Nutzerüberwachung ohne Cookies: Adblock Plus blockiert auch Canvas Fingerprinting

Eine neue Tracking-Methode der Werbeindustrie sorgt gerade für Aufruhr im Internet. Die Rede ist von einer neuen Technologie namens Canvas Fingerprinting, die Nutzer beim Löschen von Cookies identifizieren und überwachen kann.

Anders als häufig behauptet, ist die neue Methode allerdings gar nicht so genau. Auch lässt sich das Canvas Fingerprinting blockieren, das sagt zumindest der Entwickler des beliebten Werbeblockers Adblock Plus gegenüber Softonic.

Wir erklären Ihnen die wichtigsten Fakten zu Canvas Fingerprinting und wie sie diese Methode blockieren.

Was ist Canvas Fingerprinting?

Anders als beim Cookie können Werbetreibende mit Canvas Fingerprinting einen Nutzer identifizieren, ohne Daten auf dem Computer zu speichern und später abzurufen. Ganz grob bedeutet dies, dass ein Werbenetzwerk einen Nutzer überwachen kann, selbst wenn dieser Cookies löscht. Der Nutzer kann nichts dagegen machen.

Wie funktioniert Canvas Fingerprinting?

Durch die Nutzung einer Technologie, die unter anderem moderne Browser-Spiele ermöglicht, überträgt der Browser ein paar Informationen über das Chip-Modell der Grafikkarte eines Computers an die Server der Internetseite. Zusammen mit weiteren verfügbaren Informationen wie den Browser und dessen Versionsnummer, dem genutzten Betriebssystem und, so die Vermutung von Adblock Plus, anderen Einstellungen wie ClearType, erstellen Werbenetzwerke eine mehr oder weniger eindeutige Nutzer ID.

Wie genau ist Canvas Fingerprinting?

Laut Adblock Plus ist die Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten der Informationen stark begrenzt. Ein sinnvolles Tracking von Nutzern sei daher höchstens auf kleineren Internetseiten mit einer wiederkommenden Nutzerschaft möglich. “Sobald man mehrere Millionen Nutzer (insbesondere über mehrere Internetseiten) überwachen möchte, ist es sehr wahrscheinlich, dass unterschiedliche Nutzer die gleiche Kombination der Informationen haben und somit durch Canvas Fingerprinting nicht unterscheidbar sind.”

Im besten Fall kann man mit Canvas Fingerprinting eine wage Vermutung über einen Nutzer anstellen, der seine Cookies gelöscht hat.

Wo kommt Canvas Fingerprinting zum Einsatz?

In Deutschland nutzen zurzeit zwei Werbenetzwerke das Canvas Fingerprinting: Ligatus und AddThis. Eingesetzt wird die Technologie unter anderem auf Internetseiten wie T-Online.de, Kicker.te, n-tv.de, Computerbild.de, golem.de und wetteronline.de. Die Seitenbetreiber wissen nicht immer etwas von diesem Einsatz.

Kann ich Canvas Fingerprinting blockieren?

Ja. Zwar sind die im Internet verbreiteten Informationen, dass das Löschen von Cookies gegen das Canvas Fingerprinting nichts nützt, richtig; blockieren kann man die Technologie trotzdem. Laut Ben Williams von Adblock Plus kann man die Erstellung der digitalen Fingerabdrücke durch die Deaktivierung von Java Skript verhindern. Das Problem: Hierdurch funktionieren auch viele andere Sachen auf modernen Internetseiten. Abhilfe schafft das Browser-Plugin Adblock Plus.

So blockieren Sie das Canvas Fingerprinting

Adblock Plus kann die Übertragung des auf dem Computer erstellten Fingerabdrucks, also den gesammelten Daten, an die Server von Werbetreibenden einfach blockieren. Die hierzu notwendigen Skripte unterdrückt Adblock Plus, wenn man die zusätzliche EasyPrivacy Filter-Liste zum Adblock Plus Browser-Plugin hinzufügt.

