Spider-Noir mit Nicolas Cage ist abgesetzt: Darum litt der Star nicht darunter

Amazon Prime Video hat Spider-Noir mit Nicolas Cage diese Woche nach nur einer Staffel eingestellt. Offenbar haben weder der anhaltende Spider-Man-Boom noch die Auszeichnungen oder der Wunsch eines Teils des Publikums nach mehr daran etwas geändert.

Amazon Prime Video Herunterladen

Dabei wurde wirklich einiges unternommen, damit Spider-Noir ein Erfolg wird, sogar mit einer Aufteilung in eine Farb- und eine Schwarz-Weiß-Fassung. Trotzdem bekommt die Serie nun keine zweite Chance mehr, um in weiteren Staffeln zu zeigen, was eigentlich noch in ihr gesteckt hätte.

Nicolas Cage, der Hauptdarsteller von Spider-Noir, schien das allerdings ziemlich kaltzulassen.

Spider-Nö

Nicolas Cage steckt längst wieder in neuen Projekten, wann eigentlich nicht, wenn er ohnehin nie stillhält?, und hat dazu schon gesagt: „Für mich ist eine Staffel perfekt, ich habe mit diesem gefährlichen, innovativen und poppigen Spider-Man alles gesagt**. Vorwärts, aufwärts, nach innen.“ Das wird trotzdem nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir ihn in dieser Rolle sehen, denn ein Film aus dem Miles-Morales-Multiversum steht noch aus (und ich will gar nicht so tun, als wäre das nicht genau das, worauf ich mich im aktuellen Kino am meisten freue).

Schon seltsam: Die Entscheidung, Spider-Noir abzusetzen, fiel ausgerechnet in der Woche, bevor die Serie 5 Emmys gewann (bislang). Aber das Film- und Fernsehgeschäft kennt da offenbar wenig Gnade. Nach Angaben von Amazon Prime Video hat Spider-Noir am Ende schlicht nicht genug Reichweite für eine Fortsetzung erzielt, obwohl die Serie in den ersten anderthalb Monaten auf 2,6 Milliarden Seheminuten kam.

Wird Spider-Noir, die schwarz-weiße Spinne, irgendwann im Fernsehen oder im Kino wieder durch die Gegend schwingen? Tja. Das Multiversum existiert schließlich noch immer. Nur wird das allein kaum reichen, und wenn nicht einmal 5 Emmys Spider-Noir zurückholen können, dann war’s das wohl. Au.

Wonder Woman: Adria Arjona lässt als neue Heldin kaum noch Zweifel

Adria Arjona heizt die Spekulationen gerade mit mehreren eigenen Aussagen kräftig an: Vieles spricht dafür, dass die Schauspielerin Im neuen DC-Universum als neue Wonder Woman in Man of Tomorrow auftauchen wird. Gal Gadot hatte nach früheren eigenen Aussagen noch auf eine Rückkehr gehofft, doch inzwischen sieht es eher danach aus, dass DC längst an einer Nachfolgerin bastelt.

HBO Max Herunterladen

Wie viel Fremdscham Gal Gadot mit ihrer Wonder-Woman-Rolle ausgelöst hat, war schon schwer in Worte zu fassen. Damals behauptete Gal Gadot selbst, James Gunn habe ihr versichert, dass sie im dritten Teil wieder die Hauptrolle spielen würde. Nach all der Warterei wurde daraus am Ende allerdings gar nichts.

Am Ende musste sie sich wohl schlicht mit der unbequemen Realität abfinden: Im neuen DC-Universum wollte man Gal Gadot nie wirklich dabeihaben. Gal Gadot selbst hatte sich nur einen spektakulären Film zusammenfantasiert. Nur eben in ihrem eigenen Kopf.

eine neue Wonder Woman

Auch wenn man sich bei Warner offiziell weiter nicht in die Karten schauen lassen will, läuft in Wahrheit alles auf dasselbe hinaus: Offenbar ist längst alles dafür vorbereitet , eine neue Schauspielerin zu präsentieren, die die Rolle in Man of Tomorrow übernehmen soll. Dafür passt einfach zu viel zusammen, von Gadots auffällig freundlichen Worten bis zum Medienfokus auf Adria Arjona und ihre (hüstel, hüstel) geheimnisvolle Figur.

