BSI-Warnung: Gehackte FTP-Server verbreiten Schadsoftware

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor FTP-Servern, über die Kriminelle Schadsoftware verbreiten. Das BSI hat aus unbekannter Quelle 200.000 gestohlene FTP-Passwörter für tausende von Servern erhalten und informiert betroffene Provider und Webmaster per E-Mail.

In Deutschland sind mehr als 600 Provider von dem Datendiebstahl betroffen. Die Bundesbehörde hat die entsprechenden Hosting-Anbieter angeschrieben, damit diese die Serverbetreiber in Kenntnis setzen. Angreifer nutzen die gestohlenen Zugangsdaten, um über die FTP-Server Schadsoftware zu verbreiten.

Das BSI geht davon aus, dass die Datensätze von infizierten Windows-Rechnern stammen und die Täter diese über längere Zeit ausgespäht haben. Weitere Daten könnten Teil der Beute sein, weshalb das Bundesamt den Server-Betreibern auch zur Überprüfung ihrer lokalen Rechner rät.

Das BSI informiert Betroffene über den CERT-Bund der Behörde per E-Mail und gibt lediglich an, die Liste der 200.000 gestohlenen Passwörter von einer “vertrauenswürdigen externen Quelle” zu haben. Aus Gründen der Vertraulichkeit könne man keine Angaben zu Einzelheiten machen.

Bei Verdacht der Infizierung über einen FTP-Server sollten Anwender ihren Rechner in regelmäßigen Abständen mit einem aktuellen Virenscanner überprüfen.

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Quelle / Bild: Heise Online

Das BSI warnt erneut vor Phishing-E-Mails mit gefälschtem BSI-Absender und Schadsoftware im Anhang

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt erneut vor gefälschten E-Mails mit BSI-Absender. Kriminelle verschicken Nachrichten mit dem Betreff Information und einem Anhang, bei dem es sich vorgeblich um ein Merkblatt handeln soll. Die Datei enthält jedoch Schadsoftware, die beim Öffnen den PC des Anwenders infiziert.

Das BSI weist darauf hin, dass die aktuell verbreiteten E-Mails oder ähnliche Nachrichten nicht vom Bundesamt stammen. Bereits im April 2014 gab es eine Betrugswelle mit Schadsoftware, bei der die Täter Anwender zum Herunterladen eines vermeintlichen Formulars aufforderten. Beim Erhalt einer derartigen E-Mail sollte der Anhang auf keinen Fall geöffnet werden. Von einer Beantwortung ist abzusehen, der beste Schritt ist das umgehende Löschen der Nachricht.

Was tun beim Befall mit Schadsoftware?

Sollten Anwender die angehängte Datei doch geöffnet haben, empfiehlt das BSI die Überprüfung mit einem aktuellen Virenscanner. Derzeit erkennen noch nicht alle Anwendungen die enthaltene Schadsoftware, weshalb die regelmäßige Wiederholung des Scans wichtig ist. Das Bundesamt veröffentlicht außerdem allgemeine Informationen zu Phishing-E-Mails.

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Quelle: BSI

Identitätsdiebstahl: Cyberkriminelle wollen 33 Millionen E-Mail-Adressen verkaufen

Unbekannte Kriminelle verschicken Spam-Nachrichten, in denen sie mehrere Millionen Adressen deutscher E-Mail-Provider zum Kauf anbieten. Die Händler behaupten, dass es sich um 100 Prozent funktionierende Konten handelt. Der Verdacht liegt nahe, dass ein Zusammenhang zum bisher größten Fall von Datendiebstahl Anfang April 2014 besteht, Indizien dafür gibt es allerdings keine. Passwörter und Zugangsdaten stehen in der E-Mail nicht zum Verkauf.

Wie heise online berichtet, ist eine E-Mail im Umlauf, in der unbekannte Täter 33,3 Millionen E-Mail-Adressen käuflich anbieten. Die meisten davon sollen von deutschsprachigen Domains stammen. Anbieter wie GMX, Web.de, Yahoo, Gmail und die Deutsche Telekom sind einzeln aufgeführt, über sechs Millionen weitere Adressen stammen von nicht weiter bezifferten Providern.

