WhatsApp-Tarif in Deutschland: Beim Mobilfunkangebot des Messengers fallen keine Daten für WhatsApp an

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hat WhatsApp eine Partnerschaft mit E-Plus angekündigt. In Kürze will der Messenger-Dienst in Deutschland als eigener Mobilfunkanbieter aktiv werden. Jetzt gibt es erste Details zum Prepaid-Angebot: WhatsApp lässt sich damit kostenlos nutzen, selbst wenn kein Guthaben mehr vorhanden ist.

E-Plus hatte vor Kurzem schon zur Partnerschaft bekannt gegeben, WhatsApp-Nutzern eine attraktive Plattform bieten zu wollen. Wie die WirtschaftsWoche jetzt berichtet, erhält WhatsApp Privilegien wie kein anderer App-Anbieter: Ein eigener Prepaid-Tarif mit WhatsApp-Option ermöglicht die kostenlose Nutzung des Messenger-Dienstes und alle Nachrichten, Bilder, Videos und Sprachnachrichten, die Nutzer mit WhatsApp verschicken, belasten das Datenvolumen nicht. Selbst wenn das Guthaben auf Null gesunken ist, kann WhatsApp ohne Einschränkung weiter verwendet werden.

Weitere Details zum Angebot wollte Netzbetreiber E-Plus zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt geben. WhatsApp hat auf dem Mobile World Congress auch eine Telefon-Funktion der App angekündigt. Speziell dazu wären die Details des WhatsApp-Tarifes interessant.

Der Start des Angebotes ist für Anfang April geplant. Details zu den Preisen des Tarifs will WhatsApp kurz vorher bekannt geben.

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Quelle: WirtschaftsWoche

WhatsApp als Mobilfunkanbieter, Samsung Milk Music startet in den USA, Merkel-Phone für alle

Details zum Mobilfunkangebot von WhatsApp in Deutschland, Samsung startet kostenloses Streaming-Angebot Milk in den USA, und Vodafone und Secusmart arbeiten am Merkel-Handy für alle – der Nachrichtenüberblick.

  • Mobilfunkangebot von WhatsApp: Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hatte WhatsApp in Partnerschaft mit E-Plus ein eigenes Mobilfunkangebot angekündigt. Jetzt gibt es erste Tarif-Details: Demnach entstehen beim Prepaid-Angebot keine Kosten für sämtliche durch WhatsApp anfallende Daten.
  • Samsung startet Streaming-Angebot Milk: Mit dem zunächst kostenlosen und werbefreien Radio-Dienst Milk zum unbegrenzten Streamen von Musik konkurriert Samsung mit anderen Anbietern wie Spotify und Google Play Music. Das Angebot ist zunächst auf Samsung-Galaxy-Geräte und die USA beschränkt.
  • Merkel-Phone für alle: Unter dem Motto “Kanzler-Handy für alle” haben Vodafone und Secusmart auf der CeBIT eine Partnerschaft angekündigt. Der Telefon-Riese und die Sicherheitsfirma wollen zusammen eine massentaugliche App-Lösung für verschlüsselte Telefongespräche anbieten.
  • Vorletztes Sicherheitsupdate für Windows XP: Weniger als einen Monat vor Ablauf des Supports für Windows XP veröffentlicht Microsoft das vorletzte Sicherheitsupdate für das betagte Betriebssystem. Die Aktualisierung wird morgen am 11. März 2014 veröffentlicht.
  • Pebble Smartwatch App-Store: Der Smartwatch-Hersteller Pebble hat eine seine App 2.0 nun auch für Android veröffentlicht. Gleichzeitig mit dem App-Store für Android gibt es neue Anwendungen von eBay und Evernote für die Uhr.
  • Das WWW wird 25: Das World Wide Web feiert dieses Jahr den 25. Geburtstag. Zeit für einen Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Internet-Geschichte.