So geheimnisvoll, dass in der Mitte ihrer Brust im Grunde nur noch ein W fehlt.

Gemeint ist Adria Arjona, die Fragen dazu so gut es eben geht ausweicht, denn eigentlich hätte Adria Arjona ja Maxima spielen sollen: „Ja, es ist eine ikonische Figur. Ich liebe mein Kostüm**. Wirklich. Beide. Beide Figuren, Wonder Woman und Maxima, haben, wenn du Comicfan bist, unglaubliche Kostüme“, sagte Adria Arjona. Uns bleibt also wohl noch gut ein Jahr Katz und Maus zu spielen … Oder eher Superkatze und Supermaus.

Adria Arjona sagte außerdem: „Ich habe Verschwiegenheit geschworen, und ich mag keine Geheimnisse. Ich hasse Geheimnisse. Ich bin sehr schlecht darin, sie für mich zu behalten.“ Für Maxima ist das schon verdächtig viel Geheimniskrämerei, oder?

„Wenn ich mich mit James Gunn und Peter Safran treffe, will ich auf Nummer sicher gehen, besonders wenn du eine so ikonische Figur spielst**, willst du diese Sicherheit“, sagte Adria Arjona außerdem. Klar, natürlich, genauso ikonisch wie (hüstel) Maxima. Diese zwei Ms muss man ja bloß umdrehen, und schon hat man zwei Ws.

James Bond ist offenbar schon gewählt: Gary Oldman verrät es überraschend

Jetzt sieht es so aus, als wüsste Gary Oldman mehr als der Rest von uns: Der neue James Bond soll längst feststehen. Seit Daniel Craigs ziemlich abruptem Abschied als Agent 007 wartet die Reihe so lange wie noch nie auf eine neue Besetzung. Nach Sean Connery ging das mal schneller, mal zäher, aber diesmal wirkte es phasenweise, als hätte selbst Amazon nach dem Kauf der Bond-Rechte keinen klaren Plan, wie es weitergehen soll. Offenbar schon. Nur gesagt hat es noch niemand.

Amazon Prime Video Herunterladen

Mein Name ist Man. Old Man

Die Nachricht kam jedenfalls weder von Denis Villeneuve, dem neuen Regisseur der James-Bond-Reihe, noch von Amazon-Chef Jeff Bezos, sondern ausgerechnet von Gary Oldman. Nicht, dass der 68-jährige Schauspieler selbst zum neuen 007 gekürt worden wäre. Aber offenbar weiß Oldman etwas, das wir ganz offensichtlich noch nicht wissen: „Man hört, dass Jack Lowden auf der Liste steht. Das werden wir doch sehr bald erfahren, oder? Denn sie haben sich entschieden. Sie haben sich für ihren Favoriten entschieden, aber noch nicht bekannt gegeben. Also drücke ich Jack die Daumen.

Dazu muss man sagen, dass Jack Lowden seit 2022 an Gary Oldmans Seite in Slow Horses auf Apple TV+ spielt. Inzwischen haben die beiden schon sechs Staffeln zusammen gedreht. Klar also, dass Oldman seinem Kollegen den Erfolg gönnt. Tatsächlich ist Jack Lowden genau der Name, der auf einer Liste, auf der auch Callum Turner, Jacob Elordi, Aaron Taylor-Johnson und Harris Dickinson standen, am häufigsten gefallen ist. Ehrlich gesagt wäre inzwischen fast jeder davon eine ordentliche Wahl. Jetzt müsste Amazon es nur noch offiziell machen.

