Türkei weitet Twitter-Sperre aus, Assassin’s Creed Unity Trailer, WhatsApp wächst weiter

Der türkische Ministerpräsident Erdoğan weitet die Twitter-Sperre aus, Assassin’s Creed: Unity zeigt sich einem Trailer, und WhatsApp wächst auch nach der Übernahme durch Facebook weiter – der Nachrichtenüberblick.

Twitter-Blockade in der Türkei: Der türkische Ministerpräsident Erdogan verteidigt seine Positition und weitet die Sperre des Kurznachrichtendienstes Twitter aus.

WhatsApp Wachstum: Auch nach der Übernahme durch Facebook wächst die Nutzerzahl der Messenger-App WhatsApp weiter. WhatsApp-Chef Jan Koum spricht von 480 Millionen aktiven Nutzern weltweit. “WhatsApp wächst genau so schnell wie zuvor”, sagte er. In Deutschland sollen es inzwischen 31 Millionen Nutzer sein, und das, obwohl deutsche Datenschützer nach dem Facebook-Deal zum Wechsel geraten haben.

Spotify-Konkurrent von Apple: Apple arbeitet an einer Strategie gegen die sinkenden Download-Zahlen bei iTunes. Zu den Plänen zählen ein eigener Streaming-Dienst, der Spotify und Beats Music Konkurrenz machen soll, sowie eine iTunes-App für Android.

Twitter: Der Kurznachrichtendienst hat Twitter Music eingestellt. Die App sollte Nutzern beim Entdecken neuer Musik unterstützen, fand aber keine große Verbreitung. Außerdem experimentiert Twitter mit einer Anzeige, die Nutzer informiert, wie viele Follower einen Tweet gelesen haben.

Foto-App Rando: Mit der App Rando schicken Nutzer nach dem Zufallsprinzip Fotos an Fremde. Nach einem Hack haben die Entwickler die Anwendung jetzt aus den App Stores entfernt.

UC Browser: Die Entwickler der Browser-App UC Browser haben Nutzerzahlen veröffentlicht, welche die Beliebtheit bestätigen. Im letzten Quartal brachte es UC Browser auf über 500 Millionen aktive Nutzer weltweit, 300 Millionen davon unter Android (Download).

Office Lens für Windows Phone: Office Lens funktioniert wie ein Scanner für Windows Phone. Fotos von Büchern, Whiteboards oder Visitenkarten können erkannt werden und an OneNote geschickt werden.

Updates

WhatsApp Beta für Windows Phone: Screenshots der Beta-Version von WhatsApp für Windows Phone zeigen ebenfalls die neue Telefonfunktion.

Toib für Windows Phone: Die übersichtliche YouTube-App Toib für Windows Phone hat die Beta-Phase abgeschlossen und kann jetzt heruntergeladen werden.

Spiele

Assassin’s Creed Unity: Der neue Teil der Assassin’s Creed-Reihe zeigt sich in einem Trailer. Unter dem Codenamen Unity arbeitet Ubisoft bereits seit mehr als drei Jahren an dem Spiel für Xbox One und PlayStation 4. Assassin’s Creed: Unity soll noch dieses Jahr erscheinen und von Comet für die Xbox 360 und Playstation 3 begleitet werden.

Windows 8.1: Microsofts Hilfe-App mit Animationen erleichtert den Einstieg

Beim Umstieg von Windows XP, Vista oder Windows 7 zu Windows 8 muss man viel Neues lernen. Seit Windows 8.1 erleichtert Ihnen Microsoft mit kleinen Hilfe-Animationen das Erlernen der neuen Oberfläche.

Animation zur Bedienung des Snap-Modus von Windows 8.1

So finden Sie die Animationen

Die Erklär-Animationen zur Bedienung finden Sie nicht in der normalen Hilfe, sondern in einer gesonderten App mit Namen Hilfe und Tipps. Sie finden die App in der App-Liste oder durch Eintippen des Namens im Startmenü.

In der App können Sie per Fingertipp verschiedene Themenbereiche auswählen.

Ein kurze Beschreibung zu den Animationen erklärt Ihnen jede Aktion im Detail. Das hilft weiter, falls noch etwas unklar sein sollte.

Mehr zum Thema: Die besten Windows-Tipps

Garageband: Aktualisierung der Musik-App bringt den MP3-Export zurück

Apple hat GarageBand auf die Version 11 aktualisiert. Die beliebte Anwendung zum Musikmachen erhält eine wichtige Funktion zurück: Das Exportieren der Musikstücke als MP3-Dateien. Außerdem gibt es drei neue Drummer und Schlagzeugsets aus den Genres Rock, Songwriter und R&B.