Updates

  • Wetter-App Vieather: Die kostenlose, schnelle und schlanke Wetter-Anwendung Vieather für Windows Phone hat eine Aktualisierung bekommen. Version 2.0 nutzt jetzt den ganzen Bildschirm aus und bringt ein neues Design.

Spiele

  • Neuer Angry Birds Teaser: Rovio will mit einem neuen Trailer die Spannung vor der Veröffentlichung der neuen Ausgabe von Angry Birds steigern. Details zum neuen Spiel sind noch nicht bekannt. Der neue Teil der Serie soll zuerst in einigen ausgewählten Ländern erscheinen.

Amerikanische Verbraucherschützer wollen Übernahme von WhatsApp durch Facebook blockieren

Verbraucherschutz-Organisationen in den USA haben bei der Kartellbehörde Beschwerde gegen den Kauf von WhatsApp durch Facebook eingereicht. WhatsApp hat seinen Nutzern mehrmals zugesichert, keine persönlichen Daten weiterzugeben. Bis geklärt ist, ob Daten von WhatsApp zu Facebook fließen, wollen Verbraucherschützer die Übernahme blockieren.

Amerikanische Verbraucherschützer reichen Beschwerde bei der Kartellaufsicht ein

Die Organisationen Electronic Privacy Information Center (EPIC) und Center of Digital Democracy (CDD) haben von der amerikanischen Regulierungsbehörde einen einstweiligen Stopp des WhatsApp-Deals gefordert. Die Beschwerde an die Federal Trade Commission (FTC) zählt Aussagen von WhatsApp auf, in denen das Unternehmen die Weitergabe von Nutzerdaten an Dritte ausschließt. Genau dieses Versprechen, dass sich für WhatsApp-Anwender “nichts ändern” werde, sehen die Verbraucherschützer aber in Gefahr oder sogar gebrochen.

Weitergabe von WhatsApp-Daten an Facebook?

Die Organisationen argumentieren, dass WhatsApp nach der Übernahme keinen Einfluss mehr hat und Facebook über die Nutzerdaten des Messengers verfügen kann. Zusätzlich sehen sie den Deal als mögliche Verletzung von Facebooks eigenen Bestimmungen zur Privatsphäre. Demnach verpflichtet sich das soziale Netzwerk, seine Nutzer über Änderungen zu informieren und wenn nötig Zustimmung einzuholen. Ein Kauf von WhatsApp durch Facebook war für Nutzer nicht vorherzusehen. Bislang haben beide Unternehmen noch keine Änderung ihrer Bestimmungen in Bezug auf den Deal bekannt gegeben.

Irreführende Geschäftspraktiken

Die Organisationen EPIC und CDD fordern von der Regulierungsbehörde eine Untersuchung. Dadurch soll erst der zukünftige Verbleib von Nutzerdaten geklärt werden. Bis die Zusammenarbeit und ein eventueller Datenabgleich der beiden Plattformen geklärt ist, soll die Kartellbehörde die Übernahme stoppen. Sollten von WhatsApp bereits Daten zu Facebook geflossen sein, könnte ein Verstoß gegen das Verbot irreführender Geschäftspraktiken vorliegen.

Unabhängig von jeglichen Versprechen kann WhatsApp die eigenen Nutzungsbestimmungen im Hinblick auf die Weitergabe von Nutzerinformationen ändern.

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Quelle: Ars Technica

Windows 8.1 Update 1 geleakt, Verbraucherschützer gegen WhatsApp, Facebook-Neuigkeiten im neuen Look

Microsofts Windows 8.1 Update 1 ist vor der Veröffentlichung erneut durchgesickert, Verbraucherschützer in den USA haben Beschwerde gegen die Übernahme von WhatsApp durch Facebook eingereicht und Facebook startet neues Design für die Neuigkeiten – der Nachrichtenüberblick.

