Große Dateien verschicken mit WeTransfer

Wenn es an das Verschicken großer Dateien geht, gerät man bei Freemail-Anbietern schnell an die Grenzen. Bei 25 Megabyte ist meistens Schluss. Mit WeTransfer verschickt man kostenlos, schnell und ohne Registrierung bis zu zwei Gigabyte Daten an maximal 20 Empfänger. Alternativ teilt man die Dateien über einen Link. Die Daten stehen eine Woche zum Download bereit. So funktioniert es:

1. WeTransfer starten

Rufen Sie die Webseite von WeTransfer auf.

wetransfer-Startseite
Die Oberfläche von WeTransfer ist schlicht.

2. Dateien auswählen

Klicken Sie auf Dateien hinzufügen. Daraufhin öffnet sich ein Explorer-Fenster. Wählen Sie die Dateien aus, die Sie senden möchten. Achten Sie darauf, dass die Größe aller Dateien zusammen zwei Gigabyte nicht überschreitet.

Möchten Sie eine Datei doch nicht hochladen, bewegen Sie die Maus auf die Datei und klicken Sie auf das erscheinende Kreuz.

wetransfer datei  löschenZu viele hinzugefügte Dateien löscht man einfach wieder.

3. Per Mail oder Link teilen

Sie können WeTransfer-Dateien entweder über einen kryptisch generierten Download-Link oder per E-Mail teilen. Klicken Sie auf das Teilen-Symbol mit den drei verbundenen Punkten, um den Weg zu wählen.

wetransfer-übertragung-link-mail
Teilen der Daten per Link (links) oder Mail (rechts).

Möchten Sie die Dateien per Mail teilen, geben Sie die Adressen von bis zu 20 Empfängern ein. Mehrere E-Mail-Adressen trennen Sie per Leerzeichen. Geben Sie außerdem Ihre eigene E-Mail-Adresse ein und auf Wunsch eine Nachricht an die Empfänger in das Feld Deine Nachricht.

Die Dateien lassen sich zudem über einen Link hervorragend mit vielen Menschen teilen. Diesen Link können Sie beispielsweise auf Facebook posten, per Twitter versenden, in einem Blog veröffentlichen oder in einem Newsletter verschicken. Aber denken Sie daran: Nach einer Woche löscht WeTransfer die Daten.

4. Übertragung starten

Klicken Sie auf Übertragung. WeTransfer startet den Upload. Während der Übertragung wird der Fortschritt in Prozent und tatsächlicher Datenmenge stets aktualisiert.

wetransfer_übertragung
Übertragung der Daten und Erfolgsmeldung.

5. Dateien abholen

Haben Sie die Übertragung per Mail gewählt, erhalten die Empfänger nach erfolgreichem Upload eine E-Mail mit einem personalisierten Download-Link. Die Dateien stehen auf dem WeTransfer-Server eine Woche zum Download bereit. Sobald der Empfänger die Datei(en) heruntergeladen hat, wird der Absender benachrichtigt.

wetransfer_mailMail-Nachricht an den Empfänger.

Teilen Sie die Dateien jedoch über einen Link, müssen Sie den Link selbst kopieren und den Empfängern auf dem gewünschten Weg zukommen lassen.

wetransfer_link_teilen
Den kryptischen Link kann man über alle denkbaren Wege teilen.

Der Empfänger fügt den Link im Browser ein und startet mit einem Klick auf Herunterladen. In beiden Fällen bekommen Sie die Dateien als ZIP-Archiv auf den Rechner. Zum Entpacken benutzt man ein Programm wie beispielsweise 7-Zip oder WinRAR.

Unkompliziert große Datenmengen teilen

Mit WeTransfer stellen Sie große Datenmengen bequem und einfach entweder einzelnen Personen oder einer offenen Gruppe zu Verfügung. Nach einer Woche werden die Daten automatisch gelöscht, man muss sich also um nichts mehr kümmern. Einfacher geht’s kaum.

Der Autorin Mareike Erlmann auf Twitter folgen.

Dieser Artikel wurde erstmals am 5.7.2012 veröffentlicht und am 20.11.2014 aktualisiert.

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Beim Einsatz einer Vorab-Version von Mac OS X Yosemite ist doppelt Vorsicht geboten: Nach dem Verschwinden der iCloud-Daten synchronisieren sich die Geräte und OS X löscht die Dateien ebenfalls auf dem Desktop-Rechner.

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Seit Windows 8 ist OneDrive (früher SkyDrive) fester Bestandteil des Systems. Auch wenn Sie lieber Dropbox oder Google Drive nutzen, zwingt Microsoft Ihnen den eigenen Cloudspeicher quasi auf. Mit einer versteckten Einstellung können Sie OneDrive aber ganz leicht entfernen.

