Facebook Messenger für Windows Phone jetzt verfügbar

Nach der Ankündigung auf dem Mobile World Congress 2014 in Barcelona ist der Facebook Messenger für Windows Phone jetzt verfügbar. Die App kann im Windows Store heruntergeladen werden und bringt viele Funktionen, die es bei den Versionen für iPhone und Android schon gibt.

Facebook Messenger für Windows Phone bietet Gruppenchats, Standortfunktionen und Benachrichtigungen über gelesene und neue Nachrichten. Außerdem können Nutzer Fotos verschicken und die von Facebook bekannten Sticker verwenden. Die App interagiert aber nicht mit der Facebook-App. Beim Öffnen der Timeline eines Gesprächspartners wird diese in einer eigenen Ansicht dargestellt.

In der Anwendung für Windows Phone fehlen die von Android-Geräten bekannten Chat Heads. Unter Android stehen mit diesen schwebenden Chatsymbolen laufende Unterhaltungen auch aus anderen Apps zur Verfügung. Ebenso gibt es für Windows Phone keine Sprachnachrichten.

Nach Instagram für Windows Phone steht Facebook-Nutzern jetzt auch die Chat-App für Windows Phone zur Verfügung. Es ist zu erwarten, dass Facebook den Funktionsumfang der Anwendung noch ausbaut.

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Quelle: Windows Store

Stiftung Warentest beurteilt WhatsApp, Facebook stellt Messenger ein, Aufschub für Chrome Erweiterungen

Stiftung Warentest hat fünf Messenger-Apps getestet und stuft WhatsApp als “sehr kritisch” ein, Facebook stellt die Messenger-App für Windows ein und Google verschiebt die Sperre von Chrome-Erweiterungen außerhalb des Web-Stores – der Nachrichtenüberblick.

  • Stiftung Warentest beurteilt fünf Messenger-Apps: Nach Überprüfung von WhatsApp, Threema, Telegram, BBM und Line durch die Stiftung Warentest erhält lediglich Threema das Urteil “unkritisch” – WhatsApp hingegen wird als “sehr kritisch” eingestuft.
  • Facebook Messenger für Windows wird am 03. März 2014 eingestellt: Facebook gibt ohne Angabe von Gründen bekannt, die Messenger-Anwendung für Windows nicht weiter zu unterstützen.
  • Google Chrome Erweiterungen: Auf Wunsch vieler Entwickler verschiebt Google die Sperre für Chrome-Erweiterungen, die nicht im Web-Store erhältlich sind. Erst ab dem 1. Mai 2014 sollen Erweiterungen ohne Freigabe von Google im Browser blockiert werden.
  • Google Now Launcher jetzt im Google Play Store verfügbar: Google stellt den KitKat-Launcher des Nexus 5 in den Play Store. Allerdings bleibt er Nexus-Geräten und Google-Play-Editionen vorbehalten. Den Google Now Launcher bekommt man hier.
  • Google+ für Android erhält neue Foto-Funktionen: Die neue Android-App für Google+ bringt neue Filter und Bearbeitungsmöglichkeiten für Fotos. Außerdem gibt es neue Sortierfunktionen beim Betrachten von Bildern.
  • Das Erste für Windows 8 und Windows 8 RT: Ab sofort steht Das Erste als App für Windows 8 und Windows 8 RT zum Download im Windows Store bereit. Die Anwendung bietet Zugriff auf das Live-Programm der ARD und die Mediathek des Ersten Deutschen Fernsehens.
  • Google Maps bringt den Rechtsklick zurück: In der neuen Version von Google Maps kann man wieder überall auf der Karte mit der rechten Maustaste klicken. Dadurch öffnet sich ein Kontextmenü zur Navigation und zum Anzeigen der Standortkoordinaten.

Updates

  • iTunes 11.1.5 behebt Abstürze: Apple aktualisiert die Medienzentrale  iTunes für OS X und Windows. Das Update behebt das Problem von zufälligen Abstürzen der Anwendung. Hier geht es zum Download für Windows und für Mac.

