Update für Internet Explorer, Phishing-Angriff bei Facebook und iTunes in der Cloud

Microsoft hat die Sicherheitslücke im Internet Explorer auch für Windows XP-Nutzer gestopft, ein Phishing-Angriff versucht über Facebook die Login-Daten von Nutzern zu klauen und iTunes in der Cloud gibt es jetzt auch in Deutschland für Filme und Fernsehserien – der Nachrichtenüberblick.

  • Facebook-Phishing: Bei Facebook verbreiten sich gerade Gruppennachrichten, die einen Link auf eine Phishing-Seite verschicken. Die Seiten sehen aus wie ein Facebook-Login und versuchen, die Login-Daten von Nutzern zu klauen.
  • Microsoft stopft Sicherheitslücke: Microsoft hat die am Montag entdeckte Sicherheitslücke im Internet Explorer mit einem Update geschlossen. Die Lücke, die in Version 6 bis 11 des Browsers zu finden ist, schließt der Softwarekonzern auch für Windows XP-Nutzer.
  • Anonymer Facebook-Login: Facebook hat am Mittwochabend auf der Entwicklerkonferenz f8 einen neuen Facebook-Login für Drittanbieter vorgestellt, bei dem Nutzer mehr Kontrolle über die eigene Privatsphäre haben.
  • Popcorn Time ist zurück: Die illegale Anwendung, mit der man Spielfilme über Bittorent direkt ansehen kann, ohne erst auf den fertigen Download zu warten, ist wieder zurück. Nachdem die Entwickler wegen Rechtsstreitigkeiten aufgegeben hatten, haben neue Entwickler das Zepter übernommen und wollen demnächst auch Fernsehserien in das illegale Angebot aufnehmen.
  • iTunes in der Cloud: Der Apple-Cloud-Dienst für Medien, iTunes in der Cloud, funktioniert jetzt auch in Deutschland mit Filmen und Fernsehserien. Einmal im iTunes Store gekaufte Medien stehen so auf jedem mit dem eigenen iTunes-Konto verbundenen Geräten als Download oder Stream zur Verfügung. Das Angebot gab es bislang nur in den USA und anderen ausgewählten Ländern.

Updates

  • Snapchat: Die iPhone– und Android-App, mit der man Fotos und Videos mit Selbstzerstörungsmodus verschickt, bietet jetzt auch einen Service für Kurzmitteilungen im Stil von WhatsApp an. Wie von Snapchat gewohnt, löschen sich die Nachrichten nach dem Lesen von selbst, außer man speichert diese aktiv.

Spiele

Erinnerst du dich an dieses Foto? – Facebook-Phishing-Angriff klaut Passwörter

Eine Phishing-Attacke hat gestern bei Facebook die Passwörter und Login-Daten zahlreicher Nutzer in Deutschland gestohlen. Die Attacke verbreitete sich als Massen-E-Mail im Facebook-Nachrichtendienst und leitete über einen Link im Format http://t.co/1234567890 auf eine gefälschte Facebook-Login-Seite um. Sollten Sie Opfer der Attacke sein, bewahren Sie Ruhe, es gibt eine einfache Lösung.

Sollten Sie eine solche Nachrichten bekommen haben,
nicht auf den Link klicken.

Gefälschte Facebook-Seite

Der Trick, den die Cyberkriminellen genutzt haben, um die Passwörter zu klauen ist denkbar einfach: Die Nachricht appelliert an Freundschaften und gemeinsame Erinnerungen. In den Nachrichten hieß es zum Beispiel: “Erinnerst du dich noch an das Foto vom vergangenen Sommer?” oder “Erinnerst du dich noch an dieses Bild?”. An die Nachricht angehängt findet sich jeweils ein Twitter-Kurzlink im Format http://t.co/1234567890.

Der Link führt allerdings nicht zu einem Bild, sondern einer gefälschten Facebook-Login-Seite, auf der man sich anmelden soll. Diese stammt nicht von Facebook sondern von den Kriminellen selbst. Erkennbar ist dies an der kryptischen URL der Internetseite: http://login.f941244.372487.com/9vkm2mk/index.php ist eine der gefälschten Seiten. Die URL kann sich von Nutzer zu Nutzer jedoch unterscheiden.

Landen Sie auf einer solchen, kryptischen URL, sollten Sie Ihre Anmeldedaten nicht eintippen.

Wie funktioniert die Attacke?