Windows nutzt OneDrive als Standardspeicherort in vielen Anwendungen. Wenn Sie lieber einen anderen Dienst nutzen, können Sie OneDrive komplett deaktivieren.

1. Editor für Gruppenrichtlinien starten

Tippen Sie auf dem Startbildschirm gpedit ein und klicken Sie den gefundenen Suchtreffer an. Dies öffnet den Editor für die Windows-Gruppenrichtlinien.

2. Einstellung für OneDrive öffnen

Wechseln Sie im linken Teilfenster zum Ordner Computer Configuration > Administrative Templates > Windows Components > OneDrive. Klicken Sie anschließend im rechten Teilfenster doppelt auf den Eintrag Prevent the usage of OneDrive for file storage.

3. OneDrive deaktivieren

Es öffnet sich ein Dialogfenster, in dem Sie OneDrive abschalten können. Klicken Sie hier auf enabled. Nach einem Klick auf OK oder Übernehmen wird OneDrive umgehend entfernt.

OneDrive taucht jetzt weder in der Seitenleiste noch als Tray-Symbol in der Windows Taskleiste auf.

Um OneDrive wieder zu aktivieren, machen Sie die beschriebene Änderung einfach wieder rückgängig.

Sie suchen weitere Tipps rund um Windows? Schauen Sie sich unsere Tricks und Tutorials rund um Windows an.

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iCloud Drive: Windows-Anwender können das Online-Backup bereits nutzen

Zusammen mit iOS 8 hat Apple auch iCloud Drive gestartet. Unter Windows lässt sich diese Möglichkeit zur Online-Datensicherung bereits nutzen, während Mac-Anwender auf die Veröffentlichung von OS X Yosemite warten müssen.

Mit iCloud Drive hat Apple den Online-Speicher iCloud um die automatische Synchronisation von Dokumenten und Inhalten im Stil von Dropbox erweitert. Nach einem Update der iCloud-Anwendung für Windows ist diese bereits mit iCloud Drive kompatibel und iOS 8-Geräte lassen sich mit Windows synchronisieren.

Nutzer können ihre Fotos sichern und die Safari-Lesezeichen mit Internet Explorer, Firefox und Chrome auf dem Desktop-Rechner abgleichen. Mit Microsoft Outlook 2007 oder einer neueren Version ist sogar die Synchronisation von E-Mails, Kontakten und Kalenderdaten möglich. Die Übertragung von in iCloud Keychain gespeicherten Passwörtern steht allerdings nicht zur Verfügung, ebenso fehlt die Funktion Mein iPhone finden.iCloud Drive: Windows-Anwender können das Online-Backup bereits nutzen

Für den Mac ist die iCloud Drive-Synchronisation Teil des neuen Betriebssystems OS X 10.10 Yosemite, das Apple noch nicht veröffentlicht hat. Nutzer von iOS 8 können iCloud Drive für ihre mobilen Geräte bereits aktivieren, schließen dann aber ihren Mac-Rechner von der iCloud aus. Es empfiehlt sich daher, auf die neue Version des Betriebssystems zu warten.

Apple hat iCloud Drive für Windows erstmals auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2014 angekündigt und Anfang September eine Beta-Version zur Verfügung gestellt. Mac OS X Yosemite ist für Herbst 2014 angekündigt, einen genauen Termin hat das Unternehmen aber noch nicht bekannt gegeben.

Quelle: Apple

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Heute ist der Starttermin für iOS 8. Zusammen mit der Vorstellung des iPhone 6 und iPhone 6 Plus hat Apple iOS 8 für kompatible Geräte angekündigt. Die Aktualisierung des mobilen Betriebssystems ist kostenlos erhältlich über die Update-Funktion in den Einstellungen des Systems.

Noch nicht alle Funktionen verfügbar

Zum Start von iOS 8 stehen aber noch nicht alle angekündigten Funktionen des neuen Betriebssystems zur Verfügung. Der SMS-Versand von anderen Geräten aus funktioniert erst im Oktober, andere Funktionen wie die Bibliothek von iCloud-Fotos bleiben in der Beta-Phase. Die Anbindung an OS X Yosemite ist ebenfalls noch nicht möglich, da Apple das neue Desktop-Betriebssystem noch nicht veröffentlicht hat.

