Adventskalender 11. Dezember: Sichere Passwörter überall

Jetzt im Advent bin ich noch mehr als sonst in den verschiedensten Online-Shops unterwegs, um die besten Weihnachtsgeschenke zu bestellen. Der Sicherheit zuliebe habe ich natürlich in jedem Shop ein anderes Passwort für mein Nutzerkonto.

keepassMerken kann ich mir die Fülle an Zugangsdaten schon lange nicht mehr, daher ist KeePass Password Safe mein treuer Begleiter seit vielen Jahren.

Die kostenlose Software verwaltet meine Passwörter zuverlässig und verschlüsselt die Datenbank sicher mit den Algorithmen AES und Twofish.

Neue Passwörter erstellt KeePass schnell mit einem Generator, der ganz nach Wunsch eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen verwendet.

keepass-password-safeKeePass Password Safe bietet viele Möglichkeiten für die Organisation von Passwörtern.

Besonders praktisch ist KeePass in Kombination mit Dropbox. Die sicher verschlüsselte Datenbank liegt in der Cloud. So habe ich von meinem Windows-Rechner, von meinem Android-Smartphone oder vom Linux-Laptop immer Zugriff auf meine stets aktuelle Passwort-Datenbank. Bequemer geht’s nicht.

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Hier geht es zum gesamten Softonic Adventskalender.

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KeePass Password Safe für Windows

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Heartbleed, iCloud-Hack und Shellshock Bash: Die gefährlichsten Sicherheitslücken 2014

Skandale in der Cyberwelt, Hacks, Sicherheitslücken und Schwachstellen: Dieses Jahr ist in Sachen Internet-Sicherheit viel passiert. Wir präsentieren Ihnen die schwerwiegendsten Sicherheitslücken dieses Jahres und ob diese noch immer eine Gefahr für Ihre Privatsphäre darstellen.

Heartbleed

Heartbleed ist die wahrscheinlich größte Sicherheitslücke des Jahres und hat die meisten Internetnutzer getroffen. Den Fehler hat man in der Open-Source-Bibliothek OpenSSL entdeckt. OpenSSL ist für den Schutz von Nutzernamen und Passwörtern verantwortlich. Der Fehler bedeutet, dass Hacker auf die Daten zugreifen konnten, wenn diese nicht richtig verschlüsselt waren. Dadurch konnten Datendiebe die Benutzernamen und Passwörter vieler Nutzer sammeln. 66 Prozent der Internetnutzer waren betroffen. Zudem ist der Fehler zwei Jahre lang unbemerkt geblieben. Hacker hatten genug Zeit, möglichst viele Daten zu sammeln.

HeartbleedIm April wurde der Fehler entdeckt. Die betroffenen Seiten haben Patches erhalten und sind nun wieder sicher.

Snapchat

Die Snapchat-App wurde Anfang des Jahres gehackt. Die Hacker haben Benutzernamen und Telefonnummern von mehr als 4 Millionen Nutzern gestohlen. Das Hauptproblem war allerdings ein anderes: Der Drittanbieter Snapsaved hat bekannt gegeben, dass der eigene Webserver gehackt wurde. Auf der Webseite konnten Benutzer Fotos und Videos abspeichern. Mehr als 200.000 Bilder und Videos von Snapchat sind auf der Seite 4chan gelandet.

Snapchat Troll

Snapsaved.com hat die eigene Webseite geschlossen und 4chan die Bilder gelöscht. Das macht Snapchat aber immer noch nicht zu 100-prozentig sicher. Snapsaved und weitere nicht autorisierte Apps nutzen die frei zugängliche Programmierschnittstelle (API) von Snapchat und fangen so Fotos und Videos ab. Am sichersten sind Sie immer noch, wenn Sie Drittanbieter-Apps meiden. Selbst Snapchat hat immer noch einige Sicherheitslücken.

iCloud

Der Angriff auf Apples iCloud hat viele Prominente betroffen und war somit schlagartig bekannt. Selbst normale Benutzer waren vor Datendiebstahl nicht mehr sicher. Schuld waren Drittanbieter-Apps, denen man Zugriff auf das eigene iCloud-Konto gegeben hat. Hacker haben eine Lücke im iCloud-System ausgenutzt und sind die Zwei-Faktor-Authentifizierung umgangen. Somit konnte sich das Programm ohne Zwei-Faktor-Abfrage in das Konto einloggen und die Hacker konnten alle privaten Fotos von iOS-Geräten einsehen.