Auch Saoirse Ronan hat sich in diesem Jahr schon in Stellung gebracht. Jack Lowdens Frau machte deutlich, dass sie im nächsten 007-Film gern als junge Schurkin dabei wäre. „Es wäre wirklich interessant, besonders für Frauen und Mädchen, jemanden zu sehen, der all diese Wut aufgreifen und in eine andere Richtung lenken kann.“ Und stell dir erst die kostenlose Publicity vor, wenn Saoirse Ronan dann auch noch die Gegnerin ihres eigenen Mannes wäre. Also bitte, Amazon. Mehr Selbstläufer wird’s kaum noch.

Ergibt es Sinn, dass ‘Dungeons & Dragons’ ‘Ravenloft’ für Netflix adaptieren will?

Wenn du dich jemals für Dungeons & Dragons interessiert hast, und sei es auch nur, um die Videos von Critical Role oder sogar den Film von vor drei Jahren zu sehen, hast du wahrscheinlich schon von Ravenloft oder von seiner 5E-Version, Fluch des Strahd, gehört, einem Modul, in dem man ein echtes Horrorabenteuer im Rollenspiel spielt, das so einflussreich gewesen ist, dass man bei Netflix gedacht hat, es sei die perfekte Vorlage, um daraus eine Fernsehserie zu machen. Haben sie recht? Na ja. Nur halb.

Netflix Herunterladen

Drachen und Vampire, eine höllische Welt

Eigentlich hängt es ausschließlich davon ab, wie du das Spiel siehst, denn es sieht nicht danach aus, als würden Netflix und Hasbro mit Ravenloft so etwas wie Abbott und Costello gegen die Geister machen und der Reihe einen parodistischen Dreh geben. Es sieht danach aus, als würde es eine ernste und schaurige Adaption des Moduls werden, perfekt für Spieler, die das Setting nie verlassen, die D&D aber nicht ganz adaptiert. Der Film hat das Gefühl, Chips zu essen, Limo zu trinken und ständig die falschen Entscheidungen zu treffen, perfekt verstanden: Werden wir so etwas in einer Vampirserie wirklich zu sehen bekommen?

Ich gebe zu, dass ich als D&D-Spieler und -Spielleiter eine große Schwäche habe: Ich werde immer auf Lacher spielen. Immer. Willst du versuchen, den Drachen zu verführen? Nur zu, würfel. Willst du eine Knoblauchzehe essen und den Vampir mit deinem Atem anhauchen? Du kannst es, durchaus, versuchen. Vielleicht fällt es mir deshalb so schwer, mir vorzustellen, worin sich eine Ravenloft-Serie von irgendeiner anderen Vampirserie unterscheiden würde, abgesehen von der Marke. Das ergibt Sinn, denn Horror ist in Mode. Aber dafür hätte es Ravenloft nicht gebraucht: Es ist eine großartige Kampagne auf dem Spieltisch, die sich nur schwer gut als Serie umsetzen lässt. So ist es.

Natürlich werden sie sie rausbringen. Und natürlich werden sie (daran besteht kein Zweifel) Millionen Aufrufe bekommen, denn es ist unmöglich, dass sie die nicht bekommen, wenn man Horror mit einer der derzeit stärksten Franchises mischt. Bis jetzt hat es trotz seiner zahlreichen Adaptionen nur eine gute Version von D&D gegeben. Sie müssen natürlich testen, aber… Warum sträuben sie sich so sehr dagegen, den Ton zu wiederholen, der funktioniert hat? Ach. Was man sich nicht alles ansehen muss.

