News des Tages: Facebook Privatsphäre-Einstellungen, iCloud, Die Sims 4

Facebook bietet mit Privacy Checkup eine neue Überprüfung der Einstellungen zur Privatsphäre, Apple will die Sicherheitsmaßnahmen beim eigenen Cloudspeicher iCloud verbessern und illegale Kopien von Die Sims 4 sind nicht spielbar – die News des Tages.

  • Facebook Privatsphäre-Einstellungen: Facebook stellt seinen Nutzern eine neue Hilfe zur Überprüfung der Einstellungen zur Privatsphäre bereit. Der sogenannte Privacy Checkup soll Mitgliedern des sozialen Netzwerkes besser verständlich machen, mit wem genau sie welche Inhalte teilen.
  • G-Data USB Keyboard Guard: Die kostenlose Anwendung USB Keyboard Guard von G-Data bietet die Überprüfung von angeschlossenen USB-Sticks und warnt vor Schadsoftware, die das System übernehmen kann.
  • Steven: Die App Steven für iOS teilt automatisch den Standort als Emoji-Statusmitteilung, beispielsweise ein Haus, wenn der Nutzer zu Hause ist. Anwender können die Meldungen mit Fotos anreichern.
  • iCloud Sicherheitsmaßnahmen: Apple-Chef Tim Cook hat Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit von Apples Cloudspeicher iCloud angekündigt. Nutzer sollen in Zukunft Benachrichtigungen bei Aktivität erhalten, um unerlaubten Zugriff festzustellen. Sicherheitsexperten haben inzwischen gezeigt, wie Hacker aber auch FBI und CIA auf iCloud-Konten zugreifen.
  • Wunderlist: Die Produktivitäts-App zur Listenverwaltung Wunderlist ist für Windows 8 und Windows Phone 8 erschienen, eine Ausgabe für Windows 7 der neuen Version ist ebenfalls in Planung.

Updates

  • Adblock Plus: Die Version 1.8.4 des beliebten Werbeblockers ist für Chrome, Opera und Safari erschienen. Da Update beseitigt Probleme mit der Überlagerung des Buttons zum Blockieren von Inhalten und bringt Neuerungen wie das Sperren von YouTube-Werbung auch mit dem HTML5-Player für Safari.
  • Google Camera: Die Kamera-App für Android von Google unterstützt mit der neuesten Version die Auslösung per Android Wear-Smartwatch. Außerdem erhält die Photo Sphere-Funktion eine neue Oberfläche und Nutzer können zwischen neuen Seitenverhältnissen wählen.
  • Evernote: Die Notiz-App Evernote für Android hat eine neue Benutzeroberfläche erhalten, die Anwender besser bei der Arbeit unterstützen soll. Außerdem gibt es eine Überarbeitung für Layout sowie Navigation und Verbesserungen der Handschrifterkennung.

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Facebook bietet Nutzern einen neuen Check der Einstellungen zur Privatsphäre

Facebook stellt seinen Nutzern eine neue Hilfe zur Überprüfung der Einstellungen zur Privatsphäre bereit. Der sogenannte Privacy Checkup soll Mitgliedern des sozialen Netzwerkes besser verständlich machen, mit wem genau sie welche Inhalte teilen.

Privacy Checkup führt Nutzer durch die Standard-Einstellungen für das Teilen von Inhalten auf der sozialen Plattform. Außerdem gibt es eine schrittweise Überprüfung, welche Apps Zugriff auf das Facebook-Konto des Nutzers haben.Facebook bietet Nutzern einen neuen Check der Einstellungen zur Privatsphäre

Manchmal kommt es vor, dass man eine Anwendung nur ausprobieren wollte, der Profil-Zugriff bleibt aber erhalten. Eventuelle Altlasten lassen sich so schnell ausfindig machen und entfernen.Facebook bietet Nutzern einen neuen Check der Einstellungen zur Privatsphäre

Für die verbleibenden Apps gibt es eine Auswahl, mit welchen Kontakten Inhalte geteilt werden. Der letzte Schritt lässt überprüfen, welche Informationen des eigenen Profils für wen sichtbar sind.Facebook bietet Nutzern einen neuen Check der Einstellungen zur Privatsphäre