iCloud

Seit dem Angriff arbeitet Apple ständig an der Verbesserung des iCloud-Speicher-Services. Mit der Veröffentlichung von iOS 8 erhalten Sie eine E-Mail von Apple, sobald Sie sich von einem anderen Gerät anmelden und auf Ihr iCloud-Konto zugreifen. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung ist heute Standard bei Apple und erschwert Hackern die Arbeit erheblich. Wenn Sie Drittanbieter-Apps ohne Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen, fordert Apple Sie auf, ein spezifisches App-Passwort zu generieren.

eBay

Auch die Webseite eBay war Opfer eines Hacker-Angriffs. Den Angriff hat man erst Monate später entdeckt. Die Hacker haben das Konto eines Mitarbeiters benutzt und so Zugriff auf die Benutzerdaten erhalten. Die Angreifer konnten Daten wie E-Mails, physische Adressen, Passwörter und Geburtsdaten abgreifen. eBay-Partner PayPal war zum Glück aller Nutzer nicht von dem Angriff betroffen. Bankdaten sind somit privat geblieben. eBay hat seine Nutzer dazu aufgefordert, das persönliche Kennwort zu ändern.

Ebay hack

Internet Explorer

Ein Viertel des Browser-Markts war im April betroffen, als Microsoft die kritische Sicherheitslücke in den Versionen 6 bis 11 des Internet-Explorers bekannt gegeben hat. Durch die Sicherheitslücke haben Hacker die gleichen erhöhten Benutzerrechte wie die Anwender selbst erhalten und konnten somit Malware auf dem PC installieren. Microsoft hat den Fehler innerhalb weniger Tage entdeckt und die Lücke geschlossen. Zusätzlich hat auch das veraltete Betriebssystem Windows XP ein Sicherheitsupdate erhalten.

Internet Explorer

Adobe Flash

Auch Adobe ist nicht verschont geblieben. Angreifer konnten eine kritische Sicherheitslücke ausnutzen, um Authentifizierungs-Cookies von Webseiten wie unter anderem eBay zu stehlen. So sind die Hacker an Nutzerdaten und Konten herangekommen. Adobe hat daraufhin mit einem Notfall-Update für Flash geantwortet.

Adobe Flash

Flash ist ein wichtiger Bestandteil von Tausenden von Webseiten wie Google, YouTube und Tumblr. Daher waren viele Internetnutzer betroffen. Mit dem Notfallupdate surft man wieder sicher.

Shellshock Bash

Shellshock Bash war eine wichtige Sicherheitslücke unter Max OS X, Linux und anderen Unix-Systemen. Hacker konnten aus der Ferne Befehle auf den Computern, Geräten und Webseiten ausführen.

Shellshock Bash

Die Sicherheitslücke ermöglichte den Hackern, einen Shell-Schadcode per Umgebungsvariable einfügen zu können. So befanden sich Millionen von Geräten in Gefahr. Die betroffenen Webseiten hat man sofort überprüft. Die anfälligen Webseiten – unter anderem auch Apple –  haben den Fehler sofort behoben. Jedoch gibt es immer noch betroffene Web-Server.

Die meisten großen Software-Unternehmen haben die Sicherheitslücke bereits geschlossen. Schützen Sie sich zusätzlich, indem Sie die Software auf Ihrem Computer und auf den anderen Geräten auf den neuesten Stand bringen.

Ausreichender Schutz für Ihre Online-Daten

Das waren die größten Hackerangriffe dieses Jahres. Zwar sind die meisten Fehler behoben, das schützt allerdings nicht vor weiteren Sicherheitsverletzungen.

Verwenden Sie zusätzliche Möglichkeiten zum Schutz Ihrer Privatsphäre wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung oder einen Passwort-Manager. Aktualisieren Sie Ihre Software regelmäßig und meiden Sie Dritt-Anbieter-Apps.