Spiele

  • Southpark: The Stick of Truth wird in Deutschland zensiert: Ubisoft schneidet Zwischensequenzen und Mini-Spiele aus dem Southpark-Spiel heraus. Die zensierte Version des Spiels für PC, Xbox 360 und PS3 erscheint außer in Europa auch in Asien und Afrika.
  • Diablo 3 Patch auf Version 2.0.1: Blizzard hat die lang erwartete Aktualisierung von Diablo 3 veröffentlicht. Zu den vielen Neuerungen zählt ein verbessertes Beutesystem, allerdings klagen viele Spieler über Fehler und Probleme mit dem Update.

Facebook Messenger für Windows wird am 3. März 2014 eingestellt

Facebook macht seine Nutzer darauf aufmerksam, dass der Facebook Messenger für Windows ab dem 3. März 2014 nicht weiter unterstützt wird. Das soziale Netzwerk nennt keine Gründe für die Abschaltung der Anwendung.

Diese Bekanntgabe folgt nur wenige Tage nach der Ankündigung des Facebook Messengers für Windows Phone. Mit der Übernahme von WhatsApp zeigt Facebook, welche Bedeutung Chat-Funktionen für das Unternehmen haben. Allerdings scheint Facebook die Windows-Anwendung wie seinen E-Mail-Dienst wegen einer geringen Nutzerzahl einzustellen.

Windows-Anwender können natürlich weiter Facebook-Nachrichten im Browser verschicken. Außerdem kann die Facebook-App unter Windows 8.1 zum Chatten an den Rand des Bildschirms gedockt werden.

Update (28.02.2013): Zum gleichen Zeitpunkt wird Facebook auch den Facebook Messenger für Firefox nicht weiter unterstützen. Windows-Anwender  können das Browser-Plugin ab dem 3. März 2014 nicht weiter verwenden.

Quelle: The Next Web ( 1 | 2)

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Facebook Messenger für Windows Phone angekündigt

Facebook stellt seinen E-Mail-Dienst ein

Facebook kauft WhatsApp für 16 Milliarden Dollar

Facebook-Deal bringt deutsche WhatsApp-Nutzer zum Wechsel

WhatsApp ist derzeit die beliebteste Messenger-App in Deutschland. Allerdings beeinträchtigt die Übernahme durch Facebook das Ansehen des Dienstes. Einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes Advise zufolge wollen 30 Prozent der deutschen Nutzer WhatsApp in Zukunft nicht mehr nutzen oder denken über einen Wechsel nach.

Als Grund geben die Befragten die Sorge um persönliche Daten, mangelnde Sicherheit und das schlechte Image von Facebook an. Die Einbindung von Werbung, zukünftige Kosten oder einer Verschlechterung des Angebots fürchten die Nutzer hingegen kaum.

Aus der Umfrage geht auch hervor, dass deutsche Nutzer WhatsApp im Gegensatz zu Facebook als glaubwürdig, sicher und sympathisch wahrnehmen. Langfristig wird sich erst noch zeigen, ob WhatsApp unter der Übernahme leiden wird, oder ob Facebook dadurch sein eigenes Ansehen aufbessern kann.

Quelle: Advise Research

Via: Spiegel Online

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Facebook stellt seinen E-Mail-Dienst ein

Facebook stellt seinen E-Mail-Dienst @facebook.com ein. Das soziale Netzwerk hat damit begonnen, Benachrichtigungen über die Abschaltung an seine Nutzer zu verschicken. Eine Facebook-Sprecherin teile Softonic per E-Mail mit: “Wir stellen den Dienst ein, weil die meisten Nutzer ihre Facebook E-Mail-Adresse nicht verwenden,  und wir uns so auf die Verbesserung unseres mobilen Messenger-Dienstes für alle Nutzer konzentrieren können.”

Wer in seinem Facebook-Profil eine primäre E-Mail-Adresse angegeben hat, kann die facebook.com-E-Mails entsprechend weiterleiten. Diese Funktion kann auf Wunsch auch abgestellt werden. Die Facebook-Adresse erschließt sich aus dem Profilnamen und ist daher leicht zu erraten. Bei aktivierter Weiterleitung ist es also möglich, dass unerwünschte E-Mails von Fremden im privaten Postfach landen.

Das E-Mail-Angebot war von Facebook als Alternative zu traditionellen Anbietern gedacht, wurde aber nie von der breiten Masse angenommen. Obwohl der Dienst mehr als drei Jahre zur Verfügung stand, hat Facebook nie wichtige Funktionen wie Betreffzeilen oder Kopien eingeführt. Die Entwicklung des Angebotes stagnierte, daher ist die Einstellung keine Überraschung.

