Dual-Boot: So nutzen Sie Windows 10 und ältere Versionen im Parallelbetrieb

Sie wollen Windows 10 testen? Dann installieren Sie das kommende Windows doch einfach parallel zu Ihrem aktuellen System. Die Dual-Boot-Funktion von Windows macht das möglich.

Unfertige Betriebssysteme wie Windows 10 testet man am besten als Virtuelle Maschine. Wenn Sie die volle Systemleistung Ihres Rechners ausschöpfen oder anspruchsvolle Hard- und Software ausprobieren möchten, sollten Sie Windows 10 besser als Dual-Boot-System installieren. Sie benötigen lediglich 20 GB freien Speicherplatz auf der Festplatte.

1. Zusätzliches Systemlaufwerk bereitstellen

Um mehr als eine Version von Windows zu installieren, benötigen Sie ein zusätzliches Laufwerk. Dies kann entweder eine zweite Festplatte sein oder eine so genannte Partition mit eigenem Laufwerksbuchstaben. Wenn Sie bereits ein zusätzliches Laufwerk mit mindestens 20 Gigabyte freiem Platz haben, können Sie direkt zum zweiten Abschnitt springen.

Auf PCs mit nur einem Laufwerk sollten Sie mit folgenden Schritten eine zweite Partition erstellen.

1.1 Windows-Partitionierungswerkzeug starten

Drücken Sie die Tastenkombination Windows + R und führen Sie das Kommando diskmgmt.msc aus. Dies startet den Laufwerk-Manager von Windows.

Install Windows 10 as a dual boot system

1.2. Freien Festplattenplatz überprüfen

Suchen Sie nach Ihrer Hauptfestplatte mit Namen C: und stellen Sie sicher, dass mindestens 20 Gigabyte Platz frei ist. Wenn nicht, müssen Sie erst den notwendigen Platz auf Ihrer Festplatte freiräumen.

Install Windows 10 as a dual boot system

1.3 Hauptlaufwerk C: verkleinern

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Ihre C: genannte Festplatte und anschließend auf Shrink Volume.

Install Windows 10 dual boot_03

1.4 Freizugebenden Festplattenplatz angeben

Geben Sie im nächsten Schritt den später für Windows 10 gedachten Festplattenplatz an. Wie bereits erwähnt sollten das mindestens 20 Gigabyte sein. Wenn Sie Platz haben, können Sie wie in unserem Beispiel auch spendabler sein.

Install Windows 10 dual boot_04

1.5 Neue Partition erstellen

Ihr C: genanntes Laufwerk wurde jetzt verkleinert. Der freigewordene Platz erscheint rechts davon. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf diesen freien Bereich und anschließend auf New Simple Volume.

Install Windows 10 as a dual boot system

Anschließend weisen Sie den maximal verfügbaren Platz dem neuen Laufwerk zu.

Install Windows 10 as a dual boot system

Im nächsten Schritt wählen Sie noch einen Laufwerksbuchstaben aus. Windows schlägt Ihnen automatisch einen passenden Buchstaben vor.

Window 10 install as dual boot

Im letzten Schritt sollten Sie das neue Laufwerk mit der Standardeinstellung NTFS formatieren.

Window 10 install as dual boot

Ihre zusätzliche Partition ist damit fertig. Jetzt können Sie Windows 10 als Dual-Boot-System installieren.

Window 10 install as dual boot

2. Installations-DVD oder bootfähigen USB-Stick erzeugen

Um Windows 10 zu installieren, benötigen Sie entweder eine Installations-DVD oder einen bootfähigen USB-Stick mit den Installationsdateien. Beides können Sie aus der von Microsoft bereitgestellten ISO-Datei mit einem Brennprogramm wie CDBurnerXP oder USB-Tools wie ISO to USB leicht herstellen.

3. Windows 10 installieren

Starten Sie den Rechner von der Windows 10 Installations-DVD oder dem bootfähigen USB-Stick.

3.1 Angepasste Installation auswählen

Bei den Installationsoptionen wählen Sie Custom: Install Windows only (advanced) aus.