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Sicher, aber einfach: Passwörter aus mehreren Wörtern

Zahlenkombinationen und Wörter wie 123456, Passwort, 12345678, qwerty und abc123 gehören zu den fünf beliebtesten Passwörtern im Jahr 2013. Diese lassen sich leicht merken, aber noch leichter hacken. Zu komplizierte Kennwörter wie j%7K&yPx$ kann man sich wiederum unmöglich merken.

Die Sicherheitsfirma SplashData bietet eine relativ einfache Lösung zum Erstellen von schwer zu knackenden Passwörtern, an die man sich leicht erinnern kann.

Die Methode

Verwenden Sie eine Reihe kurzer, zufällig ausgewählter und durch Leerzeichen getrennter Wörter.

Lang und einfach statt kurz und komplex

Tatsächlich sind die Passwörter Lauch Cachaça Thunfisch Helm oder Kreisel Maske Blume Ophtalmo gemäß der Computer-Sicherheitsexperten schwieriger zu knacken als einfache zufällige Zahlenfolgen, Symbole oder Buchstaben.

Bei einem aus fünf kurzen Wörtern zusammengestelltem Passwort braucht man bis zu 500 Millionen Jahre, bis man dieses entschlüsselt hat. Drei Tage dauert es hingegen bei einer optisch komplexer wirkenden Reihenfolge wie Tr0b4dor&3.

Achtung:

  • Kein einziges Passwort ist zu 100 Prozent unantastbar. Ziel dieser Methode ist, das Passwort für den Nutzer sicherer und für Hacker schwieriger zu machen.
  • Ein zu kompliziertes Passwort hilft Ihnen wenig, wenn Sie es sich nicht merken.
  • Am besten empfiehlt sich hier ein Passwortmanager. Mit diesen Programmen speichern Sie Ihre Kennwörter und schützen diese mit einem Master-Passwort. Lesen Sie unseren Vergleich für mehr Informationen zu dem Thema.
  • Beachten Sie auch die Aktivierung der Bestätigung in zwei Schritten zum Schutz Ihrer wichtigsten Daten.

Auswendig lernen

Notieren Sie das neue Passwort auf einem Stück Papier und tippen Sie es zu Beginn mehrmals ein. So trainieren Sie Ihr Gedächtnis und merken sich das Passwort schneller. Vernichten Sie das Stück Papier so bald wie möglich.

Im Fall eines Passwortdiebstahls

Nun wissen Sie Bescheid, wie man ein sicheres aber einfaches Passwort erstellt. Passwort-Manager speichern unsere Kennwörter sicher ab und schützen somit unsere Privatsphäre. Wenn Sie Ihr Passwort zudem regelmäßig ändern, erhöhen Sie Ihre Daten-Sicherheit.

Ein gutes Passwort ist jedoch keine Garantie gegen Smartphone- oder PC-Diebstahl. In diesem Artikel erfahren Sie mehr zum Schutz Ihrer Privatsphäre.

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Mozilla Firefox 32 bietet genauen Einblick in gespeicherte Passwörter

Mozilla hat die offizielle Version von Firefox 32 veröffentlicht. Mozilla führt mit der neuen Ausgabe des Browsers keine grundlegend neuen Funktionen ein, bietet aber ausführliche Informationen zu den im Passwort-Manager gespeicherten Daten.

Für den Nutzer sind die Verbesserungen des Passwort- und Add-On-Managers am deutlichsten. Firefox 32 kann Meta-Informationen wie Anmeldezeiten und statistische Daten zur Nutzung und Änderung von Passwörtern anzeigen.

Beim Suchen innerhalb einer Seite listet Firefox jetzt die Anzahl der gefundenen Vorkommnisse oder Inhalte, wie Nutzer von Google Chrome es bereits kennen. Außerdem hat der Browser die üblichen Stabilitäts- und Leistungsverbesserungen erhalten, unter anderem verbesserte Unterstützung von HTML 5.

Wir haben den detaillierten Einblick in gespeicherte Passwörter zusammengefasst. Zusammen mit Firefox 32 hat Mozilla die neue Beta-Version des Browsers zur Verfügung gestellt, die offizielle Veröffentlichung von Firefox 33 plant das Unternehmen für den 14. Oktober 2014.