Der neue Trailer zum Remake von ‘Dragon Ball Super’ hat mich sprachlos gemacht: Das ist es, wonach ich gesucht habe

Ich geb’s zu: Ich habe Dragon Ball Daima mit großer Begeisterung angefangen, in der Annahme, dass dies das letzte Mal sein würde, dass ich die Figuren in einer von Akira Toriyama geschaffenen Geschichte sehen würde. Allerdings habe ich mitten in der Staffel einfach vergessen, es weiterzuschauen. Es war überhaupt nicht interessant und wirkte wie ein bloßes Spin-off, das nicht viel mehr zu erzählen hatte. Allerdings stirbt Dragon Ball nie, und der Beweis dafür ist das Remake von Dragon Ball Super, dessen Trailer mich gepackt hat von Anfang bis Ende.

Crunchyroll Herunterladen

Die Rückkehr des Super-Saiyajin-Gottes

Auch wenn dieses Remake einfach nur eine Art Dragon Ball Kai sein könnte, geht es tatsächlich viel weiter, wie wir in diesem Trailer gesehen haben. Schließlich war Dragon Ball Super zu Beginn ein quälend langsamer Albtraum: Die Beerus-Saga dauerte 14 Episoden, die Golden-Freezer-Saga 13 und die Champa-und-Universum-6-Saga noch einmal 19 Episoden. Insgesamt 46 Episoden, die unglaublich schwer durchzustehen waren und nun wie durch Zauberhand reduziert werden.

Gerüchten zufolge (auch wenn nichts offiziell bestätigt ist) bekommen wir 6 Episoden für Beerus, 6 oder 7 für Freezer und weitere 7 für Champa. Insgesamt 20 Episoden, weniger als die Hälfte, alles bereit für den Moment, in dem Dragon Ball Super wirklich abhebt. Ah! Und mit einer neuen, sehr viel spektakuläreren Animation, für die man sich Zeit genommen hat und die zeigt, dass sich in der Welt des Anime etwas verändert. Zum Glück.

Da Toyotaros Manga seit zweieinhalb Jahren stillsteht und niemand Interesse zeigt, ihn fortzusetzen, braucht das Publikum so etwas, um sich daran zu erinnern, wie sehr es Dragon Ball liebt. Denn ja, verdammt noch mal, natürlich lieben wir Dragon Ball. Aber klar, in schnelllebigen Zeiten, in denen es so viel zu sehen gibt, wenn sie es uns schnell und in der bestmöglichen Qualität erzählen können, ist das nur ein Gewinn. Am 11. Oktober werden wir es endgültig wissen.

„Dieser Film ist schrecklich“. ‚Praktisch Magie 2‘ hat das Publikum (vorerst) nicht verzaubert

Im Grunde war das abzusehen: Zauberhafte Schwestern war, so sehr der Film auch zum Kult geworden ist, nicht gut. Sympathisch, unterhaltsam und ikonisch, natürlich, aber weit davon entfernt, ein großes Werk zu sein, das 30 Jahre später eine Fortsetzung verdient. Deshalb hat Zauberhafte Schwestern 2, der kurz davorsteht, die Kinokassen zu sprengen (und Spider-man: Brand New Day zu entthronen), das Publikum nicht so um den Finger gewickelt, wie man dachte. Und wenn die Meinungen schon bei den ersten Vorführungen schlecht sind, wird das, was noch kommt, schwierig werden.

So gut wie nichts

Marc Zammitt, Influencer auf Twitter, hat ohne Zögern behauptet, Ich liebe Sandra Bullock und Nicole Kidman, aber ich muss sagen, dass dieser Film schrecklich ist. Es laufen buchstäblich fünf verschiedene Geschichten gleichzeitig. Es gibt so gut wie keine Magie! Ich hatte das Gefühl, es wären ein Haufen Dinge, die man in einen Mixer geworfen hat”. Uff. Simon Thompson hat ihn allerdings auch nicht besser bewertet: „Eine enttäuschend kalte Fortsetzung, die daran scheitert, irgendeinen Zauber zu entfalten, einschließlich der Magie des Originals. Eine vertane Chance”.

