Pokémon Pokopia überrascht selbst Koei-Tecmo: über 4 Millionen Verkäufe in fünf Wochen

Pokémon Pokopia, das neue Pokémon-Spin-off für die Nintendo Switch 2, hat sich seit dem weltweiten Release am 5. März 2026 in erstaunlich kurzer Zeit zu einem der größten Überraschungshits des Jahres entwickelt.

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Selbst bei Koei Tecmo hatte man damit offenbar nicht gerechnet. Präsident und CEO Hisashi Koinuma sagt, er habe vor dem Start „keine echten Erwartungen“ an den kommerziellen Erfolg gehabt, auch wenn das erklärte Ziel war, mit Pokémon Pokopia einen Ableger auf den Markt zu bringen, der ganz oben in den Verkaufscharts mitspielt.

Richtig Fahrt aufgenommen hat das Spiel nach Koinumas Schilderung erst kurz vor der Veröffentlichung. Der Moment kam, als internationale Medien vorab Hand anlegen konnten und dann ungewöhnlich hohe Wertungen vergaben.

Testberichte aus dem Ausland brachten den Stein ins Rollen

Für Hisashi Koinuma kam der entscheidende Impuls vor allem aus dem Ausland. Schon vor dem weltweiten Release am 5. März 2026 konnten Medien außerhalb Japans den Titel auf der Nintendo Switch 2 testen, und die Reaktionen fielen sehr positiv aus.

Diese frühe Welle an Begeisterung hat die Aufmerksamkeit deutlich erhöht und das Interesse offenbar weit über die übliche Pokémon-Zielgruppe hinausgetragen. Gerade das ist bemerkenswert, weil Spin-offs innerhalb der Marke Pokémon traditionell nicht automatisch denselben Massenappeal haben wie die Hauptreihe.

Mehr als 4 Millionen Verkäufe in fünf Wochen

Wie groß der Erfolg inzwischen ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen: In den ersten fünf Wochen hat sich Pokémon Pokopia laut Hisashi Koinuma mehr als 4 Millionen Mal verkauft. Damit zählt das Spiel schon jetzt zu den fünf meistverkauften Pokémon-Spin-offs überhaupt.

Auch bei Kritikern kommt der Titel ungewöhnlich gut an und wird bereits als eines der bestbewerteten Spiele des Jahres 2026 gehandelt. Auf Metacritic steht Pokémon Pokopia sogar als bislang höchstbewertetes Pokémon-Spiel. In internationalen Reviews wurden unter anderem das Spielkonzept, die spielerische Freiheit und der eigenständige visuelle Stil hervorgehoben.

Ungewöhnliches Konzept und DLC-Roadmap

Entwickelt wurde Pokémon Pokopia von Game Freak zusammen mit Omega Force, einem Studio von Koei Tecmo, für die Nintendo Switch 2. Das Spin-off setzt auf eine Mischung aus Social-Simulation und Sandbox-Elementen.

Im Spiel übernehmen Sie die Rolle eines Ditto, das sich in einen Menschen verwandeln kann, um eine postapokalyptische Welt wiederaufzubauen. Gerade dieser eigenwillige Ansatz dürfte mit ein Grund dafür sein, dass Pokémon Pokopia bei Kritikern und Fans gleichermaßen für Überraschung gesorgt hat.

Koei Tecmo und die beteiligten Partner wollen den Erfolg jetzt über längere Zeit ausbauen. Bereits angekündigt ist eine dreiteilige, kostenpflichtige DLC-Roadmap. Die erste Erweiterung trägt den Titel „Bubbly Basin“ und soll im August 2026 erscheinen.

Downloads: Download Pokémon Pokopia für Nintendo Switch 2

Nintendo Switch 2: Samsung drängt erneut auf OLED-Display

Offenbar schaut sich Nintendo gerade an, ob es eine OLED-Version der Nintendo Switch 2 geben soll.

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Kommt eine Nintendo Switch 2 OLED?

Nach Berichten aus der Branche könnte wieder Samsung Display die Panels liefern, also derselbe Partner, der schon beim ersten OLED-Modell der Switch im Spiel war.

Abwegig wäre das nicht. Für viele war die erste Nintendo Switch OLED die beste Ausgabe der Hybridkonsole, obwohl sich bei Leistung und Auflösung im Grunde nichts geändert hatte.

Bei der Nintendo Switch 2 könnte der Unterschied größer sein. Im Gespräch ist ein Full-HD-Panel mit 1.920 x 1.080 Pixeln.

Verglichen mit dem 720p-Display der ersten Nintendo Switch OLED wäre das ein klarer Schritt nach vorn. Gerade im Handheld-Modus würde man so ein Panel ziemlich deutlich sehen: sattere Farben, stärkerer Kontrast und Schwarztöne, die wirklich dunkel wirken.

Der größte Bremsklotz ist der Preis

Und genau da wird es für Nintendo heikel.

