Telegram: Großes Update für Android und iOS mit neuen Funktionen für noch mehr Privatsphäre

Die Messenger-App Telegram hat ein großes Update für Android und iOS erhalten. Ab sofort können Sie in der App festlegen, welche Kontakte sehen können, wann Sie zuletzt online waren. Außerdem führt der Anbieter eine Selbstzerstörung für inaktive Konten ein. Nach einer festgelegten Zeit löscht Telegram dann nicht mehr genutzte Profile und alle zugehörigen Daten.

Zuletzt Online: Telegram erlaubt das Verstecken des Online-Status

Telegram führt eine Funktion ein, die sich viele Nutzer gewünscht haben: Das Verstecken des Online-Status. Ab sofort können Sie einstellen, wer den Zeitpunkt sehen kann, zu dem Sie zuletzt in der App waren. Sie haben die Wahl zwischen den drei Optionen Alle, Meine Kontakte und Niemand. Außerdem können Sie beliebig viele Ausnahmen festlegen und so bestimmen, welche Kontakte immer oder nie über Ihren Online-Status informiert sind.Telegram: Großes Update für Android und iOS mit neuen Funktionen für noch mehr Privatsphäre

Vielfalt dank Feineinstellung

Wie auch beim Konkurrenten WhatsApp können Sie den Online-Status von anderen nur einsehen, wenn Sie Ihren eigenen ebenfalls teilen. Die Möglichkeit zu unterschiedlichen Einstellungen für einzelne Kontakte macht den Wunsch nach mehr Privatsphäre nicht zur schwierigen Entscheidung zwischen entweder alle oder keiner.

Telegram erhält gleichzeitig eine wichtige Funktionalität aufrecht: Auch wenn Sie nicht sehen können, wann ein Kontakt zuletzt online war, verrät Telegram trotzdem, wie häufig jemand die Messenger-App nutzt. Angaben wie vor kurzem oder zuletzt vor einem Monat sind absichtlich ungenau, zeigen Ihnen aber, ob Sie mit einer baldigen Antwort rechnen können oder nicht.

Selbstzerstörung für inaktive Konten

Telegram betont, keine Nutzerdaten sammeln zu wollen und führt deshalb eine Selbstzerstörungsfunktion für Konten ein. Wenn Sie sich für mehr als sechs Monate nicht mehr in Telegram einloggen oder die App nutzen, löscht der Anbieter ihr Konto – einschließlich aller Nachrichten, Medien, Kontakte und Daten. Auf Wunsch können Sie den genauen Zeitraum selbst einstellen und zwischen einem Monat oder einem Jahr wählen.

Die neuen Funktionen zur Privatsphäre stehen ab sofort in der App für Android und iOS zur Verfügung. Telegram hat weitere Neuerungen zur Privatsphäre für die Zukunft angekündigt.

Quelle: Telegram

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iOS 8: Selbstlöschende Fotos und Videos verschicken

Die iPhone-App Messenger bietet Ihnen unter dem mobilen Betriebssystem iOS 8 die Möglichkeit, selbstzerstörende Foto-, Video- sowie Audionachrichten zu verschicken – ähnlich wie bei Facebook.

Diese Nachrichten löschen sich nach einem gewissen Zeitraum sowohl von Ihrem iPhone oder iPad als auch von dem Apple-Gerät des Empfängers. Danach kann diese Nachricht niemand mehr lesen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie selbstzerstörende Nachrichten unter iOS 8 verschicken.

Selbstzerstörende Foto-, Video- und Audionachrichten

Halten Sie das Kamerasymbol links auf dem Texteingabefeld etwa zwei Sekunden lang gedrückt. Es erscheinen zwei Optionen: Video- oder Fotonachricht.

Foto oder Video

Wählen Sie die Videonachrichten, haben Sie anschließend die Wahl zwischen der Front- und Rückkamera. Wählen Sie die gewünschte Kamera mithilfe des Symbols oben rechts auf dem Display.