Facebook hat Privacy Checkup bereits im Mai 2014 vorgestellt und getestet, jetzt soll die Überprüfung allen Nutzern in Kürze zur Verfügung stehen.Facebook bietet Nutzern einen neuen Check der Einstellungen zur Privatsphäre

Wer die neue Funktion bereits nutzen kann, findet Privacy Checkup im Menü zur Privatsphäre, verdeutlicht durch das Schloss-Icon rechts neben den Benachrichtigungen. Ein blauer Dinosaurier weist auf den neuen Check hin.

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Quelle: Facebook

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Surfen ohne Werbung: Atlas für Android blockiert Anzeigen und schützt die Privatsphäre

Atlas Web Browser ist ein neuer, kostenloser Android-Browser, der Wert auf Privatsphäre legt und Werbe-Anzeigen sowie Popups blockiert. Mit verschiedenen Filtern können Nutzer auswählen, welche Inhalte die App laden soll: So lässt sich nur Javascript deaktivieren oder eine reine Text-Version von Internetseiten anzeigen.

Atlas nutzt die Filterlisten des bekannten und weit verbreiteten Werbeblockers Adblock Plus und ist so in der Lage, die allermeisten Werbeanzeigen und Tracking-Tools zum Nachverfolgen des Surfverhaltens zu deaktieren. Darüber hinaus bietet Atlas drei verschiedene Surf-Modi: Hi-Fi zeigt Internetseiten wie gewohnt mit allen Details an, Lo-Fi deaktiviert Javascript vollständig und ein Text-Modus reduziert die Seiten auf reine Informationen.Surfen ohne Werbung: Atlas für Android ist kostenloser Browser mit Werbeblocker und Schutz der Privatsphäre

Das Ausschalten von Javascript soll helfen, die Ladezeiten von Seiten zu verkürzen und unnötige Inhalte zu stoppen. Dadurch lassen sich der Akku des Gerätes und der mobile Datentarif schonen. Nutzer können einfach zwischen der Desktop-Version und mobilen Ansicht von Internetseiten hin- und herschalten und die Benutzeroberfläche von Atlas anpassen.Surfen ohne Werbung: Atlas für Android ist kostenloser Browser mit Werbeblocker und Schutz der Privatsphäre

Der Atlas-Browser für Android ist kostenlos erhältlich und selbst frei von jeglicher Werbung, dafür ist das Surfen auf maximal vier Tabs gleichzeitig beschränkt. Die Premium-Version Atlas Plus ist zum Preis von 2,26 Euro erhältlich und bietet neben einer unbegrenzten Anzahl an Tabs zwei weitere Funktionen. Der Dual-Modus erlaubt das gleichzeitige Betrachten von zwei Internetseiten nebeneinander, außerdem kann sich der Browser auf Wunsch für jede Adresse unterschiedliche Einstellungen merken.Surfen ohne Werbung: Atlas für Android ist kostenloser Browser mit Werbeblocker und Schutz der Privatsphäre

Atlas Web Browser ist bereits im Material Design von Android L gestaltet und ermöglicht Surfen ohne sichtbare Elemente der Benutzeroberfläche.

Quelle / Bilder: XDA Developers

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Klartext: Warum ich Microsoft, Google und Co. nicht vertraue

Microsoft muss nach einem US-Richterspruch Daten eines E-Mail-Accounts an die US-Regierung übergeben. Soweit ist das eigentlich keine Nachricht wert. Mit einer Ausnahme: Die entscheidende US-Richterin aus New York nimmt sich dieses Mal das Recht heraus, Daten aus einem europäischen Rechenzentrum zu verlangen.

In dem Streitfall verlangten US-Behörden Zugriff auf E-Mail-Daten und Kontoinformationen eines Microsoft-Kunden. Dessen Daten liegen allerdings in einem Rechenzentrum in Irland und unterliegen damit europäischen Gesetzen und der irischen Justiz. Den Amerikanern ist das jedoch egal: “Es ist eine Frage der Kontrolle und nicht eine Frage des Ortes der Informationen”, begründet Richterin Loretta Preska die Entscheidung.