Die Liste enthält Informationen über Skripte, die den Nutzer überwachen und verhindert dann die Übertragung von Informationen – darunter auch Cookies. Das Werbenetzwerk AddThis, das Canvas Fingerprinting unter anderem auf den Seiten skyscanner.de und eventim.de anwendet, blockiert EasyPrivacy bereits seit fünf Jahren. Ligatus steht ebenfalls in der EasyPrivacy-Liste.

Canvas Fingerprinting: Kein Ersatz für Cookies

Canvas Fingerprinting ist kein großangelegter und unaufhaltsamer Angriff auf die Privatsphäre von Internetnutzern. Dafür ist die Technologie zu ungenau. Wer dennoch etwas gegen die Überwachung durch Werbetreibende unternehmen möchte, sollte entweder Programme wie Adblock Plus nutzen oder Java Skript im Browser abstellen.

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Adblock Plus: Klage gegen den Werbeblocker

Der Werbeblocker Adblock Plus ist den Vermarktern von Anzeigen im Internet ein Dorn im Auge. Nach einer Klage von mehreren deutschen Medienunternehmen soll jetzt das Landgericht München entscheiden, ob das Geschäftsmodell von Adblock Plus rechtswidrig ist.

Adblock Plus blendet Onlinewerbung auf Internetseiten aus. Dadurch entgehen vielen Anbietern kostenloser Dienste Werbeeinnahmen. ProSiebenSat.1 sowie zwei RTL-Tochtergesellschaften haben deshalb beim Landgericht München Klage gegen den Adblock Plus-Betreiber Eyeo eingereicht. Der Vorwurf an das Unternehmen hinter Adblock Plus lautet, ein rechtswidriges Geschäftsmodell zu verwenden.

Der Werbeblocker ist umstritten, weil Adblock Plus einige Anzeigen im Internet nicht sperrt, vorausgesetzt, die jeweiligen Anbieter zahlen dafür. Die kostenpflichtige Aufnahme auf die sogenannte Whitelist hielten einige Werbevermarkter in der Vergangenheit bereits für eine Behinderung des Wettbewerbs. Allerdings hat das Landgericht Hamburg im September 2013 zugunsten von Eyeo entschieden, so dass ProSiebenSat.1 die damalige Klage zurückzog.

Thomas Port, der Geschäftsführer des Medienhauses von Seven One Media, zu dem auch ProSiebenSat.1 gehört, hält das Geschäftsmodell dennoch für rechtswidrig und will die Sache gerichtlich klären lassen. Auch Axel Springer hat gegen Eyeo Klage eingereicht, weitere Medienhäuser erwägen juristische Schritte.

Till Faida von Eyeo verteidigt den Adblock Plus-Ansatz der Whitelist und akzeptable Werbeanzeigen, die der Werbeblocker gegen Bezahlung dennoch anzeigt. Das Unternehmen sieht die eigene Praxis als Anreiz für Vermarkter, auf nutzerfreundliche Anzeigen umzusteigen.

Ben Willliams, Sprecher von Adblock Plus, bestätigte gegenüber Softonic, dass dem Unternehmen Eyeo bereits eine Klage zugestellt worden ist. Ausgehend von aktuellen Medienberichten erwartet man die Zustellung weiterer Klageschriften. Ben Williams verweist auf die Entscheidung des Landgerichts Hamburg zugunsten von Adblock Plus und einen Fall im Jahr 2004, bei dem der Bundesgerichtshof einen Werbeblocker für Fernsehgeräte als rechtmäßig einstufte. Dementsprechend ist das Unternehmen zuversichtlich, vor Gericht Recht zu bekommen.

Adblock Plus will weiter die Interessen von Endnutzern vertreten und soweit möglich mit Werbevermarktern zusammenarbeiten, um akzeptable und unaufdringliche Anzeigen zu fördern.

Update (14.7.2014, 17:00 Uhr): Wir haben die Meldung mit einer Stellungnahme von Ben Williams von AdBlock Plus aktualisiert.

