzte Auswuchs dieser absurden Mode, alles neu aufzulegen, was auch nur einen Hauch von purer, billiger Nostalgie hat.