Apple hatte mit Version 10 von GarageBand die Möglichkeit zum MP3-Export entfernt. Diese wichtige Funktion sollte aber in keiner Musik- oder Audio-Anwendung fehlen. Nach dem Update können Anwender ihre Kompositionen wieder im MP3-Format speichern.GarageBand 11 - Screenshot

Zu den weiteren Neuerungen zählen Stabilitätsverbesserungen und kleine Fehlerbehebungen. Außerdem erhält GarageBand drei neue Drummer und Schlagzeugsets aus den Musikgenres Rock, Songwriter und R&B.  Die Drummer-Funktion ist ein virtueller Schlagzeuger, der zu den gespeicherten Tracks auf dem Schlagzeug mitspielen kann. Die unterschiedlichen Stile stehen als In-App-Käufe zur Verfügung.

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Quelle: 9to5Mac

Mozilla Firefox 29 Beta: Firefox Sync, Firefox Accounts und Australis-Design

Mozilla hat die Beta-Version von Firefox 29 für Windows, Mac und Android aktualisiert. Ab sofort können Nutzer die neuen Funktionen Firefox Sync und Firefox Accounts testen. Außerdem zeigt sich der Browser mit dem neuen Australis-Design und die Benutzeroberfläche kann individuell angepasst werden.

Ähnlich wie auch bei Google Chrome können Firefox-Anwender die Funktion Firefox Sync nutzen, um unterschiedliche Installationen des Browsers plattformübergreifend miteinander abzugleichen. Die Anmeldung mit einem Firefox-Konto erleichtert die Synchronisation. Mozilla hat außerdem die Sicherheitsmaßnahmen für Firefox Accounts ausgebaut.Mozilla Firefox 29 BetaMit dem neuen Tool zur Anpassung der Benutzeroberfläche können Funktionen, Buttons, Werkzeuge und Add-Ons per Drag-and-Drop platziert und eingerichtet werden. Das neue Australis-Design bringt zusätzliche Neuerungen und verleiht dem Browser ein weicheres, abgerundetes Aussehen.

Mozilla hat gerade erst die stabile Version des Browsers auf die Version 28 aktualisiert. Dieses Update brachte aber keine großen Neuerungen.

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Quelle: The Mozilla Blog

WhatsApp: Zwangs-Update für Android-Nutzer bringt Probleme

Beim Start der Messenger-App WhatsApp für Android erhalten einige Nutzer am heutigen 21. März 2014 eine Update-Warnung. Der Hinweis nennt die installierte Version überholt und bittet um den Download der neuesten Version aus dem Google Play Store. Erst nach der Aktualisierung steht die App wieder zur Verfügung. Auf Twitter berichten viele Nutzer aber von Problemen mit dem Update.

Die Warnung richtet sich an Nutzer, die eine Version der Anwendung von der WhatsApp-Seite heruntergeladen haben. Diese aktualisiert sich nicht automatisch, im Gegensatz zu einer Installation über den Google Play Store. Erst nach der Aktualisierung über den Download-Button kann die Messenger-App normal verwendet werden.WhatsApp: Update Warnung für Android-GeräteAllerdings wird die Größe des Updates für einige Anwender zum Problem. Steht nicht genügend Speicherplatz zur Verfügung, fällt WhatsApp komplett aus. Kurzfristige Abhilfe schafft ein Zurücksetzen des Datums des Gerätes. Eine dauerhafte Lösung bietet aber nur die Aktualisierung auf die neueste WhatsApp-Version.

Es kann davon ausgegangen werden, dass WhatsApp mit dem Zwang zum Update die neueste Version der Anwendung auf so vielen Geräten wie möglich verteilen will. Unklar ist aber der Hintergrund, ob WhatsApp zum Beispiel eine Sicherheitslücke beseitigt oder in Kürze neue Funktionen aktivieren wird.

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Quelle: Twitter

Via: Caschys Blog

Bild: @mugiwaramel auf Twitter

Speed-Reading: Mit diesen Apps lesen Sie Texte schneller

Wer seine Lesegeschwindigkeit verbessern will, sollte sich den E-Book-Reader Spritz ansehen. Der E-Book-Reader basiert auf der Rapid Serial Visual Presentation. Mit dieser Speed-Reading-Methode soll man Texte schneller lesen können. Die App zeigt anstelle einer kompletten Seite Wort für Wort an.