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Quelle: Horizont

Via: Neowin

Werbeblocker Ad Muncher: Der Adblock Plus-Konkurrent ist ab sofort kostenlos

Der Werbeblocker Ad Muncher ist ab sofort kostenlos erhältlich. Die Anwendung ist bereits vor 15 Jahren gestartet und stand bisher als kostenpflichtiges Abonnement zur Verfügung. Jetzt hat sich das Australische Unternehmen entschlossen, die Premium-Filterlisten umsonst anzubieten. Dadurch will Ad Muncher noch mehr Nutzer gewinnen und mit Adblock Plus konkurrieren.

Ad Muncher blockiert Werbeanzeigen in allen Internet-Browsern, entfernt Werbung aus Software und sperrt auch das sogenannte Tracking von Drittanbietern, also das Nachverfolgen des Surfverhaltens im Internet. Nach 15 Jahren und mehr als 100.000 zahlenden Anwendern will der Gründer Murray Hurps seine Anwendung ab sofort kostenlos zur Verfügung stellen. Er hat Adblock Plus mit seinen rund 50 Millionen aktiven Nutzern als direkten Konkurrenten genannt.Werbeblocker Ad Muncher: Der Konkurrent zu Adblock Plus ist ab sofort kostenlos

Durch das kostenlose Angebot will Ad Muncher noch mehr Anwender gewinnen. Im Gegensatz zu Adblock Plus will Murray Hurp aber niemals Zahlungen von Werbefirmen akzeptieren, um ihre Anzeigen von den Filterlisten auszunehmen. Ad Muncher wird seinen Nutzern auch keine Software von Drittanbietern aufdrängen. Stattdessen sieht Hurp Partnerschaften mit Antivirus- oder Firewall-Herstellern als Möglichkeiten zur Finanzierung.

Durch die Umstellung auf eine frei verfügbare Anwendung kann Ad Muncher auch Probleme mit illegalen Software-Kopien aus dem Weg räumen. Gleichzeitig entschuldigt sich Hurp bei allen Nutzern, welche die Anwendung erst vor kurzem gekauft haben. Ad Muncher versichert aber, dass die Betroffenen natürlich von ihrem 30-tägigen Rückgaberecht Gebrauch machen können.

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Quelle: Ad Muncher

Flappy Bird kehrt mit Multiplayer zurück, Adblock Plus frisst Speicher, Firefox führt Rechtverwaltung ein

Flappy Bird kehrt im August 2014 mit neuer Multiplayer-Option und weniger süchtig-machendem Spielprinzip zurück, der Werbeblocker Adblock Plus arbeitet mit Mozilla zusammen an einer Lösung für ein Speicherproblem und Mozilla wird die Digitale Rechteverwaltung (DRM) für Firefox einführen – der Nachrichtenüberblick.

  • Speicherfresser Adblock Plus: Der weit verbreitete Werbeblocker Adblock Plus scheint ein Speicherfresser zu sein. Wie Mozilla selbst berichtet, belegt die Browser-Erweiterung in der Ausgabe für Mozilla Firefox und Google Chrome eine Menge Arbeitsspeicher. Mozilla und Adblock Plus arbeiten gemeinsam an einer Lösung des Problems.
  • Firefox führt DRM ein: Jetzt beugt sich auch Mozilla und führt einen neuen DRM-Standard für Firefox ein. Der Softwarehersteller wird eine angepasste Digitale Rechteverwaltung von Adobe in seinen Browser integrieren. Anwender sollen selbst entscheiden können, ob sie die Rechteverwaltung nutzen oder nicht.
  • Trojaner für Mac OS X: Die Sicherheitsexperten von Doctor Web warnen vor Trojanern für Mac OS X. Über Browser-Plugins für Safari und Google Chrome gelangt Schadsoftware auf das System, die aufdringliche Werbung anzeigt.
  • iMessage verschluckt SMS: Nutzer berichten von Problemen beim Umstieg von iOS auf Android. Beim Mitnahme der Rufnummer bleibt diese häufig mit Apples Nachrichtensystem iMessage verknüpft. Dadurch verschwinden Nachrichten von iPhone-Nutzern, da iMessage diese nicht als reguläre SMS verschickt.