Der Richterspruch ist ein erneuter Beweis für die fehlgeleitete Annahme der US-Justiz, auf der richtigen Seite zu stehen. So wie es sich die NSA mit PRISM heraus nimmt, einen Großteil des Netzes abzuhören, sieht auch die US-Justiz nicht ein, keinen Zugriff auf Daten zu haben, die außerhalb der USA gespeichert sind.

US-Justiz übergeht Gesetze anderer Staaten

So lange man die Möglichkeit hat, auf etwas zuzugreifen, sollte man es auch tun – so und nicht anders muss man den Richterspruch aus den USA interpretieren. Die USA sind die Guten und deshalb dürfen sie tun und lassen was sie wollen. Gesetze anderer Staaten spielen dabei keine Rolle.

Microsoft hat verständlicherweise Berufung gegen die Entscheidung eingelegt und erhält auch Unterstützung von anderen US-Konzernen wie AT&T, Apple, Cisco Systems und Verizon. Die Unternehmen befürchten, dass ihnen Milliardenumsätze verloren gehen, wenn auch außerhalb der USA gelagerte Informationen von der US-Justiz beschlagnahmt werden können – und damit auch das letzte Vertrauen bei den Nutzer im Rest der Welt verspielt wird.

US-Behörden haben ihr vertrauen verspielt

Die Befürchtung ist berechtigt. Doch eigentlich fürchte ich mich nicht vor den US-Unternehmen. Es ist die US-Justiz und die durch Ideologien getriebenen US-Behörden, denen ich nicht vertraue.

Auch in Europa ist es so, dass Unternehmen Informationen an Ermittlungsbehörden übergeben müssen, wenn ein begründeter Verdacht gegenüber der betroffenen Person vorliegt. In Europa vertraue ich dabei auf eine funktionierende Justiz, in der das Recht des einzelnen geschützt wird, auch vor der Regierung. Die US-Justiz hat dieses Vertrauen verspielt – das dreiste Verlangen, Daten aus Europa zu verlangen ist nur der letzte Beweis für ein völlig abgehobenes Justizverständnis der amerikanischen Richter.

Meine Lösung

Die einzige Lösung: Setzen Sie auf europäische Dienstleister, die europäischen Gesetzen unterliegen. Mail-Anbieter wie Posteo und auch die Branchenriesen Telekom, Web.de und GMX bieten die gleiche Qualität wie Outlook und Gmail. Der Cloudspeicher Wuala kostet zwar 99 Cent im Monat, dafür stehen die Server in der Schweiz, Frankreich und Deutschland. Gleichzeitig werden alle Daten, anders als bei Dropbox, sogar auf den Servern verschlüsselt.

Welche europäischen Internet-Services nutzen Sie? Empfehlen Sie uns Ihre Alternativen zu Facebook, Flickr, Google und Microsoft in den Kommentaren.

Über den Autor Tim Vüllers

Apps, Smartphones, Statistik und das Internet of Things sind Themen, mit denen ich auch meine Freizeit verschwende. Bei Softonic schreibe ich hauptsächlich über Smartphone-Apps und E-Mail-Sicherheit. Meine neuste Leidenschaft: Der Datenjournalismus.

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Google Suchergebnisse: Deutsche stellen 16.500 Recht auf Vergessenwerden-Anträge

Die Deutschen sind nicht nur Weltmeister im Fußball, sondern auch bei Privatsphäre und Datenschutz. Wie sehr deutsche Internetnutzer ihr Privatleben im Internet ernst nehmen, zeigt eine erste Statistik beim Recht auf Vergessenwerden, die Google gestern veröffentlichte.

Europäer stellten seit der Veröffentlichung der Google-Antragsseite für das Recht auf Vergessenwerden über 91.000 Anträge.  Unter den sechs Ländern, für die Google Angaben machte, stellten deutsche Internetnutzer die zweitmeisten Anträge zur Löschung von Internetlinks aus dem Suchindex. Insgesamt 16.500 Anträge sind seit Ende Mai aus Deutschland bei Google eingegangen. Nur die Franzosen stellten mit 17.500 Anträgen mehr URLs in Frage.