Für eine Millionen Adressen wollen die dubiosen Anbieter 800 Euro haben, das Gesamtpaket gibt es zum Preis von 8.000 Euro. Angeblich funktionieren alle angebotenen E-Mail-Adressen. Passwörter stehen nicht zum Verkauf, die Kriminellen richten sich also an Spam-Mailer als mögliche Käufer.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat im April 2014 einen Fall von Datendiebstahl gemeldet, der unter anderem drei Millionen deutsche Adressen betraf. Es ist momentan nicht klar, ob ein Zusammenhang zwischen beiden Fällen besteht.

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Quelle: heise online

Internet Explorer: Wegen der Sicherheitslücke rät das BSI zum Verzicht auf Microsofts Browser

Microsoft warnt vor einer kritischen Schwachstelle in allen Versionen des Browsers Internet Explorer. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat inzwischen auch eine Pressemitteilung veröffentlicht und rät zur Vorsicht aufgrund von zielgerichteten Angriffen auf die fehlerhafte Software. Das BSI empfiehlt allen Anwendern, bis zur Verfügbarkeit einer Aktualisierung auf den Einsatz des Internet Explorer zu verzichten.

Sicherheitswarnung des BSI

Angreifer können mit speziell präparierten Internetseiten die Lücke ausnutzen und Schadsoftware auf Rechnern ausführen. Betroffen sind alle Versionen des Internet Explorers. In der Mitteilung des Bundesamtes heißt es:

Das BSI empfiehlt, bis zur Bereitstellung von Sicherheits-Updates auf die Nutzung des Internet Explorers zu verzichten und bis zur Behebung der Schwachstelle einen anderen Browser einzusetzen.

Windows XP

Aufgrund des abgelaufenen Supports von Microsoft für Windows XP sind Anwender des Betriebssystems besonders gefährdet. Diese Windows-Version wird kein Sicherheitsupdate zur Behebung der aktuellen Schwachstelle erhalten. Ein Wechsel zu einer neueren Windows-Version ist spätestens jetzt angebracht. Unsere Übersicht erklärt die notwendigen Schritte und das Ende der Unterstützung für Windows XP.

Die sicherste Lösung ist in allen Fällen, bis zur Bereitstellung eines Sicherheitsupdates durch Microsoft auf den Gebrauch des Internet Explorers zu verzichten und einen anderen Browser wie Mozilla FirefoxGoogle ChromeSafari oder Opera zu verwenden.

In unserer Meldung zur Sicherheitslücke in allen Versionen von Internet Explorer haben wir weitere Informationen für Anwender zusammengefasst.

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Quelle: BSI

Mozilla Firefox 29, BSI rät zum Verzicht auf Internet Explorer, Adobe schließt Flash Player Sicherheitslücke

Mozilla hat die neue Version 29 des Browsers Firefox veröffentlicht, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät zum Verzicht auf Internet Explorer und Adobe schließt eine neue Sicherheitslücke im Flash Player – der Nachrichtenüberblick.

  • Mozilla Firefox 29 veröffentlicht: Die neue Version steht ab sofort zum Download für Windows und Mac bereit. Das große Update bringt die neue Australis-Benutzeroberfläche, außerdem vereinfacht Mozilla mit den neuen Firefox-Konten die geräteübergreifende Synchronisation.
  • BSI empfiehlt Internet Explorer-Verzicht: Aufgrund der Warnung von Microsoft vor einer Sicherheitslücke in allen Versionen von Internet Explorer empfiehlt auch das BSI den Einsatz eines alternativen Browsers. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät zum Verzicht, bis ein Sicherheitsupdate bereit steht.
  • Kostenlose Video-Konferenzen mit Skype: Microsoft hat bekannt gegeben, ab sofort allen Skype-Nutzern kostenlose Gruppen-Videoanrufe anzubieten. Bisher war die Videotelefonie nur in Einzelgesprächen möglich und Videokonferenzen blieben Premium-Anwendern vorbehalten.
  • Heartbleed-Fehler in Geräten: Nach Bekanntwerden der OpenSSL-Sicherheitslücke haben viele Anbieter und Seitenbetreiber den Heartbleed-Fehler behoben. Gerätehersteller sind allerdings nicht so schnell: Viele Router, Cloudspeicher und ans Internet angeschlossene Geräte sind noch ohne Patch und angreifbar.
  • Sicherheitslücke in Viber: Sicherheitsexperten haben eine Sicherheitslücke in der Messenger-App Viber aufgedeckt. Der WhatsApp-Konkurrent überträgt und speichert zu viele Daten ohne Verschlüsselung, was ein Sicherheitsrisiko für Anwender darstellt.
  • Xbox Originals: Im Juni 2014 will Microsoft mit Xbox Originals starten. Im Rahmen des Programms stehen Nutzern exklusive Inhalte zur Verfügung, zum Beispiel Konzertübertragungen, Dokumentationen und Serien, die sich teilweise auch interaktiv mit wählbaren Kameraperspektiven betrachten lassen.