Updates

  • Facebook für iOS: Das soziale Netzwerk aktualisiert die iOS-App auf version 10. Die neue Version von Facebook für iOS bringt die Möglichkeit, Beiträge auch offline zu verfassen. Außerdem soll eine Vorschau helfen, Inhalte nicht aus Versehen mit zu vielen Nutzern zu teilen. Für ältere Geräte wurde die Ladezeit verkürzt.
  • Google Chrome: Google aktualisiert den eigenen Browser Google Chrome und schließt damit mehrere Sicherheitslücken und Angriffsmöglichkeiten. Außerdem enthält das Update die Aktualisierung des Adobe Flash Player, welches ebenfalls kritische Sicherheitslücken schließt.
  • Windows Phone 8.1: Microsoft hat eine neue Version der Vorab-Version von Windows Phone 8.1 für Entwickler veröffentlicht. Einen Monat nach der Vorstellung von Windows Phone 8.1 bringt das erste Update einige Verbesserungen, unter anderem die Beseitigung von Problemen mit der Akkulaufzeit.

Spiele

  • Flappy Bird kehrt zurück: Der Entwickler Dong Nguyen hat die Rückkehr von Flappy Bird bereits angekündigt, jetzt gibt es neue Details. Im August dieses Jahres soll Flappy Bird in neuer Auflage mit Multiplayer-Option erscheinen. Das überarbeitete Spielprinzip soll weniger süchtig machen, außerdem verspricht Nguyen viele weitere Spiele.
  • Die Sims 4 Trailer: Der offizielle Trailer zu Die Sims 4 erklärt ausführlich die neue Funktion Erstelle einen Sim. Das Video zeigt, wie Spieler damit ihre Wunsch-Spielfigur zusammenbasteln können. Die Vorstellung von Die Sims 4 wird im Rahmen der E3 im Juni 2014 erwartet.
  • MacGyver: Deadly Descent: Das weltweit allerste MacGyver-Spiel überhaupt erscheint am 21. Mai 2014 für Android und iOS. Als Computerspielfigur muss der Serienheld MacGyver Wissenschaftler befreien und natürlich jede Menge Rätsel auf unkonventionelle Weise lösen. Ein Teil des Spielerlöses kommt der wohltätigen MacGyver-Stifung zugute.
  • Monument Valley für Android: Nach dem iOS-Start im April 2014 ist das Rätsel-Adventure Monument Valley jetzt auch für Android erhältlich. Im aufwendig gestalteten Spiel gilt es, eine Figure durch verworrene Level im Stil von M.C. Escher zu steuern.

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Adblock Plus verdoppelt die Anzahl der Tracking-Filter

Adblock Plus hat die Anzahl seiner Tracking-Filter verdoppelt. Nach einer Überarbeitung unterdrückt das Add-On inzwischen doppelt so viele Elemente als im Vorjahr. Adblock Plus nutzen Anwender vor allem als Werbeblocker zum Ausblenden von Anzeigen im Internet. Mithilfe von Filterlisten werden Werbebanner und Anzeigen erkannt und unterdrückt. Bei der Pflege der Filter ist die Software auf freiwilllige Helfer angewiesen, um stets auf dem neuesten Stand zu sein.

Adblock Plus kann aber auch Tracking-Tools zum Nachverfolgen von Seitenbesuchern im Internet blockieren. Die EasyPrivacy-Liste soll mehr Privatsphäre beim Surfen schaffen und unterdrückt Cookies, Skripte und Zählpixel. Noch vor einem Jahr zählte diese Filterliste 4.200 Einträge, inzwischen sind mit 8.600 mehr als doppelt so viele Einträge vorhanden.

Adblock Plus und der Hersteller Eyeo stehen aber auch in der Kritik: Gegen Bezahlung hat der Hersteller einige Anzeigen auf die sogenannte Whitelist aufgenommen. Die Werbung auf dieser Liste wird trotz aktivierter Sperre angezeigt. Zu den Kunden von Eyeo gehören Internet-Riesen wie Amazon, Yahoo! und allen voran Google.

Nach eigenen Aussagen steht Adblock Plus kurz davor, die Marke von 300 Millionen Downloads zu knacken. Monatlich nutzen zwischen 50 und 60 Millionen aktive Nutzer den Werbeblocker und seine Filter. Seit vergangenem Jahr gibt es auch eine Android-Version von Adblock Plus. Auch hier soll es in Kürze große Neuerungen geben.