Window 10 install as dual boot

3.2 Freies Installationslaufwerk auswählen

Geben Sie als Ziel das von Ihnen vorbereitete Laufwerk an. Dies kann entweder wie oben gezeigt eine zusätzliche Partition oder eine weitere Festplatte sein.

Wichtig: Wählen Sie hier NICHT das von Ihnen bislang genutzte Hauptlaufwerk aus. Anhand der Angabe bei Free Space können Sie das richtige Laufwerk leicht erkennen. Haben Sie eine zusätzliche Partition erstellt, befindet sich der Eintrag normalerweise ganz unten.

Window 10 install as dual boot

3.3 Windows 10 Dateien kopieren und Installation abschließen

Das Installationsprogramm kopiert Windows 10 jetzt auf die Festplatte. Wenn die Installation abgeschlossen ist, startet der Rechner automatisch neu.

Window 10 install as dual boot

4. Beim Rechnerstart gewünschtes System auswählen

Bei jedem Neustart des Rechners können Sie jetzt zwischen Windows 10 und Ihrem bislang genutzten System auswählen. Beide Systeme kommen sich nicht in die Quere und liegen in komplett getrennten Laufwerken.

Window 10 install as dual boot

Bei sehr viel freiem Festplattenplatz ist die Dual-Boot Methode eine praktische Alternative zu einer Virtuellen Maschine. Lediglich das langwierige Hin- und Herwechseln zwischen beiden Systemen per Neustart nervt ein wenig. Wenn Sie ein wirklicher Bastler sind, können Sie ja beide Methoden kombinieren.

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Microsoft veröffentlicht Sicherheitsupdate für Windows 7 und 8 nach Problemen mit dem August-Update

Nach Problemen mit dem August-Update für Windows hat Microsoft jetzt ein überarbeitetes Sicherheitsupdate für Windows 7 sowie 8 und 8.1 veröffentlicht. Die Aktualisierung schließt Sicherheitslücken, mit denen sich Angreifer höhere Nutzerrechte verschaffen können. Betroffen sind alle noch unterstützten Windows-Versionen. Außerdem hat Windows 8 erstmals Windows XP in der Verbreitung abgehängt.

Das Update behebt drei Sicherheitsanfälligkeiten in Windows, von denen die schwerste eine Erhöhung der Berechtigungen ermöglichen kann, wenn ein Angreifer entsprechende Schadsoftware ausführt. Microsoft empfiehlt daher die Installation für alle betroffenen Windows-Versionen.

Die Aktualisierung ist Teil des August-Updates, das Microsoft allerdings nach der ersten Veröffentlichung wegen Problemen zurückgezogen hat.

Installation des Updates

Wer die automatische Aktualisierung von Windows nutzt, muss keine Maßnahme ergreifen und erhält das Sicherheitsupdate von selbst. Die manuelle Installation erfordert die Ausführung der Update-Verwaltungssoftware beziehungsweise der Windows Update-Funktion und die Überprüfung auf neue, verfügbare Updates. Direkte Download-Links führt Microsoft in den Sicherheitshinweisen zum Update auf.Windows: Microsoft veröffentlicht Sicherheitsupdate nach dem problematischen August-Update

Windows 8 überholt Windows XP

Im Juni und August 2014 hat Windows 8 erstmals das 14 Jahre alte Betriebssystem Windows XP überholt. Weltweit nutzten immerhin noch rund 15 Prozent aller Desktop-Anwender Windows XP, der Anteil von Windows 8 lag knapp darüber. An der Spitze lag Windows 7 mit rund 55 Prozent. In Deutschland hat Windows 8 das betagte XP Anfang Juni zum ersten Mal abgehängt.Windows: Microsoft veröffentlicht Sicherheitsupdate nach dem problematischen August-Update

Die Veröffentlichung der nächsten Windows-Version wird für Frühjahr 2015 erwartet, eine Vorab-Version von Windows 9 will Microsoft bereits am 30. September 2014 vorstellen.