Wie die Attacke begonnen hat, ist bislang nicht klar. Auf einigen Internetseiten wird bereits über einen Virus oder Trojaner spekuliert. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass ein Nutzer irgendwo auf eine Phishing-Attacke hereingefallen ist und die Hacker so an die Login-Daten gekommen sind. Anschließend wurden die Nachrichten mit jedem neuen Opfer an einen größeren Personenkreis versendet.

Was ist Phishing?

Bei einer Phishing-Attacke versuchen Cyberkriminelle Passwörter und Benutzernamen von Nutzern zu klauen. Sie gehen dabei nach einem einfachen Konzept vor, auf das man schnell herein fällt: Man sendet einem Nutzer eine E-Mail oder wie in diesem Fall eine Facebook-Nachricht mit einem Link. Klickt der Nutzer auf den Link, landet dieser auf einer vertraut aussehenden Seite wie der von Facebook oder einer Bank. Dort wird man aufgefordert, sich anzumelden. Meldet man sich an, hat man den Datendieben das eigene Passwort gegeben.

Wie viele Nutzer sind betroffen?

Auf Anfrage bei Facebook haben wir dazu leider keine Antwort erhalten. Das Soziale Netzwerk teilte uns allerdings mit, dass man bereits gestern auf das Problem reagiert habe und der Zugriff auf die gefährlichen Links gesperrt wurde. Nutzer die mittlerweile versuchen einen der Phishing-Links zu öffnen erhalten einen Hinweis, dass der Link aus Sicherheitsgründen gesperrt ist.

Was passiert, wenn auch ich eine solche Nachricht bekommen habe?

Sollten Sie auch eine solche Nachricht erhalten haben, kommt es darauf an, was Sie anschließend gemacht haben. Haben Sie die Nachricht gelesen und ignoriert, sind Sie auf der sicheren Seite. Sollten Sie nur den Link geklickt haben, sind Sie sehr wahrscheinlich auch sicher. Erst wenn Sie auf der Internetseite Ihre Nutzerdaten eingegeben haben, sind Sie definitiv betroffen. Die Lösung ist dann jedoch eine ganz einfache: Ändern Sie möglichst sofort Ihr Facebook-Passwort.

Wichtig: Sollten Sie dasselbe Passwort auch auf anderen Internetseiten benutzt haben, ist es dringend notwendig, das Passwort auch auf den anderen Seiten zu ändern.

Wie sichere ich mich für die Zukunft ab?

Eine große Hilfe gegen Phishing-Attacken sind Passwort-Manager. Diese erstellen nicht nur sichere Passwörter (lesen Sie auch unsere Anleitung zum Erstellen von sicheren Passwörtern.). Ein Passwort-Manager speichert ein Passwort immer im Zusammenhang mit einer Internetadresse. Möchte man das Programm später nutzen, um sich auf einer Internetseite anzumelden, funktioniert dies nur auf der Originalseite, nicht aber auf gefälschten Phishing-Seiten.

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Android Sicherheitslücke: Berechtigung ermöglicht Phishing-Angriff durch Verändern von Verknüpfungen

Eine Android-Sicherheitslücke erlaubt das Verändern von Icons auf dem Homescreen. Angreifer können diese Schwachstelle für Phishing-Attacken ausnutzen, indem sie bereits vorhandene Icons auf Schadsoftware oder präparierte Internetseiten umleiten. Google behebt das Problem mit einem Patch, den das Unternehmen allerdings noch ausliefern muss.

Das Problem sind vermeintlich ungefährliche Berechtigungen

Die Sicherheitsexperten von FireEye haben die Lücke entdeckt. Das Problem liegt in zwei Android-Berechtigungen, die das Verändern der Launcher-Konfiguration erlauben. Android stuft diese lediglich als normal ein, das heißt als vermeintlich ungefährlich. In der Folge kann eine Anwendung diese Berechtigung einfordern, ohne den Nutzer informieren zu müssen.

Durch Zugriff auf die Konfiguration des Launchers kann eine App bestehende Icons modifizieren und auch umleiten. FireEye hat demonstriert, dass eine im Google Play Store erhältliche App die Schwachstelle ausnutzen kann. Ein mögliches Szenario für einen Angriff ist die Weiterleitung auf eine vorbereitete Internetseite, die dann Nutzerdaten abfragt und ausspäht.

Betroffene Versionen und Fehlerbehebung durch Google

Im Test waren unterschiedliche Android-Versionen betroffen, darunter Android 4.3 Jelly Bean und Android 4.4.2 KitKat. Eine vollständige Liste hat FireEye nicht veröffentlicht, es ist aber davon auszugehen, dass die Schwachstelle in vielen Versionen zu finden ist.