Hersteller haben gerade mit Engpässen bei Speicher und Halbleitern zu tun, dazu kommen steigende Kosten. Brisant ist das auch deshalb, weil die reguläre Nintendo Switch 2 in den USA erst im September 2026 um 50 Dollar teurer wurde und jetzt bei 499 Dollar liegt.

OLED-Panels kosten nach wie vor spürbar mehr als LCDs.

Wenn schon die Basiskonsole 499 Dollar kostet, wird eine OLED-Version kaum zum selben Preis im Regal stehen. Analysten gehen eher davon aus, dass noch ein Aufpreis dazukommt, irgendwo im hohen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Dollar-Bereich.

Damit würde eine Nintendo Switch 2 OLED schnell bei 599 Dollar oder sogar darüber landen. In Online-Diskussionen ist das Interesse an einem besseren Display zwar klar zu sehen, aber beim Preis werden viele inzwischen skeptisch.

Marktstart wohl frühestens 2027 oder 2028

Wer jetzt auf eine schnelle Ankündigung hofft, sollte die Erwartungen besser etwas runternehmen.

Falls Nintendo das Projekt tatsächlich absegnet, könnte die Entwicklung Berichten nach erst gegen Ende 2026 anlaufen. Mit einer Massenproduktion wäre dann wohl frühestens Ende 2027 oder Anfang 2028 zu rechnen.

Viel spricht dafür, dass Nintendo erst einmal die aktuelle Hardware sauber stabilisieren und wirtschaftlich absichern will, bevor später noch eine teurere Variante nachgeschoben wird.

Nintendo arbeitet schon an weiteren Hardware-Anpassungen

Daneben gibt es auch Hinweise auf kleinere Überarbeitungen der bestehenden Nintendo-Switch-2-Hardware.

So kursieren Berichte über ein überarbeitetes Sharp-LCD-Panel, das Ghosting-Probleme verringern soll. Außerdem hat Nintendo schon bestätigt, dass eine für Europa vorgesehene Revision der Nintendo Switch 2 mit einem vom Nutzer austauschbaren Akku erscheint, damit die EU-Vorgaben erfüllt werden.

Die Nachfrage nach der Nintendo Switch 2 ist derweil weiterhin hoch. Vor der Preiserhöhung soll es in Japan sogar noch einmal einen deutlichen Verkaufsschub gegeben haben.

Das zeigt ziemlich klar: Interesse an der Konsole ist da. Genauso klar ist aber auch, dass Käufer inzwischen viel genauer auf den Preis schauen.

Und genau deshalb könnte ausgerechnet das Feature, das sich viele Nutzer wünschen, für Nintendo am Ende zum schwierigsten Schritt werden.

Elden Ring: Shadow of the Erdtree ist erschienen, dazu kommt der Manga

Elden Ring von FromSoftware hat am 21. Juni 2024 Zuwachs bekommen: Mit Shadow of the Erdtree erschien eine große Erweiterung für PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X|S und PC. Darauf wiesen Bandai Namco und FromSoftware hin.

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Damit rückte das Action-RPG im Juni 2024 wieder klar ins Zentrum der Gaming-Welt. Nicht nur der DLC sorgte für Gesprächsstoff, auch weiteres Material rund um Elden Ring brachte die Reihe erneut ins Blickfeld.

Wer damals neu in die Zwischenlande starten wollte, erwischte einen ziemlich guten Moment. Für Veteranen gab es mit dem Release frische Inhalte, ganz in der vertrauten Souls-Tradition.

Shadow of the Erdtree als zentraler Auslöser

Shadow of the Erdtree ist am 21. Juni 2024 erschienen und gilt laut Bandai Namco und FromSoftware als die bislang größte Erweiterung, die FromSoftware veröffentlicht hat. Regisseur Hidetaka Miyazaki bezeichnete den DLC laut Angaben von FromSoftware selbst als die umfangreichste Expansion des Studios.

Seitdem lässt sich unter anderem das neue Gebiet Land of Shadow erkunden. Nach Angaben von FromSoftware soll es sogar größer sein als Limgrave, also eines der wichtigsten Startgebiete aus dem Hauptspiel.

Dazu kommen laut Bandai Namco und FromSoftware mehr als zehn neue Bosse, acht neue Waffenkategorien und ein eigenes Fortschrittssystem für Verstärkungen. Dieses System wurde eigens für den DLC entworfen.

Zugang nur nach zwei Bosskämpfen

Bevor Sie die neuen Inhalte überhaupt erreichen, müssen im Hauptspiel laut FromSoftware erst Starscourge Radahn und Mohg, Lord of Blood, fallen.

Vor allem für Rückkehrer, die keinen alten Spielstand mehr zur Hand hatten, war das erst einmal ein kleiner Bremsklotz.