Quelle: Microsoft Security TechCenter

Statistik: StatCounter

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Windows XP in Windows 8 weiter nutzen: VMLite und Microsofts XP Modus machen es möglich

Für Windows XP gibt es keine Updates mehr. Als virtuelle Maschine können Sie XP bedenkenlos weiter nutzen. Die Einrichtung mit der Freeware VMLite und dem kostenlosen XP Modus von Microsoft schaffen auch unerfahrene Nutzer im Handumdrehen.

Den XP Modus spendierte Microsoft einst als Dreingabe für Windows 7. Schon in dieser Version funktionierten nicht alle alten Windows-Programme problemlos. Unter Windows 8 ist die Einrichtung des XP Modus zwar nicht vorgesehen. Mit VMLite schlägt man Microsoft aber ein Schnippchen und installiert die virtuelle Maschine auch hier.

1. Windows XP Modus von Microsoft herunterladen (ca. 500 Megabyte)

Bei dem Download handelt es sich um ein selbstentpackendes Archiv im EXE-Format mit einer von Microsoft fertig aufgesetzten virtuellen Maschine. Laden Sie die Datei nur herunter und führen Sie sie nicht per Doppelklick aus.

2. VMLite XP Mode herunterladen und installieren

Der VMLite XP Mode ist eine kostenlose Virtualisierungsumgebung wie VMware oder Virtualbox. Mit VMLite können Sie den XP Modus von Microsoft ohne großen Aufwand auch unter Vista oder Windows 8 ausführen.

3. VMLite starten

4. XP Modus importieren

Klicken Sie im Menü oben auf Machine und dann auf New.

Im nächsten Fenster wählen Sie in der zweiten Option die vorher heruntergeladene Datei mit dem XP Modus von Microsoft aus.

VMLite XP Mode entpackt das Paket automatisch und bereitet die Einrichtung vor.

Vor der Installation müssen Sie noch die Lizenzbedingungen von Microsoft akzeptieren. Der XP Modus ist zwar kostenlos, doch es handelt es sich immerhin um das Original-Betriebssystem Windows XP.

VMLite installiert nun das vollständige XP System als virtuelle Maschine. Anders als bei einer klassischen Windows-Installation müssen Sie bis auf das Administratorenkennwort aber keine Angaben machen. Falls Sie den XP Modus nur mit einem Nutzer verwenden, benötigen Sie das Kennwort später wahrscheinlich nicht mehr. Notieren Sie sich das Kennwort aber sicherheitshalber.

Im nächsten Fenster legen Sie den von der virtuellen XP Maschine nutzbaren RAM-Speicher fest. 512MB sind das Minimum. Mehr als 2GB werden Sie aber wohl kaum benötigen. Die Einstellung können Sie später nach Bedarf anpassen.

Im nächsten Fenster können Sie die automatischen Updates für Windows XP aktivieren. Das letzte Update für Windows XP ist im Frühjahr 2014 erschienen. Wir empfehlen die Funktion zu daktivieren und nach dem ersten Start einmalig alle verfügbaren Updates aufzuspielen.

Als letzten Schritt richtet VMLite XP Mode die virtuelle Festplatte ein. Nach diesem Fenster ist die Installation abgeschlossen.

5. VMLite XP Modus starten

In der Oberfläche von VMLite sehen Sie nun den XP Modus als virtuelle Maschine. Mit einem Klick auf den grünen Pfeil starten Sie Windows XP.

Sie können den Windows XP Mode entweder im Vollbildmodus oder als Fenster betreiben. VMLite passt den Bildschirm automatisch an.

6. Schneller Zugriff dank Ruhezustand und Desktopsymbol

Bei Bedarf können Sie Ihre virtuelle Maschine ohne langen Bootvorganng schnell ein- und ausschalten. VMLite pausiert den XP Modus einfach und speichert den aktuellen Systemstand auf der Festplatte ab. So nutzen Sie den XP Modus nur dann, wenn Sie ihn wirklich brauchen.