Quelle: Mozilla

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Firefox 32: Neue Version mit Einblick in gespeicherte Passwörter erscheint in Kürze

Mozilla hat die Beta-Version der Desktop-Ausgabe von Firefox aktualisiert und den ersten sogenannten Release Candidate vorgestellt. Damit sollte die offizielle Veröffentlichung in einer Woche erfolgen. Mozilla Firefox in der Version 32 führt keine grundlegenden Neuerungen ein, bietet aber ausführliche Informationen zu den im Passwort-Manager gespeicherten Daten.

Der Passwort-Manager von Mozilla Firefox 32 kann Anmeldezeiten anzeigen und bietet statistische Informationen zur Nutzung und Änderung von Passwörtern. Der Add-On-Manager zum Verwalten von Browser-Erweiterungen hat ebenfalls eine Überarbeitung erhalten, außerdem sind Sicherheitsupdates Teil der neuen Firefox-Version. Unsere ausführliche Vorschau fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen.

Die Beta-Version von Firefox ist für Nutzer, die vorab neue Funktionen ausprobieren wollen. Allerdings bedeutet dies eventuelle Einbußen bei der Stabilität. Für den täglichen Gebrauch sollten Anwender auf die Veröffentlichung der offiziellen Version warten, die im Fall von Firefox 32 für den 1. September 2014 erwartet wird.

Quelle: Mozilla

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Passwort-Manager: Sicherheitslücke in der Browser-Version vieler Anwendungen

Sicherheitsexperten der Berkeley-Universität in Kalifornien haben eine schwerwiegende Sicherheitslücke in der Browser-Version vieler Passwort-Manager offengelegt. Die beschriebene Schwachstelle lässt sich ausnutzen, um an die gespeicherten Zugangsdaten zu gelangen. Zu den betroffenen Anwendungen zählen LastPassPasswordBox und my1login. Fast alle Hersteller haben inzwischen Sicherheitsupdates veröffentlicht.

Mehr Sicherheit durch Passwort-Manager

Passwort-Manager bieten erhöhte Sicherheit, da Anwender für unterschiedliche Dienste und Internetseiten jeweils ein eigenes, komplexes Passwort vergeben können, das sie sich selbst nicht merken müssen. Allerdings birgt die hilfreiche Software auch ein Risiko: Wer den Passwort-Manager knackt, hat Zugriff auf alle Konten.

Schwachstelle Bookmarklet-Funktion

Eine Angriffsfläche stellt die sogenannte Bookmarklet-Funktion dar, die im Browser automatisch Felder mit Nutzernamen und Passwort ausfüllt. Genau hier haben die Sicherheitsexperten angesetzt und die Anwendung LastPass überlistet. Mit einer präparierten Internetseite ist es ihnen gelungen, abgespeicherte Passwörter auszulesen. Dabei blieb der Datenklau für den Anwender unsichtbar.

Betroffene Passwort-Manager

Die Browser-Schwachstelle betrifft noch weitere Anwendungen: Mit der gleichen Methode ließen sich folgende Passwort-Manager aus tricksen:

Bis auf NeedMyPassword haben aber alle Hersteller ihre Software aktualisiert und die Bookmarklet-Funktion abgesichert.

So können Anwender sich schützen

Wer eine der betroffenen Anwendungen verwendet, sollte dringend auf die jeweils neuste Version aktualisieren oder gegebenenfalls auf die Bookmarklet-Funktion zum automatischen Ausfüllen von Anmeldefeldern im Browser verzichten.

Passwort-Manager ohne diese Funktion sind nicht wie beschrieben angreifbar. Der Hersteller AgileBits von 1Password hat die Bookmarklets-Funktion bereits 2011 als unsicher eingestuft.

Trotz der aufgedeckten Sicherheitslücke sollten Anwender nicht auf ihre bereits eingesetzten Passwort-Managern verzichten. Es lohnt sich aber, die Reaktionen der Hersteller zu beobachten: Wie bereits erwähnt haben vier von fünf ihre Anwendungen aktualisiert. LastPass empfiehlt Nutzern der Bookmarklet-Funktion, ihre Master-Passwörter zu ändern, falls die Software bereits vor September 2013 im Einsatz war.

Am Beispiel des Heartbleed-Fehlers geben wir eine Einschätzung ab, warum ein Passwort-Manager die richtige Lösung ist. Unser Vergleich stellt außerdem drei beliebte Anwendungen gegenüber.