Gleichzeitig passt diese Hürde ziemlich genau zu dem, was Elden Ring ohnehin ausmacht: Neue Gebiete stehen nicht einfach offen, man muss sie sich erarbeiten.

Starke Verkäufe und Debatten zum Schwierigkeitsgrad

Auch wirtschaftlich und bei Kritikern lief die Erweiterung sehr gut. Shadow of the Erdtree verkaufte sich laut Bandai Namco in der ersten Woche mehr als 5 Millionen Mal.

Gelobt wurden vor allem der große Umfang, die vielen Geheimnisse, die harten Kämpfe und die zusätzlichen Gameplay-Möglichkeiten.

Ein Teil der Community störte sich dagegen am hohen Schwierigkeitsgrad, stellenweise auch am Design einzelner Gebiete. Unterm Strich fiel die Resonanz aber klar positiv aus.

Bis April 2025 hatte sich Elden Ring laut Bandai Namco insgesamt mehr als 30 Millionen Mal verkauft. Die Erweiterung ist für alle Nutzer empfehlenswert.

Manga und Nightreign halten die Marke präsent

Schon im Mai 2024 erschien laut Bandai Namco mit Band 3 von Elden Ring: The Road to the Erdtree weiteres Material zur Marke.

Der Manga setzt auf Humor und Satire. Im Mittelpunkt steht der Tarnished Aseo, dessen Abenteuer Welt und Mechaniken des Spiels mit einem augenzwinkernden Ton aufgreifen.

Dazu kommt Elden Ring: Nightreign, ein laut Bandai Namco und FromSoftware für 2025 angesetztes Standalone-Spiel mit Multiplayer-Koop und Survival-Elementen. Darin sollen Teams aus drei Spielern auf einer sich verändernden Map so lange wie möglich überleben.

Microsofts Emissionsbericht 2025 ist da: 25 Prozent mehr durch Rechenzentren

Microsoft hat seine Emissionszahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. Im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht steht, dass die Treibhausgasemissionen des Konzerns auf 20,3 Millionen Tonnen gestiegen sind. Im Vorjahr waren es noch 16,2 Millionen Tonnen. Für Microsoft ist das keine Nebensache, denn damit rückt das eigene Ziel, bis 2030 CO2-negativ zu werden, ein Stück weiter weg. Als wichtigsten Grund nennt das Unternehmen den schnellen Ausbau seiner Cloud- und Rechenzentrumskapazitäten.

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Emissionen steigen deutlich

Im Vorjahr lagen die Emissionen laut dem Nachhaltigkeitsbericht noch bei 16,2 Millionen Tonnen. Das Plus beträgt damit 25,1 Prozent. Für Microsoft ist das heikel, weil der Konzern sich vorgenommen hat, bis 2030 CO2-negativ zu werden.

Vor allem eines wird in dem Bericht sehr deutlich: Der Ausbau digitaler Infrastruktur schlägt spürbar auf die Klimabilanz durch. Und kurzfristig könnten die Emissionen sogar weiter steigen.

Neue Rechenzentren treiben den Anstieg

Microsoft führt den höheren Wert im Bericht vor allem auf die schnelle Erweiterung seiner Cloud- und Rechenzentrumskapazitäten zurück. Der Bau und der Betrieb solcher Anlagen verschlingen viel Energie und Material. Dazu kommen weitere Projekte, die schon geplant sind oder bereits gebaut werden.

Daran lässt sich auch ablesen, wie stark der Druck auf den Konzern wächst, seine Expansion mit den eigenen Umweltversprechen zusammenzubringen. Je mehr neue Kapazitäten ans Netz gehen, desto schwieriger wird es, den Emissionspfad rechtzeitig wieder nach unten zu drücken.

Indirekte Emissionen legen besonders stark zu

Besonders stark verschlechterten sich laut dem Nachhaltigkeitsbericht die indirekten Emissionen. Microsoft verweist dabei auf höhere Stromeinkäufe sowie auf zusätzliche Emissionen aus Baustoffen und Hardware für die wachsende Rechenzentrumsflotte.

Auffällig ist vor allem der Sprung bei den Scope-2-Emissionen aus eingekaufter Energie. Ihr Anteil an den Gesamtemissionen stieg laut Microsoft von 1,6 Prozent im Geschäftsjahr 2024 auf 13,3 Prozent im Geschäftsjahr 2025. Auch die Scope-3-Emissionen legten zu, unter anderem wegen der Lieferketten, der eingesetzten Materialien und der eingekauften Technik.

Fossile Energien bleiben relevant

Auch beim direkten Energieeinsatz meldet Microsoft im Nachhaltigkeitsbericht eine unbequeme Entwicklung. Der Verbrauch von Diesel und Rohöl lag dem Bericht zufolge um 51 Prozent höher.