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Kritische Sicherheitsupdates für Internet Explorer, Office und Windows setzen Windows 8.1 Update 1 voraus

Microsoft hat kritische Sicherheitsupdates für Internet Explorer, Microsoft Office und Windows veröffentlicht. Durch die Ausnutzung von Schwachstellen können Angreifer Schadsoftware ausführen. Microsoft rät daher zur Installation der Aktualisierungen. Betroffen sind alle Versionen von Internet Explorer 6 bis 11, Microsoft Office 2007 und 2010 sowie alle Windows-Versionen ab XP.

Ausführen von Schadsoftware

Insgesamt schließt Microsoft 66 Sicherheitslücken, ein Großteil davon im Browser Internet Explorer. Bei allen als kritisch bewerteten Schwachstellen können Angreifer mithilfe von präparierten Internetseiten Schadsoftware ausführen, um die gleichen Rechte wie der aktuelle Benutzer zu erlangen. Dadurch ist unter Umständen Administrator-Zugriff auf das System möglich. Microsoft empfiehlt daher, die angebotenen Updates zu installieren.

Installation der Sicherheitsupdates

Die Softwareaktualisierungen von Microsoft sind kostenlos. Am einfachsten ist die Installation über die Windows Update-Funktion. Die manuelle Installation über die Sicherheitshinweise von Microsoft ist aber ebenfalls möglich.

Windows 8.1 Update 1 über Windows Update installierenSo funktioniert die Aktualisierung über die Windows Update-Option.

Keine Sicherheitsupdates mehr für Windows XP und Microsoft Office 2003

Microsoft veröffentlicht keine Sicherheitsupdates mehr für Windows XP und Office 2003. Die Supportzeiträume dieser Produkte sind Anfang April ausgelaufen. Obwohl XP-Nutzer von den aktuellen Sicherheitslücken betroffen sind, erhalten sie kein Update. Mit einem Registrierungs-Trick beziehen manche XP-Systeme weiterhin Sicherheitsupdates, Microsoft rät aber von der Methode ab, da sie keinen vollständigen Schutz bietet.

Windows 8.1 Update 1 erforderlich

Nutzer von Windows 8.1 können die Aktualisierung über die Windows Update-Funktion vornehmen, allerdings nur, wenn sie bereits Windows 8.1 Update 1 installiert haben. Microsoft macht das erste Update zur Bedingung für weitere Aktualisierungen des Systems. Das Unternehmen hat Windows 8.1 Update 1 Anfang April veröffentlicht und damit unter anderem die Benutzerfreundlichkeit des Systems verbessert.

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Quelle: Microsoft

Selbstversuch: Ist Windows XP auch ohne Updates sicher?

Vor rund zwei Monaten stellte Microsoft den Support für Windows XP ein. Seitdem gibt es keine Updates mehr für das Betriebssystem. Softonic hat getestet, ob man dennoch weiter mit XP arbeiten kann oder ob Schadsoftware den Rechner lahmlegt.

Für XP-Nutzer kam das Ende der Welt am 8. April 2014. An diesem Tag gab es zum letzten Mal ein Sicherheits-Updates für XP. Laut Microsoft setzten sich alle XP-Nutzer, die nicht auf Windows 8 migrierten, einer ständigen Gefahr von Viren und anderer Malware aus.

Da nicht jeder das Geld für einen Update auf Windows 8 aufbringen will, veröffentlichte Softonic einige Tipps, wie man XP auch nach dem 8. April noch einigermaßen sicher nutzt. Die meisten Tipps verstehen sich von selbst: den Internet Explorer nicht nutzen, Software aktuell halten oder ein effizientes Antiviren-Programm installieren.

Windows XP Bootbildschirm

Der inzwischen legendäre Bildschirm beim Hochfahren von Windows XP…

Wir haben unsere eigenen Tipps auf die Probe gestellt: Für unseren Test nutzten wir einen Laptop mit Windows XP. Als Browser verwendeten wir Firefox und als Schutz gegen Viren installierten wir AVG. Nachdem wir alle Patches und Anwendungen installiert hatten, nutzten wir den Laptop täglich rund eine Stunde.