Die Idee hinter RSVP ist jedoch nicht neu. Inzwischen existieren andere E-Book-Reader für Android, iOS und Web mit ähnlichen Funktionen. Wir stellen die sechs besten Alternativen zu Spritz vor.

A Faster ReaderA Faster Reader

A Faster Reader punktet mit einer einfachen Bedienung. Sobald die App installiert wurde, wählt man nur noch den Text aus, der angezeigt werden soll. Es erscheint ein neues Fenster, in dem die Texte nach der RSVP-Methode dargestellt werden. In den Einstellungen legt man die Geschwindigkeit fest, mit der die einzelnen Wörter angezeigt werden.

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VelocityVelocity

Velocity nutzt man in Verbindung mit Readability und Instapaper. Die App zeigt Artikel von diesen Webseiten an. Über den integrierten Browser öffnet Velocity Texte, indem man lediglich eine URL eingibt. Die App besitzt drei unterschiedliche Designs und eine Teilen-Funktion für Twitter und Facebook.

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Syllable Speed ReaderSyllable Speed Reader

Ebenso wie Velocity verbindet sich Syllable Speed Reader mit Pocket, Readability und Instapaper. Im minimalistischen Interface stellt man Schriftart, Schriftgröße und Position der Wörter ein.

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ReadQuickReadQuick

ReadQuick gilt als der Rolls Royce unter den E-Readern. Ebenso wie Syllable Speed Reader und Velocity verlinkt sich ReadQuick mit Pocket, Readability und Instapaper. Die App besitzt ebenfalls einen Browser und speichert Artikel. Zusätzlich verfügt ReadQuick über eine Vielzahl an Webseiten, auf die man direkt über die Oberfläche der App zugreift. Des Weiteren besitzt die App umfangreiche Share-Funktionen für soziale Netzwerke. Etwas abschreckend ist der hohe Preis.

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Fastr BooksFastr Books

Fastr Books stellt ein Zwischending zwischen einem Schnell-Lese- und einem herkömmlichen E-Reader dar. Die App lädt Texte aus einem Katalog oder über iTunes, Safari und Dropbox im ePub-Format herunter. Fastr Books unterscheidet sich von iBooks, Kindle oder Google Play Books durch die RSVP-Funktion, die man im Optionsmenü unter Profile aktiviert.

Download Fastr Books für iOS

SpreederSpreeder

Spreeder funktioniert als E-Reader-Erweiterung für den Browser. Es gibt zwei Wege, wie man Spreeder nutzt: Man kopiert den Text direkt in die Online-Anwendung auf der Webseite des Entwicklers oder man setzt ein Lesezeichen für den schnellen Zugriff auf den Text. Dazu geht man auf die Webseiteund zieht den Spreed!-Button in die Favoritenliste des Browsers. Anschließend wählt man einen Text aus, klickt auf den neuen Favoriten und liest den Text nach der RSVP-Methode.

Spreeder öffnen

Natürlich ist die Schnelllese-Methode auf den ersten Blick nicht jedermanns Sache. Gerade für Nachrichten-Artikel beispielsweise bietet sich Speed-Reading aber geradezu an. Deswegen: Einfach mal ausprobieren.

Google führt verschlüsselte Verbindungen für Gmail ein

Google bietet allen Gmail-Nutzern verschlüsselte Verbindungen. Bereits 2010 führte Google sichere HTTPS-Verbindungen als Standard ein. Seit Donnerstag sind diese zusätzlich verschlüsselt.

Durch diese weitere Maßnahme erhöht Google die Sicherheit für Gmail-Nutzer. Unabhängig davon, ob diese ein öffentliches WLAN, ein Smartphone oder den heimischen PC benutzen – die Verschlüsselung erschwert das Abfangen und Ausspähen von E-Mails erheblich.

Außerdem garantiert Google, dass die Übertragung jeder einzelnen Nachricht auch intern zwischen Google-Servern verschlüsselt erfolgt. Im Zusammenhang mit der NSA-Affäre hatte Google diesen Schritt im Sommer 2013 zur obersten Priorität erklärt. Selbst wenn ein Geheimdienst oder Angreifer Zugang zu den Google-Servern bekommen sollten, müssten sie zusätzlich noch diese Verschlüsselung knacken, um an E-Mails zu gelangen.