  • Windows 8.1 Update 1 erneut geleakt: Einen Monat vor der Veröffentlichung ist  die neueste Version von Microsofts Betriebssystem abermals durchgesickert. Diesmal konnte das Update für kurze Zeit über den Windows-Update-Dienst installiert werden.
  • Beschwerde gegen WhatsApp-Übernahme: WhatsApp hat Nutzern versichert, dass sich durch den Deal mit Facebook nichts ändern werde. Verbraucherschützer in den USA sehen dieses Datenschutzversprechen aber gefährdet und wollen die Übernahme vorerst stoppen.
  • Neues Design für Facebook-Neuigkeiten: Vor einem Jahr hat Facebook eine Überarbeitung des News Feed angekündigt. Jetzt kommen Nutzer endlich in den Genuss des neuen Aussehens.
  • Fritz!Box-Sicherheitslücke: Eine Anleitung im Internet beschreibt den Angriff auf Fritz!Boxen und WLAN-Repeater mit Sicherheitslücke. Die Installation des vom Hersteller veröffentlichten Firmware-Updates ist daher dringender denn je.
  • Mobile Bedrohungen in Deutschland: Die Antiviren-Exterten von Kaspersky zeigen in einer Liste der Top-Schadsoftware für mobile Geräte in Deutschland die Gefahren von bestimmten Anwendungen, wie sie sich verbreiten und wie Anwender sich schützen können.

Updates

  • Google Play Music: Die neueste Aktualisierung von Googles Musikdienst stellt den Ausbau der Radio-Funktionen in den Mittelpunkt. Jetzt können auf der Grundlage von Wiedergabelisten Radiostationen erstellt werden. Dadurch können Nutzer noch besser interessante Musik entdecken.

Spiele

  • Dark Souls 2: Die PC-Version von Dark Souls 2 erscheint in den USA am 25. April 2014. In Deutschland ist mit einem Verkaufsstart zum gleichen Termin zu rechnen. Amazon.de listet das Spiel mit einer entsprechenden Verfügbarkeit.
  • My Talking Tom: Die sprechende Katze Tom (Download: Android / iPhone) hat ein Minispiel im Stil von Flappy Bird bekommen. Unter dem Titel Flappy Tom können Spieler die Katze flattern lassen.
  • Minecraft: Die Entwickler von Mojang haben einen neuen Snapshot veröffentlicht. In der neuen Version werden einige Fehler behoben, unter anderem beim Betrachter-Modus und bei Problemen mit ähnlichen Spielernamen.

Datenschutz: Stiftung Warentest überprüft 5 Messenger-Apps und beurteilt WhatsApp als sehr kritisch

Die Stiftung Warentest hat den Datenschutz von fünf verbreiteten Messenger-Apps getestet. Von den Kandidaten WhatsApp, Threema, Telegram, Blackberry Messenger und Line fallen gleich vier durch. Teil der Überprüfung waren mögliche Verschlüsselung, Umgang mit Nutzerdaten, Geschäftsbedingungen sowie Kosten und Verfügbarkeit der Anwendungen.

Das Urteil fällt verheerend aus: Lediglich Threema geht mit der Bewertung unkritisch aus dem Test hervor. WhatsApp, BBM und Line werden mit sehr kritisch abgestraft, als immerhin kritisch gilt Telegram.

Geprüft wurden iOS- und Android-Versionen der Apps. Hier ein kurzer Überblick über die Testurteile der fünf Messenger-Apps:

  • WhatsApp: Die Tester bemängeln die fehlende Verschlüsselung und das Auslesen der Adressbucheinträge ohne Zustimmung. WhatsApp teilt die Telefonnummer unverschlüsselt mit Dritten, in der Android-Version werden sogar Gesprächsinhalte ohne Verschlüsselung übertragen. Die AGBs fallen aus Verbrauchersicht negativ auf und schließen eine Datenweitergabe an Facebook nach dem Verkauf nicht aus. WhatsApp ist nicht transparent, ein Ausspähen des Nutzers ist also nicht auszuschließen.
  • Threema: Die Kommunikation zwischen zwei Nutzern wird verschlüsselt und kann daher vom Anbieter nicht mitgelesen werden. In der Android-Version verzichtet Threema vollständig auf die Weitergabe von Nutzerdaten an die Betreiber oder Dritte. Anwender können das Auslesen der Kontakte verweigern. Einzige Einschränkung des positiven Urteils: Nutzerdaten werden zwar verschlüsselt übertragen, der verschlüsselte Datenverkehr kann aber nicht vollständig analysiert werden.
  • Telegram: Beim Secret Chat kommunizieren Nutzer verschlüsselt, ohne dass der Betreiber mitlesen kann. Telegram speichert ohne Zustimmung Adressbucheinträge und führt dies in den AGB an. Als einzige der fünf Apps im Test kann bei Telegram der Quellcode zumindest teilweise eingesehen werden. So lässt sich ausschließen, dass die App Daten unverschlüsselt verschickt.
  • Blackberry Messenger: Stiftung Warentest bemängelt beim BBM speziell die Verschlüsselung. Zu viele Daten werden offen gesendet. Die Android-Version verschlüsselt zwar öfter, fragt aber auch mehr Nutzerdaten ab. In den AGBs finden sich als kritisch eingestufte Klauseln, speziell was die Weitergabe von Nutzerdaten an Dritte betrifft.
  • Line: Auch bei Line kann der Betreiber aufgrund fehlender Verschlüsselung zwischen den Nutzern mitlesen. Anwender können das Auslesen der Kontakte verweigern. Die Android-App sendet die Seriennummer des Gerätes unverschlüsselt an Dritte. Der Anbieter sichert sich das Recht, die Nutzungsbestimmungen jederzeit ändern zu können, ohne Nutzer informieren zu müssen. Line ist ebenfalls nicht transparent, eine vollständige Analyse des verschlüsselten Datenverkehrs nicht möglich.

Alle Details und die ausführlichen Testurteile sind auf der Seite der Stiftung Warentest zu lesen.

Quelle: Stiftung Warentest

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WhatsApp und E-Plus: Der Messenger wird zum Mobilfunkanbieter in Deutschland

In Partnerschaft mit E-Plus wird WhatsApp in Deutschland in Kürze als eigener Mobilfunkanbieter auftreten. Am Montag hat E-Plus in einer Pressemitteilung die Kooperation mit dem Messenger-Dienst bekanntgegeben. Zuvor hatte WhatsApp-Chef Jan Koum auf dem Mobile World Congress in Barcelona die Telefon-Funktionen von WhatsApp und die Zusammenarbeit mit E-Plus angekündigt.

Das Abkommen zwischen E-Plus und Whatsapp hat den schnellen Start von WhatsApp als eigener Mobilfunkmarke zum Ziel. E-Plus wird die entsprechende Infrastruktur stellen und will so von der datenaffine Kundengruppe der WhatsApp-Nutzer profitieren. Der Netzbetreiber spricht von einer Weltpremiere: Es sei das erste Mal überhaupt, dass der Messenger-Dienst als virtueller Mobilfunkbetreiber (Mobile Virtual Network Operator) auftrete.

Der verantwortliche Geschäftsführer für das Partnergeschäft bei E-Plus, Alfons Lösing, sieht mobile Datenverbindungen als wichtigste Sparte des Mobilfunkgeschäftes. Zur Partnerschaft teilte der Betreiber mit:  “Wir werden in Kürze WhatsApp-Nutzern eine attraktive Plattform bieten.”