Google veröffentlichte die Zahlen im Rahmen einer umfangreichen Stellungnahme gegenüber der Präsidentin der französischen Datenschutzbehörde, Isabelle Falque-Pierrotin.

53 Prozent aller Anträge werden umgesetzt

Neben der Anzahl hat sich Google auch zum Erfolg der Anträge geäußert. So ist Google 53 Prozent aller Anträge gefolgt und hat die in Frage gestellten URLs entfernt. Bei 15 Prozent der URLs, die Google entfernen sollte, hat der Internetkonzern weitere Informationen anfordern müssen. 32 Prozent der Anträge wurden abgelehnt.

Alle gelöschten URLs werden gespeichert

Paradox ist, was mit den gelöschten URLs in den Google Rechenzentren geschieht: Sie werden gespeichert. Auf die Frage, ob Google eine Datenbank mit entfernten URLs anlege, erklärte der Konzern, dass dies geschieht. So lange die URLs aus dem Suchindex entfernt bleiben sollen, stehen die Einträge in einer gesonderten Datenbank, damit sie auch nicht in den Suchergebnissen erscheinen.

Antragsformular erhältlich in 25 Sprachen

Das Internetformular, über das man die Löschung von Suchindex-Einträgen beantragen kann, ist mittlerweile in 25 Sprachen erhältlich. Wie Sie einen Antrag auf Vergessenwerden bei Google stellen, erklären wir in unserem Tutorial So löschen Sie Suchergebnisse bei Google.

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BitTorrent Bleep: Kostenlose Messenger-App mit Verschlüsselung und ohne zentrale Server

BitTorrent hatte mit BitTorrent Chat eine sichere Messenger-Anwendung angekündigt. Unter dem Namen BitTorrent Bleep ist jetzt eine plattformübergreifende App erschienen, die verschlüsselte Nachrichten und Gespräche bietet. Der Dienst läuft nicht über zentrale Server, sammelt keine Nutzerdaten und speichert die verschickten Inhalte nicht.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Messenger-Angeboten und der Verteilung von Nachrichten über Server des Anbieters stellt Bleep sogenannte direkte, de-zentralisierte Verbindungen her. Wie auch beim Backup-Dienst BitTorrent Sync baut Bleep direkte Verbindungen zwischen den Teilnehmern auf.

Nutzer können sich mit ihrer E-Mail-Adresse oder ihrer Telefonnummer registrieren. Der Verzicht auf die Angabe jeglicher persönlichen Informationen ist ebenfalls möglich. Dadurch eignet sich Bleep für alle, die Wert auf Datenschutz und Privatsphäre legen. Das Fehlen von zentralen Servern erschwert Angriffs- und Abhörversuche.BitTorrent Bleep: Kostenlose Messenger-App mit Verschlüsselung und ohne zentrale Server

BitTorrent Bleep startet zunächst für Windows Desktop-Rechner. Andere Plattformen sollen später hinzukommen. Die Anwendung befindet sich noch in einer frühen Alpha-Version, Funktionen und Benutzeroberfläche sind also noch nicht endgültig und vor allem für Testzwecke gedacht. Chats und Anrufe funktionieren bereits, allerdings lassen sich noch keine Nachrichten an Offline-Kontakte schicken.

Auf der Internetseite von BitTorrent ist die Anmeldung zur Testphase möglich. Tester können weitere Freunde einladen.

Quelle: BitTorrent

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Nutzerüberwachung ohne Cookies: Adblock Plus blockiert auch Canvas Fingerprinting

Eine neue Tracking-Methode der Werbeindustrie sorgt gerade für Aufruhr im Internet. Die Rede ist von einer neuen Technologie namens Canvas Fingerprinting, die Nutzer beim Löschen von Cookies identifizieren und überwachen kann.