Google hat die Bekanntmachung der verschlüsselten Verbindungen auch genutzt, um auf die Erreichbarkeit der Gmail-Server hinzuweisen. Im vergangenen Jahr schaffte es Google, seinen E-Mail Dienst zu 99,97 Prozent erreichbar zu machen. Im Klartext bedeutet das einen jährlichen Ausfall von weniger als zwei Stunden pro Nutzer. Außerdem erinnert Google an die zusätzliche Sicherheitsmaßnahme der Bestätigung in zwei Schritten. Dabei ist zum Anmelden bei Gmail neben dem Passwort ein SMS-Code erforderlich.

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Quelle: Official Gmail Blog

Türkei sperrt Twitter: Ministerpräsident Erdoğan kämpft gegen soziale Medien

Der türkische Ministerpräsident Erdoğan hat den Zugang zum Kurznachrichtendienst Twitter in der Türkei sperren lassen. Der Regierungschef kämpft gegen die sozialen Medien in seinem Land und hatte zuvor gedroht: “Twitter und solche Sachen werden wir mit der Wurzel ausreißen.” Türkische Nutzer konnten die Blockade aber mit alternativen Servern, Anonymisierungsdiensten oder dem Verschicken von Tweets per SMS umgehen. Inzwischen ist die Sperre weitesgehend ineffektiv.

Angaben der Regierung begründeten die Blockade von Twitter mit einer Verfehlung des Dienstes. Die türkische Zeitung Hürriyet meldete die Schließung und berichtete, Twitter-Verantwortliche hätten Gerichtsentscheidungen ignoriert. Nach Beschwerden von türkischen Bürgern über bestimmte Links sei die Plattform ihrer Verpflichtung zur Entfernung der Links nicht nachgekommen. Die Sperre trat kurz nach Mitternacht am vergangenen Donnerstag in Kraft. Beim Aufrufen der Twitter-Seite bekamen Nutzer in der Türkei eine Meldung der türkischen Kommunikationsbehörde zu sehen. Die Sperre richtete sich nur gegen die Internetseite von Twitter.

Twitter selbst hat seine türkischen Nutzer mit einer Kurznachricht daran erinnert, dass Tweets auch per SMS abgesetzt werden können.  Zusätzlich konnte die Blockade mithilfe von alternativen DNS-Servern oder Anonymisierungsdiensten wie Tor umgangen werden. Aus anderen Apps mit Twitter-Funktion wie etwa Instagram ließen sich auch Nachrichten absetzen.

Soziale Netzwerke und vor allem Twitter zogen die Wut des türkischen Ministerpräsidenten durch die Verbreitung von Sprachaufnahmen und Dokumenten auf sich. Nutzer verteilten Informationen aus dem inneren Kreis des Regierungschefs und warfen ihm Korruption vor. Hashtags bezeichneten Erdoğan als Diktator. Durch die Sperre kam schnell das Hashtag #TwitterIsBlockedInTurkey auf, das inzwischen weltweit zu den meistgenutzten Tags zählt.

Schätzungen zufolge hat Twitter in der Türkei zwischen zehn und zwölf Millionen Nutzer. Erdoğan geht seit dem Sommer vergangenen Jahres gegen soziale Medien vor, als Bürger auf dem Taksim-Platz in Istanbul gegen die Schließung eines Parks demonstrierten. Damals bezeichnete der Ministerpräsident Twitter als “Störenfried”. Die aktuelle Sperre habe nichts mit einer Unterbindung der Meinungsfreiheit zu tun, sagte er auf einer Wahlkampfveranstaltung seiner Partei. Außerdem ließ der türkische Ministerpräsident wissen: “Was dazu die internationale Gemeinschaft sagt, interessiert mich nicht”.

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Quellen: Reuters 1 | Reuters 2

Bild: @_cypherpunks_

Twitter in Türkei blockiert, Gmail verschlüsselt, Beta-Version von Firefox 29 mit Australis-Design

Der türkische Ministerpräsident Erdoğan hat versucht,  Twitter zu blockieren, Google verschlüsselt ab sofort alle HTTPS-Verbindungen von Gmail, und die Beta-Version von Firefox 29 zeigt das Australis-Design – der Nachrichtenüberblick.

