Paramount+ hat heute ziemlich aus dem Nichts alle zehn Folgen der Animationsserie zu Among Us veröffentlicht. Komplett auf einmal.
Wer während der Pandemie mit Freunden gespielt hat, kennt das noch: endlose Runden, wilde Diskussionen, falsche Verdächtigungen, einer lügt, alle reden durcheinander. Irgendwo dazwischen musste dann auch noch jemand diese verdammten Aufgaben machen.
Von diesem Hype ist inzwischen nicht mehr viel übrig. Laut Steam kommt Among Us Mitte 2026 im Schnitt nur noch auf rund 6.000 aktive Spieler. Genug, damit das Spiel weiterläuft. Aber nicht unbedingt die Art von Zahl, bei der man sofort an die nächste große Markenoffensive denkt.
Der Verräter ist wieder da
Und doch ist genau das jetzt passiert. Paramount+ hat die Serie ohne lange Ankündigung online gestellt, und das Überraschende ist nicht nur der Release selbst. Die Serie scheint tatsächlich ziemlich ordentlich geworden zu sein.
Ganz aus dem Nichts kommt das allerdings nicht. Hinter dem Projekt steckt Owen Dennis, der Schöpfer von Infinity Train. Klar, am Ende ist das auch ein weiterer Versuch, aus einer bekannten Marke noch etwas mehr herauszuholen. So funktionieren diese Konzerne nun mal.
Diesmal könnte es aber aufgehen. Die Figuren in Serienform wirken jedenfalls nicht wie eine völlig abwegige Idee. Ob das Publikum da mitzieht, muss man abwarten.
Noch seltsamer wird die Veröffentlichung, wenn man aufs Timing schaut. Die Produktion war schon 2024 abgeschlossen. Seitdem passierte erst mal nichts. Viele waren deshalb längst davon ausgegangen, dass die Among Us-Serie intern schon abgeschrieben worden war.
Und dabei bleibt es ja nicht. Mit Among Us Story: On Guard ist außerdem noch ein storylastiges Singleplayer-Spin-off in Arbeit.
Im Fall von Angry Birds wurde über Jahre alles ausgeschlachtet, was irgendwie ging. Among Us versucht es jetzt anders und baut die Marke vorsichtiger um. Ob das reicht, sieht man erst später. Vielleicht geht der Plan auf. Vielleicht merkt das Publikum auch sofort, dass hier doch irgendwo ein Impostor im Raum steht.

