Windows 10 als Virtuelle Maschine mit VMware Player gefahrlos testen

Wenn Sie die Windows 10 Technical Preview nicht auf Ihrem Rechner installieren wollen, können Sie das neue System auch als Virtuelle Maschine einrichten. Dies geht sehr einfach und benötigt wenig Zeit.

Eine Virtuelle Maschine ist ein simulierter PC im Fenstermodus. Auf diesem Weg können Sie die Windows 10 Technical Preview wie ein normales Anwendungsprogramm testen, ohne Ihr aktuelles System zu überschreiben.

1. Download und Installation von VMware Player

Vor dem Download von VMware Player müssen Sie sich zunächst auf der Herstellerseite anmelden. Danach können Sie die Software herunterladen. Die Installation erfordert keine Vorkenntnisse und läuft fast von ganz allein ab.

2. Download der Windows 10 Technical Preview

Die Windows 10 Technical Preview steht als 32-Bit- und 64-Bit-Version bereit. Laden Sie die 64-Bit Variante als ISO-Datei herunter.

3. Eine neue virtuelle Maschine mit Windows 10 erstellen

Nach dem Start von VMware Player öffnen Sie mit einem Klick auf Create a New Virtual Machine den Einrichtungsassistenten. Im nächsten Fenster wählen Sie Typical aus.

Windows 10 Technical Preview virtual machine vmware

4. ISO-Datei zur Installation auswählen

Wählen Sie für die Installation die Option Installer disc image file (iso) aus. Unter Browse können Sie die Installationsdatei der Windows 10 Technical Preview dem virtuellen DVD-Laufwerk von VMware zuweisen.

Windows 10 Technical Preview virtual machine vmware

5. Windows 8 als Betriebssystem auswählen

Als Guest operating system wählen Sie Windows 8 x64 aus. Dies ist sehr wichtig. Wenn Sie ein anderes System auswählen, funktioniert die Virtuelle Maschine mit Windows 10 eventuell nicht.

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6. Nutzerkonto auswählen

Geben Sie im Fenster Easy Install Information einen Benutzernamen an. Windows 10 wird dann automatisch mit einem entsprechenden Benutzerkonto eingerichtet. Die Zeile für den Windows product key können Sie leer lassen.

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7. Namen und Speicherort angeben

Nun geben Sie der Virtuellen Maschine noch einen Namen und wählen mit einem Klick auf Browse unter Location den gewünschten Speicherort an. Dieser sollte eine Festplatte mit mindestens 20 GB freiem Platz sein.

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8. Virtuelle Festplatte einstellen

Im nächsten Schritt stellen Sie die Größe der gewünschten virtuellen Festplatte ein. Mit 20 Gigabyte kommt man gerade so aus. Wir empfehlen mindestens 60 Gigabyte. Damit haben Sie später keine Probleme. Diese 60 GB belegen nicht sofort Speicherplatz auf der Festplatte. Die von VMWare genutzte virtuelle Festplatte wächst nur bei Bedarf bis zur Maximalgröße. Wählen Sie darüber hinaus Store virtual disk as a single file aus.

Windows 10 Technical Preview virtual machine vmware

9. Einstellungen überprüfen

Im letzten Schritt können Sie noch einmal alles überprüfen und notfalls korrigieren. Unter Customize Hardware können Sie den Arbeitsspeicher und andere Hardware-Einstellungen noch einmal anpassen. Ein Klick auf Finish beendet den Assistenten.

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Hauptspeicher auf zwei Gigabyte erhöhen

Kontrollieren Sie unbedingt den eingestellten Hauptspeicher. Die Windows 10 Technical Preview benötigt mindestens ein Gigabyte Arbeitsspeicher. Mit zwei Gigabyte geht man auf Nummer sicher und hat später keine Probleme.

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10. Virtuelle Maschine starten und Windows 10 Technical Preview installieren

Mit Play virtual machine können Sie die Virtuelle Maschine ganz komfortabel im Fenstermodus starten.

Windows 10 Technical Preview virtual machine vmware

Beim ersten Start führt Sie ein Assistent durch die Installation. Installieren Sie die Windows 10 Technical Preview wie auf einem tatsächlichen PC.