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Quelle: TechCrunch

Adblock Plus: Kampagne auf GMX und Web.de kämpft gegen Werbeblocker

Der Internet-Provider United Internet geht mit einer Kampagne gegen Werbeblocker vor. Auf den Seiten der E-Mail-Anbieter GMX und Web.de ist derzeit ein Hinweis zu sehen, der vor seitenmanipulierenden Add-ons warnt. Klicken Besucher auf die Meldung, werden sie zur Deinstallation von Werbeblockern und anderen Browser-Erweiterungen aufgefordert.

Die Hinweise in Chrome und Firefox täuschen die Besucher, indem sie echte Sicherheitshinweise der Browser nachahmen. Eine Leiste am oberen Rand der Seiten warnt vor eingeschränkter Sicherheit durch ein Add-on. Ein Klick auf den Button Sicherheit wiederherstellen führt zur Seite Browsersicherheit.info. Hinter der vermeintlichen Aufklärung steht der Anbieter von GMX und Web.de. Die 1&1 Mail & Media GmbH ist ein Tochter-Unternehmen von United Internet.

Die Kampagne hat vor allem ein Ziel: Besucher zur Deinstallation von Werbeblockern zu bewegen. Mit Hinweisen auf seitenmanipulierende Add-ons und damit verbundene erhebliche Sicherheitsrisiken werden Gefahren aufgezählt, aber keine Belege angeführt. In der Anleitung zum Entfernen der als gefährdend bezeichneten Plugins findet sich eine lange Liste von Add-Ons. Darunter sind auch einige Werbeblocker – allen voran Adblock Plus, Adblock Edge und Adblock.

Das Vorgehen bezeichnet Werbeblocker als für Kriminelle interessant. Statt einer Darlegung der beschriebenen Gefahren wird auf die eigenen redaktionellen Inhalt auf Gmx und Web.de verlinkt, die Werbeblocker wie Adblock Plus als für Nutzer riskant darstellen.

Werbeblocker sind Diensten, die sich durch Anzeigen finanzieren, natürlich ein Dorn im Auge. Anstatt aber die Besucher zur Deaktivierung des Add-Ons auf den eigenen Seiten zu bewegen, täuscht die Kampagne Risiken vor.

Update (04.03.2014): Inzwischen hat United Internet die Kampagne eingestellt. Die Seite Browsersicherheit.info ist nach wie vor erreichbar, die Betreiber haben aber die Liste der seitenmanipulierenden Add-ons gekürzt. Besucher der E-Mail-Portale von GMX und Web.de erhaltenen keinen vermeintlichen Sicherheitshinweis mehr.

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Quelle: Browsersicherheit.info

Via: Adblock Plus

    Adblock Plus will geplante Firefox-Werbung blockieren

    Mozilla, das Unternehmen hinter Firefox, sucht nach neuen Geldquellen und plant Werbeeinblendungen direkt im Firefox-Browser. Als Reaktion darauf erklärte die Firma hinter dem Werbeblocker Adblock Plus bereits, dass man diese Werbung blockiere, sobald Mozilla sie anzeigt.

    Werbung statt Seitenvorschau

    Wie der Mozilla-Manager Darren Herman in einem Blog-Post schreibt, soll die Werbung Teil der Tab-Übersicht werden. Öffnet man im Firefox-Browser (Download für Windows / Mac / Android) einen neuen Tab, erhält man zurzeit eine Kachelübersicht häufig besuchter Internetseiten. Benutzt man einen Firefox-Browser zum ersten Mal, sind diese Kacheln zunächst leer.

    Unter dem Namen Directory Tiles will Mozilla diese in Zukunft füllen. Zum Teil plant Mozilla Anzeigen für das eigene Mozilla-Ökosystem. Auch populäre Internetseiten aus der geographischen Region des Nutzers plant Mozilla. Hinzu kommen werbefinanzierte Einblendungen von “ausgewählten Partnern”.

