Antivirus-Produkte sind tot, Sicherheitslücke in Dropbox und iOS 7, neuer DLC für Euro Truck Simulator

Symantec erklärt Antivirus-Produkte für tot, eine Sicherheitslücke in Dropbox ermöglicht Fremden den Zugriff auf freigegebene Dateien und der Euro Truck Simulator erhält neue Metalllacke – der Nachrichtenüberblick.

  • Sicherheitslücke in iOS 7: Ein Software-Fehler lässt E-Mail-Anhänge auf dem iPhone und iPad unverschlüsselt. Die fehlerhafte Speicherung findet allerdings ausschließlich auf dem Gerät statt, was bedeutet, dass ein Datendieb das Gerät selbst benötigt, um eine nicht verschlüsselte Datei zu stehlen.
  • Symantec: Antivirus ist tot: Der Antivirus-Spezialist Symantec hat Antiviren-Software in einem Interview mit dem Wall Street Journal als “verdammt” und “tot” bezeichnet. Der Senior President von Symantec, Brian Dye, erklärte, dass Hacker heute Software-Fehler für Angriffe nutzen, nicht mehr Malware. Letztere werde nur noch für 45 Prozent aller Cyberattacken genutzt.
  • Dropbox-Sicherheitslücke: Dropbox hat ein Sicherheitsproblem bei geteilten Dateien entdeckt. Wie das Unternehmen im firmeneigenen Blog schreibt, könnten Internetseiten über den HTTP Referrer den Link zu einer geteilten Datei erfahren und dadurch Zugriff auf Dokumente erhalten. Bislang ist noch kein Missbrauch der Lücke entdeckt worden.
  • Google Docs erhält Bildbearbeitungsfunktion: Das Online-Word von Google hat eine rudimentäre Bildbearbeitungsfunktion erhalten. Wie das Unternehmen bei Google+ schreibt, kann man Bilder nun direkt im Dokument zuschneiden, rotieren und einen Rahmen hinzufügen. Bilder konnten bislang nur eingefügt und in der Ausrichtung verändert werden.

Updates

  • Pou: Das beliebte Tamagotchi hat gerade neue Mini-Spiele wie Sudoku, Tumble! und Hoops! sowie ein Pinguin-Outfit bekommen. Pou gibt es für Android und iOS.

Spiele

  • Wolfenstein mit Einschränkungen in Deutschland: Die Entwickler von Wolfenstein: The New Order haben heute die Systemanforderungen für das Spiel veröffentlicht. Gleichzeitig wurde bekannt, dass die internationale Version des Spiels in Deutschland und Österreich nicht spielbar ist. Wegen der Darstellung von Hakenkreuzen ist das Spiel hier nur in einer angepassten Version erhältlich. Ein Geo-Lock verhindert darüber hinaus, dass man eine im Ausland erworbene Version in Deutschland und Österreich spielen kann.
  • Euro Truck Simulator: Die Entwickler des beliebten Euro Truck Simulator haben einen neuen DLC angekündigt. Das Erweiterungspaket bringt neue Metalllack-Farben für die LKW-Flotte.

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iOS 7: Diese Apps sammeln Ihre Ortsdaten

Ständig sammelt Ihr iPhone Daten über Sie. Unter anderem greifen Apps Ortsdaten ab. Neugierig geworden? So finden Sie heraus, welche App wann Daten sammelt.

Welche Apps und welche Dienste sammeln Ortsdaten und wie oft?

Unter iOS 7 verrät der Ortungsdienst, welche Apps auf das GPS zugreifen. Den Dienst finden Sie unter Einstellungen> Datenschutz> Ortungsdienste. Oben im Menü sind alle installierten Apps aufgelistet, die Ortsdaten nutzen.

Color codes

Ein lila Pfeil erscheint, wenn eine App vor kurzem die Position verwendet hat. Der graue Pfeil zeigt an, dass die Lokalisierung in den letzten 24 Stunden stattgefunden hat. Der umrissene lila Pfeil markiert einen Dienst, der mit einem Geofence arbeitet. Das ist eine virtuelle Umgebung rund um einen bestimmten geografischen Punkt.