Via: Re/code

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MWC 2014: Mark Zuckerberg spricht über WhatsApp und Internet.org

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat heute Abend auf dem Mobile World Congress eine Pressekonferenz gegeben. Im Gespräch mit David Kirkpatrick, Autor des Buches “The Facebook Effect”, hat Zuckerberg kurz Gründe für den Kauf von WhatsApp genannt. Außerdem hat er seine Pläne für Internet.org dargelegt und wie man mit dem Projekt noch mehr Nutzer erreichen will.

Was hinter dem WhatsApp-Kauf steckt

WhatsApp sei auf dem Weg, mehr als eine Milliarde Nutzer zu verbinden. Kaum ein anderer Anbieter sei dazu in der Lage, so Zuckerberg. Durch den Kauf werde auch Facebook noch mehr Nutzer erreichen, sagte er im Zusammenhang mit der Übernahme von WhatsApp durch Facebook.

Internet.org

Der Facebook-Chef nutzte die Gelegenheit, um über Internet.org zu sprechen. Nicht das Smartphone verbinde die Nutzer mit dem Internet, sondern die entsprechenden Datentarife. Fallende Smartphone-Preise machten die Geräte auch in Schwellenländern erschwinglich, aber ohne Internetzugang blieben viele Funktionen verwehrt. Das Ziel von Internet.org sei es daher, einfachen Internetzugang und damit Nachrichten, Internetsuche und soziale Netzwerke entweder kostenlos oder für einen sehr geringen Preis zur Verfügung zu stellen.

Mit Internet.org will Zuckerberg die zwei Drittel der Weltbevölkerung erreichen, die momentan ohne Internetzugang sind. Kurzfristig sei damit kein Geld zu verdienen, aber Visionär Zuckerberg zeigte sich als optimistischer Philanthrop und sagte, dass auch Facebook langfristig über Internet.org Nutzer gewinnen werde: “Es ist gut für Facebook, aber es wird auch der Welt gut tun.”

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Facebook Sticker zum Valentinstag – Love is in the Air

Zum Valentinstag hat Facebook ein neues Sticker-Set mit Namen Love is in the Air herausgebracht. Die Sticker-Sammlung gibt es kostenlos im Sticker Store.

Seit Juli vergangenen Jahres gibt es Facebook Sticker auch in der Desktop-Version und nicht mehr nur über die mobilen Apps (Download Facebook für Android, iOS, Windows Phone). Seither fügt das soziale Netzwerk immer wieder neue Sammlungen von Stickern hinzu, so wie im Dezember die Facebook-Hände mit dem Gefällt mir nicht-Daumen.

Zum Valentinstag gibt es Herzen

Zum heutigen Valentinstag hat Facebook eine Herzen-Sammlung in den Sticker Store gebracht. Neben Snoopy mit Herz und zahlreichen verliebten Tieren dürfte für jedes Valentinstagskind etwas dabei sein.

Den Sticker Store erreicht man aus einem Chat-Fenster über einen Klick auf den Smiley in der rechten unteren Ecke und einen anschließenden Klick auf den Einkaufswagen. Einen Überblick aller verfügbaren Sticker haben wir hier zusammengestellt.

So sieht euer Facebook-Leben in einer Minute aus

Facebook feiert heute seinen zehnten Geburtstag. Als thefacebook.com von vier Harvard-Studenten mit gerade einmal 1.000 Dollar gegründet, ist Facebook in einer Dekade zu einem der mächtigsten Online-Unternehmen aufgestiegen und zum beliebtesten sozialen Netzwerke der Erde.

Ein Blick zurück – für jeden User persönlich

Zur Feier des Tages hat das Team rund um Gründer Mark Zuckerberg eine ein-minütige, personalisierte Rückschau veröffentlicht. Unter facebook.com/lookback erhält jeder der 1,23 Milliarden Facebook-Nutzer ein eigenes kurzes Video mit den beliebtesten Posts, den persönlichen Anfängen und schönsten Bildern – alles untermalt mit hübscher Musik.

Das würde ich heute anders machen

Facebook ist mittlerweile ein wichtiger Teil im Leben vieler Menschen geworden. Das Teilen von Fotos und intimen Gedanken ist heute ganz normal, war vor wenigen Jahren aber etwas ganz Neues. Wir in der Redaktion haben uns daher die Frage gestellt: Was würde ich bei Facebook heute anders machen?

