iOS 8: Apple testet App-Werbung auf dem Sperrbildschirm

Apple hat auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2014 die neue Version des mobilen Betriebssystems iOS 8 vorgestellt. In der Beta-Version zeigt sich jetzt eine neue Funktion, die Apple gar nicht angekündigt hat: Werbung für Apps auf dem Sperrbildschirm. Ein kleines Icon unten links schickt Nutzer in den App Store und schlägt je nach Standort unterschiedliche Anwendungen vor.

Diese Vorschläge sollen es Anwendern anscheinend ermöglichen, neue Apps zu entdecken. Abhängig vom aktuellen Standort des Gerätes passt iOS 8 die angezeigte App-Werbung entsprechend an. Beim Besuch eines Geschäfts oder einer Restaurantkette kann es also sein, dass der Nutzer die App des Unternehmens auf seinem Sperrbildschirm findet. Die lokale Anpassung ließe sich theoretisch durch das Deaktivieren der Standortfunktionen für den App Store umgehen, allerdings könnte iOS 8 dann andere Vorschläge anzeigen.iOS 8: Apple führt Werbung für Apps auf dem Sperrbildschirm ein

Die finale Version von iOS 8 erscheint erst im Herbst 2014. Es ist also möglich, dass Apple hier in der Beta-Version die App-Vorschläge zunächst testet. Unklar ist, ob Apple die App-Werbung in die Finale Version des Betriebssystems integriert.

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Quelle: Tim Vüllers auf Twitter

Via: MacRumors

Adblock Plus will Werbe-Videos auf Facebook blockieren

Der weit verbreitete Werbeblocker Adblock Plus hat angekündigt, die Video-Werbung von Facebook zu blocken. Das soziale Netzwerk will in den Neuigkeiten Werbeclips von 15 Sekunden Länge anzeigen, die automatisch abgespielt werden. Adblock Plus will an einer Lösung zur Unterdrückung arbeiten, sobald Facebook mit der Einführung beginnt.

Die Werbe-Videos auf Facebook starten automatisch, sobald sie beim Betrachten der Neuigkeiten erscheinen. Auch Smartphone-Nutzer sind vom Autostart betroffen. Erst beim Klicken auf die Anzeige und der Vollbild-Wiedergabe ist Ton zu hören.

Auf Anfrage des Softonic-Redakteurs Tim Vüllers bestätigte Adblock Plus, die Werbeclips wie andere Anzeigen im Internet auch zu blockieren.

Es ist davon auszugehen, dass Adblock Plus Facebooks Video-Anzeigen entweder über eine Aktualisierung der Browser-Erweiterung oder der Filterlisten realisieren wird. Bis zur Veröffentlichung müssen sich genervte Facebook-Nutzer aber noch gedulden, einen Termin hat das Unternehmen nicht genannt.

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Quelle: Adblock Plus auf Twitter

Mozilla Firefox: Details zur geplanten Einführung von Kacheln mit Werbung im Browser

Der Softwarehersteller Mozilla hält am Plan zur Einblendung von Werbung im Browser Firefox fest. Bei Öffnen eines neuen, leeren Tabs sollen Nutzer in Zukunft Werbekacheln zu sehen bekommen. In den kommenden Wochen starten die ersten Tests mit einer überarbeiteten Version der Kacheln für neue Nutzer. Mozilla betont ausdrücklich, Nutzern einen Mehrwert anstatt großflächiger Werbung bieten zu wollen.

Mehrwert für die Nutzer

Bereits im Februar 2014 hatte Mozilla das Vorhaben angekündigt. Nach Aussage des Firefox-Vizechefs Jonathan Nightingale testet das Unternehmen Methoden, wie sich die Leere eines neuen Tabs für neue Nutzer sinnvoll füllen lässt.

Zum Hintergrund: Beim Öffnen eines Browser-Fensters oder Tabs zeigt Firefox Empfehlungen in Form von Kacheln an, die auf dem Surfverhalten und dem Seitenverlauf des Nutzers basieren. Bei einer neuen Installation hat Firefox aber noch nicht genügend Informationen zu besuchten Seiten, die Übersicht bleibt leer.