Google hat das Problem erkannt und bessert die Sicherheitslücke mit einem Patch aus. Das Unternehmen hat die Lösung bereits an Hardware-Partner und Mobilfunkanbieter verteilt. Allerdings müssen Anwender auf die nächste Aktualisierung des mobilen Betriebssystems warten, um die Neuerung auch zu erhalten. Besitzer eines Nexus-Gerätes erwarten das Update auf Android 4.4.3 in Kürze, das unter anderem weitere Fehlerbehebungen bringen wird.

Was können Anwender tun?

Softonic hat mit dem Sicherheitsexperten Geoff Casely von NQ gesprochen. Zum Schutz von Android-Geräten gibt er folgende Tipps und Ratschläge:

  • Bei der Installation von Apps sollten Anwender darauf achten, welche Icons und Verknüpfungen auf dem Homescreen angelegt werden.
  • Um ganz sicher zu gehen, nicht Opfer einer bösartigen Weiterleitung zu werden, können Nutzer auf Lesezeichen und Favoriten auf dem Homescreen in der Form von Icons verzichten.
  • Umleitungen können auch vermieden werden, indem man eine zu besuchende Internetseite selbst öffnet: Entweder durch das Eintippen der Adresse im Browser, oder durch ein selbst gesetztes Lesezeichen im Browser selbst.
  • Es kommt häufig vor, dass Anwendungen zusätzliche Icons mit Verknüpfungen zu Web-Apps auf dem Homescreen anlegen. Meistens leiten diese einfach auf eine Internetseite mit einer Anzeige weiter, um Werbeeinnahmen zu generieren.
  • Eine mobile Sicherheitsapp kann zusätzlichen Schutz bieten durch das Scannen und Analysieren von Verknüpfungen und Web-Apps auf dem Homescreen.

Update 17.04.2014 11:00 Uhr: Softonic hat den Sicherheitsexperten Geoff Casely von NQ zur beschriebenen Problematik befragt. Eine Zusammenfassung seiner Antwort wurde im Artikel eingefügt.

Downloads

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Quelle: Computerworld

Phishing-E-Mails: Das BSI warnt vor gefälschten Nachrichten

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer Welle von betrügerischen E-Mails. Kriminelle verschicken Nachrichten mit gefälschtem Absender im Namen des BSI und fordern zum Download eines Formulars auf. Wer derartige E-Mails erhält, sollte diese sofort löschen – dahinter steckt eine Phishing-Attacke zum Ausspionieren von Nutzerdaten.

Das echte BSI weist in einer Stellungnahme auf der offiziellen Internetseite darauf hin, dass die beschriebenen Nachrichten oder ähnliche nicht vom BSI selbst stammen.

Die gefälschten E-Mails zählen angebliche Rechtsverstöße auf. Um rechtliche Schritte zu vermeiden, sollen die Empfänger ein Formular herunterladen und ausfüllen.

Der enthaltene Link leitet aber auf eine vorbereitete Internetseite weiter, die das Ausspähen von Nutzerdaten zum Zweck hat. Wer eine solche Nachricht mit dem Betreff “Wichtige Info bezüglich Ihrer IP-Adresse” vom vermeintlichen Absender info@bsi.bund.de erhält, sollte diese ohne Antwort löschen.

BSI: Beispiel einer Phishing-E-Mail mit gefälschtem AbsenderBSI: Beispiel einer Phishing-E-Mail mit gefälschtem Absender

Das BSI rät allen Nutzern, die doch das Formular heruntergeladen haben, ihren Rechner mit einem Virenscanner auf Schadsoftware zu überprüfen. Die Bundesbehörde gibt außerdem allgemeine Informationen zu Phishing-E-Mails. Zuletzt stellte das BSI einen Sicherheitstest zur Verfügung, mit dem Nutzer abfragen können, ob sie vom groß angelegten Fall von Datendiebstahl betroffen sind. Fahnder hatten 18 Millionen gestohlene E-Mail-Konten ausfindig gemacht, drei Millionen davon in Deutschland.

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Quelle / Bild: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Pinterest gehackt: Angreifer benutzen die Plattform zum Ausspähen von Nutzerdaten

Angreifer haben eine unbekannte Zahl von Pinterest-Konten gehackt. Die betroffenen Profile werden mit Bildern zugemüllt. In vielen Fällen teilen die Hacker Butt-Pics, also Fotos, auf denen ein Hintern zu sehen ist. Die Bilder sollen andere Nutzer zum Klicken verleiten und sind Teil einer Phishing-Attacke zum Ausspähen von Zugangsdaten.