Gleichzeitig ging laut Microsoft der Einsatz von Erdgas um 6,5 Prozent zurück, bei Propan, LPG und Flugtreibstoff um 10 Prozent sowie bei Benzin um 16 Prozent. Insgesamt verbrauchte Microsoft im Geschäftsjahr 2025 rund 37,5 Millionen MWh Energie, davon etwa 422.000 MWh aus nicht erneuerbaren Quellen.

Der Anteil sauberer Stromquellen ist zwar hoch. Trotzdem bleiben fossile Energien in Teilen des Betriebs ein relevanter Faktor.

Bilanzierungseffekte spielten ebenfalls eine Rolle

Microsoft schreibt im Bericht außerdem, dass der niedrigere Wert aus dem Vorjahr teilweise durch CO2-Zertifikate begünstigt war. Den Kauf kurzfristiger, ungebundener Herkunftsnachweise für erneuerbare Energien hat das Unternehmen inzwischen eingestellt. Stattdessen will Microsoft stärker direkt den Ausbau neuer sauberer Stromkapazitäten unterstützen.

Nach eigener Darstellung hätten die Emissionen ohne Gegenmaßnahmen sogar bei rund 34 Millionen Tonnen liegen können. Als bremsende Faktoren nennt Microsoft unter anderem CO2-freien Strom, nachhaltigere Kraftstoffe, Effizienzmaßnahmen und Verbesserungen in der Lieferkette.

Nicht nur Microsoft steht unter Beobachtung

Mit dem Emissionsanstieg steht Microsoft nicht allein da. Auch andere große Cloud-Anbieter haben zuletzt höhere Werte gemeldet, während die öffentliche Kritik an den Klimaversprechen der Branche zunimmt.

Die Botschaft für Microsoft ist damit ziemlich eindeutig: Mehr digitale Rechenleistung treibt das Geschäft an, Macht das Ziel für 2030 aber spürbar schwerer erreichbar.

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God of War Laufey auf Disc: Das Release-Fenster wird konkreter

Santa Monica Studio hat jetzt bestätigt, dass God of War Laufey für PlayStation nicht nur digital erscheint, sondern auch als Disc im Handel. Für Fans der Reihe ist das mehr als eine nette Randnotiz, denn die Ankündigung gibt auch beim möglichen Release-Zeitraum ein Stück mehr Orientierung.

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Disc-Version schränkt das Zeitfenster ein

Die Disc-Fassung ist offiziell bestätigt. Das dürfte viele freuen, die ihre Spiele noch gern ins Regal stellen. Nebenbei liefert die Meldung auch einen recht klaren Hinweis darauf, wann der Titel erscheinen könnte.

Nach den aktuellen Plänen von Sony Interactive Entertainment sollen ab Januar 2028 keine physischen Discs für neue PlayStation-Spiele mehr produziert werden. Wenn God of War Laufey also noch als klassisches Box-Produkt in den Handel kommt, spricht vieles für einen Release vor diesem Stichtag. Naheliegend wirkt im Moment vor allem 2027, vorausgesetzt, Sony Interactive Entertainment hält an diesem Fahrplan fest.

Ein konkretes Datum gibt es zwar weiter nicht. Für ein Spiel aus einem der wichtigsten PlayStation-Studios bekommt das Veröffentlichungsfenster damit aber deutlich mehr Kontur.

Warum Sony auf digital umstellt

Die Entscheidung von Sony steht nicht für sich, sondern gehört zu einem größeren Kurswechsel. Das Unternehmen verweist dabei vor allem auf das Kaufverhalten der Spieler: Im vergangenen Geschäftsjahr liefen laut Sony bei PS4- und PS5-Vollpreistiteln bereits fast vier Fünftel aller Käufe digital.

Aus Sicht des Konzerns ist das leicht nachzuvollziehen. Digitale Verkäufe sparen Kosten für Produktion, Vertrieb und Handel, gleichzeitig fallen die Margen meist höher aus. Für Sony ist der Wechsel also nicht bloß eine Reaktion auf veränderte Gewohnheiten, sondern auch wirtschaftlich sehr interessant.

Analysten halten den Schritt deshalb für folgerichtig und praktisch kaum noch rückgängig zu machen. Auch andere Publisher lösen sich nach und nach stärker von der klassischen Disc.

In Medienberichten taucht in diesem Zusammenhang immer wieder derselbe Punkt auf: Selbst bei Schwergewichten wie Grand Theft Auto 6 gelten inzwischen eher „Code in der Box“-Modelle als realistisch, nicht mehr zwingend ein echter Datenträger.

Kritik an Besitz und Spieleerhalt

Trotz aller wirtschaftlichen Vorteile stößt Sonys Kurs auf spürbaren Widerstand. Wer Spiele nur digital kauft, hängt in der Regel an Plattformen, Benutzerkonten und Lizenzbedingungen. Eine klassische Kopie, die dauerhaft unabhängig davon funktioniert, gibt es dann nicht.