Online-Backup iCloud Drive funktioniert nur mit OS X Yosemite

Mit iCloud Drive bietet Apple die Synchronisation von Dateien und Inhalten von Mac, iOS und sogar Windows mit dem Cloudspeicher iCloud. Mit dem Update auf iOS 8 können Nutzer diese Option bereits aktivieren, allerdings funktioniert iCloud Drive nur mit Geräten, auf denen iOS 8 oder Mac OS X Yosemite installiert ist. Bis zur Verfügbarkeit des Desktops-Betriebssystems lässt sich das iCloud-Upgrade auch überspringen.iOS 8: Apple veröffentlicht heute das Update auf die neue Version des mobilen Betriebssystems

Start in Deutschland am 17. Spetember 2014 um 19.00 Uhr

In Deutschland veröffentlicht Apple das Update auf iOS 8 am 17. September 2014 um 19.00 Uhr. Wegen der großen Nachfrage kann es zu einer entsprechenden Auslastung der Apple-Server und Wartezeiten kommen. Die neue Version des mobilen Betriebssytems ist kompatibel mit dem iPhone ab der Version 4s, mit dem iPad ab der Version 2 und mit allen Ausgaben des iPad mini. Wir haben die neuen Funktionen zusammengefasst und bieten eine Übersicht über die Anbindung an OS X Yosemite sowie eine Installationsanleitung für iPhone und iPad.iOS 8: Apple veröffentlicht heute das Update auf die neue Version des mobilen Betriebssystems

Quelle / Bilder: Redmond Pie | Realmac

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iCloud: Apple verschickt E-Mail-Benachrichtigungen bei iCloud-Zugriff aus dem Browser

Nach dem Datendiebstahl-Debakel rund um Apples Cloudspeicher iCloud hat das Unternehmen Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit angekündigt. Mit E-Mail-Benachrichtigungen, die über den Cloud-Zugriff von einem Browser aus informieren, geht Apple jetzt den ersten Schritt.

Es handelt sich nur um eine kleine Verbesserung, die Angriffe auf iCloud- und Apple ID-Konten nicht verhindern kann. Die E-Mail-Benachrichtigungen setzen iCloud-Nutzer aber über den Zugriff von einem Web-Browser aus in Kenntnis. So sollen sich unerlaubte Zugänge schneller identifizieren lassen. Die Benachrichtigung erfolgt selbst dann, wenn Nutzer den verwendeten Browser in der Vergangenheit bereits autorisiert haben. Die Maßnahme ist allerdings eine einmalige Nachricht, die Apple für die identische Kombination aus Rechner und Browser nicht wiederholt.

Die verschickten E-Mails ähneln den Sicherheitswarnungen von Facebook, enthalten aber keine detaillierten Informationen zu IP-Adresse und Browser. Zu den kommenden Maßnahmen zählen weitere Benachrichtigungen über Passwort-Änderungen, das Zurücksetzen des mit dem Apple-Konto verknüpften Gerätes sowie die Anmeldung von einem neuen Gerät aus.

Quelle: MacRumors

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iCloud: Apple kündigt Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen an

Apple-Chef Tim Cook hat Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit von Apples Cloudspeicher iCloud angekündigt. Nutzer sollen in Zukunft Benachrichtigungen bei Aktivität erhalten, um unerlaubten Zugriff festzustellen. Beim jüngsten Fall von Datendiebstahl haben die Angreifer dieselbe Software verwendet, mit der auch die Ermittlungsbehörde FBI und der Geheimdienst CIA auf iCloud-Konten zugreifen.

Apple kündigt Verbesserung der iCloud-Sicherheit an

Nach dem Hack von Apple-Konten mehrerer Prominenter mit anschließendem Datendiebstahl aus Apples Cloudspeicher iCloud hat das Unternehmen eine Stellungnahme veröffentlicht und eine generelle Sicherheitslücke des Angebots ausgeschlossen. In einem Interview mit dem Wall Street Journal hat Apple-Chef Tim Cook erweiterte Sicherheitsvorkehrungen für die kommenden zwei Wochen angekündigt.

In Zukunft sollen iCloud-Nutzer E-Mail- und Push-Benachrichtigungen erhalten beim Versuch einer Passwortänderung oder Datenwiederherstellung. Auch das Hinzufügen eines neuen Gerätes zum Nutzerkonto ist mit einer Warnung verbunden, so dass Anwender reagieren können. Auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung will Apple stärker einbinden und bewerben. Mit dem Erscheinen von iOS 8 ist die Zweistufige Bestätigung auch beim iCloud-Zugriff von mobilen Geräten aus möglich.

Hacker haben dieselbe Software wie FBI und CIA benutzt

Beim Datendiebstahl der Fotos von Prominenten haben die Angreifer wahrscheinlich eine Software verwendet, die Geheimdienste und Ermittlungsbehörden einsetzen: Phone Password Breaker von Elcomsoft. Softonic hat mit dem Chef von Elcomsoft, Vladimir Katalov, in einem Telefoninterview gesprochen.