  • Twitter: Der türkischer Ministerpräsident Erdoğan kämpft gegen soziale Medien und blockierte den Kurznachrichtendienst Twitter. Mithilfe von alternativen Servern, Anonymisierungsdiensten wie Tor und SMS stand Twitter trotzdem zur Verfügung. Inzwischen scheint die Sperre wieder aufgehoben. Unabhängig davon präsentiert Twitter anlässlich des achtjährigen Bestehens ein Tool, welches die allerersten Tweets von Nutzern anzeigt.
  • Gmail verschlüsselt die Verbindungen: Ab sofort verschlüsselt Google die Verbindungen von Gmail. Damit wird das Abfangen und Ausspähen jeder E-Mail, die den Dienst passiert, erheblich erschwert. Google hatte im Zusammenhang mit der NSA-Affäre bereits letztes Jahr angekündigt, Gmail für alle Nutzer noch sicherer zu machen.
  • DirectX 12: Microsoft hat Entwicklern auf der Game Developers Conference DirectX 12 vorgestellt. Damit soll Windows die Effizienz von Spielekonsolen erreichen.

Updates

  • Firefox 29 Beta: Mozilla aktualisiert die Beta-Version von Firefox 29. Zu den Neuerungen gehören das Australis-Design und eine anpassbare Benutzeroberfläche sowie die plattformübergreifende Synchronisierung verschiedener Firefox-Installationen.
  • WhatsApp zwingt zum Update: WhatsApp weist Android-Nutzer darauf hin, die Messenger-App zu aktualisieren. In einigen Fällen kommt es beim Update zu Problemen.
  • Camera Plus: Die beliebte Kamera-App für iOS führt mit AirSnap eine neue Selfie-Funktion ein. Damit wird das Aufnehmen von gelungenen Selbstportraits noch leichter.
  • GarageBand: Apples Anwendung für Musiker GarageBand bringt den MP3-Export zurück, außerdem gibt es drei neue Schlagzeuger.

Spiele

XCOM: Vom rundenbasierten Strategie-Klassiker zum Rollenspiel?

XCOM ist eine der bekanntesten Strategiespiel-Marken. Wir zeichnen die bewegte Entwicklung der Spielserie nach und geben mit Hilfe von Firaxis-Produzent Garth DeAngelis einen Ausblick, wie sich künftige XCOM-Spiele entwickeln könnten.

Ausgangspunkt: Rundenbasierte Strategie für Kenner und Könner

Die XCOM-Strategiespiele haben ihre Wurzeln in den 90er Jahren. Kluge Taktik ist seit dem Erstlingswerk UFO: Enemy Unknown (1994) gefragt, das in den USA unter dem Namen XCOM: UFO Defense erschien und ein Jahr später mit XCOM: Terror from the Deep seine erste Fortsetzung fand.

In den rundenbasierten Spielen müssen Hobby-Strategen ihre Basis errichten und neue Einheiten erforschen. Nicht nur Kampf, sondern auch kluges Wirtschaften gehört zum Spiel. Nur wer mit Geld gut umgeht, hat die nötigen Soldaten und schweres Gerät für die Schlacht. Das Ziel besteht darin, sich auf dem Schlachtfeld gegen bestens ausgerüstete Aliens samt ihrer UFOs vorzubereiten und die Erde zu verteidigen.

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Wendepunkt: Echtzeit-Strategie und Space-Sim

Mit XCOM: Apocalypse hat die XCOM-Reihe 1997 erstmals eine Modernisierung des Gameplays erfahren. Lineare Missionen und auf Wunsch echtzeitgesteuerte Kämpfe brechen mit den rundenbasierten Anfängen. Die Frischekur fand unter Kritikern überwiegend ein wohlwollendes Echo, während Fans das schwache Ende beklagten.

Wenig Anklang fand XCOM Interceptor (1998), das Strategiespiel mit Weltraum-Simulation mischte und zum ersten Mal in der Reihe einen Multiplayer-Modus mitbrachte. Trotz dieser vielen Neuerungen verkaufte sich XCOM Interceptor nicht besonders gut.

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Von Strategie zum Shooter und wieder zurück

Seit 2001 entwickelt sich die XCOM-Reihe mehr und mehr Richtung Actionspiel mit 3D- und Shooter-Anleihen. Für eine realitätsnahe Umsetzung in räumlicher Umgebung bediente sich XCOM Enforcer (2001) der aus Shootern bewährten Unreal Engine. Spielerisch knüpfte daran 2013 The Bureau: XCOM Declassified an, das die Action-Ausrichtung hin zu einem taktischen Shooter fortsetzte.