    Wenn Firefox aufdringliche, hässliche Werbung zeigt, blockieren wir sie noch an dem Tag an dem Mozilla damit beginnt, sie anzuzeigen.

    Wie genau diese Werbeeinblendungen in den Kacheln aussehen, sagte Herman nicht. Der Anbieter der populären Werbeblocker-Software Adblock Plus ist allerdings bereits in Alarmbereitschaft. Auf Anfrage von Softonic erklärte das Unternehmen, dass man hässliche und aufdringliche Werbung noch an dem Tag blockiere, an dem Mozilla damit beginnt sie anzuzeigen.

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    Adblock Plus im Test: Welche Werbung verhindert Adblock Plus tatsächlich?

    Adblock Plus ist als zuverlässiger Werbeblocker bekannt. Allerdings akzeptiert das Add-On für Browser seit einiger Zeit standardmäßig “unaufdringliche Werbung”. Außerdem wurde bekannt, dass sich die Firma hinter Adblock Plus von Unternehmen wie Google bezahlen lässt.

    Da fragt man sich: Wie viel Werbung ist denn “unaufdringlich”? Wir haben es ausprobiert und Webseiten wie Google.de, Web.de, T-Online oder Spiegel Online mit der Adblock Plus-Standardeinstellung Whitelist besucht. Außerdem wollten wir wissen: Gibt es auch eine gute Alternative zu Adblock Plus?

    Mit Adblock Plus auf Spiegel Online und Co.: Werbung ade

    Mit Adblock Plus surft man auf Seiten wie Spiegel Online, Kicker oder Sueddeutsche.de ohne Werbung. Das Add-On lässt die Ränder um die eigentliche Webseite frei, wie die folgenden Screenshots zeigen.

    Spiegel online ohne Adblock Plus

    Spiegel Online mit Adblock Plus

    Bei Web.de etwa bleiben die Werbefelder leer und hinterlassen weiße Flecken auf der Webseite. Auf T-Online entsorgt Adblock Plus allerdings nicht alle Werbebilder und die Bildunterschriften bleiben auf der Seite stehen.

    Adblock Plus und die Suchfunktion: Werbung satt

    Aber wie gut filtert der Werbeblocker Suchergebnisse? Wir haben die Suche bei T-Online, Web.de und Google.de ausprobiert. Dazu haben wir jeweils die Sucheingaben Unterwäsche, Gebrauchtwagen kaufen und Restaurant Hamburg mit und ohne Adblock Plus bei den drei Webseiten eingegeben.

    T-Online: die Seite voll mit Werbung

    Die T-Online-Suche liefert ohne Adblock Plus acht Anzeigen zur Suche und zwei Blöcke mit Artikeln, die zum Kauf angeboten werden. Im Screenshot links das Beispiel Unterwäsche, rechts sieht man die Ergebnisse zum selben Suchbegriff mit aktiviertem Adblock Plus. Die grünen Pfeile markieren die Suchergebnisse.

    Der einzige Unterschied: Die zwei Boxen rechts verschwinden. Ansonsten muss der Nutzer ebenso eine komplette Seite nach unten scrollen, bis er die Werbung hinter sich hat.

    Bei Suchen auf T-Online hilft Adblock Plus nicht

    Web.de: kein Unterschied

    Bei Web.de macht der Adblocker für den Nutzer keinen Unterschied. Lediglich die Werbeanbieter wechseln. Die Anzahl der Werbebanner bleibt gleich. Links die Web.de-Suche zu Unterwäsche ohne Adblock Plus, rechts mit Werbeblocker.

    Die Web.de-Suche liefert mit und ohne AdBlocker gleich viel Werbung aus

    Google.de: kein Unterschied

    Auch bei der Google.de-Suche hilft Adblock Plus dem Nutzer nicht weiter. In unserem Beispiel Restaurant Hamburg zeigt die Suchmaschine links ohne Adblocker gar weniger Werbung als mit Adblock Plus auf der rechten Seite.

    Auch bei der Google-Suche hilft Adblock Plus nicht.