Diesen Platz will Nightingale neu gestalten und langfristig als Einnahmequelle nutzen. Auf allen Plattformen sollen Experimente mit der Anordnung und den Inhalten von Kacheln zeigen, was neue Nutzer als praktisch und nützlich empfinden – und was sie deaktivieren.

Gesponserte Kacheln in der nächsten Phase

Erst in der nächsten Phase will Mozilla auch gesponsorte Inhalte einführen. Die Werbekacheln sollen aber genau wie die Empfehlungen einen Mehrwert bieten. Johnathan Nightingale betont ausdrücklich, die freie Fläche nicht einfach mit Sponsorenlogos der Höchstbietenden Werbepartner füllen zu wollen.

Adblock Plus will auch Werbekacheln blockieren

Nach der Ankündigung der Werbekacheln durch Mozilla im Februar 2014 reagierte der Werbeblocker Adblock Plus prompt. Auf unsere Anfrage erklärte das Unternehmen, hässliche und aufdringliche Werbung in Firefox wolle man blockieren. Vorerst bleibt abzuwarten, wie genau die gesponsorten Kacheln aussehen werden. Mozilla plant vor der Einführung eine ausgiebige Testphase mit Rückmeldungen von Nutzern.

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Quelle: Mozilla

Via: TechCrunch

Appsfire: Noch mehr Werbeanzeigen auf dem Smartphone beim Aktualisieren von Inhalten?

Das französische Unternehmen Appsfire hat sich eine neue Form der Werbung auf dem Smartphone ausgedacht. Viele Apps wie Twitter, Facebook, Pinterest und Google+ verwenden die Geste Pull to Refresh, also das Herunterziehen zum Aktualisieren. Dadurch entsteht am oberen Rand des jeweiligen Feeds ein kleiner Extraraum, bevor die jeweilige Anwendung neue Inhalte nachlädt. Appsfire will genau dort einen Werbebalken anbringen.

Das Herunterziehen zum Aktualisieren ist eine weit verbreite Steuerungsgeste auf Smartphones und Touchscreens. Bis jetzt hat aber noch keine App oder kein Unternehmen dieses Bedienelement mit Werbung verknüpft. Bühne frei für Appsfire: Mit Newsfire stellen die Franzosen eine Newsreader-Anwendung vor, die testweise zum ersten Mal beim Nachladen auf diese Art Werbeanzeigen einblendet. Ein Video erklärt die Funktionsweise der Werbung in Kombination mit dem Herunterziehen zum Nachladen von Inhalten.

Nach Aussage von Appsfire könnte diese neue Platzierung von Werbung das Ende von Banner-Anzeigen auf mobilen Geräten bedeuten. Diese sind gerade auf Smartphones störend und invasiv, da auf kleinen Bildschirmen wertvoller Platz überlagert wird oder Nutzer erst Pop-ups schließen müssen. Im Zweifelsfall bedeuten Werbeanzeigen in Verbindung mit Pull to Refresh aber noch mehr Werbung statt weniger.

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Quelle: Appsfire Blog

Via: Adage

Google weist in den neuen Nutzungsbedingungen auf das automatische Scannen von E-Mails hin

Google hat die Nutzungsbedingungen aktualisiert und weist jetzt ausdrücklich auf das Scannen von E-Mails bei Gmail hin. Ein- und ausgehende Nachrichten werden automatisch von einer Software analysiert, um gezielt persönlich angepasste Anzeigen ausliefern zu können.

In der Web-Version präsentiert Gmail beim Lesen von E-Mails in einer Spalte Textanzeigen, die treffend gut zum Inhalt der angezeigten Nachrichten passen. Um derart passende Werbung ausliefern zu können, analysiert Google die Inhalte des Postfachs.