Anders als häufig behauptet, ist die neue Methode allerdings gar nicht so genau. Auch lässt sich das Canvas Fingerprinting blockieren, das sagt zumindest der Entwickler des beliebten Werbeblockers Adblock Plus gegenüber Softonic.

Wir erklären Ihnen die wichtigsten Fakten zu Canvas Fingerprinting und wie sie diese Methode blockieren.

Was ist Canvas Fingerprinting?

Anders als beim Cookie können Werbetreibende mit Canvas Fingerprinting einen Nutzer identifizieren, ohne Daten auf dem Computer zu speichern und später abzurufen. Ganz grob bedeutet dies, dass ein Werbenetzwerk einen Nutzer überwachen kann, selbst wenn dieser Cookies löscht. Der Nutzer kann nichts dagegen machen.

Wie funktioniert Canvas Fingerprinting?

Durch die Nutzung einer Technologie, die unter anderem moderne Browser-Spiele ermöglicht, überträgt der Browser ein paar Informationen über das Chip-Modell der Grafikkarte eines Computers an die Server der Internetseite. Zusammen mit weiteren verfügbaren Informationen wie den Browser und dessen Versionsnummer, dem genutzten Betriebssystem und, so die Vermutung von Adblock Plus, anderen Einstellungen wie ClearType, erstellen Werbenetzwerke eine mehr oder weniger eindeutige Nutzer ID.

Wie genau ist Canvas Fingerprinting?

Laut Adblock Plus ist die Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten der Informationen stark begrenzt. Ein sinnvolles Tracking von Nutzern sei daher höchstens auf kleineren Internetseiten mit einer wiederkommenden Nutzerschaft möglich. “Sobald man mehrere Millionen Nutzer (insbesondere über mehrere Internetseiten) überwachen möchte, ist es sehr wahrscheinlich, dass unterschiedliche Nutzer die gleiche Kombination der Informationen haben und somit durch Canvas Fingerprinting nicht unterscheidbar sind.”

Im besten Fall kann man mit Canvas Fingerprinting eine wage Vermutung über einen Nutzer anstellen, der seine Cookies gelöscht hat.

Wo kommt Canvas Fingerprinting zum Einsatz?

In Deutschland nutzen zurzeit zwei Werbenetzwerke das Canvas Fingerprinting: Ligatus und AddThis. Eingesetzt wird die Technologie unter anderem auf Internetseiten wie T-Online.de, Kicker.te, n-tv.de, Computerbild.de, golem.de und wetteronline.de. Die Seitenbetreiber wissen nicht immer etwas von diesem Einsatz.

Kann ich Canvas Fingerprinting blockieren?

Ja. Zwar sind die im Internet verbreiteten Informationen, dass das Löschen von Cookies gegen das Canvas Fingerprinting nichts nützt, richtig; blockieren kann man die Technologie trotzdem. Laut Ben Williams von Adblock Plus kann man die Erstellung der digitalen Fingerabdrücke durch die Deaktivierung von Java Skript verhindern. Das Problem: Hierdurch funktionieren auch viele andere Sachen auf modernen Internetseiten. Abhilfe schafft das Browser-Plugin Adblock Plus.

So blockieren Sie das Canvas Fingerprinting

Adblock Plus kann die Übertragung des auf dem Computer erstellten Fingerabdrucks, also den gesammelten Daten, an die Server von Werbetreibenden einfach blockieren. Die hierzu notwendigen Skripte unterdrückt Adblock Plus, wenn man die zusätzliche EasyPrivacy Filter-Liste zum Adblock Plus Browser-Plugin hinzufügt.

Die Liste enthält Informationen über Skripte, die den Nutzer überwachen und verhindert dann die Übertragung von Informationen – darunter auch Cookies. Das Werbenetzwerk AddThis, das Canvas Fingerprinting unter anderem auf den Seiten skyscanner.de und eventim.de anwendet, blockiert EasyPrivacy bereits seit fünf Jahren. Ligatus steht ebenfalls in der EasyPrivacy-Liste.