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XCOM: Enemy Unknown (2012) drehte die Entwicklung der Spielreihe um und kehrte als Reboot des Klassikers zu den Wurzeln zurück. Das Spiel ist auf Strategie und eine rundenbasierte Steuerung ausgelegt. Ein vereinfachtes Gameplay ermöglichte die Umsetzung für Spielkonsolen. Ein Jahr später folgte mit XCOM: Enemy Within eine Erweiterung mit zusätzlichen Spielinhalten für Enemy Unknown.

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Sid Meier als treibende Kraft im Hintergrund

Als einer der namhaftesten Spiele-Designer der Branche lenkte Sid Meier zumindest indirekt die Geschicke der X-COM-Reihe. Die ersten Spiele hat MicroProse auf den Markt gebracht, das Sid Meier mitgegründet hat. Unter den neueren Titeln Enemy Unknown und Enemy Within war Sid Meier in seiner Rolle als Mitgründer des verantwortlichen Studios Firaxis Games beteiligt.

Garth DeAngelis

Garth DeAngelis, Senior Producer von XCOM: Enemy Unknown

Firaxis-Produzent Garth DeAngelis hebt die Rolle des Spiele-Urgesteins als maßgebend bei der Entwicklung des Spiel-Designs von XCOM: Enemy Within hervor. Exemplarisch unterstreicht er, Sid Meier habe dem XCOM-Chefdesigner Jake Solomon als “Mentor” unter die Arme gegriffen:

Als Jake eine Strategie-Ebene entworfen hat, zeigte er seine Idee Sid. Sid schlug vor, dass sie beide über das Wochenende verschiedene Strategie-Elemente entwerfen. Am folgenden Montag spielten sie ihre Prototypen. Dank dieser Übung mit Sid konnte Jake viele Probleme des Designs überwinden.

Unerbittliche Niederlagen: Ist XCOM zu schwer?

XCOM verteilt keine Geschenke. Wer nicht ganz bei der Sache ist oder seine Züge nicht weit genug voraus plant, scheitert. Das haben viele besonders am knackigen Beginn von XCOM: Enemy Within zu spüren bekommen. Den hohen Schwierigkeitsgrad kommentiert DeAngelis folgendermaßen: “Die Welt zu retten sollte schwer sein!” Das verstärke das Gefühl, eine echte Herausforderung gemeistert zu haben.

Mit diesem Konzept fügt sich XCOM in den wieder entdeckten Trend hin zu anspruchsvollen Spielen wie Dark Souls 2 oder DayZ ein. Die hohe Schwierigkeit gleicht XCOM durch wählbare Schwierigkeitsgrade aus. DeAngelis hofft, dass Spieler nach einer Niederlage nicht aufgeben, sondern etwas lernen und genug Selbstvertrauen haben, um einen neuen Versuch zu wagen.

Ausblick: XCOM als Rollenspiel?

Die XCOM-Serie hat erstaunlich viele Experimente hinter sich und einige gewagte Abstecher in die Bereiche Action, Shooter und Weltraum-Simulation erfahren. Aber eines fehlt noch: Ein XCOM mit Rollenspiel-Einlagen. DeAngelis schließt ein solches RPG-XCOM keineswegs aus:

Ich sehe nicht, warum nicht! Es gibt ganz sicher einige auf Rollenspiele zugschnittene Elemente im Fortschritt der Soldaten von XCOM: Enemy Unknown. Ein vollständiges Rollenspiel wäre möglich.

Ungeachtet dessen, ob das nächste XCOM ein Rollenspiel, ein Shooter oder ein Strategie-Space-Rennspiel wird, steht für DeAngelis eines außer Frage:

Solange unsere Fans an unseren Spielen interessiert sind, werden wir sie mit Freude machen.

Fazit: XCOM ist noch nicht am Ende

XCOM hat eines richtig gemacht. Im Gegensatz rasch getakteter Serien wie Assassin’s Creed ist die ganz große Flut an Sequels ausgeblieben. Das hat die Spielreihe konserviert, jung gehalten. Auch die Ausflüge in verschiedene Spiele-Sparten zeigt, dass XCOM nicht zum stets neu aufgekochten Einheitsbrei verkümmern soll. Jede XCOM-Folge ist ein selbstbewusstes Spiel mit eigener Handschrift. Da passt es zum Konzept, sich auch für scheinbar undenkbare Wege zu öffnen. Die Möglichkeit, ein XCOM-Rollenspiel zu entwickeln, passt gut ins Bild und wir dürfen gespannt sein, was als nächstes folgt.

Nicht für Warmduscher: Weitere anspruchsvolle Spiele