Auf Pinterest geteilte Bilder lassen sich mit einem Link verknüpfen. Durch Aufnahmen von Allerwertesten wollen die Angreifer möglichst viele Teilnehmer dazu bewegen, auf das Bild zu klicken und eine vorbereitete Internetseite zu besuchen. Dort versuchen die Urheber, weitere Nutzerdaten wie Zugänge und Passwörter zu anderen Diensten auszuspähen.

Die Methode mit den Fotos von hinten ist die neueste Methode einer Reihe von Phishing-Attacken auf der Plattform Pinterest. Bereits Anfang des Monats hatte das Better Business Bureau vor betrügerischen Pinterest-Posts gewarnt. Angreifer benutzen das soziale Netzwerk auch, um Netflix-Konten zu hacken.

Pinterest bietet eine Funktion, um solche Links zu zweifelhaften Seiten oder betrügerische Inhalte zu melden. Im Falle eines geknackten Kontos sollten Nutzer davon Gebrauch machen und ihr Passwort ändern. Außerdem könnte das Profil auch auf andere sozialen Netzwerken betroffen sein.

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Quelle: TechCrunch | Better Business Bureau

Via: abclocal

GTA V für den PC: Vorsicht vor betrügerischen E-Mails

Fans der Spiele-Serie Grand Theft Auto warten immer noch auf eine PC-Version von GTA V. Von Rockstar Games selbst gibt es so gut wie keine Details. Betrüger machen sich die Erwartungen zunutze und verschicken derzeit wieder E-Mails mit einer Einladung zur exklusiven Beta-Phase. Statt einer Vorab-Version der PC-Version des beliebten Spiels erhalten die Empfänger aber Schadsoftware.

Die betrügerischen E-Mails sind in fehlerhaftem Englisch verfasst und erwähnen eine Einladung als Beta-Tester für GTA V für Windows. Mehrere Links mit slovakischen Beschreibungen verweisen auf externe Seiten, die versuchen, den Besucher auszuspähen oder hereinzulegen.

GTA V E-Mail-Betrug

Die eigentliche Gefahr ist aber die angehängte ZIP-Datei, die eine Anwendung mit dem Namen Your promo code in app rockstargames.com enthält. Die Bezeichnung soll einen Link vortäuschen, beim Klicken darauf wird aber eine sogenannte Backdoor-Anwendung gestartet. Dadurch können die Anwender Zugriff auf den Rechner und Nutzerdaten erlangen.

Die Nachrichten sind leicht als solche zu erkennen, trotzdem ist aufgrund des E-Mail-Anhangs Vorsicht geboten. Erst am Montag warnte Symantec vor einer ausgeklügelten Phishing-Attacke auf Google-Konten.

Von Rockstar Games gibt es keine Informationen bezüglich einer PC-Version von Grand Theft Auto V.

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Phishing-Attacke mit Google Drive stiehlt Google-Konten

Symantec warnt vor einem neuen, besonders raffinierten Phishing-Angriff auf Google-Konten. Die Betrüger haben es auf Nutzer von Google Drive abgesehen. Eine E-Mail führt zu einer gefälschten Seite, die den Besucher zur Eingabe von E-Mail-Adresse und Passwort verleiten soll.

Die versendete E-Mail trägt die Betreffzeile “Documents” und fordert den Empfänger auf, sich ein wichtiges Dokument unter dem beigefügten Link anzuschauen. Dieser verweist tatsächlich auf einen Google-Server, die angezeigte Seite ist aber eine Fälschung.Phishing-Angriff auf Google Docs

Die Betrüger haben in Google Drive einen öffentlich zugänglichen Ordner angelegt. Dessen Adresse sieht unverdächtig aus und wird sogar über SSL verschlüsselt. Die geladene Seite stellt die Anmeldung bei Google Drive nach. Die Eingabe von Benutzername und Passwort lädt auch tatsächlich ein Dokument, die Daten werden aber an einen Server der Angreifer gesendet. Diese erhalten dadurch Zugriff auf alle Google Dienste des Nutzers, auch GMail und Google Play, wo eventuell Kreditkartendetails hinterlegt sind.

Aus diesem Grund sind Google-Konten ein lohnendes Ziel für Phishing-Attacken. Beim Öffnen von E-Mails mit unbekanntem Absender ist immer Vorsicht geboten. Vor Eingabe von Nutzerdaten sollte man genau hinsehen, ob die abfragende Seite wirklich echt ist.

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Quelle: Symantec