Wegen eines Hackerangriffs fordert eBay Nutzer zur Passwortänderung auf

Nach Angaben von Ebay haben Angreifer das Verkaufsportal gehackt. Im Zeitraum von Ende Februar bis Anfang März 2014 haben Kriminelle eine Datenbank des Unternehmens geknackt und Kundendaten gestohlen. Insgesamt hatten die Angreifer zugriff auf 145 Millionen Datensätze, nicht alle davon sind Teil der Beute. Nach Angaben von Ebay sind die Passwörter der betroffenen Konten verschlüsselt gespeichert. Trotzdem fordert das Unternehmen Nutzer zur Änderung des Passwortes auf. Der Bezahldienst PayPal ist nicht betroffen.

Zugriff auf 145 Millionen Kundendatensätze

Die Angreifer haben Zugänge von Ebay-Mitarbeiten genutzt, um persönliche Kundendaten des Auktionsportals abzugreifen. Dazu zählen Informationen wie Klarnamen, verschlüsselte Passwörter, Anschriften und E-Mail-Adressen sowie Geburtstage und Telefonnummern. Laut Ebay gibt es keine Anzeichen, dass Zahlungsdaten wie Kreditkarteninformationen betroffen sind. PayPal schließt aus, dass Kundeninformationen und Zahlungsdaten den Tätern in die Hände gefallen sind.

Ebay gibt an, dass die Hacker Zugriff auf 145 Millionen Datensätze hatten und “einen großen Teil” davon gestohlen haben. Die Ebay-Sprecherin Amanda Miller betonte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass die betroffenen Passwörter verschlüsselt gespeichert sind, das Entschlüsseln sei mit erheblichem Aufwand verbunden. Das Unternehmen arbeitet mit den Sicherheitsexperten von FireEye zusammen, um den Fall zu analysieren.

Aufforderung zur Passwortänderung

Ebay fordert seine Kunden mit einer E-Mail zur Passwortänderung auf. Wer entgegen der allgemeinen Sicherheitswarnungen dasselbe Passwort für andere Dienste verwendet, sollte auch dort den Zugang ändern. Von Ebay gibt es keine Angabe, ob auch deutsche Nutzer betroffen sind. Rund 128 Millionen Personen nutzen die Plattform aktiv.

So ändern Sie Ihr Ebay-Passwort

Die Passwortänderung des Auktionsportals gestaltet sich nicht ganz einfach. In unserem Video zeigen wir Ihnen, wie Sie nach dem Ebay-Hack Ihr Passwort ändern können.

Default player.


brightcove.createExperiences();

Update 22.05.2014: Wir haben die Nachricht aktualisiert mit Details zur Anzahl der Nutzerdaten und einer Videoanleitung zur Passwortänderung.

Dem Autor Jakob Straub auf Twitter und Google+ folgen.

Passende Artikel

Quelle: PayPal | ebay | Reuters

WLAN-Passwörter der Standard-Router von O2 und Alice sind nicht sicher

Eine Sicherheitslücke in Standard-Routern von O2 (früher Alice) betrifft rund eine halbe Millionen Nutzer. Das voreingestellte WLAN-Passwort drei verschiedener Modelle kann innerhalb von Minuten geknackt werden. O2 hat heute damit begonnen, seine Kunden zu benachrichtigen. Ein selbst gewähltes WLAN-Passwort schafft sofortige Abhilfe.

Betroffen sind die drei Router 6431, 4421 und 1421. Diese Modelle gehören zum Standard bei O2 und kamen auch schon beim Internetanbieter Alice zum Einsatz. Das Problem: Das automatisch genierte WLAN-Passwort ist nicht sicher. Von Werk aus befindet der voreingestellte Schlüssel sich auf einem Aufkleber auf der Unterseite der Geräte. Viele Nutzer vergeben daher kein eigenes Passwort.

Sicherheitsexperten von Heise Security haben den Algorhithmus zur Generierung der Standard-Passwörter analysiert. Befindet sich ein Angreifer in Reichweite des Funknetzes, kann er mithilfe der übertragenen Signale die Anzahl der möglichen Schlüssel drastisch reduzieren. Auf diese Weise lässt sich das Router-Passwort innerhalb von Minuten knacken. Dadurch kann der Datenverkehr ausgespäht und manipuliert werden, übertragene Passwörter und Daten sind nicht sicher.

O2 ist über das Problem unterrichtet. Nach Angaben des Unternehmens sind etwa eine halbe Millionen Nutzer betroffen. Die Kunden werden entweder per Schreiben oder E-Mail informiert. Eine eigene Informationsseite unterstützt Betroffene bei der Umstellung des Passwortes. Die Sicherheitslücke lässt sich ganz einfach durch die Vergabe eines sicheren, eigenen Passwortes schließen.

Voreingestelle Passwörter für Router und WLAN sollten grundsätzlich geändert werden. Wir geben weitere Tipps zur Sicherung des Heimnetzes.

Passende Artikel

Quelle: O2 Online

Via: Heise