Ein Monat ohne Aufregung

Der Anfang war unspektakulär. Auf einem sauberen Rechner läuft XP nach wie vor wie geschmiert. Firefox öffnet sich schnell und die Netzwerkeinstellungen stellten kein Problem dar. Lediglich die kostenlose AVG-Software brauchte ihre Zeit. Es dauert etwas, bis man alle Alarm- und Analyseeinstellungen korrekt vorgenommen hat.

AVG

Auch die restlichen Tage blieb es an dem Rechner ruhig. Nach einer Woche wollten wir es dann wissen. Wir öffneten einige verdächtige E-Mail-Anhänge. Die Filter von Gmail hatten jedoch bereits alle gefährlichen Inhalte herausgefiltert.

verdächtiger E-Mail-Anhang in Gmail

Also klinkten wir uns in Torrent-Netzwerke ein, um frei verfügbare Dateien zu teilen. Ein Router mit integrierter Firewall schützte dabei unser privates Netzwerk. Obwohl der Laptop im Internet als Rechner mit Windows XP identifiziert wurde, gab es keinerlei Versuche, ihn zu attackieren. Kurz gesagt: Es passierte gar nichts.

Erleichterung vermischt mit Angst

Der Grund, warum nichts passierte, liegt auf der Hand: Wir gingen vorsichtig mit dem Internet um. Der Laptop besaß aktuelle Software. Selbst wenn es eine Sicherheitslücke im Internet Explorer gegeben hätte, die Microsoft sofort geschlossen hätte – es wäre egal gewesen, denn wir nutzten Firefox.

letzter XP Patch

Der letzte Patch für Windows XP, KB2964358, kommt einem Wunder gleich…

Wären wir auf verdächtigen Webseiten gesurft oder hätten Software als Raubkopien installiert, wäre die Systemgefährdung enorm gewesen. Allerdings gilt das nicht nur für XP sondern auch für Windows 8. Solche Einfallstore für Schadsoftware nutzen die Gutgläubigkeit der PC-Anwender aus, ganz gleich, welches Betriebssystem sie nutzen.

F-Secure-Gründer Mikko Hipponen scherzte, dass das sicherste Betriebssystem Windows 3.1 sei, da niemand dafür Schadsoftware entwickele. Recht hat er, allerdings wird Windows 3.1 den heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht. Daher empfehlen wir das Update auf Windows 7 oder 8. Auch wenn unser kurzer Test zeigt, dass die Welt nicht untergeht, wenn man weiterhin XP nutzt. Ein Sicherheitsrisiko besteht dennoch.

Originalartikel auf Spanisch

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Windows XP: Mit einem Registrierungs-Trick weiterhin Sicherheitsupdates beziehen

Mit einem Trick ist es auch weiterhin möglich, Sicherheitsupdates für Windows XP zu beziehen. Ein Eintrag in der Windows-Registrierung täuscht den Microsoft-Servern beim Update statt eines Desktop-Rechners ein Kassensystem vor, für das es noch fünf weitere Jahre Updates gibt. Diese Art der Umgehung des abgelaufenen Supports von Windows XP stuft Microsoft selbst als unsicher ein. Die erhältlichen Updates beheben nicht die grundsätzlichen Sicherheitsprobleme von Windows XP.

So funktioniert der Trick mit der Registrierung

Der Trick erfordert das Bearbeiten der Windows-Registrierung. Durch einen zusätzlichen Eintrag wird das System als PosReady bezeichnet. Die Update-Server von Microsoft gehen dann davon aus, dass es sich nicht um einen Desktop-Rechner handelt, sondern um das Kassenbetriebssystem POSReady 2009. Diese spezielle Version des Betriebssystem basiert auf Windows XP Professional, die Updates sind binär identisch. Microsoft veröffentlicht für diese Ausgabe des Betriebssystems noch bin 2019 Sicherheitsupdates. Eine detaillierte Anleitung beschreibt den Registrierungstrick ausführlich.