Dazu kommt die Sorge um die Bewahrung von Spielen. Gerade bei großen Reihen wie God of War ist eine physische Version für viele Fans mehr als bloße Nostalgie. Sie hat Gewicht, wenn es um Archivierung, Sammlungen und langfristigen Zugriff geht. Auch der Gebrauchtmarkt verliert bei einem Digital-Only-Modell, weil Weiterverkauf und Verleih faktisch wegfallen.

Petitionen und öffentliche Kritik an Sonys Plänen zeigen, wie emotional das Thema inzwischen geworden ist. Viele Spieler fürchten außerdem, dass sich höhere Preise ohne Konkurrenz aus dem Handel leichter durchdrücken lassen.

Folgen für den Markt

Der Wandel betrifft nicht nur die Käufer. Fachhändler und der Second-Hand-Markt geraten weiter unter Druck, und Spieler in Regionen mit schwächerer Internet-Infrastruktur stehen vor zusätzlichen Hürden.

Auch kleinere Studios könnten darunter leiden, weil die physische Präsenz im Handel bisher oft für Sichtbarkeit gesorgt hat. Für God of War Laufey sieht die Lage vorerst positiv aus: Wer auf eine Disc-Version gehofft hat, bekommt sie nach der Bestätigung von Santa Monica Studio offenbar auch. Zugleich dürfte der Titel zu einem spannenden Gradmesser dafür werden, wie Sonys letzte große Jahre mit physischen PlayStation-Veröffentlichungen aussehen.

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Amazon streicht seit 2022 57.000 Bürojobs: Folgen bleiben

Amazon hat seit 2022, folgt man den eigenen Angaben des Unternehmens und Einschätzungen aus der Branche, mehr als 57.000 Bürojobs gestrichen. Das sind rund 16 Prozent dieser Belegschaft. Für den US-Konzern ist das nach diesen Angaben der tiefste Einschnitt dieser Art in seiner Unternehmensgeschichte.

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Für die Menschen, die gehen mussten, und für die Teams, die geblieben sind, ist die Sache damit längst nicht vorbei. Viele Beschäftigte schildern nach Beobachtungen aus der Branche eine höhere Arbeitslast, eine schlechtere Work-Life-Balance und die ständige Sorge, dass noch mehr gekürzt wird.

57.000 Jobs in kurzer Zeit

Auffällig ist vor allem, wie schnell der Abbau lief. Nach einer größeren Runde mit rund 14.000 gestrichenen Stellen kam schon etwa drei Monate später die nächste, diesmal mit weiteren 16.000 Jobs. Es traf dabei nicht bloß Randbereiche. Betroffen waren unter anderem Amazon Web Services (AWS), Prime Video, das Retail-Geschäft sowie die HR-Einheit People Experience and Technology (PXT).

Zur selben Zeit stellt Amazon nach Beobachtungen aus der Branche in einigen strategisch wichtigen Bereichen weiter ein. Dieses Muster lässt sich derzeit auch bei anderen Tech-Konzernen sehen.

Härterer Arbeitsmarkt für Entlassene

Für viele frühere Amazon-Mitarbeiter kam der Jobverlust zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Zur gleichen Zeit strichen auch Meta, Microsoft, Cisco, Oracle und andere große Konzerne Stellen. Das hat nach Einschätzung von Branchenbeobachtern zu einem überfüllten Arbeitsmarkt geführt: viele hochqualifizierte Bewerber, deutlich weniger offene Jobs.

Früher dauerte die Suche nach einer neuen Stelle im Tech-Bereich oft ungefähr vier Monate. Inzwischen ziehen sich Bewerbungsprozesse nach Beobachtungen aus der Branche nicht selten über zwölf bis achtzehn Monate. Wer selbst betroffen ist, spürt das direkt: finanzielle Unsicherheit, dazu oft ein harter Bruch im bisherigen Karriereverlauf.

Mehr Arbeit für die Verbliebenen

Wer bei Amazon geblieben ist, hat damit nicht automatisch gewonnen. In vielen Teams wurden Aufgaben und Zuständigkeiten nach Berichten von Beschäftigten und Beobachtern aus der Branche nicht in dem Maß zurückgefahren wie die Personalkosten. Am Ende heißt das: mehr Meetings, mehr operative Verantwortung, weniger Puffer.

Mitarbeitende berichten außerdem von Burnout-Tendenzen, nachlassender Motivation und einem Klima, in dem viele permanent vorsichtig agieren. Wenn ganze Management-Ebenen ausgedünnt werden, können Entscheidungen zwar zum Teil schneller fallen. Im Alltag müssen dann aber weniger Leute mehr abstimmen und mehr koordinieren.