    Fazit: Bei der Suche hilft Adblock Plus nicht

    Auf Webseiten blockiert Adblock Plus Banner-Werbung ganz ordentlich. Bei der Websuche allerdings ändert das Addon nichts: T-Mobile bombardiert den Nutzer mit einer kompletten Seite “unaufdringlicher Werbung” und auch bei Web.de und Google.de unterscheidet sich die Anzahl der Werbung nicht. Für die Suche in unserem Test gilt: Hier hilft Adblock Plus nicht.

    Achtung für alle, die den Test nachmachen wollen: Die Ergebnisse schwanken je nach Plattform, Suchbegriffen und gesetzten Cookies auf dem Rechner.

    Die Lösung: Whitelist deaktivieren oder Adblock Edge

    Mit Filtern legt Adblock Plus fest, welche Inhalte zugelassen sind und welche blockiert werden. Der Standard-Filter bedient sich einer Whitelist, die bestimmt, welche Werbung bei Adblock Plus als unaufdringlich gilt und angezeigt wird.

    Wie man die sogenannte Whitelist deaktiviert, erklären wir in unserem Tutorial: So deaktivieren Sie die Whitelist. Alternativ kann man auch einen anderen Adblocker wie Adblock Edge verwenden.

    Adblock Edge im Vergleich

    Adblock Edge funktioniert wie Adblock Plus, hat aber keine Whitelist im Gepäck. In unserem Test blockierte das Addon Werbung auf Webseiten zuverlässig. Nur bei T-Online hatte der Werbeblocker wie auch Adblock Plus Probleme mit den Bildunterschriften und blockierte eine Werbespalte nicht. Die restliche Werbung lässt sich per Hand zum Filter hinzufügen.

    Adblock Edge funktioniert auf Webseiten genauso gut wie Adblock Plus.

    Bei der Suche überzeugt Adblock Edge: Sowohl bei Web.de als auch bei T-Online und Google.de blockiert das Addon alle Werbeanzeigen und liefert ausschließlich Suchergebnisse.

    Mehr zu Werbung im Internet:

    Adblock Plus: So deaktivieren Sie die Whitelist

    Adblock Plus blockiert zuverlässig Werbung auf Internetseiten. Alle Werbung? Nein! Adblock Plus finanziert sich zum Teil aus Zahlungen großer Firmen wie Google und setzt bestimmte Anzeigen auf eine so genannte Whitelist. Unter Adblock Plus-Fans löste die Nachricht von der voreingestellten Whitelist Entrüstung aus.

    Die gute Nachricht: Mit wenigen Klicks lässt sich auch dieser Werbung ausschalten. Adblock Plus bietet die Option fairerweise auch gut sichtbar an. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Whitelist in Firefox und Chrome deaktivieren.

    1. Rufen Sie die Adblock Plus-Optionen auf

    Firefox

    Klicken Sie auf das Adblock Plus-Symbol unten links im Browser und öffnen Sie die Filtereinstellungen.

    Adblock Plus unerwünschte Werbung abstellen

    Chrome

    Öffnen Sie im Einstellungsmenü das Untermenü Erweiterungen. Alternativ geben Sie chrome://extensions/ in die Adresszeile ein. Hier rufen Sie die Optionen von Adblock Plus auf.

    Adblock Plus unerwünschte Werbung abstellen

    2. Stellen Sie die Whitelist ab

    Firefox

    Entfernen Sie im Reiter Filterabonnements das Häkchen neben Einige nicht aufdringliche Werbung zulassen.

    Adblock Plus unerwünschte Werbung abstellen

    Chrome

    In Chrome finden Sie die Einstellung im Reiter Filterlisten. Setzen Sie den Haken bei Einige nicht aufdringliche Werbung zulassen.

    Adblock Plus unerwünschte Werbung deaktivieren

    Wenn Sie mehr über die Richtlinien für nicht aufdringliche Werbung wissen wollen, klicken Sie in beiden Browsern auf Mehr Informationen. Unter Liste öffnen finden Sie eine detaillierte Liste aller standardmäßig zugelassenen Werbung in Adblock Plus.

    Was denken Sie über die voreingestellte Whitelist für Adblock Plus?