Unter Einstellungen> Datenschutz> Ortungsdienste> Systemdienste können Sie außerdem sehen, welche Apple-Dienste Ortsdaten genutzt haben.

iOS 7 System Services - uso della posizione geografica

So sehen Sie die Apps mit Ortsdaten in der Nachrichtenleiste

Um diese Informationen auch in der Nachrichtenleiste oben auf dem Bildschirm des iPhones oder iPads zu sehen, gehen Sie in das Menü Einstellungen> Datenschutz> Ortungsdienste> Systemdienste. Dort aktivieren Sie ganz unten die Option Statusleistenobjekt. Standardmäßig ist die Funktion ausgestellt.

Status bar icon

Das ist ein nützliches Tool, denn manchmal erlauben wir einer App, das auf das GPS des iPhones oder iPads zuzugreifen – und erinnern uns später nicht mehr daran. Diese Symbolleiste ruft es regelmäßig ins Gedächtnis zurück.

Original-Artikel auf Italienisch von Softonic-Redakteur Pier Francesco Piccolomini.

Mehr zu Privatsphäre unter iOS 7:

Drei iOS 7-Einstellungen, die Ihre Privatsphäre schützen

Versteckt in den Einstellungen von iOS 7 gibt es drei Optionen, mit denen Apple und die App-Anbieter Informationen über Sie und Ihr Smartphone sammeln. Wer das nicht will, kann die Dienste einfach deaktivieren. Wir zeigen Ihnen, wo Sie die Optionen finden.

1. Fehlerberichte an Apple abstellen

Um zu verhindern, dass andere mitlesen, nutzt man drei Einstellungen in iOS 7. Unter Einstellungen> Datenschutz> Ortungsdienste> Systemdienste befindet sich der Menüpunkt Diagnose und Nutzung. Dieser Dienst versorgt Apple mit anonymen Fehler- und Störungs-Meldungen von Geräten mit iOS. Die Nachrichten helfen dem Hersteller, Fehler im Betriebssystem zu sammeln.

So schalten Sie den Dienst ab: Einfach den grünen Schalter nach links auf “aus” bewegen.

Overview System Services

2. Ortsabhängige Werbung unterbinden

Ebenso unter Einstellungen> Datenschutz> Ortungsdienste> Systemdienste listet das iPhone einen Dienst Ortsabhängige iAds. Das bedeutet: Ihre Position wird kontinuierlich für die Zusendung von Werbung anhand ihres Aufenthaltsorts aufgezeichnet.

So schalten Sie den Dienst ab: Dieser Dienst lässt sich ebenfalls auf die oben genannte Weise abstellen. Schieben Sie den grünen Schalter nach links. Ein grauer Schalter bedeutet, die Option ist deaktiviert.

Obendrein erhöht das Deaktivieren auch noch die Standby-Zeit, da GPS-Dienste reichlich Strom benötigen.

3. Kein Ad-Tracking aktivieren

Als drittes empfiehlt es sich unter Einstellungen> Datenschutz> Werbung die Option Kein Ad-Tracking zu aktivieren. Die aktivierte Option verhindert, dass die Partnerunternehmen von Apple gezielt Werbung schicken.

So deaktivieren Sie Ad-Tracking: Schieben Sie den Schalter einfach nach rechts. Ein grüner Schalter bedeutet, dass Ihr iPhone kein Ad-Tracking betreibt.

Original-Artikel auf Italienisch

Android 4.3 gegen iOS 7: Welches System ist besser?

Apple hat mit iOS 7 nicht nur ein einfaches Update der Software veröffentlicht. Mit iOS 7 hat sich die Benutzeroberfläche radikal geändert. Eine ähnliche grafische Generalüberholung hat auch Android mit Ice Cream Sandwich, der Version 4.0, gemacht.

Kerrnfunktionen wie die Anordnung von Ordnern und Anwendungen auf einem virtuellen Gitter sind bei iOS 7 noch vorhanden. Aber neue Funktionen wie das Control Center oder das verbesserte Siri, welches mit iOS 7 den Beta-Status hinter sich lässt, belegen: Apple versucht, seine Software mehr und mehr an eine veränderte mobile Nutzung anzupassen. Wie schneidet iOS 7 bei dieser Anpassung im Vergleich mit der aktuellsten Android-Version 4.3 ab?

