Mozilla Firefox mit Tor-Integration für anonymes Surfen und mehr Privatsphäre im Internet

Mozilla arbeitet mit dem Anonymisierungsdienst Tor zusammen. Der Browser Firefox soll eine Tor-Integration für anonymes Surfen erhalten und mehr Sicherheitsfunktionen. Mit zusätzlichen Servern will Mozilla außerdem helfen, das Tor-Netzwerk zu beschleunigen.

Mozilla bündelt mit der Polaris Initiative ab sofort die Arbeit an mehr Möglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre im Internet. Dazu zählt auch die Zusammenarbeit mit dem Anonymisierungsdienst Tor. Damit bestätigt sich das Gerücht einer Zusammenarbeit der Tor-Entwickler mit Mozilla.Mozilla Firefox mit Tor-Integration für anonymes Surfen und mehr Privatsphäre im Internet

Mozilla will dem Anonymisierungsdienst Tor schnelle Server spendieren, um das Angebot zu beschleunigen. Im Gegenzug helfen die Tor-Entwickler an der Arbeit von neuen Firefox-Sicherheitsfunktionen. Mozilla testet derzeit eine Option für mehr Privatsphäre, die das sogenannte Tracking unterbinden soll. Internetseiten sollen das Surfverhalten des Nutzers nicht verfolgen können, gleichzeitig soll werbefinanzierten Seiten kein Nachteil entstehen.

Mozilla testet die neue Tracking-Sperre zuerst in der Vorab-Version Firefox Nightly. Einen Starttermin der Funktion für die finale Version für alle Nutzer gibt es noch nicht.

Quelle: Mozilla

Downloads

Mozilla Firefox für Windows herunterladen

Mozilla Firefox für Mac herunterladen

Mozilla Firefox für Android herunterladen

Passende Artikel

Mozilla Firefox: Forget-Button zum schnellen Löschen des Browserverlaufs und Tor-Integration

Mozilla Firefox 33.1 mit neuem Vergessen-Button und DuckDuckGo-Suche für mehr Privatsphäre

Mozilla Firefox: Mehr Datenschutz mit dem kostenlosen Privacy Coach für Android

Dem Autor Jakob Straub auf Twitter und Google+ folgen.

Mozilla Firefox: Forget-Button zum schnellen Löschen des Browserverlaufs und Tor-Integration

Mozilla hat der Nightly-Version von Firefox eine neue Funktion hinzugefügt. Mit einem neuen Forget-Button ist das schnelle Löschen des Browserverlaufs möglich. Außerdem gibt es ein Gerücht, dass Mozilla den Anonymisierungsdienst Tor in den Browser integrieren will.

Forget-Button in der Nightly-Version

Der neue Forget-Button ist eine vereinfachte Version der Funktion zum Löschen des Browserverlaufs in Mozilla Firefox. Nutzer können ein Zeitfenster von fünf Minuten, zwei Stunden oder einem Tag auswählen und Firefox löscht die entsprechenden Cookies sowie den Seitenverlauf und schließt alle offenen Tabs.Mozilla Firefox: Forget-Button zum schnellen Löschen des Browserverlaufs und Tor-Integration

Der Forget-Button befindet sich nicht automatisch in der Navigationsleiste oder einem Menü. Über das Anpassungsmenü lässt sich aber schnell ein entsprechendes Icon anlegen. Die neue Funktion wird erst mit Firefox 35 in der normalen Version des Browsers zur Verfügung stehen.

Mozilla Firefox mit Anonymisierungsdienst Tor

Der Anonymisierungsdienst Tor arbeitet nach eigener Aussage mit einem großen Browser-Hersteller zusammen. Tor hilft Nutzern, sich im Internet vor Überwachung zu schützen und so anonym wie möglich zu surfen. Auf der Tor-Mailingliste für Entwickler findet sich die Information, dass ein Unternehmen Tor für einen privaten Modus im Browser nutzen will. Der Marktanteil der entsprechenden Anwendung passt auf Mozilla Firefox.

Die Integration von Tor in Firefox würde die Anonymisierung Millionen von Nutzern zugänglich machen. Weder Mozilla noch Andrew Lewam, der Chef des Tor-Projekts, haben eine Zusammenarbeit bestätigt.

Aktuell ist der Tor Browser die einfachste Art, Tor zum anonymen Surfen im Internet zu nutzen.

Quelle: @FirefoxNightly | Tor-Mailingliste

Downloads

Tor Browser für Windows herunterladen

Mozilla Firefox Nightly herunterladen

Mozilla Firefox für Windows herunterladen

Mozilla Firefox für Mac herunterladen

Mozilla Firefox für Android herunterladen

Passende Artikel

Mozilla schließt kritische Sicherheitslücke in Firefox und Thunderbird

Mozilla behebt mit Firefox 32.0.2 Abstürze des Browser in der Desktop-Version

Mozilla Firefox 32 bietet genauen Einblick in gespeicherte Passwörter

Firefox 33 – Das bringt die neue Version im Oktober

Firefox wird bereits ausgeführt: Mozilla löst Problem beim Beenden des Browsers

Dem Autor Jakob Straub auf Twitter und Google+ folgen.