Updates

  • Adobe Flash Player: Auch der Hersteller Adobe schließt eine Sicherheitslücke. Die Sicherheitsexperten von Kaspersky hatten die Schwachstelle im Adobe Flash Player ausfindig gemacht.
  • Facebook Messenger für iOS: Facebook erleichtert das Teilen von Fotos und Videos aus der Chat-Anwendung heraus. In der iOS-Version führt Facebook Messenger eine neue Funktion zum Verschicken von Selfies und vorher aufgenommenen Videos ein. Android-Nutzer müssen auf die Neuerung noch warten.
  • Facebook-App für Windows Phone 8.1: Die Anwendung des sozialen Netzwerkes ist bereits fit für Windows Phone 8.1 und hat ein paar Fehlerbehebungen erhalten.
  • Tango: Die soziale Messenger-App Tango führt mit einem großen Update eine neue Funktion ein: Nutzer können jetzt das Gerät schütteln, um neue Freunde zu finden. Außerdem lässt sich der Standort zur Suche nutzen und sowohl Text, Videos und Songs in Status-Updates posten.
  • YouTube Mix für Android: Google stellt jetzt auch unter Android die Funktion YouTube Mix zur Verfügung. Dadurch lassen sich automatisch Wiedergabelisten von favorisierten Künstlern erstellen. Damit soll das Anhören von Musik mit der YouTube-App leichter werden.

Spiele

Destiny für PC: Am 9. September 2014 startet Destiny für PlayStation 4 und 3 sowie Xbox One und 360, nicht aber für PCs. Hersteller Bungie erklärt jetzt, warum eine PC-Version des Spiels nicht zeitgleich verfügbar ist und wo die Schwierigkeiten in der Entwicklung liegen.

Drowning in Problems: Minecraft-Entwickler Notch hat das Browser-Spiel Drowning in Problems veröffentlicht. Die Mini-Simulation im Stil eines Textadventures zeigt ein ziemlich düsteres Weltbild und ist nichts für einen schlechten Tag im Büro.

Phishing-E-Mails: Das BSI warnt vor gefälschten Nachrichten

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer Welle von betrügerischen E-Mails. Kriminelle verschicken Nachrichten mit gefälschtem Absender im Namen des BSI und fordern zum Download eines Formulars auf. Wer derartige E-Mails erhält, sollte diese sofort löschen – dahinter steckt eine Phishing-Attacke zum Ausspionieren von Nutzerdaten.

Das echte BSI weist in einer Stellungnahme auf der offiziellen Internetseite darauf hin, dass die beschriebenen Nachrichten oder ähnliche nicht vom BSI selbst stammen.

Die gefälschten E-Mails zählen angebliche Rechtsverstöße auf. Um rechtliche Schritte zu vermeiden, sollen die Empfänger ein Formular herunterladen und ausfüllen.

Der enthaltene Link leitet aber auf eine vorbereitete Internetseite weiter, die das Ausspähen von Nutzerdaten zum Zweck hat. Wer eine solche Nachricht mit dem Betreff “Wichtige Info bezüglich Ihrer IP-Adresse” vom vermeintlichen Absender info@bsi.bund.de erhält, sollte diese ohne Antwort löschen.