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Quelle: devd.me [PDF] | LastPass

News des Tages: Sicherheitslücke in Passwort-Managern, Shazam-Update, Timberman

Hersteller von Passwort-Managern reagieren mit einem Sicherheitsupdate auf eine Schwachstelle in ihren Anwendungen in Verbindung mit Bookmarklets, Shazam kann erkannte Songs direkt abspielen und Timberman ist ein einfaches Spiel mit dem Suchtfaktor von Flappy Bird – die News des Tages.

  • Sicherheitslücke in Passwort-Managern: Eine Sicherheitslücke in Verbindung mit Bookmarklets hat viele Passwort-Manager anfällig für Datendiebstahl gemacht. Inzwischen haben aber fast alle Hersteller mit einem Update reagiert und ihre Anwendungen abgesichert.
  • FSK als App: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft hat eine eigene App für Android und iOS veröffentlicht. Die kostenlose Anwendung bietet eine Übersicht der Freigaben von Filmen samt Begründung, Trailer und Informationen zu aktuellen Kinofilmen.
  • gPlus für Windows Phone: Mit gPlus erhält Windows Phone eine weitere App eines Drittanbieters für Google+. Die Kachel-Anwendung bietet den bisher größten Umfang und eine komfortable Bedienung der wichtigsten Funktionen von Googles sozialem Netzwerk.

Updates

Spiele

  • Grand Theft Auto 5: Auf der Internetseite eines dänischen Händlers ist ein Veröffentlichungstermin zu Grand Theft Auto 5 aufgetaucht. Demnach soll die PC-Version des Spiels in Europa am 14. November 2014 erscheinen. Rockstar Games hat Grand Theft Auto 5 für PC bisher nur für Herbst 2014 angekündigt.
  • Assassin’s Creed: Unity: Ubisoft hat zwei neue Videos zu Assassin’s Creed: Unity veröffentlicht. Ein Trailer erklärt den historischen Kontext des Spiels, das zur Zeit der Französischen Revolution spielt. Ein zweites Video zeigt Szenen des Spielgeschehens. Assassin’s Creed: Unity erscheint am 28. Oktober 2014 für PC, PlayStation 4 und Xbox One.
  • FIFA 15 mit Messi: Lionel Messi ist zum dritten Mal in Folge der Cover-Star des FIFA-Spiels. Die prominente Platzierung in FIFA 15 beeinflusst die Werte von Messi im Spiel jedoch nicht. Das Spiel erscheint in Europa am 25. September 2014 für PC und Konsolen.
  • Timberman: Als überaus erfolgreiches und gleichzeitig einfaches Spiel will Timberman Flappy Bird schlagen. Der Spieler steuert einen Holzfäller und schlägt Bäume durch geschicktes Tippen auf dem Smartphone kurz und klein. Der Rhythmus des Spiels verspricht einen hohen Suchtfaktor und der Schwierigkeitsgrad frustriert etwas weniger als Flappy Bird.
  • Battlefield 4: Dragon’s Teeth: Der Publisher Dice hat einen neuen Trailer zur Spielerweiterung Dragon’s Teeth für Battlefield 4 veröffentlicht. Erscheinungstermin ist der 29. Juli, zu den Neuerungen zählen vier Mehrspielerlevel, ein Fahrzeug und ein Mehrspielermodus.

Tweet des Tages

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Heartbleed: Warum ein Passwort-Manager die richtige Lösung ist

Die Heartbleed-Sicherheitslücke hat einen großen Teil des als sicher geltenden, verschlüsselten Internets zwei Jahre offen für Angriffe gelassen. Über die Lücke war es theoretisch möglich Benutzernamen und Passwörter zu ergaunern. Selbst populäre Webseiten wie Google oder Yahoo! waren gefährdet. Inzwischen haben sie das Leck gestopft.

Auch wenn man Hacker nicht davon abhalten kann, Webseiten zu knacken, so kann man doch einiges für die eigene Sicherheit unternehmen. Der erste Schritt sind unterschiedliche Passwörter für jeden Dienst, den man nutzt. Das Problem: Wie erinnert man sich an all die verschiedenen Kombinationen aus Zahlen, Zeichen, Klein- und Großbuchstaben? Die Antwort: mit einem Passwort-Manager.