Warum Windows XP damit nicht sicherer wird

Windows XP bietet nicht den Schutz vor Schadsoftware, den neuere Versionen wie Windows 7 oder 8 mit sich bringen. Grundprobleme in Bezug auf die Sicherheit des Systems bleiben mit dem beschriebenen Trick bestehen. Auch mit der Umgehung aktualisiert Windows XP nur die Systemkomponenten, die auch in POSReady 2009 enthalten sind. In einer Stellungnahme von Microsoft gegenüber ZDNet zum Trick mit der Registrierung heißt es:

“Die Sicherheitsupdates, die auf diese Weise installiert werden, sind für Kunden von eingebetteten Systemen und Windows Server 2003 gedacht und bieten keinen vollständigen Schutz für Windows XP-Kunden. Mit der Installation dieser Updates gehen Windows XP-Kunden außerdem ein großes Funktionalitätsrisiko ein, da sie nicht für XP getestet wurden. Der beste Weg zu einem sicheren System für XP-Kunden ist das Upgrade auf ein neueres Betriebssystem wie Windows 7 oder Windows 8.1.”

Der Softwarehersteller bietet seit dem Support-Ende am 8. April 2014 keine Sicherheitsupdates mehr für Windows XP an. Eine einzige Ausnahme machte das Unternehmen zum Schließen einer Sicherheitslücke in allen Versionen des Browsers Internet Explorer.

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Quelle: Sebijk.com

Via: Geek

Windows XP Registry-Hack, WhatsApp für Windows Phone, Watch Dogs erscheint heute

Mit einem Registry-Hack ist es möglich, auf weitere fünf Jahre Sicherheitsupdates für Windows XP zu beziehen, WhatsApp für Windows Phone ist nach wie vor wegen technischer Probleme nicht im Windows Phone Store erhältlich und Ubisoft veröffentlicht heute das Hackingspiel Watch Dogs und eine kostenlose Companion-App – der Nachrichtenüberblick.

  • Sicherheitsupdates für Windows XP: Mit einem Trick ist es möglich, für weitere fünf Jahre Sicherheitsupdates für Windows XP zu erhalten. Mit einem kleinen Eintrag in der Registry des Systems identifiziert sich der Rechner gegenüber den Servern von Microsoft als Kassensystem und erhält weiterhin sicherheitsrelevante Softwareaktualisierungen.
  • Ebay-Hack: Das Auktionsportal fordert jetzt auch deutsche Nutzer per E-Mail zur Passwortänderung auf. Hintergrund ist ein Hackerangriff auf eine Datenbank des Unternehmens, bei dem die Täter Kundendaten gestohlen haben. Wer sein Passwort am oder nach dem 21. Mai geändert hat, muss keine weiteren Schritte unternehmen.
  • VirusTotal Uploader für Mac OS X: Das zu Google gehörende Unternehmen VirusTotal hat die kostenlose Anwendung VirusTotal Uploader für Mac OS X veröffentlicht. Mit dem Tool lassen sich Dateien auf Schadsoftware überprüfen. VirusTotal nutzt zur Analyse mehr als 50 unterschiedliche Datenbanken.
  • Neues Design der ARD Mediathek: Die Mediathek der ARD hat eine Modernisierung der Darstellung und Funktionalität erhalten. Dank des sogenannten responsiven Designs passt sich das Angebot automatisch an jede Bildschirmgröße an. Aktuelle Sendungen präsentiert die Mediathek jetzt an prominenter Stelle.
  • Sicherheits-Apps für Windows Phone: Wegen einer Welle von gefälschten Sicherheits-Apps im Windows Phone Store hat Kaspersky Lab eine Zusammenstellung vertrauenswürdiger Apps veröffentlicht. Die fünf Anwendungen helfen bei der Überprüfung auf Schadsoftware sowie beim Schutz persönlicher Daten und der Privatsphäre.
  • Apple Smart Home: Gerüchten zufolge will Apple auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni 2014 eine neue Softwareplattform vorstellen. Damit sollen iPhone-Nutzer zu Hause unterschiedliche Geräte und Sicherheitstechnik ansprechen können.