Es geht auch ohne Facebook

Unser Kollege Jan-Hendrik Fleischer kommt dabei zu einem einfachen Schluss: Es geht auch ohne. Wenn auch ihr genug habt von Facebook, solltet ihr einen Blick auf unseren Tschüss Facebook-Artikel werfen. Fabrizio Ferri-Benedetti erklärt darin, wie man dem Netzwerk “Lebe wohl” sagt, ohne die eigenen Daten zu verlieren.

Zehn Jahre Facebook: Das würde ich heute anders machen

Wenn Sie das Rad der Zeit zurückdrehen könnten – bis zu dem Zeitpunkt, als Sie Facebook beigetreten sind – würden Sie etwas anders machen? Diese Frage haben wir uns gestellt.

Facebook gibt es seit nunmehr zehn Jahren. Zeit, Bilanz zu ziehen: Zehn unserer Redakteure blicken zurück auf die Zeit, als sie Facebook-Mitglied wurden. Wie wir damals waren? Eher unerfahren und naiv im Hinblick auf die Gefahren für die Privatsphäre, die Facebook mit sich bringen würde? Oder schon immer bereit, unsere persönlichen Daten mit Zähnen und Klauen zu verteidigen?

Eines ist sicher: Heute sind wir definitiv umsichtiger. Wir teilen wir weniger Beiträge, haben weniger Facebook-Freunde und sind vorsichtiger in dem, was wir über uns preisgeben. Das sind die Dinge,  die wir heute definitiv anders machen:

Markus: Weniger teilen

Als ich 2006 Facebook beigetreten bin, habe ich mir wenig Gedanken darüber gemacht, wie sehr das Netzwerk mein soziales Leben beeinflussen würde. Ich reise viel, und so wuchs mein Freundeskreis rasch auf mehr als 500 Personen an. Dazu kommt, dass ich nicht wirklich wusste, was ich posten oder teilen sollte.

2010 wurde ich zum wahren Facebook-Junkie, teilte jede Menge überflüssige und private Dinge mit Leuten, die ich zum Teil kaum kannte. Außerdem beteiligte ich mich an all diesem oberflächlichen Smalltalk. Ich entschied mich dann, mein Profil gänzlich zu löschen und pausierte für ein Jahr.

Seit 2011 bin ich wieder bei Facebook, aber ganz anders als beim ersten Anlauf. Ich habe zum Beispiel keine Chronik mehr, beschränke meine persönliche Pinwand auf nicht mehr als fünf Postings und wähle meine Freunde viel sorgsamer aus. Heute kann es vorkommen, dass ich mich nur einmal pro Woche einlogge.

Fabrizio: Weniger Freunde hinzufügen

Facebook hat glücklicherweise meinen persönlichen Blog abgelöst. Denn 2007 habe ich im Blog noch sehr persönliche Dinge preisgegeben. Diese öffentliche Offenbarung hat mir stets ein ungutes Gefühl beschert. Mit Facebook hingegen konnte ich besser steuern, wer meine persönlichen Dinge lesen kann und besseres Feedback bekommen. Der Personenkreis ist zudem präsenter und greifbarer, wenn auch kleiner.

Heute nutze ich mein Profil als Test für meine Kreativität beim Schreiben. Meine Freunde lesen meine Texte bevor es ein anderer tut. Vor einiger Zeit habe ich die Zahl auf 140 reduziert. Ich lösche auch regelmäßig Kontakte, die ich nicht benötige.

Was teilen und mit wem? Lesen Sie den Artikel Sichtbarkeit in sozialen Netzwerken einschränken

Junko: Weniger Kollegen hinzufügen

Meinen Account habe ich im November 2007 eingerichtet, aber wenig genutzt. Denn all meine japanischen Freunde nutzten ein anderes soziales Netzwerk namens ‘mixi’, wo man einen Spitznamen als ID verwenden darf.

Ende 2010 entdeckten auch die Japaner Facebook für sich, mixi hingegen verlor an Bedeutung. Japaner haben einen ganz eigenen Habitus, der sich sogar in ihrem Verhalten in den sozialen Netzwerken zeigt. Sie drücken stets den “Gefällt mir”-Button und fügen nette Kommentare hinzu. Schließlich sind Japaner stets auf Harmonie bedacht. Ich persönlich vermeide es nach Möglichkeit, Arbeitskollegen als Kontakte in Facebook hinzuzufügen. Denn dann muss ich kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich nicht auf den “Gefällt mir”-Button drücke. Etwas absurd, oder?