Canvas Fingerprinting: Kein Ersatz für Cookies

Canvas Fingerprinting ist kein großangelegter und unaufhaltsamer Angriff auf die Privatsphäre von Internetnutzern. Dafür ist die Technologie zu ungenau. Wer dennoch etwas gegen die Überwachung durch Werbetreibende unternehmen möchte, sollte entweder Programme wie Adblock Plus nutzen oder Java Skript im Browser abstellen.

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Facebook entschuldigt sich: Unzureichende Kommunikation über Psycho-Experiment

Für ein umstrittenenes Psycho-Experiment im Jahr 2012 hat Facebook die Neuigkeiten von Mitgliedern manipuliert. Nach Kritik an der vor kurzem veröffentlichten Studie hat sich einer der Autoren in einer Stellungnahme geäußert. Inzwischen hat auch Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg eine knappe Entschuldigung veröffentlicht und bedauert vor allem die unzureichende Kommunikation des Experiments von Facebook.

Facebook-Studie zu den Gefühlen seiner Nutzer

Im Rahmen der Erforschung von Gefühlen hat Facebook 2012 ein geheimes Experiment durchgeführt, bei dem Mitglieder manipulierte Neuigkeiten zu sehen bekamen, ohne dass sie davon wussten. Facebook hat anhand vorgefilterter Inhalte untersucht, wie Personen auf positive und negative Nachrichten auf der sozialen Plattform reagieren. In einer Reaktion auf die Kritik räumte einer der Autoren der Studie ein, dass Facebook die Absichten der Studie nicht klar genug formuliert hatte.

Entschuldigung von Sheryl Sandberg

Ähnlich hat sich jetzt auch Geschäftsführerin Sheryl Sandberg geäußert. Es sei nicht die Absicht von Facebook gewesen, seine Nutzer gegen sich aufzubringen. Die Studie beschreibt sie als Teil der ständigen Forschung zur Verbesserung des Angebotes von Facebook. Im weiteren meint Sandberg:

Für die Art der Kommunikation entschuldigen wir uns.

Sandbergs Stellungnahme klingt nach Entschuldigung und Rechtfertigung in einem, auch wenn sie hinzufügt, dass Facebook die Privatsphäre und Sicherheit seiner Nutzer sehr ernst nehme, da die Plattform schließlich das Teilen von Meinungen und Gefühlen erlaube.

Ungezügelte Forschung bei Facebook

Gleichzeitig hat sich die Wissenschaftlerin Andrew Ledvina im Wall Street Journal zu den Untersuchungen des sozialen Netzwerkes geäußert. Ledvina hatte im Zeitraum von 2012 bis Juli 2013 als Datenwissenschaftlerin für Facebook gearbeitet. In diesem Zeitraum hatten die Facebook-Mitarbeiter so gut wie freie Handhabung bei der Durchführung von Studien und Experimenten. Einen Prozess zur Überprüfung habe es nicht gegeben.

Nach Aussage von Facebook hat das Unternehmen inzwischen strengere Auflagen für seine Datenwissenschaftler eingeführt. Das Forschungsteam umfasst Doktoren der Informatik, Künstlichen Intelligenz und Bioinformatik. Bei der Veröffentlichung von Studien soll ein Expertengremium von Facebook vorherige Überprüfungen durchführen. Ein Sprecher von Facebook sagte, das Unternehmen ziehe weitere Schritte in Erwägung.

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Quelle: Wall Street Journal 1 | Wall Street Journal 2

Facebook reagiert auf Kritik an der umstrittenen geheimen Studie von Gefühlen seiner Nutzer

Facebook hat bei einem Experiment zu den Gefühlen seiner Nutzer die Neuigkeiten von rund 700.000 Mitgliedern beeinflusst. Das soziale Netzwerk hat heftige Kritik an der Studie geerntet und jetzt mit einer Stellungnahme reagiert. Derartige Forschung finde wohlüberlegt statt und unterliege strengen internen Kontrollen, schreibt einer der Autoren der Studie.

