OpenAI hat gestern sein neues KI-Modell GPT-6 Astra vorgestellt, fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Start von GPT-5.
Nach Darstellung des Unternehmens ist GPT-6 Astra das bislang intelligenteste und am feinsten abgestimmte Modell von OpenAI. Den größten Sprung sieht OpenAI vor allem dort, wo Aufgaben wirklich kompliziert werden: beim Programmieren, in der Wissenschaft und bei der autonomen Arbeit am Computer.
So leistungsfähig, dass sofort wieder von AGI gesprochen wird
OpenAI gibt für Astra 98 % bei FrontierMath Tier 4, 99,9 % bei ARC-AGI-3 und 100 % bei ExploitBench an. Vergleicht man das mit den Benchmarks, die OpenAI selbst veröffentlicht hat, ist der Abstand zu GPT-5.6 Sol, Terra und Luna deutlich. Diese Modelle sind gerade einmal vor zwei Monaten erschienen.
Mit Astra soll ChatGPT laut OpenAI Anwendungen bedienen, im Web arbeiten und auch mehrstufige Abläufe wie das Erstellen von Dokumenten, Tabellen und Präsentationen ohne größere Reibung erledigen können. Außerdem sagt OpenAI, dass Astra bei den meisten Aufgaben fast doppelt so schnell ist.
OpenAI-Präsident Greg Brockman meint, dass wir damit langsam in das Zeitalter allgemeiner künstlicher Intelligenz hineinlaufen. Er verweist unter anderem auf Astras Fähigkeiten im Bereich Cybersicherheit, die in OpenAIs eigenen Bewertungen die Stufe „Critical“ erreichen. Nach dem Vorfall bei Hugging Face habe das Unternehmen deshalb, so OpenAI, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen einführen müssen.
Die Bereitstellung hat nach Angaben von OpenAI gestern zunächst für einige ausgewählte Organisationen begonnen. In den nächsten Tagen soll Astra dann auch für die übrigen Nutzer von ChatGPT Plus, Pro, Business und Enterprise verfügbar werden, ebenso über die API und über Amazon Web Services (AWS).