Wie funktioniert ein Passwort-Manager?

1password for Mac

Passwort-Manager generieren, speichern und verschlüsseln Passwörter. Man muss sich nur an ein Master-Passwort erinnern, mit dem man Zugang zur Passwörter-Datenbank erhält.

Es ist sinnvoll, für jedes Account ein eigenes Passwörter mit Buchstaben, Zahlen und Zeichen zu erstellen. Damit verhindert man, dass ein Hacker alle Accounts auf einmal knackt, wenn er das eine, für alle Accounts gültige Passwort klaut.

LastPass secure password example

Brute-Force-Attacken knacken in Windeseile schwache Passwörter, die nur aus Buchstaben und Zahlen bestehen. Je kürzer ein Passwort ist, umso leichter hat es ein Hacker mit einer Brute-Force-Attacke.

Anwendungen wie zum Beispiel 1Password oder LastPass bieten nicht nur einen Passwort-Manager. Sie speichern auch sensible Dokumente, Kreditkarteninformationen oder Software-Lizenzen.

Was passiert, wenn das Master-Passwort gestohlen wird?

Experten halten das für sehr unwahrscheinlich. Passwort-Manager erschweren zudem das Knacken des Master-Passworts. Softonic sprach mit 1Password-Mitarbeiter Jeffrey Goldberg, dessen Jobtitel nicht Manager sondern Verteidiger gegen die schwarzen Künste lautet. “1Password verschlüsselt die Passwort-Datenbank mit Schlüsseln, die aus diesem Master-Passwort generiert werden. Niemand hat zu dieser Verschlüsselung oder zum Master-Passwort Zugang. Wenn jemand die Datenbank klaut, kann er sie ohne das Master-Passwort nicht entschlüsseln.”

LastPass for Chrome

Genauso arbeitet auch LastPass. Obwohl LastPass die Passwort-Datenbank mit den eigenen Servern synchronisiert, speichert oder versendet der Anbieter keine Verschlüsselungsdaten. Alle Verschlüsselungsdaten generiert LastPass aus dem Master-Passwort. Diese Daten werden lokal auf dem Computer des Nutzers gespeichert.

“Wir nutzen SSL nur in einer zweiten Sicherheitsstufe. Das Herzstück unserer Sicherheit besteht darin, die Verschlüsselungsdaten lokal zu speichern”, erklärt LastPass-CEO Joe Siegrist.

Muss man all seine Passwörter ändern?

Bevor man dran geht alle Passwörter zu ändern, sollte man kontrollieren, welche benutzten Webseiten von Heartbleed betroffen sind. Dabei versichert man sich, dass die Betreiber der Seiten die Sicherheitslücke mit einem Patch geschlossen haben. Mashable veröffentlichte eine umfangreiche Liste mit den populärsten Webseiten und ihren Reaktionen auf Heartbleed. Bevor man das Passwort ändert, geht man sicher, dass die Sicherheitslücke durch den Anbieter geschlossen wurde. Andernfalls riskiert man, dass die Passwortänderung von Hackern mitverfolgt wird. Trotz einiger Mitteilungen, dass die Heartbleed-Sicherheitslücke in den Medien übertrieben dargestellt wird, sollte man lieber auf Nummer Sicher gehen.

Der Netzwerkspezialist Cloudflare präsentiert in seinem Blog eine Aufgabe, bei der man einen privaten Schlüssel mit Hilfe von Heartbleed klauen kann. Es dauerte nur einige Stunden, bis die ersten Nutzer erfolgreich die Aufgabe erfüllten und private Verschlüsselungsdaten entwendeten. Die Bedrohung ist real.

“[Heartbleed] ist keine Übertreibung”, sagt Siegrist. “Cloudflare hat bewiesen, wie man den Bug nutzt. Es ist durchaus möglich, hierüber Nutzernamen und Passwörter zu klauen.”