Der Homescreen

iOS 7

Die Benutzeroberfläche hat sich in iOS 7 im Vergleich zu iOS 6 stark verändert. Die neue Version verfügt über dynamische Hintergründe. Auch eigene Hintergrundbilder und mit dem iPhone aufgenommene Panoramabilder verschieben sich leicht, wenn man das iPhone bewegt. Ist man nicht an dynamischen Hintergründen interessiert kann man auch weiterhin die alten Hintergründe auswählen.

Die Apple-Entwickler haben viel Zeit in das neue Design der App-Symbole und Menüs investiert. Das skeuomorphe Design ist aus iOS 7 verschwunden. Das Betriebssystem wirkt eleganter.

Die Gitter-Anordnung für Ordner und Anwendungen ist unverändert geblieben. Allerdings fasst ein Ordner unter iOS 7 mehr als bislang neun Apps, da man nun in einem Ordner auch blättern kann. Das ist zwar recht unübersichtlich, aber wenigstens kann man nun zum Beispiel alle Spiele in einem Ordner sammeln. Die Darstellung von Ordnern ist für den iPhone-Bildschirmen optimiert. Auf dem iPad ist um die Ordner-Ansicht noch viel ungenutzter Platz übrig.

Android

In Ice Cream Sandwich präsentierte Android erstmals das Holo-Design und verlieh dem Betriebssystem damit einen einheitlichen Look. Das bezieht sich in Version 4.3 auch auf die Roboto-Schrift, die von vielen App-Entwicklern genutzt wird. Wenn man den Standard-Android-Launcher nicht mag, kann man auch den eines anderen Anbieters nutzen. Es existieren viele Themes wie KakaoHome oder die Facebook Home.

Android konnte man schon immer deutlich besser an die eigenen Vorlieben anpassen als iOS. Auch dank der Widgets hat Android beim Homescreen die Nase vorn, selbst wenn viele Widgets einen geringen Nutzen aufweisen.

Auch bei Android 4.3 legt man Ordner an. Aber anstatt durch die Seiten zu blättern, werden die Apps im Ordner tabellarisch angezeigt. Auch wenn damit mehrere Apps in einem Ordern abgelegt werden können, wirken die Ordner schnell überfüllt. Dagegen ist es bei Android aber möglich, nur die wichtigsten Apps auf den Home-Bildschirm zu legen.

Benachrichtigungen

iOS 7

Die Funktion für Push-Benachrichtigungen wurde mit iOS 3 eingeführt. Die Nutzung ist immer noch etwas kümmerlich, da man mit den Mitteilungen selbst nur die, mit einer Benachrichtigung verbundene App öffnet. Je nachdem über wie viele Apps man Nachrichten erhält, ist die Mitteilungszentrale zudem schnell überfüllt und man verliert den Überblick.

Positiv zu vermerken ist hingegen, dass iOS 7 Termine aus der Kalender-App direkt in der Mitteilungszentrale anzeigt. Sie finden sich in einer Einblendung am oberen Rand des Displays oder bei einen Alarm in der Mitte des Bildschirms. Die Benachrichtigungen im Sperr-Bildschirm sind ebenfalls nützlich, um schnell einen Blick über aktuelle Termine und Mitteilungen zu erhalten.

Apple ist immer noch damit beschäftigt, die Bedienung der Benachrichtigungs-Funktion zu verbessern. Das Unternehmen will jedoch Drittanbietern wie Twitter oder Facebook keine Kontrolle über das Betriebssystem selbst überlassen.

Android

Die Benachrichtigungsfunktion von Android ist ein einfacher Weg, um zentrale Funktionen von Apps zu benutzen ohne die App selbst öffnen zu müssen. Natürlich ist die Integration der Google-Dienste am besten. Andere Anbieter wie Twitter und Facebook haben ihre Apps aber mit der Zeit verbessert.