Offizielle Begründung und globale Folgen

Amazon erklärt diesen Kurs mit dem Wunsch nach weniger Bürokratie, flacheren Hierarchien und dem Ziel, wieder schneller wie ein Startup zu arbeiten. Analysten sehen darin nach Einschätzung von Branchenbeobachtern zugleich einen klaren Hebel bei den Kosten: Der Stellenabbau soll Schätzungen zufolge rund 6 Milliarden US-Dollar pro Jahr sparen und damit Spielraum für teure Zukunftsinvestitionen und Infrastruktur schaffen.

Im US-Techsektor wurden 2023 nach Beobachtungen aus der Branche insgesamt rund 140.000 Stellen gestrichen. Auch andere Konzerne haben Personal abgebaut und zugleich ihre Ausgaben in ausgewählten Wachstumsfeldern hochgefahren.

Die Folgen gehen außerdem weit über die USA hinaus. In Luxemburg fielen 370 Jobs weg. In Québec schloss Amazon sieben Lagerhäuser. Davon betroffen waren 1.900 Beschäftigte sowie 2.800 Auftragnehmer. In mehreren Ländern wird deshalb darüber diskutiert, wie weit Unternehmen bei technologisch begründeten Entlassungen gehen dürfen und ob die Politik an dieser Stelle stärker eingreifen sollte.

Meta liefert mit Meta Compute die Antwort auf die Milliarden-Wette: Aktie steigt

Meta Platforms hat am Freitag, dem 10. Juli, nach eigenen Angaben mit Meta Compute einen Plan vorgestellt, freie Rechenkapazität und hauseigene Modelle an externe Kunden zu vermarkten. Laut Marktdaten legte die Aktie noch am selben Tag um rund 6 Prozent zu und kam auf Wochensicht auf ein Plus von etwa 15 Prozent.

Nach Marktdaten war das die stärkste Woche seit Anfang 2024.

Meta Compute als neues Geschäftsfeld

Mit Meta Compute will Meta nach eigenen Angaben freie Rechenkapazität und eigene Modelle externen Kunden anbieten. Der Konzern würde damit nicht mehr nur Infrastruktur für die eigenen Dienste hochziehen, sondern direkt in den Markt für Cloud- und Rechenleistungen gehen, also in einen Bereich, in dem Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud den Ton angeben.

Für Anleger steckt die eigentliche Botschaft woanders: Aus einer extrem teuren Infrastruktur-Offensive könnte doch noch ein neues Umsatzfeld werden. Genau daran hatten zuletzt viele Zweifel, nachdem Meta laut Unternehmensangaben für 2026 Investitionen von 125 bis 145 Milliarden in Aussicht gestellt hatte.

Werbung bleibt stark, die Fantasie kommt aus der Cloud

Noch immer stammen rund 98 Prozent der Einnahmen laut Meta aus Werbung. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz nach Unternehmensangaben auf 56,3 Milliarden, das waren 33 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die aktuelle Reaktion am Markt hat deshalb weniger mit dem Anzeigengeschäft zu tun. Der Treiber ist eher die Hoffnung auf ein zweites Standbein. Wolfe Research rechnet vor, dass jedes Gigawatt erfolgreich vermarkteter Rechenleistung bei einem Umsatz von etwa 25 Milliarden den Gewinn je Aktie um rund 20 Prozent erhöhen könnte.

Auch am Terminmarkt war sofort Bewegung zu sehen: Laut Marktdaten lag das Optionsvolumen bei mehr als dem Dreifachen des 30-Tage-Durchschnitts, und 78 Prozent der Prämien aus einem Volumen von 1,8 Milliarden entfielen auf Kaufoptionen. Die Kursziele der Analysten für die kommenden zwölf Monate liegen laut Marktdaten grob zwischen 720 und 869.

Neue Modelle und eigene Chips

Vorgestellt wurden nach Angaben von Meta unter anderem Muse Image und Muse Video. Mit Muse Spark 1.1 bringt Meta über die Meta Model API laut Meta außerdem das erste kostenpflichtige Modell an den Start. Gleichzeitig schiebt der Konzern seine eigenen MTIA-Chips weiter nach vorn. Die erste Generation mit dem Namen Iris soll laut Meta ab September 2026 in die Massenproduktion gehen und die Abhängigkeit von Nvidia verringern.

Der Vorsprung der Konkurrenz bleibt ein Risiko

Bislang hat Meta Compute noch nichts verkauft, und Erfahrung mit einem Cloud-Geschäft für externe Kunden hat Meta ebenfalls nicht. Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud haben bei Infrastruktur, Unternehmenskunden und Vertrauen einen Vorsprung von rund zehn Jahren.

Dazu kommt eine unangenehme Frage: Ist das Vermieten überschüssiger Rechenleistung kluge Monetarisierung oder eher ein Hinweis darauf, dass Meta zu viel Kapazität aufgebaut hat? Der Konzern strich laut Meta zuletzt außerdem rund 8.000 Stellen, meldete gleichzeitig Rekordumsätze und steckt weiter aggressiv Geld in Infrastruktur.