LastPass Heartbleed checker

Mit einem Passwort-Manager ändert man seine Passwörter in wenigen Schritten. Softonic-Redakteur Tim Vüllers änderte nach dem Heartbleed-Desaster die 14 wichtigsten Passwörter in 19 Minuten. Der Manager speichert die neuen Passwörter und erinnert sich auf diese Weise an sie. LastPass besitzt sogar eine Alarmfunktion, die Nutzer vor Webseiten warnt, die für Heartbleed anfällig sind. Der Anbieter betreibt eine öffentliche Webseite, auf der man URLs eintippt. Die Seite prüft die Adresse, ob sie von der Sicherheitslücke betroffen ist. Mashable hat zusätzlich eine Liste zusammengestellt, die die Reaktionen verschiedenen Anbieter auf die Bedrohung aufführt.

Noch gibt es keine Automatisierungs-Tools. 1Password und LastPass arbeiten aber daran.

“Noch muss man das Formular für die Passwortänderung selbst suchen. 1Password assistiert dem Nutzer dabei, ein neues, starkes Passwort zu generieren. Wir arbeiten ständig daran, diesen Prozess zu verbessern”, sagt Goldberg.

Ein wenig Arbeit verhindert aber vielleicht den Supergau in der Zukunft.

Was kann man für den eigenen Schutz noch tun?

Der Passwort-Manager ist der erste Schritt für mehr Schutz im Internet. Darüber hinaus sollte man bei Sicherheits-News genau hinsehen und sich darüber im Klaren sein, welche Webseiten man besucht.

Phishing-Attacken sind sehr populär. Dabei gaukeln Webseiten vor, sie wären eine andere Seite, die der Nutzer kennt. Sobald er jedoch seine Daten auf eine Phishing-Seite einträgt, werden sie einem Hacker zugeleitet. Daher sollte man nie auf ungewöhnliche Links klicken, die man per E-Mail bekommt.

Passwort-Manager unterstützen den Nutzer dadurch, indem sie ihn direkt auf die korrekte Webseite führen. Manchmal ist es nur ein Zeichen in der Adresse, die den Nutzer anstatt auf die korrekte auf eine Phishing-Seite führt, ohne dass er den Trick bemerkt.

Chrome browser lock

“Nutzer sollten in ihren Browser SSL/TLS-Warnungen ernster nehmen”, fordert Goldberg. Das Schloss-Symbol in der Adresszeile weist darauf hin, welche Webseiten eine Verschlüsselung nutzen. Die meisten Browser warnen den Nutzer vor verdächtigen Seiten. Dennoch schadet Aufmerksamkeit beim Surfen nicht.

Zwei-Wege-Authorisierung für mehr Sicherheit

Einige Webseiten bieten bereits eine Zwei-Wege-Authorisierung an. Eine Zwei-Wege-Authorisierung besteht aus dem Passwort und einem zufällig generierten Code. Sobald man das Passwort eingegeben hat, muss man den Code eintippen, den man per SMS oder über ein Authentifizierungs-Tool wie zum Beispiel den Google Authenticator erhält. Diese Codes besitzen nur für einen kurzen Zeitraum Gültigkeit und verfallen danach.

Dropbox two factor authentication

Facebook, Google, Twitter, Evernote und viele andere Anbieter verwenden bereits eine Zweifach-Authentifizierung. Sie bedeutet zwar ein bisschen mehr Arbeit beim Einloggen, aber sie erhöht die Sicherheit gegen Passwortdiebstahl.

Zuletzt sollte man darauf achten, dass alle Computer, Smartphones und Tablets immer auf dem aktuellen Stand sind. Sicherheitslücken werden meistens über Patches oder Updates geschlossen.

Anwendungen wie Avast! alarmieren den Nutzer, wenn eine Software veraltet ist. Auch Softonic für Windows unterstützt den Nutzer dabei, seine Software aktuell zu halten.

Weitere Informationen über Heartbleed und wie man sich gegen Sicherheitslücken schützt, gibt es unter den folgenden Links:

Lastpass:

1Password:

Mehr zum Thema Heartbleed

Mozilla Firefox: So ändert man gespeicherte Webseiten-Passwörter

Mozilla Firefox merkt sich auf Wunsch alle Formulareingaben und Passwörter. Vertippt man sich bei der ersten Passwort-Eingabe oder erneuert die Zugangscodes, wird aus dem Passwort-Helfer leicht ein unbrauchbarer Störenfried. In solchen Fällen ändert oder löscht man die betroffenen Passwörter am besten ganz gezielt. Continue reading “Mozilla Firefox: So ändert man gespeicherte Webseiten-Passwörter”