Updates

  • WhatsApp für Windows Phone: Windows Phone-Nutzer müssen weiterhin auf ein WhatsApp-Update warten. Wegen technischer Probleme bietet das Unternehmen die Messenger-App derzeit nicht im Windows Phone Store an. WhatsApp arbeitet weiterhin mit Microsoft zusammen an einer Lösung, hat aber keinen Termin für eine Aktualisierung der App genannt.

Spiele

  • Watch Dogs: Heute erscheint Ubisofts Open World-Hackingspiel Watch Dogs für PC, PlayStation 4 und 3 sowie Xbox One und 360. Eine Version für Wii U ist für später dieses Jahr geplant. Außerdem können Spieler mit einer ctOS-Companion-App Watch Dogs-Spieler zu Wettrennen herausfordern.

Tweet des Tages

Eine Infografik des Statistik-Portals Statista zeigt: Im Jahr 2013 haben dreizehn Prozent aller Deutschen noch nie das Internet genutzt.

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Internet Explorer: Microsoft schließt Browser-Sicherheitslücke in allen Versionen und auch für Windows XP

Microsoft hat ein kritisches Sicherheitsupdate für Internet Explorer veröffentlicht. Der Softwarehersteller schließt damit eine Sicherheitslücke in allen Versionen des Browsers von 6 bis 11. Obwohl das Unternehmen das alte Betriebssystem Windows XP nicht mehr unterstützt, erhalten auch XP-Nutzer das Update. Microsoft betont, dass es sich hierbei um eine Ausnahme handelt.

Die Schwachstelle im Internet Explorer können Angreifer zum Ausführen von Schadsoftware ausnutzen. Nach Aussage von Microsoft wurde die Gefahr für Nutzer dramatisiert, nichtsdestotrotz hat der Hersteller in Rekordzeit für alle Versionen des Browsers Sicherheitsupdates fertig gestellt. Obwohl diese auch für Windows XP zur Verfügung stehen, rät Microsoft allen XP-Nutzern zur Aktualisierung auf eine neuere Version. Eine weitere Ausnahme für XP-Sicherheitsupdates soll es in Zukunft nicht geben.

Verfügbarkeit und Installation der Sicherheitsupdates

Die Sicherheitsupdates stehen seit dem 1. Mai 2014 um 19:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit zur Verfügung. Anwender mit automatischer Update-Funktion erhalten die Aktualisierung von selbst. Zur manuellen Installation gibt es in den Systemeinstellungen unter Windows Update den Punkt Nach Updates suchen. Außerdem erklärt Microsoft in einer Anleitung, wie sich automatische Updates aktivieren lassen.

Wir haben außerdem in einer Übersicht zusammengefasst, was das Ende des Supports von Microsoft für Windows XP-Anwender bedeutet.

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Quelle: The Official Microsoft Blog

Windows XP und Office 2003: Letzte kritische Sicherheitsupdates von Microsoft markieren das Ende

Microsoft hat die letzten kritischen Sicherheitsupdates für Windows XP und Office 2003 veröffentlicht. Ab sofort gibt es vom Software-Hersteller keine weitere Unterstützung mehr für das Betriebssystem und Office-Paket. Wer jetzt noch nicht umgestiegen ist, wird von Microsoft geradezu umworben, zu einer neueren Version zu wechseln.

Windows 7 ist die erste Wahl für Anwender, die erst spät Windows XP hinter sich lassen. Obwohl Microsoft diese Version selbst nicht mehr vertreibt, sorgten Verkäufe von Lizenz-Händlern und auf eBay für eine gestiegene Nachfrage im ersten Quartal 2014.

Microsoft unterstützt das Upgrade auf eine aktuellere Ausgabe von Windows und bietet in Partnerschaft mit dem Hersteller Laplink die Anwendung PCmover Express kostenlos an. Damit lassen sich Dateien auf einen neuen Rechner mit Windows 8, 8.1 oder auch Windows 7 übertragen. Wir geben eine ausführliche Anleitung für PCmover Express und zeigen, wie der Transfer problemlos funktioniert.