WhatsApp erhält nicht nur das Recht zur Nutzung der Marke E-Plus, sondern will ein eigenes Mobilfunkangebot mit attraktiven Datentarifen bereitstellen. Die Kooperation soll also nicht nur die Verbreitung der Messenger-App fördern, sondern auch Umsätze für WhatsApp – und damit letzten Endes auch für Facebook – bringen. Die Ankündigung passt zu den Plänen von Mark Zuckerberg, die der Facebook-Gründer am vergangenen Montag auf dem Mobile World Congress in Barcelona schilderte. Zuckerberg sieht ebenfalls die Zukunft in attraktiven Datentarifen für einen größtmöglichen Teil der Weltbevölkerung.

Quelle: E-Plus Gruppe

Via: Netzwertig

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MWC 2014: WhatsApp-Chef Jan Koum über die Gründung und Zukunft des Messengers

WhatsApp-Chef und Gründer Jan Koum hat heute auf dem Mobile World Congress in Barcelona über den Messenger-Dienst gesprochen. Koum plauderte von den Anfängen der App und gab einen Ausblick auf die gemeinsame Zukunft von WhatsApp und Facebook.

Auf der Veranstaltung 4 Years From Now, die parallel zum Kongress stattfand, scherzte der Mitgründer des beliebten Messengers zu Beginn: “Ich wollte mir keinen Job suchen.” Koum spielte den Erfolg von WhatsApp herunter und reduzierte sein Engagement auf eine einfache Formel: “Ich wollte einfach etwas Cooles machen.”

Jan Koum sprach über die Entwicklung der mobilen Kommunikation in den letzten 20 Jahren und den Vormarsch von Messenger-Diensten wie WhatsApp. Die Zukunft der Anwendung liege jetzt in den gestern angekündigten Telefon-Funktionen. “Wir haben bereits das Versenden von Sprachnachrichten integriert, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass es damit noch nicht genug ist, und haben uns nach neuen Aufgaben umgesehen.”

Der WhatsApp-Chef ging auch auf Sicherheitsbedenken bei WhatsApp im Zuge der Übernahme durch Facebook ein. “Wir speichern keine Nachrichten, und wir erheben keine persönlichen Nutzerdaten. Wir sammeln keine sensiblen Daten wie etwa Alter, Geschlecht, Adresse und so weiter und wir werden unsere Richtlinien diesbezüglich nicht ändern.”

Zum WhatsApp-Ausfall am vergangenen Wochenende kommentierte Koum: “Wir hatten ein Problem mit unserem Backup-Server und mussten zu einem anderen Provider umziehen.”

Weiterhin bestätigte der Mitgründer von WhatsApp erneut, dass es keine Pläne gäbe, WhatsApp in irgendeiner Form in Facebook zu integrieren: “WhatsApp wird unabhängig bleiben.”

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Facebook-Deal bringt deutsche WhatsApp-Nutzer zum Wechsel

WhatsApp ist derzeit die beliebteste Messenger-App in Deutschland. Allerdings beeinträchtigt die Übernahme durch Facebook das Ansehen des Dienstes. Einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes Advise zufolge wollen 30 Prozent der deutschen Nutzer WhatsApp in Zukunft nicht mehr nutzen oder denken über einen Wechsel nach.

Als Grund geben die Befragten die Sorge um persönliche Daten, mangelnde Sicherheit und das schlechte Image von Facebook an. Die Einbindung von Werbung, zukünftige Kosten oder einer Verschlechterung des Angebots fürchten die Nutzer hingegen kaum.

Aus der Umfrage geht auch hervor, dass deutsche Nutzer WhatsApp im Gegensatz zu Facebook als glaubwürdig, sicher und sympathisch wahrnehmen. Langfristig wird sich erst noch zeigen, ob WhatsApp unter der Übernahme leiden wird, oder ob Facebook dadurch sein eigenes Ansehen aufbessern kann.

Quelle: Advise Research

Via: Spiegel Online

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Tschüss WhatsApp: 5 Tipps zur Sicherung von Chats und Kontakten

Die Nase voll von WhatsApp, aber keine Ahnung, wie man aussteigen kann? Angst, alle Chats zu verlieren? Wir zeigen, wie man WhatsApp bedenkenlos den Rücken kehren kann.