Maria: Nicht Fan von allem sein

Im September 2008 habe ich zum ersten Mal bei Facebook gepostet, zeitgleich erstmals auch bei Twitter. Ich konnte zwischen beiden Netzwerken keine großen Unterschiede feststellen. Meine Einträge drehten sich um praktisch mein ganzes privates Leben: was ich aß, tat oder fühlte. Das gipfelte darin, dass ich begann, über mich selbst in der driten Person zu schreiben: “…ist müde”, “..sucht einen Job”.

Doch ich bemerkte rechtzeitig, wie lächerlich das alles war, trotzdem habe ich angefangen, allem und jedem “Likes” zu vergeben. Ich wurde Fan von Kaffee, Leggings, Cockerspaniels… Heute sehe ich das als Spinnerei an. Ich bin irgendwie erwachsener geworden.

“Gefällt mir” einmal anders herum: Facebook mit “Gefällt mir nicht”-Knopf nachrüsten – so geht’s

Pier Francesco: Profil mit dem echten Namen anlegen

Zunächst begegnete ich Facebook mit beharrlicher Ablehnung. Doch eines Tages wurde ich Teil eines Teams, das Spenden für die Opfer des großen Erdbebens in den Abruzzen 2008 sammelte. Ich war verantwortlich für sämtlichen Inhalte, und der Haupt-Verbreitungskanal war Facebook. Damit gab ich meinen Widerstand weitgehend auf.

Ich erstellte mir ein Profil unter einem Fantasienamen, um einer Flut von Postings zu entgehen. Das brachte aber Probleme mit sich. Beispielsweise musste ich bei jeder Freundschaftanfrage hinzufügen, wer ich wirklich bin. Zudem konnte mich niemand in Facebook finden. Heute würde ich mich nur noch unter meinem richtigen Namen anmelden. Trotzdem hat meine Kampagne gefruchtet und 10.000 Euro eingebracht. Trotz des falschen Profils.

Auch Bedenken, mit echtem Namen bei Facebook aufzutreten? Lesen Sie Privat statt peinlich – So schützen Sie Ihren Ruf im Netz

Daniel: Profil mit falschem Namen anlegen

Als ich zum ersten Mal von FB hörte, ging ich von einer billigen Kopie von MySpace aus. Trotzdem meldete ich mich nach einiger Zeit an. Das war 2008. Ich verließ zu dieser Zeit Australien und wollte mit meinen Freunden in Kontakt bleiben. Das erste was ich tat, war meinen Realnamen anzugeben, viel zu viele Freunde hinzuzufügen und sogar Fotos hochladen.

Nach einer Weile löschte ich alle Bilder, änderte meinen Namen in einen Fantasienamen und brachte meine Privatsphäre-Einstellungen auf Vordermann. Heute kann man mich noch nicht einmal auf Fotos markieren ohne meine Zustimmung. Wie sich die Zeiten ändern…

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Sebina: Finger weg von Facebook Connect

Ich tauchte 2008 in die Welt von Facebook ein. Zunächst beschränkte ich mich darauf, alte und neue Freunde wiederzufinden. Als meine ganze Familie sich bei Facebook angemeldet hatte, änderte sich mein Verhalten und ich teilte Fotos und Links, Gedanken und Gefühle.

Ich kümmerte mich nicht sonderlich um die Privatsphäre-Einstellungen und verwendete Facebook Connect, um neue Apps und Services auszuprobieren. Vor wenigen Tagen fand ich mit Hilfe von MyPermissions, heraus, dass über 190 Apps Zugriff auf meine persönlichen Daten haben. Ich widerrief alles und schwor mir, den entsprechenden Button nie mehr zu betätigen.

Baptiste: Private Nachrichten statt alles zu teilen

Ich war noch nie ein großer Fan von Facebook. Denn seine privaten Belange im Internet zu verbreiten, kann nur negative Auswirkungen haben. Trotzdem war ich angefixt.  Damals wandten sich all meine Freunde von Windows Live Messenger und Skype ab, jeder sprach von Facebook.