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11. Windows 10 Technical Preview im Fenstermodus starten

Ist die Virtuelle Maschine mit der Windows 10 Technical Preview fertig eingerichtet, können Sie Windows 10 einfach im Fenstermodus auf dem Desktop ausführen. Im laufenden Betrieb sieht das dann so aus.

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Windows XP in Windows 8 weiter nutzen: VMLite und Microsofts XP Modus machen es möglich

Für Windows XP gibt es keine Updates mehr. Als virtuelle Maschine können Sie XP bedenkenlos weiter nutzen. Die Einrichtung mit der Freeware VMLite und dem kostenlosen XP Modus von Microsoft schaffen auch unerfahrene Nutzer im Handumdrehen.

Den XP Modus spendierte Microsoft einst als Dreingabe für Windows 7. Schon in dieser Version funktionierten nicht alle alten Windows-Programme problemlos. Unter Windows 8 ist die Einrichtung des XP Modus zwar nicht vorgesehen. Mit VMLite schlägt man Microsoft aber ein Schnippchen und installiert die virtuelle Maschine auch hier.

1. Windows XP Modus von Microsoft herunterladen (ca. 500 Megabyte)

Bei dem Download handelt es sich um ein selbstentpackendes Archiv im EXE-Format mit einer von Microsoft fertig aufgesetzten virtuellen Maschine. Laden Sie die Datei nur herunter und führen Sie sie nicht per Doppelklick aus.

2. VMLite XP Mode herunterladen und installieren

Der VMLite XP Mode ist eine kostenlose Virtualisierungsumgebung wie VMware oder Virtualbox. Mit VMLite können Sie den XP Modus von Microsoft ohne großen Aufwand auch unter Vista oder Windows 8 ausführen.

3. VMLite starten

4. XP Modus importieren

Klicken Sie im Menü oben auf Machine und dann auf New.

Im nächsten Fenster wählen Sie in der zweiten Option die vorher heruntergeladene Datei mit dem XP Modus von Microsoft aus.

VMLite XP Mode entpackt das Paket automatisch und bereitet die Einrichtung vor.

Vor der Installation müssen Sie noch die Lizenzbedingungen von Microsoft akzeptieren. Der XP Modus ist zwar kostenlos, doch es handelt es sich immerhin um das Original-Betriebssystem Windows XP.

VMLite installiert nun das vollständige XP System als virtuelle Maschine. Anders als bei einer klassischen Windows-Installation müssen Sie bis auf das Administratorenkennwort aber keine Angaben machen. Falls Sie den XP Modus nur mit einem Nutzer verwenden, benötigen Sie das Kennwort später wahrscheinlich nicht mehr. Notieren Sie sich das Kennwort aber sicherheitshalber.

Im nächsten Fenster legen Sie den von der virtuellen XP Maschine nutzbaren RAM-Speicher fest. 512MB sind das Minimum. Mehr als 2GB werden Sie aber wohl kaum benötigen. Die Einstellung können Sie später nach Bedarf anpassen.

Im nächsten Fenster können Sie die automatischen Updates für Windows XP aktivieren. Das letzte Update für Windows XP ist im Frühjahr 2014 erschienen. Wir empfehlen die Funktion zu daktivieren und nach dem ersten Start einmalig alle verfügbaren Updates aufzuspielen.

Als letzten Schritt richtet VMLite XP Mode die virtuelle Festplatte ein. Nach diesem Fenster ist die Installation abgeschlossen.

5. VMLite XP Modus starten

In der Oberfläche von VMLite sehen Sie nun den XP Modus als virtuelle Maschine. Mit einem Klick auf den grünen Pfeil starten Sie Windows XP.

Sie können den Windows XP Mode entweder im Vollbildmodus oder als Fenster betreiben. VMLite passt den Bildschirm automatisch an.

6. Schneller Zugriff dank Ruhezustand und Desktopsymbol

Bei Bedarf können Sie Ihre virtuelle Maschine ohne langen Bootvorganng schnell ein- und ausschalten. VMLite pausiert den XP Modus einfach und speichert den aktuellen Systemstand auf der Festplatte ab. So nutzen Sie den XP Modus nur dann, wenn Sie ihn wirklich brauchen.

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