Facebook hat vor kurzem die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, mit der das soziale Netzwerk untersuchen wollte, wie sich Gefühle auf der Plattform ausbreiten und wie Mitglieder auf unterschiedliche Inhalte reagieren. Über den Zeitraum einer Woche im Januar 2012 hat Facebook dazu die Neuigkeiten von rund 700.000 Nutzern der englischsprachigen Version manipuliert. Ohne das Wissen der Betroffenen bekamen die Nutzer vorgefilterte Inhalte zu sehen: Die eine Hälfte mehr positive Nachrichten, die andere mehr negative.

Das Ergebnis der Studie: In der Tendenz teilten Nutzer mehr positive Inhalte, wenn sie selbst überwiegend Positives gesehen hatten, und umgekehrt. Die geheim durchgeführte Studie löste Empörung aus, weil die Betroffenen nichts von der Manipulation wussten.

Facebook reagiert auf die Kritik an der umstrittenen geheimen Studie zu den Gefühlen von Gefühlen der Nutzer

Adam Kramer, einer der Autoren, kann rückblickend die Aufregung der Nutzer über das Experiment verstehen. Die Absicht der Studie sei nicht klar genug formuliert gewesen, räumt er in einer Mitteilung auf Facebook ein. Sämtliche Forschung in Zusammenhang mit Facebook habe immer die Verbesserung des Angebots zum Ziel, schreibt er weiter.

Das Experiment sollte erforschen, ob sich Menschen durch die Positiv-Meldungen ihrer Freunde ausgeschlossen fühlen, und ob negative Beiträge zu einer Meidung von Facebook führen. Insgesamt zählten nur 0,04 Prozent aller Facebook-Mitglieder zu den Betroffenen. Eine Software wertete mehr als drei Millionen Beiträge automatisch aus. Die Durchführung ohne das Wissen der Nutzer gehörte zum Experiment, ansonsten hätte das soziale Netzwerk die Reaktionen nicht auswerten können. Zu keinem Zeitpunkt hat Facebook Beiträge versteckt, die Studie wirkte sich nur auf die Anzeige der Neuigkeiten aus.

Inzwischen beinhaltet die Datenpolitik von Facebook eine Klausel zu Studien: Nutzer willigen ein, dass Facebook ihre Informationen auch zu Studienzwecken verwenden kann. Allerdings hat das soziale Netzwerk erst vier Monate nach dem Experiment von 2012 die Richtlinien dahingehend geändert.

Facebook will die Reaktion auf das Experiment in die zukünftige interne Überwachung von Studien einfließen lassen.

Update (1. Juli 2014, 10:45 Uhr): Wir haben die Nachricht mit Informationen zur Datenpolitik von Facebook aktualisiert.

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Quelle: Adam D. I. Kramer auf Facebook | PNAS

Via: The Telegraph

Privat surfen – so nutzen Sie den Inkognito-Modus am besten

Der private Modus, auch Inkognito-Modus genannt, erlaubt dem Nutzer das anonyme Surfen im Internet. Weil weder besuchte Websites im Surfverlauf noch Cookies gespeichert werden, nutzen viele das private Surfen zum Besuch von nicht jugendfreien Inhalten. Dabei bietet der private Modus viel mehr praktische Möglichkeiten – wir haben die acht interessantesten gesammelt.

1. Andere Accounts benutzen, ohne dass man abgemeldet wird

Ein Freund ist zu Besuch und möchte seine Facebook- oder Gmail-Nachrichten checken. Anstatt sich jetzt selbst abzumelden, kann man einfach ein Fenster im Inkognito-Modus öffnen und der Freund meldet sich dort an. Damit spart man sich auch das spätere Neu-Einloggen. Und der Freund kann beruhigt sein, speichert der Browser doch weder Passwort noch Sitzungen.

Außerdem ist der private Modus praktisch, wenn man mehrere Accounts eines Anbieters verwendet. Den normalen Modus benutzt man dann am besten für seinen normalen Account und den privaten für Neben-Accounts.

Keine Lust sich bei Facebook auszuloggen? Zweites Fenster mit privatem Modus nutzen.