Microsoft wird noch konkreter und räumt XP-Anwendern 100 Euro Rabatt beim Kauf eines Tablet-PCs ein. Windows XP benutzten im März 2014 noch fast 28 Prozent aller Rechner mit Internetzugang.

Nicht alle Software-Hersteller ziehen aber am gleichen Strang wie Microsoft: Malwarebytes bietet XP-Nutzern mit der Premium-Version seiner Schutzsoftware Anti-Malware Langzeit-Unterstützung. Es ist ein langsamer Tod, den Windows XP stirbt.

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Quelle: Microsoft

Letztes Update für Windows XP, massive Server-Sicherheitslücke, Android-App prellt Nutzer

Heute erhalten Windows XP und Office 2003 zum letzten Mal kritische Sicherheitsupdates von Microsoft, eine massive Sicherheitslücke betrifft mehr als die Hälfte aller Internetseiten und eine betrügerischere Android-App schaffte es an die Spitze der kostenpflichten Apps im Google Play Store – der Nachrichtenüberblick.

  • Windows XP und Office 2003: Heute endet der Support von Microsoft für Windows XP und Office 2003. Zum letzten Mal veröffentlicht der Hersteller kritische Sicherheitsupdates. Microsoft rät allen Nutzern dringend zum Wechsel zu einer neueren Windows-Version.
  • Sicherheitslücke betrifft viele Internetseiten: Viele Webserver, Dienste und Apps setzen die Sicherheitsbibliothek OpenSSL ein. Sicherheitsexperten haben eine massive Lücke entdeckt, die mehr als die Hälfte aller Internetseiten betrifft. Unter Ausnutzung eines Fehlers können Angreifer verschlüsselten Datenverkehr auslesen.
  • Betrügerische Android-App mit Erfolg: Der kostenpflichtige Antiviren-Scanner Virus Shield wurde zu einer der erfolgreichsten Apps im Google Play Store. Allerdings handelt es sich um einen Betrug, die Anwendung schützt weder vor Viren noch vor Malware. Google hat die App inzwischen aus dem Angebot entfernt.
  • Adobe Lightroom für iPad: Mit einer mobilen Version der Anwendung zum Verwalten von Bildarchiven richtet sich Adobe an iPad-Besitzer. Adobe Lightroom mobile bietet intuitive Touch-Steuerung und synchronisiert sich mit der Desktop-Version. Ein Abo von Adobe Creative Cloud ist erforderlich.
  • Google klagt gegen YouTube-Sperre: Google hat beim türkischen Verfassungsgericht Beschwerde gegen die YouTube-Sperre in der Türkei eingereicht und klagt zusätzlich, um eine Aufhebung der Blockade zu erreichen.

Updates

  • Candy Crush Saga: Die Android-Version von Candy Crush Saga hat ein Update mit neuen Leveln erhalten. In der Traumwelt können Spieler die Bonbonpyramide und den Zuckerwattenkarneval spielen.
  • Titanfall: Um Spieler besser miteinander zu verbinden, hat der Hersteller Respawn die Einstellungen bei Titanfall angepasst. Bisher sollten möglichst Spieler der gleichen Spielstärke aufeinander treffen. Der Effekt sorgte aber für längere Wartezeiten und wurde zurückgenommen.

Spiele

  • The Elder Scrolls Online: Ein Update für das Online-Rollenspiel führt ein neues Handlungselement ein. Viele Spieler klagen aber über Ärger mit den 30 kostenlosen Spieltagen und dem Abo-Modell.
  • Scrolls für Tablets: Mojang will das strategische Kartenspiel Scrolls auch für iPad und Tablets veröffentlichen. Die momentane Beta-Version für Windows und Mac erhält neue Funktionen, darunter ein verbessertes Wertungssystem.
  • Watch Dogs erfordert Uplay: Die kommende PC-Version von Watch Dogs erfordert Uplay. Der plattformübergreifende Dienst bietet soziale Interaktionen im Spiel. Die Vorgabe ist nicht neu: Titel wie Far Cry 3 und Assassin’s Creed 4: Black Flag erfordern ebenfalls Uplay.