Ebay-Hack, Facebook erkennt Musiktitel und TV-Serien, anonymes Filesharing über TOR mit OnionShare

Angreifer haben die Auktionsplattform Ebay gehackt und Zugriff auf 145 Millionen Kundendatensätze erlangt, Facebook will in Kürze mit einer Funktion zur automatischen Erkennung von Musiktiteln und TV-Serien starten und OnionShare erlaubt das anonyme Filesharing über TOR – der Nachrichtenüberblick.

Ebay-Hack: Nach Angaben von Ebay haben Angreifer das Verkaufsportal gehackt und Zugriff auf 145 Millionen Kundendatensätze erlangt. Der Bezahldienst PayPal ist nicht betroffen, Ebay fordert Nutzer aber zur Passwortänderung auf. Nach Angaben des Unternehmens sind die erbeuteten Passwörter aber verschlüsselt gespeichert.

Anonymes Teilen über OnionShare: Die kostenlose Software OnionShare ermöglicht das anonyme und sichere Teilen von Dateien über den Anonymisierungsdienst TOR. Anstatt einem Cloudspeicherdienst vertrauen zu müssen können Nutzer über eine temporäre Internetseite Dateien teilen. Der Entwickler hat nach eigener Angabe Leaker und Whistleblower wie Edward Snowden als mögliche Nutzer im Sinn.

Facebook mit Musik- und TV-Erkennung: Das soziale Netzwerk will in Zukunft die Möglichkeit bieten, Songs und TV-Serien automatisch zu erkennen. Die Facebook-App für iOS und Android nutzt das Mikrofon des Gerätes, die Informationen lassen sich in Facebook-Nachrichten einfügen.

Secret-App für Android: Secret ist ein Netzwerk zum anonymen Teilen von Bildern und Nachrichten. Nach großem Erfolg in den USA startet der Dienst rund um Geheimnisse und Klatsch jetzt weltweit. Neben der iOS-App steht Secret ab sofort auch für Android zur Verfügung.

Ringo-App für billige Gespräche: Die neue Anwendung Ringo bietet billige Tarife für Telefongespräche, im Gegensatz zu Skype nicht über das Internet, sondern über die normale Mobilfunkverbindung. Ringo steht bereits in 16 Ländern einschließlich Deutschland zur Verfügung und lässt sich für internationale Gespräche nutzen.

Regeln für Free-to-Play-Spiele: Der Bundesverband der deutschen Games-Branche (GAME) legt sich selbst Regeln für faire Online-Spiele auf. Die Initiative Faires Onlinespiel soll für Kostentransparenz bei sogenannten Free-to-Play-Spielen sorgen. Die mehr als 60 Unternehmen des Verbandes wollen am Freemium-Geschäftsmodell festhalten, aber gegen “schwarze Schafe” ein Zeichen setzen.

iOS-Benachrichtigungen auf dem Mac: Mit Notifyr können Besitzer eines Macs und iPhones Smartphone-Benachrichtigungen auch auf dem Desktop-Rechner empfangen. Dabei lässt sich auswählen, welche Nachrichten die App im Detail weiterleitet.

Updates

Safari Sicherheitsupdates: Apple aktualisiert den Browser Safari in der Version 7.0.4 und 6.1.4 und schließt damit Sicherheitslücken. Präparierte Internetseiten können die Schwachstellen ausnutzen, um die Software zum Absturz zu bringen und Schadsoftware auszuführen.

Spiele

Watch Dogs: Der Kreativchef des Hackerspiels von Ubisoft hat Details zu den Hardwareanforderungen von Watch Dogs veröffentlicht. Außerdem gibt es Leaks zu Videosequenzen und Spielgeschehen der Xbox 360-Version, welche die Detailstufe auf älteren Konsolen zeigen.

Infinity Blade 3 Update: Mit einer großen Aktualisierung erhält Infinity Blade 3 für iOS neue Funktionen. Ein Trainingsbot hilft bei der Verbesserung der Fertigkeiten, die Spielfigur lässt sich mit neuen Möglichkeiten gestalten und die Zieljagd führt den Vergleich mit Freunden ein.

Day-Z Update: Das Entwicklerteam des Zombiespiels DayZ zeigt die Arbeit an einem Update, welches das Verhalten der Untoten im Spiel verändern soll. Eine Verbesserung der Künstlichen Intelligenz sorgt für realistischere Bewegungen und Pläne der Zombies.

Tweet des Tages

Dem Autor Jakob Straub auf Twitter und Google+ folgen.