Es ist ein zweischneidiges Schwert, das sowohl für Gutes als auch Schlechtes eingesetzt werden kann.

So Katalov über die eigene Software. Die russische Firma Elcomsoft hat sich auf Computer-Forensik spezialisiert. Wie Business Insider berichtet, haben die Täter des iCloud-Datendiebstahls Phone Password Breaker verwendet, um Fotos von Prominenten wie Jennifer Lawrence, Kirsten Dunst, and Kate Upton zu erbeuten.

Phone Password Breaker ahmt ein Gerät nach, um auf das zugehörige Cloud-Backup des Smartphones oder Tablets zugreifen zu können. Dazu sind im iCloud-Fall Apple-ID und Passwort nötig, welche die Angreifer aller Wahrscheinlichkeit automatisiert ausprobieren konnten oder durch Phishing und das Beantworten der Sicherheitsfragen herausgefunden haben. Der eigentliche Kontobesitzer erhält derzeit keine Nachricht über einen Zugriff von Phone Password Breaker.

Vladimir Katalov betont, dass die Software für Regierungen und Ermittlungsbehörden gedacht ist, auch wenn sie anfänglich als Anwendersoftware entwickelt wurde. Rund 75 Prozent aller verkauften Elcomsoft-Produkte gehen aber nicht an Privatanwender. Insgesamt bietet das Unternehmen um die 25 Programme zum Thema Computer-Forensik an.

Katalov stellt den Nutzen für Anwender in den Vordergrund. Für ihn überwiegen die Vorteile von Phone Password Breaker und anderen Anwendungen seines Unternehmens. Die Software ist für jeden käuflich erwerblich, zusätzlich findet eine illegale Verbreitung statt.

Phone Password Breaker von Elcomsoft an sich ist aber nicht illegal. Die Anwendung gibt es bereits seit zwei Jahren und nutzt keine Schwachstelle in Apples Angebot aus. Apple überträgt und speichert iCloud-Daten verschlüsselt. Die eigentliche Angriffsfläche ist der reine Schutz mit Apple-ID und Passwort ohne Zwei-Faktor-Authentifizierung. Die Windows-Software iCloud Control Panel erfordert ebenfalls keine Zweistufige Bestätigung.iCloud Control Panel for Windows screenshot

Apple arbeitet momentan mit dem FBI zusammen, um den Fall von iCloud-Datendiebstahl aufzuklären. Über eine mögliche Rolle der Elcomsoft-Anwendung zeigte sich Vladimir Katalov nicht erfreut, wies aber darauf hin, dass Phone Password Breaker nicht die einzige Software dieser Art ist und den Tätern noch diverse weitere Optionen zur Verfügung standen.

Quelle: Wall Street Journal

Titelbild-Hintergrund: leolintang via Flickr

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Eine Sicherheitslücke erlaubt es, die Zweistufige Bestätigung beim Zugriff auf Apples Cloudspeicher iCloud zu umgehen. Mit der offiziellen Anwendung iCloud Control Panel ist es unter Windows möglich, private Daten aus der Cloud abzurufen. Dazu ist nur die Eingabe von Apple-ID und Passwort nötig, der zusätzliche Schutz einer Zwei-Faktor-Authentifizierung fällt weg.

Mit iCloud Control Panel bietet Apple auch für Windows-Rechnern die Synchronisation von E-Mail, Kontakten, Kalenderdaten und Browser-Lesezeichen sowie Downloads und Fotos von verknüpften iOS-Geräten. Die Zweistufige Bestätigung ist Apples Version einer Zwei-Faktor-Authentifizierung, bei der zusätzlich zu Apple-ID und Passwort noch die Eingabe einer per SMS verschickten PIN erforderlich ist. Im Gegensatz zu anderen Apple-Angeboten wie App-Käufen ist die Anwendung iCloud Control Panel aber nicht durch diese Maßnahme geschützt.iCloud-Sicherheitslücke: Zweistufige Bestätigung lässt sich unter Windows umgehen

Anwender, welche die Zweistufige Bestätigung von Apple nutzen, dürfen eigentlich erwarten, dass die Schutzmaßnahme auch unter Windows funktioniert. Die bestehende Lücke in Zusammenhang mit iCloud Control Panel ist ein schwerwiegendes Versehen von Apple und sollte dringend behoben werden.

Trotzdem empfehlen wir die Verwendung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung, da das Verfahren grundsätzlich mehr Sicherheit bietet als die reine Kombination aus Nutzername und Passwort, ob es sich jetzt um Google-Dienste, ein E-Mail-Konto oder einen Cloudspeicher-Anbieter handelt. Wir haben weitere Hinweise zum Passwort- und Datenschutz zusammengefasst.

Quelle / Bild: TUAW

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