Mit einem Fingertipp auf die rote Taste starten Sie die Aufnahme. Tippen Sie erneut darauf, beenden Sie diese wieder. Anschließend können Sie das Video sehen, versenden oder wieder löschen.

Videonachricht

Möchten Sie ein Foto versenden, gehen Sie auf die gleiche Weise vor. Sie wählen zwischen Front- und Rückkamera und knipsen das Bild. Danach wählen Sie den Bildausschnitt.

Für eine Sprachnachricht tippen Sie auf das Mikrofon-Symbol. Dieses befindet sich rechts auf dem Texteingabefeld. Halten Sie Ihren Finger auf dem Mikrofon gedrückt. So starten Sie die Sprachaufnahme. Sie beenden die Aufnahme, indem Sie loslassen. Zum Löschen tippen Sie auf das X-Symbol. Zum Senden tippen Sie auf den nach oben zeigenden Pfeil.

Sprachnachricht

So passen Sie den Zeitraum bis zur Selbstzerstörung an: Gehen Sie zu Einstellungen > Nachrichten. Unter Audionachrichten und Videonachrichten entscheiden Sie, wann sich diese Nachrichten von selbst löschen. Sie haben die Wahl zwischen Zwei Minuten oder Nie.

Verfallsdatum

Normale Multimedia-Nachrichten

Wer keine selbstzerstörenden Fotos verschicken will, tippt hierfür nur kurz auf das Kamerasymbol und wählt wie gewohnt zwischen Foto und Video.

Normale Fotonachrichten

Die klassischen Fotonachrichten erkennt man an der gewohnten eckigen Ansicht. Die zeitlich begrenzten Fotos sind wie in Comics als Sprechblase dargestellt.

Sprechblasen

Ein Foto mit zeitlicher Begrenzung in einer Sprechblase angezeigt.

Darüber hinaus bestimmen Sie unter Einstellungen, ob Sie Audionachrichten innerhalb der Konversation speichern können.

Nur für iOS 8-Nutzer

Das Senden sich selbstzerstörender Fotos, Videos und Sprachnachrichten funktioniert nur unter dem mobilen Betriebssystem iOS 8. Empfänger mit einer veralteten iOS-Version oder mit einem anderen mobilen Betriebssystem erhalten zwar die Nachricht. Allerdings löschen sich diese nicht.

In diesem Artikel präsentieren wir Ihnen die wichtigsten Neuerungen von iOS 8.

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Facebook: Das soziale Netzwerk testet Mitteilungen mit Selbstzerstörung

Facebook testet eine Funktion, mit der Nutzer eine Selbstzerstörung ihrer Beiträge einstellen können. Das Verfallsdatum für in der App geteilte Inhalte lässt sich zwischen einer Stunde und sieben Tagen einstellen.

Das soziale Netzwerk führt derzeit einen Test durch, bei dem Nutzer der iOS-App im Voraus einstellen können, wann Facebook ihren geteilten Beitrag wieder löscht. Nach Ablauf der Zeit von mindestens einer Stunde und maximal sieben Tagen verschwindet die Mitteilung wieder aus den Neuigkeiten. Ein Facebook-Sprecher hat die momentane Test-Phase der Funktion bestätigt.Facebook: Das soziale Netzwerk testet Mitteilungen mit Selbstzerstörung

Trotz der Selbstzerstörung kann es bis zu 90 Tage dauern, bis die Nachricht komplett von den Servern von Facebook gelöscht ist. Das Verfallsdatum ist nicht der erste Versuch des sozialen Netzwerks, seinen Nutzern Nachrichten von kurzlebiger Dauer zu bieten. Die eigenständige Messenger-App Slingshot erlaubt das Teilen von Bildern, die nach dem Betrachten ebenfalls verschwinden.

Von Facebook gibt es keine Angabe, ob und wann die Funktion der Beiträge mit Verfallsdatum allen Nutzern zur Verfügung stehen wird.