Mit dem Erwerb durch Facebook ist die Zukunft von WhatsApp alles andere als klar. Was bedeutet die Übernahme für den Nutzer? Wird sich etwas ändern? Wird es zum Beispiel Werbung geben? Schwer zu sagen.

Viele spielen bereits mit dem Gedanken, auf einen anderen Messenger umzusteigen oder haben sich bereits bei der Konkurrenz wie etwa Telegram angemeldet.

Mit einer einfachen Deinstallation von WhatsApp ist es aber nicht getan. Wie beim Ausstieg aus Facebook müssen zunächst einige Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, um Daten zu erhalten und zu vermeiden, dass man nach dem Wechsel von der Außenwelt abgeschnitten ist.

Wer also aus WhatsApp aussteigen und keine Probleme haben will, sollte die folgenden Tipps befolgen:

Eine Alternative zu WhatsApp suchen

Natürlich kann man einfach auf WhatsApp verzichten und zur guten alten SMS zurückkehren. So drastisch muss der Schritt aber nicht sein. Es gibt zahlreiche gute und sichere Alternativen.

Telegram und WhatsApp sehen fast identisch aus, Telegram ist aber sicherer

Die im Moment interessanteste Alternative ist Telegram. Neben einer identischen Benutzeroberfläche und den gleichen Symbolen ist die Applikation nämlich weitaus sicherer. Allein in Deutschland registrierten sich bei dem Dienst innerhalb eines einzigen Tages 100.000 neue Nutzer. Andere Alternativen sind LINE oder Viber.

Eine Kopie der WhatsApp-Chats speichern

Sobald man das WhatsApp-Konto löscht, verschwinden auch alle Chats. Direkt aus WhatsApp heraus kann man einzelne Chats als angehängte Datei per E-Mail verschicken. Das ist zwar langwierig, da man jeden Chat einzeln verschicken muss, dafür funktioniert diese Methode aber in allen Betriebssystemen.

Komfortablere Möglichkeiten hat man auf Android-Smartphone: Mit der App Backup Text for WhatsApp kann man Chats auswählen und sie in verschiedenen Formaten wie TXT, CSV, Excel und HTML exportieren. Die Dateien versendet man dann via E-Mail oder speichert sie auf der SD-Karte oder im Telefon selbst.

Backup Text for WhatsApp exportiert beliebige Chats im gewünschten Format.

Wer Chats so speichern möchte, dass sie später wieder in WhatsApp angezeigt werden, nutzt auf Android-Handys WhatsBack.

WhatsBack fertigt eine Sicherheitskopie der Chats an und speichert sie in Google Drive. So ist die Rückkehr zu WhatsApp ganz einfach.

Kontaktliste mit WhatsApp-Usern speichern

WhatsApp sucht die Kontakte über das Adressbuch des Telefons. Aber nicht alle Kontakte nutzen WhatsApp. Wenn man umzieht, sollte man sich merken, wer WhatsApp nutzte, so kann man besagte Kontakte benachrichtigen oder suchen.

Eine Hilfe dabei ist WhatsApp Contact Export (Android). Die App speichert eine Kontaktliste von WhatsApp-Usern im CSV-Format. Die CSV-Datei kann man in Excel oder OpenOffice öffnen. Die kostenlose Version speichert bis zu 100 Kontakten. Wer eine kleine Gebühr zahlt, kann die Liste auf bis zu 1.000 aufstocken.

WhatsApp Export gewinnt keinen Schönheitspreis, aber man kann damit kostenfrei bis zu 100 Kontakte exportieren.

Eine einfache Option für alle Betriebssysteme sind Screenshots der Kontaktliste. Auf einem Android-Smartphone ab Version 4.0 bestätigt man dazu gleichzeitig die Ein/Aus- und die Leiser-Taste, auf iPhones sind Home und Ein/Aus die Tasten der Wahl.