2. Außer Haus surfen

Jeder geht sicher ab und an einmal von einem öffentlichen Computer ins Internet, zum Beispiel im Internetcafé, Hotel oder in der Bibliothek. Und wer hat dort nicht schon mal eine eine noch offene Facebook- oder Mailseite gesehen? Ein ehrlicher Mensch schließt diese sicher sofort, aber was, wenn nicht?

Beim Surfen außer Haus sollte man besonders an öffentlichen Computern immer den Inkognito-Modus einschalten. Nur so kann der nächste Benutzer sicher nicht im E-Mail- oder Facebook-Account stöbern oder in irgendeinem Onlineshop einkaufen.

3. Formulare mit vertraulichen Daten versenden

topsecret

Beim sicheren Surfen bleiben auch keine vertraulichen Daten wie Cookies, Surfverlauf oder bösartige Dateinamenerweiterungen im Browser.

Daher ist es auch für das Schicken von Dokumenten mit vertraulichem Inhalt wie Bankunterlagen oder amtlichen Formularen nur zu empfehlen. Normalerweise passiert da zwar nichts, aber sicherer ist der Inkognito Modus trotzdem.

4. Informationen zu “heiklen Themen” suchen

Candado

Wenn man Informationen zu einem Thema sucht und nicht möchte, dass jemand anderes davon erfährt, ist der Inkognito-Modus ebenfalls eine gute Wahl. Auf diese Weise haben Kinder keinen Zugang zu nicht kindgerechten Websites, auf die sie vielleicht über den Surfverlauf stoßen könnten.

4. Überraschungen planen

Heutzutage kaufen wir viel im Internet, etwa Geschenke. Wer öffentlich surft, lässt davon nicht nur Spuren im Surfverlauf, die besuchten Websites veröffentlichen auch zum Thema passende Werbeanzeigen. Ein Beispiel: Ein Mann will seine Frau mit einer Kreuzfahrt überraschen und sucht dazu Informationen im Internet. Wenn sich diese nun aber das nächste Mal an den Computer setzt, erscheinen auf den unterschiedlichsten Seiten lauter Anzeigen zu Kreuzfahrten.

Das macht natürlich die Überraschung kaputt. Mit dem privaten Surfen kann man das vermeiden.

5. Flugtickets zum besten Preis kaufen

Beim Kaufen von Flugtickets ist ebenfalls der Inkognito-Modus ratsam. Manche Fluggesellschaften verändern nämlich die Flugpreise je nach Verfügbarkeit von Sitzen und durchkämmen dafür den eigenen Surfverlauf.

Auch wenn diese Technik nicht von allen Fluggesellschaften verwendet wird, bei Ryanair konnte sie nachgewiesen werden. Auf manchen Seiten sind die Preisunterschiede zwischen offenem und privatem Surfen wirklich enorm.

6.Während der Arbeit surfen

el jefe

Am Arbeitsplatz sollte man ja eigentlich nur arbeiten, trotzdem besuchen viele den Facebook- oder E-Mail-Account. Damit die Besuche nicht im Verlauf bleiben und man sich keine Sorgen wegen der Passwörter machen muss, nutzt man den privaten Modus. Mit dem Schließen des Fensters verschwindet alles einfach wieder.

Manche Unternehmen verfügen allerdings über spezielle Proxys, mit diesen wird der Inkognito-Modus außer Kraft gesetzt. Also, erst einmal überprüfen, wie die eigene Firma solche Dinge handhabt und es lieber nicht mit dem privaten Surfen übertreiben.

7. Die eigene Homepage testen

cookiesMit dem Inkognito-Modus kann man sehr schnell herausfinden, wie sich eine Website ohne Cookies verhält. Das ist gerade beim Erstellen eines Webauftritts sehr nützlich.

So sieht man, wie sich die eigene Seite neuen Besuchern im Browser präsentiert.

8. Keine Angst vor dem Inkognito-Modus

Der Inkognito-Modus ist keinesfalls eine Randerscheinung oder etwas für illegale Zwecke. Wie gezeigt hat privates Surfen einen äußerst praktischen Nutzen und ist in manchen Situationen sehr zu empfehlen.

Welche anderen Anwendungsgebiete gibt es für den Inkognito-Modus noch?

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