Nicht, dass Kritik bei einem Film wie diesem allzu wichtig wäre, aber dass das hier die ersten Meinungen sind, ist besonders hart. Es gibt allerdings auch eine, die den Film rettet, nämlich die von Courtney Howard, Filmkritikerin: „Die Chemie zwischen Bullock und Kidman trägt den Film, aber er dauert 30 Minuten zu lang und lässt einen lange nach einer stimmigen thematischen Aussage suchen”. Etwas besser bewertet ihn Tom Chatalbash: Eine durchweg charmante und liebenswerte Fortsetzung mit viel Herz, die den Fans des geliebten Originalfilms gefallen wird. Buloock und Kidman haben die Magie noch immer”.

Die meisten Kritiken heben tatsächlich hervor, dass der Film zwar gute Momente hat, der Film aber über weite Strecken leerläuft, zu viele Figuren hat, der dritte Akt keinen Sinn ergibt und eine halbe Stunde zu lang ist. Es ist natürlich nicht das, was Disney wollte. Hat er seinen Zauber verloren?

Dave Bautista hat noch 2 Monate Zeit, um Kratos zu werden, aber er ist auf einem guten Weg

Als Dave Bautista sich für immer von Drax, seiner Figur aus dem Marvel-Universum, verabschiedete, sagte er, er wolle sich anderen Dingen widmen. Und ob er das getan hat: Er war in Dune, The Last Showgirl, Klopf an die Tür zu sehen und lieh sogar dem neuesten Film von Hayao Miyazaki, Der Junge und der Reiher, seine Stimme. Trotzdem ist er nach ein paar Jahren, in denen er Muskelmasse abgebaut und es ruhiger angehen ließ, doch wieder ins Training eingestiegen, um der ultimative Kratos in einer God-of-War-Verfilmung zu sein, das manche sogar für verflucht halten.

God of War Herunterladen

Zwei Liegestütze mehr, für Sparta!

Nachdem sich der Originaldarsteller Ryan Hurst eine Verletzung zugezogen hatte, die ihn offiziell bis weit ins Jahr 2027 hinein von der Serie fernhalten wird, suchte das Team nach einer Möglichkeit, so schnell wie möglich weiterzudrehen … und da kommt der gute Bautista ins Spiel, der, wie er selbst auf Social Media schreibt, sich schon wieder in Form bringt, um zusammen mit seinem Sohn so viele Götter wie möglich umzulegen.

„Dritte Woche, in der ich wieder Krafttraining mache. Noch zwei Monate, bis ich da bin, wo ich sein muss. Es ist wie Fahrradfahren!“, hat er geschrieben, während er im Instagram-Video so gebrüllt hat, wie es Kratos höchstpersönlich tun würde. Mit fast 60 Jahren ist der Ex-WWE-Wrestler stärker, als wir es je sein werden. Es ist, offen gesagt, unglaublich, und niemand kann abstreiten, dass er alles gibt.

Die Serie hat natürlich noch keinen Starttermin … und auch keinen Termin für die Wiederaufnahme der Dreharbeiten. Alles, was wir wissen, ist, dass sie ihre ersten beiden Staffeln am Stück drehen wird, solange Prime Video Geduld hat. Zur Sicherheit: Ich würde mich nicht mit einem Kriegsgott anlegen.

Harry Potter: Jetzt wissen wir, warum Alfonso Cuarón nicht zurückkehrte

Jetzt, viele Jahre später, gibt es endlich eine Erklärung dafür, warum Regisseur Alfonso Cuarón nach Harry Potter und der Gefangene von Askaban nicht auch noch Harry Potter und der Feuerkelch drehte: Laut Reihenproduzent David Heyman war Cuarón nach dem dritten Film schlicht komplett ausgelaugt.