BSI: Beispiel einer Phishing-E-Mail mit gefälschtem AbsenderBSI: Beispiel einer Phishing-E-Mail mit gefälschtem Absender

Das BSI rät allen Nutzern, die doch das Formular heruntergeladen haben, ihren Rechner mit einem Virenscanner auf Schadsoftware zu überprüfen. Die Bundesbehörde gibt außerdem allgemeine Informationen zu Phishing-E-Mails. Zuletzt stellte das BSI einen Sicherheitstest zur Verfügung, mit dem Nutzer abfragen können, ob sie vom groß angelegten Fall von Datendiebstahl betroffen sind. Fahnder hatten 18 Millionen gestohlene E-Mail-Konten ausfindig gemacht, drei Millionen davon in Deutschland.

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Quelle / Bild: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Android Launcher Sicherheitslücke, WhatsApp Messenger, BSI warnt vor Phishing-Mails

Eine Sicherheitslücke in Android können Angreifer zum Phishing ausnutzen, WhatsApp Mesenger ist die am häufigsten verwendete Android-App in Deutschland und das BSI warnt vor einer Welle von Phishing-E-Mails – der Nachrichtenüberblick.

  • Android Launcher Sicherheitslücke: Angreifer können eine Sicherheitslücke in den Berechtigungen des Android-Launchers zum Phishing ausnutzen. Eine App könnte Icons auf dem Homescreen derart verändern, dass sie auf eine präparierte Internetseite weiterleiten, auf der dann Nutzerdaten ausgespäht werden.
  • WhatsApp Messenger: Deutsche Android-Nutzer verwenden als häufigste App WhatsApp Messenger. Zu diesem Ergebnis kam das Bremer Forschungsprojekt NuPEx mithilfe einer App, die das Nutzerverhalten aufzeichnete. Die weiteren Plätze belegen Kontakte, Internet, Facebook, SMS-Dienste und Google Play.
  • BSI warnt vor Phishing-Mails: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor gefälschten E-Mails. Die Fälschungen tragen das BSI als Absender und werfen dem Empfänger Rechtsverstöße vor und verlinken ein Dokument zum Herunterladen. Das “echte” BSI empfiehlt, die E-Mails sofort zu löschen.
  • Mac OS X 10.9.3: Apple verteilt eine neue Beta-Version von Mac OS X Mavericks 10.9.3 beta an Entwickler. Apple bietet um Feedback zu den Grafik-Treibern: Die neue Version bringt Unterstützung für den sogenannten Retina-Modus, um MacBook Pro-Geräte an externe 4K-Monitore anzuschließen.

Updates

  • Komoot: Die Web-Version der App zum Planen von eigenen Touren hat ein großes Update erhalten. Die Karte wurde komplett erneuert und passt sich jetzt auf mobilen Geräten automatisch der Bildschirmgröße an.

Spiele

  • Quizduell für Windows Phone: Nach dem großen Erfolg der iOS-Version und Android-App gibt es jetzt auch Quizduell für Windows Phone. Wie gewohnt können Quiz-Süchtige gegen Zufallsgegner oder Facebook-Freunde antreten. Das Design ist speziell an Windows Phone angepasst.
  • League of Legends: Der Hersteller Riot Games hat einen Patch für League of Legends veröffentlicht, um das Spiel mit Bots zu verbessern. Das Spielverhalten der virtuellen Gegner soll damit mehr dem von Menschen ähneln und somit einen besseren Trainingseffekt bieten.
  • Neuer Borderlands-Titel: Die neue Ausgabe von Borderlands mit dem Titel Borderlands: The Pre-Sequel soll nicht ganz so groß werden wie Borderlands 2. Hersteller Gearbox Software hat bekannt gegeben, den Preis des Spiels der Größe anpassen zu wollen. Das neue Spiel ist zeitlich zwischen dem ersten und zweiten Teil angesiedelt.
  • Call of Duty: Ghosts: In Kürze wird Snoop Dogg zum Kill-Ansager bei Call of Duty: Ghosts. In Multiplayer-Spielern gibt es zu jedem Abschuss einen Spruch des Rappers. Die Spielerweiterung mit Snoop Dogg erscheint am 22. April auf Xbox Live, andere Plattformen sollen bald folgen.