An der Börse überwiegt im Moment trotzdem die Sicht, dass Meta zum ersten Mal halbwegs schlüssig gezeigt hat, wie aus einer teuren Wette ein Geschäft werden könnte.

Apple verklagt jetzt OpenAI und Ex-Mitarbeiter wegen Geheimnisdiebstahls

Apple hat OpenAI vor dem U.S. District Court for the Northern District of California verklagt. Der Vorwurf: mutmaßliche Verstöße gegen Geschäftsgeheimnisse im Zusammenhang mit Hardware-Produkten, die Apple bislang noch nicht angekündigt hat.

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Vorwurf: vertrauliche Hardware-Informationen

Nach Darstellung von Apple geht es um eine gezielte, abgestimmte Vorgehensweise, mit der vertrauliche Informationen zu noch nicht vorgestellten Hardware-Produkten beschafft worden sein sollen.

Im Mittelpunkt der Klage stehen neben OpenAI auch io Products, die inzwischen von OpenAI übernommene Hardware-Firma, sowie die ehemaligen Apple-Mitarbeiter Tang Tan und Chang Liu. Tang Tan leitet heute den Hardware-Bereich bei OpenAI. Zuvor war er bei Apple Vizepräsident für Produktdesign.

Interne Dateien und Downloads

Apple behauptet in der Klageschrift, OpenAI habe Apple-Mitarbeiter bei Recruiting-Gesprächen und Interviews dazu gedrängt oder jedenfalls dazu ermuntert, vertrauliche Unterlagen weiterzugeben.

Die Rede ist von Bauteilen, Zeichnungen, technischen Unterlagen und internen Informationen zu künftigen Produkten. Besonders heikel sind dabei die Vorwürfe rund um interne Dateien. Aufgefallen sei der Fall laut Apple, nachdem Chang Liu im Januar 2026 einen Firmenlaptop nicht zurückgegeben habe. Bei der anschließenden Prüfung habe Apple nach eigenen Angaben einen bis dahin unbekannten Authentifizierungs- oder Sicherheitsfehler entdeckt. Über diese Lücke sollen interne Netzwerkordner erreichbar gewesen sein, aus denen vertrauliche Dateien heruntergeladen worden seien, darunter Hardware-Dateien, Engineering-Präsentationen, technische Spezifikationen und Projektdaten.

Beklagte und Personalwechsel

Als Beklagte nennt Apple nicht nur OpenAI und io Products, sondern ausdrücklich auch Tang Tan und Chang Liu.

Tang Tan gehört zu den bekanntesten Abgängen, die Apple in den vergangenen Jahren hinnehmen musste. Dass er nun ausgerechnet bei OpenAI die Hardware-Sparte führt, zeigt, wie ernst es dem ChatGPT-Anbieter mit eigenen Geräten ist. In der Klageschrift verweist Apple außerdem auf die Größenordnung des personellen Wechsels: Inzwischen arbeiten laut dem Unternehmen mehr als 400 ehemalige Apple-Beschäftigte bei OpenAI. Das ist für sich genommen nichts Rechtswidriges. Es macht aber ziemlich deutlich, wie hart um erfahrene Entwicklungs- und Produktteams gerungen wird.

OpenAIs Hardware-Pläne

Der Streit kommt zu einem Zeitpunkt, an dem OpenAI seine Pläne im Gerätebereich sichtbar vorantreibt.

Berichten zufolge arbeitet das Unternehmen an smarten Lautsprechern, Brillen und anderem vernetzten Zubehör. Dazu kommt die Übernahme von Jony Ives Startup io Products, die Medienberichten nach mit fast 6,5 Milliarden US-Dollar bewertet wurde.

Apple verlangt laut Klage unter anderem Schadenersatz. Außerdem fordert das Unternehmen die Vernichtung möglicherweise vorhandener proprietärer Unterlagen sowie eine gerichtliche Anordnung, die es OpenAI untersagen soll, Apple-Geschäftsgeheimnisse oder daraus abgeleitete Technik in eigenen Produkten einzusetzen. Hinzu kommt die Forderung nach einem Geschworenenverfahren.

Bemerkenswerter Streit zwischen Partnern

Bemerkenswert ist der Fall auch deshalb, weil beide Unternehmen bislang zusammengearbeitet haben: ChatGPT wurde in Apple Intelligence unter iOS 18 integriert. Inzwischen wirkt das Verhältnis allerdings deutlich kühler, auch weil Apple parallel auf Gemini setzt.

Apple erklärt in der Klage, man habe bereits im Februar versucht, die Angelegenheit außergerichtlich zu klären, darauf aber keine Antwort erhalten. OpenAI wies die Vorwürfe in einer ersten Stellungnahme zurück und erklärte, das Unternehmen habe kein Interesse an den Geschäftsgeheimnissen anderer Firmen. Ob Apple diese Vorwürfe vor Gericht tatsächlich belegen kann, dürfte auch zeigen, mit welcher Härte der Wettbewerb im entstehenden Markt für neue Geräte inzwischen geführt wird.