HBO Max Herunterladen

Wenn ich meinen Lieblingsfilm aus der Harry Potter-Reihe nennen müsste, wäre das ohne Zögern Harry Potter und der Gefangene von Askaban. Im dritten Teil übernahm Alfonso Cuarón von Chris Columbus, ließ die Figuren spürbar erwachsener werden und drückte dem Film so sehr seinen eigenen Stempel auf, dass dabei Szenen entstanden, an die der Rest der Saga für mich nie wieder herankam.

Umso mehr haben sich viele von uns damals gefragt, warum er bei Harry Potter und der Feuerkelch nicht weitermachte.

Cuaronus Directorus!

„Cabrón“. Genau das war Alfonso Cuaróns Antwort, als man ihn nach dem dritten Teil, völlig erledigt, fragte, ob er weitermachen wolle. So erzählt es Produzent David Heyman: „Wir haben Alfonso gefragt, ob er den vierten machen wolle, und er sagte: ,Cabrón‘. Ich glaube, er war völlig am Ende. Wenn ich mir Bilder von Alfonso aus dieser Zeit anschaue (er ist einer meiner besten Freunde und der Pate meines Sohnes, und ich liebe ihn), dann war er erschöpft.“

Wie David Heyman selbst sagt, gab es in Wahrheit keine Chance, ihn zurückzuholen: „Chris Columbus war wie ein Kind, unglaublich. Alfonso hatte alles gegeben. Er sagte nein.“

Weil Chris Columbus die Reihe nach Harry Potter und die Kammer des Schreckens verlassen hatte, da er zurück in die USA wollte, musste das Team ohnehin eine andere Richtung einschlagen, und so landete schließlich Regisseur Mike Newell bei der Saga.

Und falls die HBO-Serie zu Harry Potter irgendwann bei Staffel 3 ankommt, ist die Skepsis jetzt schon da: Der Film war so eigen, so anders, so besonders, dass alles, was sie dort versuchen, daneben zwangsläufig blass aussehen wird. Harry Potter, aber mit schlaffem Zauberstab.

Evan Rachel Wood ist nicht in ‘Prácticamente Magia 2’: warum sie völlig zu Recht stinksauer ist

Evan Rachel Wood wird in Prácticamente Magia 2, der Fortsetzung des Films von 1998 mit Nicole Kidman und Sandra Bullock, fast dreißig Jahre nach dem ersten Teil nicht in ihre alte Rolle zurückkehren. Wie sie später selbst erzählt hat, hat sie wegen der Fortsetzung nie jemand kontaktiert.

Stell dir mal vor: Du stehst 1998 noch als Kind in gerade mal deiner zweiten Kinorolle überhaupt vor der Kamera, und zwar direkt neben Nicole Kidman und Sandra Bullock. Später wirst du selbst zum Star. Jahrzehnte vergehen, und dann wird genau diese Rolle wieder ausgegraben. Würdest du da ernsthaft nicht mitmachen wollen?

Genau das ist Evan Rachel Wood passiert. In Prácticamente Magia 2 wird sie ihre Figur nicht noch einmal spielen. Viele von uns gingen zuerst wohl davon aus, dass sie schlicht keine Lust hatte. Aber was wirklich passiert ist, gehört zu diesen Hollywood-Geschichten, bei denen am Ende alle nur ratlos zurückbleiben.

Evan Rachel Nö

Wenn man Evan Rachel Wood selbst glaubt, hat sich bei der Planung der Fortsetzung niemand aus dem Umfeld des ersten Films bei ihr gemeldet. Stattdessen wurde ihre Rolle mit Joey King neu besetzt, die zehn Jahre jünger ist. Und tatsächlich war Joey King am Ende die Einzige, die sie angerufen hat: „Ich weiß es wirklich zu schätzen, dass sie sich bei mir gemeldet hat, denn niemand, der am ersten Film gearbeitet hat, hat das getan. Sie ist ein Schatz.“ Nicole Kidman sollte sich für diesen Dolchstoß also vielleicht schon mal einen guten Chirurgen suchen.