Drei Millionen deutsche E-Mail-Adressen gehackt: Informationen und Sicherheitstest des BSI für Betroffene

Ende vergangener Woche hat die Staatsanwaltschaft in Verden gestohlene Zugangsdaten ausfindig gemacht. Inzwischen hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine Stellungnahme und weitere Informationen veröffentlicht. Anlässlich des großflächigen Identitätsdiebstahls informieren die Provider betroffene Anwender. Zusätzlich bietet das BSI einen Sicherheitstest zu eigenen Überprüfung.

Drei Millionen deutsche E-Mail-Adressen gehackt

Die Staatsanwaltschaft Verden hat Ihren Fund von insgesamt 21 Millionen gestohlenen E-Mail-Konten dem BSI zur Verfügung gestellt. Nach eingehender Prüfung des Datensatzes verbleiben rund 18 Millionen betroffene Adressen, darunter drei Millionen deutsche E-Mail-Adressen. Das BSI arbeitet mit den Anbietern Deutsche Telekom, Freenet, GMX, Kabel Deutschland, Vodafone und Web.de zusammen, um die Betroffenen zu benachrichtigen. Zusätzlich bietet das BSI wie bereits bei einem vergangenen Fall im Januar einen Online-Sicherheitstest an.

So funktioniert der Sicherheitstest

Mit dem Sicherheitstest können alle Nutzer überprüfen, ob sie vom neuen Fall von Cyberkriminalität betroffen sind. Auf der eingerichteten Internetseite des BSI werden eingegebene E-Mail-Adressen mit dem Datensatz abgeglichen. Bei einem Treffer wird eine Nachricht an die entsprechende Adresse verschickt. Anwender, die nicht betroffen sind, erhalten also keine E-Mail. Das Problem: Wurde ein Konto bereits missbraucht, könnten die Angreifer die Benachrichtigung abfangen und löschen. Auch die Provider informieren ihre Kunden per E-Mail. Dieses Vorgehen zur Warnung ist aus datenschutzrechtlichen Gründen notwendig.

Zugangsdaten ändern und Rechner scannen

Die Datenbank der gestohlenen Zugangsdaten stammt nach Annahme des BSI aus verschiedenen Quellen. Der jetzige Fund hängt nach aktuellem Erkenntnisstand mit einem Fall von Datendiebstahl im Januar zusammen. Das BSI stuft die Gefährdung als sehr hoch ein und geht davon aus, dass der Missbrauch der Daten bereits stattfindet. Betroffene sollten auf jeden Fall ihre Zugangsdaten ändern, da die E-Mail-Adresse mit anderen Diensten wie sozialen Netzwerken, Online-Shopping und -Banking zusammenhängen kann. Weil die Daten teilweise auch von infizierten Rechnern stammen, empfiehlt das BSI eine Überprüfung des Rechners auf Schadsoftware.

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Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

BSI informiert über Identitätsdiebstahl, YouTube Musik-Streaming verzögert sich, Türkische YouTube-Sperre bleibt

Das Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnik informiert Betroffene der gestohlenen E-Mail-Adressen, das YouTube-Angebot zum Musik-Streaming verzögert sich und die Türkei hält die Internetsperren aufrecht – der Nachrichtenüberblick.

