Valves Steam Machine hat kaum waren die Kauf-E-Mails an Reservierungsinhaber raus schon die ersten Reseller-Angebote bekommen, und das noch vor dem offiziellen Start am 30. Juni 2026.
Die erste Steam Machine von Valve ist noch nicht einmal ausgeliefert, trotzdem läuft der Weiterverkauf schon an. Kurz nach dem Versand der Kauf-E-Mails an Reservierungsinhaber tauchten auf Marktplätzen wie eBay die ersten Angebote auf, und die lagen klar über Valves offizieller UVP. Noch vor dem Start am 30. Juni 2026 wird damit ziemlich deutlich: Auch Valves neues Hardware-Projekt ist für Reseller sofort interessant.
Offizielle Preise und erste Scalper-Angebote
Auf den Kaufseiten ruft Valve zunächst 1.049 Dollar für das Modell mit 512 GB auf, je nach Ausstattung und Bundle klettert der Preis auf etwa 1.428 Dollar. Schon diese Einstiegspreise standen zuletzt oft in der Kritik, weil viele sie für zu hoch halten. Reservierungsinhaber können ihre Kauf-Einladungen jetzt nutzen. Auf Plattformen wie eBay liegt das Preisniveau aber noch einmal spürbar darüber.
Mehrere Angebote wurden dort kurz nach dem Versand der Einladungen für rund 1.700 Dollar eingestellt. Manche Listings gingen sogar auf 3.200 bis 3.500 Dollar hoch. Besonders auffällig ist ein 512-GB-Bundle mit Steam Controller: Bei Valve kostet es offiziell 1.128 Dollar, auf eBay wurde es für ungefähr 3.200 Dollar angeboten, also fast zum Dreifachen.
Offenbar finden einzelne Angebote bereits Käufer
Noch lässt sich nicht sagen, wie viele dieser Angebote am Ende tatsächlich Käufer finden. Ganz ohne Wirkung bleibt dieser frühe Zweitmarkt offenbar trotzdem nicht. Ein eBay-Angebot für rund 2.800 Dollar wurde Berichten zufolge bereits als verkauft markiert. Das spricht dafür, dass einzelne Interessenten schon vor dem eigentlichen Versand der Geräte bereit sind, kräftige Aufpreise zu zahlen. Ob daraus ein größerer Zweitmarkt wird, dürfte sich erst in den nächsten Wochen zeigen.
Valve wollte Scalping mit Reservierungssystem bremsen
Zum Verkaufsstart hat Valve mehrere Hürden eingebaut. In Nordamerika, Großbritannien und der EU kam nach Angaben des Unternehmens ein zufallsbasiertes Reservierungssystem zum Einsatz. Teilnehmen konnten unter anderem nur Steam-Konten mit gutem Kontostatus, die vor dem 27. April 2026 bereits einen Kauf getätigt hatten. Dazu kam laut Valve eine Begrenzung auf ein Gerät pro Haushalt. Auf eBay waren anfangs auch nur vergleichsweise wenige Listings zu sehen, also längst nicht das Ausmaß früherer Konsolenstarts. Der eigentliche Belastungstest kommt ohnehin erst dann, wenn größere Stückzahlen ausgeliefert werden.
Der hohe Preis bleibt das Grundproblem
Auch ohne die Aufschläge der Reseller ist die Steam Machine kein günstiges Produkt. Valve erklärte den Startpreis unter anderem mit Engpässen bei RAM und SSDs sowie mit allgemein gestiegenen Kosten für Komponenten. Marktbeobachter ordnen das Gerät deshalb eher als Nischenprodukt ein: Es bietet ein kompaktes Design und ein SteamOS-Erlebnis, das sich eher wie eine Konsole anfühlt, steht beim Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu einem ähnlich teuren Eigenbau-PC oder klassischen Konsolen aber in der Kritik. Die frühe Welle an Reseller-Angeboten dürfte diese Diskussion noch weiter anheizen.
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