Gerüchten zufolge will Google die Mitteilungszentrale komplett für Drittanbieter öffnen, damit diese weitere Funktionen für die Benachrichtigungszentrale entwickeln können. Endgeräte mit Android 4.1 und höher unterstützen zudem Google Now. Die Benachrichtigungen dieses Teils von Google Search sind sehr hilfreich und immer häufiger Kontext basierend.

Schnelleinstellungen

iOS 7

Das Control Center von iOS 7 bietet einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten Einstellungen. Über das Menü ändert man Funktionen wie der Flugmodus oder die Bildschirm-Rotation auch ohne die Einstellungen-App.

Warum Apple auch die Audio-Einstellungen in das Control Center gepackt hat, erschließt sich nicht ganz. Alle anderen Optionen sind dauerhafte Einstellungen, doch auch das Musik-Menü wird angezeigt, wenn man keine Musik spielt. Wenn es darum ging, ein einheitliches Design beizubehalten, macht es Sinn. Ansonsten wirkt es wie eine Platzverschwendung auf dem Bildschirm. Trotzdem können iOS-Nutzer mit dem Control Center die wichtigsten Einstellungen schnell vornehmen.

Android

Auch unter Android 4.3 beziehen sich die Optionen der Schnelleinstellungen nur auf Systemfunktionen. Die Einstellungen für andere Apps nimmt man im Benachrichtigungsmenü vor.

Unter den Android-Schnelleinstellungen stellt man unter anderem die Display-Helligkeit, das WLAN, die Bildschirm-Rotation oder den Flugmodus an. Außerdem gibt es auch einen Link zur Einstellungen-App.

Die Schnelleinstellungen unter Android sind durchaus nützlich. Anders als in iOS kann man aber auch ein Widget verwenden.

Security

iOS 7

Die neue Sicherheitsfunktion unter iOS 7 ist der Fingerprint-Scanner, der im iPhone 5s eingebaut ist. Damit wird das iPhone über den Fingerabdruck entsperrt. Davor gab es nur die Option, das iPhone oder iPad mit einem Passwort zu sichern. Mit Mein iPhone suchen sucht man verlorene Geräte oder sperrt und löscht diese aus der Ferne.

Android

Bei Android 4.3 gibt es zahlreiche Möglichkeiten das Smartphone gegen unbefugten Zugriff zu sichern. Sie reichen von einfachen Bildschirmsperren über Gesichtserkennung und Mustereingabe bis hin zu einfachen Passwörtern. Mit Anwendungen wie dem Android Device Manager findet man verlorene oder gestohlene Smartphones und Tablets wieder. Bei der auf den Geräten installierten Sicherheit bietet Android einige Optionen mehr als iOS.

Fazit: Die Qual der Wahl

Mit iOS 7 hat Apple seinem Betriebssystem einen visuellen Neuanstrich verpasst. Die Kernfunktionen sind aber gleich geblieben. iOS 7 liefert viele Verbesserungen im Backend und bei der Benutzerfreundlichkeit, auch wenn einige nicht sofort offensichtlich sind.

Android arbeitet daran, das mit der Version 4.0 eingeführte Betriebssystem weiter zu verbessern. Android 5.0 steht aber noch nicht an. Stattdessen wirft die Version 4.4 namens KitKat seinen Schatten voraus und Google muss sich vor allem mit der Fragmentierung des Systems auseinander setzen. Denn die neusten und besten Funktionen nützen nichts, wenn sie nur einen Bruchteil der Nutzer erreichen.

War es früher relativ einfach, für oder gegen eines der beiden Betriebssysteme zu argumentieren, haben sich iOS und Android mit den jüngsten Updates in Sachen Produktivität, Benutzung und Kommunikation sehr angeglichen. Die einzelnen Unterschiede fallen nicht mehr so stark ins Gewicht wie früher.

Ob man Android oder iOS wählt, sollte man davon abhängig machen, welches Betriebssystem die Optionen bietet, die man am häufigsten benötigt.

Mehr zum Thema iOS 7 finden Sie auf unserer Übersichtsseite Alles rund um iOS 7.

Originalartikel von Softonic-Redakteur Christopher Park