Diese Praxis hat dem Unternehmen in jüngster Vergangenheit mehrere Gerichtsverhandlungen in den USA beschert, die Entscheidung eines Richters verhinderte aber eine groß angelegte Sammelklage. Die Kläger warfen Google die Verletzung der Privatsphäre durch das Erstellen geheimer Nutzerprofile vor. Das Unternehmen argumentierte dagegen, die Nutzer hätten der gezielten Auslieferung von Werbung zugestimmt und sie als Teil des E-Mail-Dienstes anerkannt.

Mehr Klarheit für die Nutzer

Jetzt hat Google reagiert und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen überarbeitet. Dadurch will das Unternehmen bei Nutzern größere Klarheit schaffen, betonte der Google-Sprecher Matt Kallman gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Den Änderungen liegen die Rückmeldungen von Anwendern der vergangenen Monate zugrunde, sagte er.

Der in die Nutzungsbedingungen eingefügte Absatz bezüglich des Scannens von E-Mails lautet in der deutschen Übersetzung:

Unser automatisiertes System analysiert Ihre Inhalte (einschließlich E-Mails), um Ihnen persönlich relevante Produktmerkmale zu bieten, beispielsweise angepasste Suchergebnisse, auf Sie zugeschnittene Werbung und die Erkennung von E-Mail-Spam und Schadsoftware. Diese Analyse findet beim Senden, Empfangen und Speichern von Inhalten statt.

Mit dem Hinweis auf den Schutz vor Spam-Nachrichten und Schadsoftware will Google die für Anwender positiven Aspekte der automatischen Analyse hervorheben. Bisher war es ein offenes Geheimnis, dass Google mit Gmail zwar einen kostenlosen Dienst anbieten, die Nutzer aber mit ihren Daten bezahlen und personalisierte Werbung in Kauf nehmen. Ob der Hinweis in den Nutzungsbedingungen hilft, das Bewusstsein dafür zu stärken, bleibt fraglich – nur die wenigsten beschäftigen sich mit dem “Kleingedruckten”.

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Quelle: Reuters

Facebook zeigt allen Nutzern Werbevideos mit Autostart

In Kürze führt Facebook Video-Werbung für alle Nutzer ein. In den Neuigkeiten tauchen dann Werbeclips von 15 Sekunden Länge auf, die automatisch abgespielt werden. Die Wiedergabe startet ohne Ton, allerdings sind auch Smartphone-Nutzer vom Autostart betroffen.

Die Werbe-Videos starten automatisch, sobald sie beim Betrachten der Neuigkeiten erscheinen. Scrollt der Facebook-Nutzer weiter und verschwindet der Werbeclip vom Bildschirm, wird die Wiedergabe angehalten. Ton ist nicht zu hören, es sei denn, man klickt auf die Anzeige. Dann öffnet sich das Video auf dem ganzen Bildschirm und wird komplett mit Ton abgespielt.

Facebook nennt die Werbevideos Premium Video Ads und arbeitet mit der externen Firma Ace Metrix zusammen, um die Inhalte genau auf die jeweilige Zielgruppe abzustimmen, und zwar noch bevor sie auf Facebook zu sehen sind. Den Werbekunden gegenüber vergleicht Facebook das Schalten von Videoanzeigen mit TV-Werbespots. Hier wird klar, wohin die Reise gehen soll: Facebook möchte ein Stück vom großen Kuchen des Budgets für Fernsehwerbung.

Durch den Verzicht auf Ton in der kleineren Ansicht müssen Facebook-Besucher beim Lesen ihrer Neuigkeiten nicht die Lautsprecher ausschalten. Auf mobilen Geräten führt der automatische Start allerdings zu einem höheren Datenverbrauch. Dadurch ist das Volumen des Datentarifs schneller erschöpft, sehr zum Ärgernis der Nutzer. Diese konnten bisher entscheiden, Videos auf mobilen Geräten nur über WLAN zu laden. Hoffentlich bleibt diese Möglichkeit erhalten.

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Quelle: Facebook