Regisseurin Susanne Bier hatte die Änderung schon vorher erklärt und klargemacht, dass dahinter keine böse Absicht steckte. Eher im Gegenteil: „Das war nichts Persönliches. Die Kinder in der Geschichte haben gerade erst ihren Uniabschluss gemacht, also stand das gar nicht erst zur Debatte. Wir mussten neu besetzen.“ Als ob Evan Rachel Wood keine anderen Jobs hätte, wir haben sie schließlich gerade erst in The Shards gesehen. Trotzdem hat sie mehr als einmal gesagt, wie gern sie an dieses Set zurückgekehrt wäre, an dem sie als Kind so glücklich war.

Falls du denkst, das sei bloß so ein kleiner Hollywood-Zwist, dann eher nicht. Wollte unbedingt dabei sein, wie sie nach eigener Aussage unbedingt dabei sein und hat sogar angeboten, in jeder noch so kleinen Form mitzumachen, „selbst wenn es nur eine Szene oder eine Sprechzeile gewesen wäre“. Irgendetwas sagt mir allerdings, dass nach dieser Geschichte wohl niemand bei ihr anrufen wird, falls es irgendwann Prácticamente Magia 3 geben sollte.

Elliot Page bekommt nach „La Odisea“ keine Anrufe: und leider wissen wir alle, warum

Schauspieler Elliot Page sagt, dass seit dem 1,5-Milliarden-Erfolg von „La Odisea“ trotzdem keine Angebote für neue Projekte bei ihm landen.

Auch wenn es im Nachhinein plötzlich keiner mehr gewesen sein will: Über Monate mussten wir uns anhören, „La Odisea“ werde floppen, weil der Film angeblich „woke“ sei. Der Grund: Mit Lupita Nyong’o und Elliot Page standen eine schwarze Schauspielerin und ein trans Schauspieler im Cast. Als wäre das allein schon ein Problem. Als wären sie nicht einfach Schauspieler.

Dem normalen Publikum war das, ziemlich offensichtlich, völlig egal. „La Odisea“ hat inzwischen die 1,5-Milliarden-Dollar-Marke geknackt, und am Ende haben fast alle etwas davon gehabt. Fast.

Keine Arbeit für Page

Eigentlich würde man denken, dass bei Elliot Page nach der Zusammenarbeit mit Christopher Nolan nonstop das Telefon klingeln müsste. Tut es aber nicht. Das hat Page selbst erzählt: „Ich bekomme keine Anrufe. Falls mich also jemand anrufen will …“. Kevin McCarthy, der Moderator des Podcasts, in dem das fiel, konnte darauf eigentlich nur verblüfft nachhaken: Was kommt als Nächstes? Gibt es irgendein Projekt, das bald Premiere feiert?

„Eigentlich nicht. Ich würde wahnsinnig gern eine gute Rolle spielen, denn genau das mache ich am liebsten“. Offenbar überlegt Elliot Page inzwischen sogar, selbst Regisseure anzurufen: „Früher haben sie mich auf eine bestimmte Weise gesehen, und jetzt ist es anders. Ich glaube, aus offensichtlichen Gründen: Ich bin Kanadier“. In einer Welt, in der J.K. Rowling gefeiert wird, wäre es wirklich schön, wenn das Problem bloß wäre, in Kanada geboren zu sein. Ach ja.

Für alle, die Elliot Page gern erfolgreich sehen würden, am besten noch mit einem ordentlichen Stinkefinger Richtung Welt, gibt es wenigstens einen kleinen Trost: Page selbst glaubt, gerade in seiner besten Phase als Schauspieler zu sein: „meine beste Arbeit leisten könnte“.

Und tatsächlich steht im Moment auf der IMDb-Seite von Elliot Page als nächstes Projekt nur eine Sprechrolle in einem Film über Delfine. Will da nicht endlich mal irgendwer zum Telefon greifen?