Quelle / Screenshot: The Next Web

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Deutsche App “Sicher” konkurriert mit WhatsApp: Verschlüsselte Nachrichten mit Selbstzerstörung

Sicher ist eine kostenlose Messenger-App des Stuttgarter Unternehmens Shape, das auch schon den IM+ Messenger entwickelt hat. Die Anwendung für Android, iOS und Windows Phone bietet Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Textnachrichten und Dateien sowie Selbstzerstörung und das Löschen von Inhalten beim Empfänger. Zusätzlich will der der Dienst mit Servern ausschließlich in Deutschland gerade Nutzer mit hohen Ansprüchen an die Privatsphäre überzeugen.

Auf dem umkämpften Markt der Messenger wollen viele Apps mit Verschlüsselung und Nachrichten mit Selbstzerstörung punkten. Der Messenger Sicher erweitert die Reihen der Herausforderer Telegram und Threema um einen weiteren Kandidaten, der einiges an Potenzial mitbringt. Die Funktionen von Sicher in der Übersicht:

  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Nachrichten in Einzel- und Gruppenchats sind für den kompletten Übertragungsweg von Gerät zu Gerät verschlüsselt. Auch die Betreiber können die Nachrichten nicht lesen.
  • Verschlüsselter Dateitransfer: Auch Dokumente wie Bilder, Videos, PDF- und Textdateien lassen sich verschlüsselt versenden.
  • Passwortschutz: Nutzer können die Anwendung mit einem Passwort schützen.
  • Anonyme Benachrichtigungen: Auf dem Sperrbildschirm zeigt Sicher keine Inhalte und Namen und von Chatnachrichten an.
  • Selbstzerstörung und Löschen: Auf Wunsch zerstören sich die Nachrichten nach einer voreingestellten Zeit von selbst. Über die Funktion Chat sofort löschen lassen sich alle Nachrichten eines Einzel-oder Gruppenchats bei allen Teilnehmern sofort entfernen.
  • Server in Deutschland: Mit einem heimischen Server-Standort will sich der Hersteller vor Anfragen und Spähversuchen ausländischer Geheimdienste schützen.

Sicher: Verschlüsselte Nachrichten mit Selbstzerstörung und Server in Deutschland als Konkurrenz zu WhatsApp

Sicher und Sicherheit: Das sind die Vor- und Nachteile

Sicher ist kostenlos und soll es auch in Zukunft bleiben. Die Anwendung bietet leicht zugängliche Verschlüsselung für Textnachrichten und Dateien, Passwortschutz und Selbstzerstörung geben Nutzern noch mehr Möglichkeiten zum Schutz von sensiblen Inhalten. Über die Löschfunktion lassen sich Nachrichten selbst bei Verlust des Gerätes entfernen. Diese Punkte sprechen für Sicher.

Weiterhin beschränkt sich der Hersteller auf die Abfrage weniger Nutzerdaten. Adressbuch und Nachrichten speichert der Dienst nicht auf den Servern. Die Nutzer von Sicher erhalten eine User-ID, die auf dem Server abgelegt wird. Die eindeutige Identifikation erfolgt aber über die Handy-Nummer, absolute Anonymität zählt nicht zum Umfang der App.

Zu bemängeln gibt es, dass die eingesetzte Verschlüsselung zwar einen Schlüssel beim Empfänger erfordert und daher theoretisch nur von diesem gelesen werden kann. Mit 1024 Bit ist der Schlüssel nach heutigen Standards aber vergleichsweise kurz, vereinfacht gesagt wäre also ein höheres Maß an Sicherheit möglich. Weiterhin gibt der Hersteller keinen Einblick in den Quellcode der Anwendung. Daher lässt sich die Sicherheitstechnik nicht beurteilen, Anwender müssen dem Hersteller also vertrauen, dass Sicher wirklich sicher ist.

In einem Test von fünf beliebten Messenger-Apps hat die Stiftung Warentest den geschlossenen Quellcode als negatives Kriterium der Anwendungen bewertet.

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Quelle / Bilder: Shape AG