Tor entwickelt anonymes Betriebssystem für Smartphones

Der Anonymisierungsdienst Tor arbeitet an einer Anpassung seines anonymen Betriebssystems Tails für mobile Geräte. The Amnesiac Incognito Live System kann von einem USB-Stick gestartet werden und verschlüsselt den Datenverkehr des Nutzers über Tor.

Die Entwickler von Tor (Download: Windows / Mac) arbeiten an Tails für Smartphones mit Android und Ubuntu, nicht aber für iOS-Geräte. Die Hürden von Apple seien für eine Anpassung an iOS zu groß, erklärt der Leiter des Projekts, Nathan Freitas.

Die PC-Version von Tails kann direkt von einem USB-Stick, SD-Karte oder DVD gestartet werden. Die mobile Ausgabe des Betriebssystem soll diese Funktion ebenfalls mitbringen. Allerdings unterstützen bisher nur wenige Geräte den Systemstart von einem externen Medium. Zum Starten von Tails ist daher zunächst die Verbindung mit einem PC erforderlich, um die notwendigen Rechte zu gewähren.

Tails für mobile Geräte leitet sämtlichen externen Datenverkehr verschlüsselt über das Tor-Netzwerk und lässt keine Datenspur auf dem Gerät zurück. Mit weiteren Sicherheits-Apps will das System größtmögliche Anonymität bieten.

Tails ist auf jeden Fall interessant, das Tor-Netzwerk aber ist nicht gänzlich sicher oder privat. In den USA konnten die Behörden illegale Aktivitäten auf der Plattform Silk Road über Tor zurückverfolgen.

Quelle: The Daily Dot

Downloads

Tor für Windows herunterladen

Tor für Mac herunterladen

Passende Artikel

Tor: Hohe Nachfrage nach anonymem Internetzugang seit PRISM-Affäre

Seit Beginn der PRISM-Affäre hat sich die Nutzung des Anonymisierungstools Tor mehr als verdoppelt. Das zeigt die offizielle Statistikseite des Anbieters.



Mit Beginn der Enthüllungen rund um die Abhörprogramme der US-amerikanischen und britischen Geheimdienste hat auch das Bewusstsein der Internetnutzer für ihre Privatsphäre zugenommen. Das zeigen Statistiken wie die des Anonymiserungstools Tor.

Dienste wie Tor schalten sich zwischen den Browser und die Internetverbindung und leiten jede Anfrage über ein Sicherheitsnetzwerk. Tor verschleiert so die IP-Adresse des Nutzers. Internetseiten im Netz erhalten dadurch keinerlei Informationen über die Identität eines Seitenbesuchers.

Tor: Anonymes Surfen verdoppelt Nutzerbasis

Nutzerentwicklung bei Tor seit Beginn der PRISM-Affäre

Die Nachfrage nach solchen Diensten hat sich, wie das Beispiel Tor zeigt, mehr als verdoppelt. Blieb die Nutzerbasis zu Beginn der Edward Snowden-Enthüllungen noch stabil, steigt die Nutzung von direkt mit dem Tor-Netzwerk verbundenen Nutzern seit Mitte August stark an. Von knapp unter 600.000 täglichen Nutzern erhöhte sich die Nachfrage auf mittlerweile über 1,2 Millionen.

Aufgepasst: Tor ist kein Schutz vor der Geheimdienst-Überwachung

Wie man einen Anonymisierer wie Tor nutzt, zeigen wir in unserem Artikel Anonym surfen: So funktioniert der Tor-Browser. Tor sollte jedoch mit Vorsicht genutzt werden. Möchte man einfach nur anonym im Internet surfen, ist Tor ein geeignetes Werkzeug. Das bestätigen auch Sicherheitstests wie ip-check.info. Sicher ist das allerdings noch lange nicht.

Tor arbeitet wie ein Filesharing-Netzwerk. Jeder Nutzer kann daher seinen eigenen Computer als Tor-Proxy freigeben. Theoretisch ist es daher möglich, den Tor-Datenverkehr abzuhören, wenn man nur hinreichend Computer an das Netzwerk anschließt. Diese Anfälligkeit gegenüber großen Abhörinstitutionen wie der NSA demonstrierte ein Hacker bereits im Jahr 2007.

Alternative JonDo für besseren Schutz

Informationen zum Tor-Netzwerk haben wir in unserem Web-Proxy-Vergleich zusammengestellt. Eine Alternative zum bekannten Tor-Netzwerk ist unter anderem JonDo. JonDo, auch als JAP oder Java Anonym Proxy bekannt, nutzt ebenfalls eine Reihe von Proxy-Servern um die IP-Adresse eines Nutzers zu verschleiern. Anders als Tor kommen allerdings ausschließlich zertifizierte Partner zum Einsatz. Das macht JonDo zwar langsamer als Tor, aber auch sicherer.

Via Tor Metrics Portal