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Tabby’s Star: Neuer Riesenplanet könnte das Rätsel nun erklären

Beim Stern KIC 8462852, besser bekannt als Tabby’s Star, könnte sich ein neues Puzzlestück zeigen. Ein Forschungsteam um die Leitautorin Cristina Madurga-Favieres meldete Mitte 2026 einen möglichen transitierenden Begleiter, der vielleicht erklärt, warum der Stern seit Jahren mit extremen Helligkeitseinbrüchen auffällt. Auslöser der aktuellen Debatte ist ein einzelnes Transit-Ereignis, das im September 2019 beobachtet wurde und etwa 21 Stunden dauerte. Erst Mitte 2026 wurde es von dem Team um Madurga-Favieres als möglicher Planetenkandidat vorgestellt. Nach Einschätzung der Forschenden könnte das Objekt ungefähr die zehnfache Jupitermasse haben. Für dieses System wäre das ein ziemlich wichtiger Befund, denn bei KIC 8462852 war bislang kein transitierender Begleiter bekannt.

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Tabby’s Star bleibt ein kosmisches Rätsel

Berühmt wurde Tabby’s Star, weil sich dieser Stern eben nicht so verhält wie Systeme mit gewöhnlichen Transitplaneten. Normalerweise sehen Astronomen kleine, regelmäßig wiederkehrende Dellen in der Helligkeit. Hier war es anders: Über Jahre tauchten unregelmäßige Einbrüche von bis zu 22 Prozent auf. Zu einem typischen Planeten passt das nicht, denn der würde beim Vorübergang nur einen kleinen Teil des Sternenlichts abschirmen.

Genau diese seltsamen Messdaten machten den Stern 2015 weltweit bekannt. Damals bekam auch die spektakulärste Erklärung besonders viel Aufmerksamkeit: die Idee einer künstlichen Megastruktur einer fremden Zivilisation, die Sternenergie erntet. Für Schlagzeilen reichte das allemal. Unter Fachleuten gilt diese Deutung heute aber als sehr unwahrscheinlich.

Neuer Kandidat stützt eine natürliche Erklärung

Der neue Kandidat liefert aus Sicht der Forschenden vor allem Stoff für eine natürliche Erklärung. Das Team um Cristina Madurga-Favieres vermutet, dass die Schwerkraft eines so massereichen Planeten Kometen oder andere kleine Himmelskörper durcheinanderbringen könnte. So könnten Staub- und Trümmerwolken entstehen oder in unsere Sichtlinie geraten. Und genau solche Wolken würden die unregelmäßigen Lichtabfälle gut erklären.

Cristina Madurga-Favieres hob außerdem hervor, dass es sich um den ersten gemeldeten transitierenden Begleiter bei Tabby’s Star handelt. Selbst wenn der Kandidat erst noch bestätigt werden muss, wäre er ein wichtiger Baustein, um zu verstehen, wie kompliziert dieses System tatsächlich ist.

Warum die Alien-Theorie heute schwächer ist

Ausschlaggebend gegen die Megastruktur-Hypothese waren spätere Beobachtungen. Sie zeigten, dass die Verdunkelung blaues Licht stärker dämpft als rotes. So ein wellenlängenabhängiges Muster spricht deutlich für feinen Staub. Ein großer, undurchsichtiger künstlicher Körper müsste das Sternenlicht viel gleichmäßiger blockieren.

Deshalb haben auch jene Wissenschaftler, die die Alien-Idee anfangs öffentlich mitdiskutierten, ihre Einschätzung später in Richtung natürlicher Staubmodelle verschoben.

Bürgerforschung spielte eine große Rolle

Dass Tabby’s Star überhaupt so gründlich untersucht wurde, ist auch Freiwilligen zu verdanken. Aufgefallen war der Stern zuerst Teilnehmenden des Projekts Planet Hunters, die ungewöhnliche Daten des Weltraumteleskops Kepler sichteten. Später half sogar Crowdfunding weiter: Eine von der Astronomin Tabetha Boyajian gestartete Kickstarter-Kampagne brachte 2016 mehr als 100.000 Dollar für zusätzliche Teleskopbeobachtungen ein.

Ganz gelöst ist das Rätsel trotzdem nicht. Neben Staub aus Kometen oder Planetesimalen stehen laut den Forschenden auch andere Erklärungen im Raum, darunter die Zerstörung eines Exomonds, intrinsische Veränderungen des Sterns oder Effekte durch nahegelegene Objekte im All. Der neue Planetenkandidat macht aber eines etwas klarer: Für Tabby’s Star braucht man vermutlich keine Aliens, sondern eine bessere Erklärung der Himmelsmechanik.