  • YouTube Musik-Streaming: Das angekündigte Angebot zum Streamen von YouTube-Musik verzögert sich. Um sich von der Konkurrenz wie Spotify abzuheben, will YouTube von Anfang an alles richtig machen. Der Start des Dienstes wird daher auf das Ende des zweiten Quartals oder noch später verschoben.
  • Gestohlene E-Mail-Adressen: Das BSI hat neue Informationen zu den 18 Millionen gestohlenen E-Mail-Konten veröffentlicht. Das Bundesamt informiert betroffene Bürger und stellt einen Sicherheitstest zur Verfügung, mit dem Nutzer selbst überprüfen können, ob ihre Adresse betroffen ist.
  • Cortana außerhalb der USA: Microsoft Windows Phone führt die Sprachassistentin Cortana ein – der Dienst steht vorerst nur in den USA zur Verfügung. Allerdings lässt sich die Region des Gerätes umstellen. So können Nutzer in anderen Ländern Cortana schon jetzt ausprobieren.
  • Windows im Auto: Nach CarPlay von Apple will jetzt auch Microsoft mit einem Betriebssystem für das Auto durchstarten. Der Hersteller testet bereits Windows Phone für fahrbare Untersätze. Zentraler Bestandteil soll die Steuerung über Sprachkommandos mithilfe von Cortana werden.
  • Türkische YouTube-Sperre bleibt: Nach dem Gerichtsbeschluss in Ankara zu Internetsperren in der Türkei bleibt YouTube nach wie vor blockiert. Das Gericht korrigierte seine Entscheidung zur Aufhebung. Die Außenminister der EU-Staaten kritisierten die Türkei für die Sperren von YouTube und Twitter.
  • Android TV: Google plant mit Android TV eine Entertainment-Ausgabe des mobilen Betriebssystems. Anstatt aus dem Fernseher ein Smartphone zu machen ist Android TV darauf ausgelegt, die Unterhaltung und das Konsumieren von Inhalten in den Vordergrund zu stellen.
  • WhatsApp Abo-Verlängerung: Anscheinend erhalten Android-Nutzer von WhatsApp Nachrichten über eine Kulanz-Verlängerung ihres Abos. Verschiedene Datumsangaben und Hintergründe der Anwender lassen kein Muster erkennen, wer genau diese Nachricht erhält.

Updates

  • In eigener Sacher: Die Softonic-App bietet eine übersichtliche Oberfläche und viele Funktionen, um zu jedem Thema die passende App zu finden. Die neue Version für Android und iOS bietet ab sofort Push-Benachrichtigung und eine weitere Unterteilung der Inhalte.

Spiele

  • Frozen Synapse: Der Hersteller des taktischen Strategiespiels Frozen Synapse plant eine iPhone-Version, die noch dieses Jahr erscheinen soll.
  • The Amazing Spider-Man 2: Der zweite Teil der Spider-Man-Reihe basiert nur wenig auf dem Film. Im Trailer zum Spiel zeigen sich die Bösewichter, gegen die Peter Parker antreten muss. Das Spiel erscheint am 2. Mai 2014 für PC, PlayStation 4 und 3, Xbox One und 360 sowie in abgeänderter Form für mobile Geräte.
  • Titanfall: Hersteller Respawn verbannt alle Titanfall-Spieler, die automatische Ziel-Bots einsetzen. Das eingesetzte FairFight-System soll zuverlässig zwischen Fehlern und Betrügern unterscheiden können. Respawn will nicht zulassen, dass eine Minderheit an Betrügern einen negativen Einfluss auf die Mehrheit der Spieler hat.

Sicherheitslücke im Router: BSI ruft Kunden zum Fritz!Box-Update auf

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ruft Fritz!Box-Kunden dazu auf, das am Wochenende veröffentlichte Sicherheitsupdate zu installieren.

Nur jeder fünfte Nutzer installiert Update

Dem BSI nach haben bislang gerade einmal 20 Prozent der Fritzbox-Kunden das kostenlose Update installiert. Warum das Update wichtig ist und wie man es installiert, erklären wir hier.

Am vergangenen Wochenende hatte der Fritz!Box-Hersteller AVM ein kritisches Sicherheitsupdate für zahlreiche Fritzboxen veröffentlicht. In der Woche zuvor war eine Schwachstelle im Fernzugriffs-Dienst MyFRITZ! entdeckt worden, über die Angreifer Zugriff auf die Fritzbox erhalten konnten. Für Geschädigte führte das unter anderem zu stark überhöhten Telefonrechnungen.

Auch Netzbetreiber sollen aktiv werden

Neben AVM und den Fritzbox-Kunden ruft das BSI auch die Netzbetreiber selbst auf, sich an der Verteilung des Updates zu beteiligen. “Das BSI ruft zudem die Provider auf, die ihren Kunden eine Fritz!Box bereitgestellt haben, diesen das von AVM veröffentlichte Update schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen.” Verschiedene Fritz!Box-Modelle werden unter anderem von Kabel Deutschland, Unity Media und 1&1 verwendet.