Abschiedsnachricht verschicken (und Statusmeldung ändern)

Nun hat man alle wichtige Daten aus WhatsApp gesichert und der Umzug kann los gehen. Aber die Freunde wissen noch nicht Bescheid? Um alle Kontakte auf einmal zu benachrichtigen, versendet man am besten ein Rundschreiben, eine Nachricht also, die an viele Kontakte gleichzeitig versendet wird.

Dazu erstellt man zunächst im Hauptmenü von WhatsApp eine Verteilerliste.

Die Kontakte, die man benachrichtigen möchte, fügt man einfach der Liste hinzu und speichert diese dann. Die Liste erscheint in WhatsApp nun wie ein normaler Chat.

Jetzt verschickt man die Nachricht wartet etwas, bis sie alle erhalten haben.

Die Abschiedsnachricht …

Wer das Konto nicht abmelden möchte, kann auch die Statusmeldung ändern und anschließend WhatsApp deinstallieren. Auf diesem Weg kann man auch noch einmal mitteilen, wo man zu erreichen ist.

Wenn man jedoch nicht mehr in anderen Kontaktlisten erscheinen will, muss man natürlich aus WhatsApp für immer verschwinden.

WhatsApp-Konto definitiv löschen

Wer dazu bereit ist, kann sein WhatsApp-Konto auch für immer löschen. Dies kann man allerdings nicht mehr rückgängig machen: Ein gelöschtes Konto kann nicht reaktiviert werden und man selbst verschwindet aus Kontaktlisten und Gruppen. Auch alle Chats werden dann definitiv gelöscht.

Das WhatsApp-Konto kann man löschen, indem man Menü Einstellungen > Account-Info aufruft und dann Meinen Account löschen anklickt.

Diese Schritte gelten für WhatsApp in Android. Für andere Systeme gibt es hier Anleitungen.

Nun wird eine Seite mit einem Eingabefeld für die Telefonnummer angezeigt. Hier gibt man die eigene Telefonnummer im internationalen Format ein und tippt den Löschen-Button.

Tschüss, WhatsApp …

Der Neustart

Nachdem man sich nun von WhatsApp endgültig verabschiedet hat, bleibt nur noch, die Freunde zur neuen Messenger-App der Wahl einzuladen. Eine Funktion dafür bieten alle Alternativen.

Originalartikel auf Spanisch

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WhatsApp-Chef Jan Koum hat heute auf dem Mobile World Congress in Barcelona neue Pläne des Messenger-Giganten angekündigt. Ab dem zweiten Quartal 2014 will WhatsApp eine Telefon-Funktion anbieten – eine direkte Kampfansage an die Konkurrenz von Skype, Blackberry Messenger oder Line.

Die Sprachfunktionen sollen zuerst unter Android und iOS zur Verfügung stehen und später auch auf einigen Nokia- und Blackberry-Smartphones. Jan Koum hob die Nutzerzahlen von WhatsApp hervor: 465 Millionen aktive Nutzer pro Monat und 330 Millionen aktive Nutzer pro Tag. Seit der Ankündigung des Kaufs von WhatsApp durch Facebook sind also noch einmal 15 Millionen dazugekommen.

Obwohl es scheint, dass WhatsApp mit seinem Nachrichtendienst den klassischen Mobilfunkanbietern den Rang ablaufen will, hat Koum Partnerschaften angekündigt. Zuerst plant WhatsApp ein gemeinsames Angebot mit E-Plus in Deutschland, um Spezial-Tarife für Nutzer der App anzubieten.

Koum wiederholte seine frühere Aussage, dass sich im Zuge der Übernahme durch Facebook für die Nutzer nichts ändern werde und WhatsApp frei von Werbung bleiben soll. Die Frage, welchen Profit Facebook aus dem Deal schlagen wird, ließ der WhatsApp-Chef unbeantwortet.

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