Am 30. Januar 2011 meldet ich mich an. Mein erster Blick galt den Privatsphäreeinstellungen.  Heute nutze ich Facebook jeden Tag, um mit meinen Freunden zu kommunizieren, und zwar über Private Nachrichten. Auf meiner Seite poste ich so gut wie nichts. Ich kommentiere auch keine anderen Postings. Ich bin ein lebendes Beispiel dafür, dass man nicht alles “liken” muss.

Verwenden Sie den Facebook Chat? So werden Sie für ausgewählte Freunde unsichtbar

Samuel: Den Ruf wahren

Ich weiß von meinen Facebook-Anfängen – es muss 2007 gewesen sein – nicht mehr viel. Was ich jedoch noch gut weiß, ist meine eiserne Regel: Facebook ist nicht das reale Leben.

Die Gefahren einer Plattform, bei der man Freunde einfach hinzufügen oder ignorieren, Nachrichten blocken und in fremde Chroniken schreiben kann, waren mir schnell bewusst. Früher oder später würden die sozialen Netzwerke unsere Leben so sehr durchsetzt haben, dass die realen und die Online-Beziehungn schwer auseinaderzuhalten sind. Ich denke, ich würde heute noch besser auf meine Online-Reputation achten.

Jan-Hendrik: Ohne Facebook leben

Die Frage nach meinen größten Facebook-Fehlern ist schnell beantwortet: Keine. Denn ich gehöre zu den Exoten, die über kein FB-Profil verfügen. Ist das ein Fehler? Es wäre einer, hätte ich das Gefühl, etwas zu verpassen. Doch auf die geposteten Bilder fremder Katzen kann ich gut und gern verzichten.

Generell sehe ich mich gern aktiv nach relevanten Informationen um, statt von einem Netzwerk überflutet zu werden. Ich möchte meine Zeit nicht vergeuden mit dem Filtern von jeder Menge überflüssiger und wenig relevanter Information. Soziale Interaktion gab es auch schon vor Facebook. Ich komme gut ohne Facebook zurecht.

Sind Sie Jan-Hendriks Meinung? Lesen Sie 10 Gründe, warum man keinen Facebook-Account braucht

Und Sie?

Sind Sie auch bei Facebook? Sind Sie glücklich damit oder haben Sie es schon einmal bereut? Schreiben Sie uns, was Sie heute in Facebook anders machen würden.

Prognose: Facebook verliert in den kommenden drei Jahren 80 Prozent seiner Nutzer

Facebook und andere soziale Netzwerke sind nicht viel mehr als eine Epidemie. Das zumindest nehmen Wissenschaftler der Universität von Princeton im Rahmen einer Studie an. In der Studie untersuchen die Wissenschaftler das Auf und Ab von sozialen Netzwerken im Internet. Die erstaunliche Erkenntnis: Facebook soll bis zum Jahr 2017 80 Prozent seiner Nutzer verlieren.

Facebook-Entwicklung von 2004 bis 2020 (Quelle: Princeton)

In der Studie nutzen die Wissenschaftler epidemiologische Modelle, um Soziale Netzwerke zu untersuchen. Netzwerke breiten sich demnach ähnlich in der Gesellschaft aus wie Infektionskrankheiten.

Ein Facebook-Nutzer ist den Modellen nach mit einem Facebook-Virus infiziert, ein Twitter-Nutzer leidet an einer Twitter-Infektion. Grundlage für die Modelle ist das Netzwerk MySpace, welches Internetnutzer der frühen 2000er Jahre noch kennen dürften. Das Netzwerk hatte einmal eine große Verbreitung, bis anschließend, so die Studie, der Heilungsprozess begann und das Netzwerk an Einfluss verlor.

Google Trends-Daten dienen als Basis für das Infektionsmodell

Nachdem die Autoren der Studie mit vielerlei mathematischem Zauberwerk anhand von Google Trends-Daten gezeigt haben, dass die Facebook-Nutzerschaft bislang eine ähnliche Entwicklung verfolgt wie die von MySpace, kommen die Formeln zu einer deutlichen Aussage: “Das Modell legt nahe, dass Facebook einen rapiden Verfall aufzeigen wird.” In den Jahren 2015 bis 2017 dürfte die Epidemie Facebook daher 80 Prozent weniger Menschen beherrschen wie noch heute.

Via Universität von Princeton.