YouTube-Sperre in der Türkei: Google geht vor Gericht, Ministerpräsident Erdoğan beharrt auf Internet-Blockade

Google geht gegen die Sperre des Videoportals YouTube in der Türkei vor. Das Unternehmen hat beim türkischen Verfassungsgericht Beschwerde eingereicht. Außerdem klagt Google seinerseits vor dem Verwaltungsgericht in Ankara gegen die Blockade. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan beharrt auf den Sperren von YouTube und Twitter.

Internet-Sperren in der Türkei

Die Telekommunikationsbehörde hatte YouTube am 27. März 2014 gesperrt. Das Verwaltungsgericht in Ankara hat zwar gegen eine Blockade des Kurznachrichtendienstes Twitter entschieden. Im Falle von YouTube wurde die Sperre aber nach einer Aufhebung am 5. April 2014 wieder eingesetzt. Ein Google-Sprecher gab keine Stellungnahme dazu ab und sagte nur, das Urteil sei natürlich sehr enttäuschend. Nach dem Erfolg von Twitter könnte sich aber auch Google vor Gericht durchsetzen. Beide Unternehmen werden in der Sache vom selben Anwalt vertreten. Inzwischen können türkische Nutzer wieder alternative DNS-Server nutzen, um die Sperre zu umgehen. Diese waren zunächst ebenfalls geblockt worden. Eine entsprechende Stellungnahme von den Providern oder der Regierung steht noch aus.

Erdoğan beharrt auf Internet-Sperren

Inzwischen hat der türkische Ministerpräsident Erdoğan das Urteil des Verfassungsgerichts zugunsten von Twitter kritisiert. Er hält an den Internet-Sperren für beide Dienste fest. “YouTube und Twitter müssen sich an türkische Gesetze halten”, sagte er. Es ginge nicht darum, gegen Freiheiten vorzugehen, sondern “gegen Hass und Rassismus im Gewand der Meinungsfreiheit.” Oppositionelle beschuldigen den Ministerpräsidenten der Korruption und wollen dies mit Dokumenten belegen, die sie über soziale Medien verbreiten. Erdoğans Stellvertreter spricht sich ebenfalls für ein Aufrechterhalten der Blockade aus. Die Rechte von Twitter und YouTube dürften nicht über die persönlichen Rechte der Türken gestellt werden, sagte er.

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Quelle: Hürriyet Daily News | Twitter | Der Spiegel | Engadget

Bild: @ZAGNOS_PASA auf Twitter

Visitenkarten einscannen mit dem iPhone: Abbyy, FullContact und Evernote im Vergleich

Ein typisches Problem nach Messen oder Konferenzen sind Visitenkarten. In der heutigen Welt verwalten viele, wie ich auch, Kontakte auf dem Smartphone. Aber trotz moderner Alternativen zu Visitenkarten wie MoID aus München gehört die Papierkarte im Geschäftsalltag dazu. Zurück im Büro beginnt dann das Abtippen: Eine lästige und zeitaufwendige Sache.

Abbyy Business Card Reader (Download) und FullContact Card Reader (Download) sind Apps für das iPhone, mit denen man Visitenkarten direkt auf dem Smartphone digitalisieren kann – ohne abtippen. Ich habe die beiden Spezialisten mit dem Allround-Talent Evernote (Download) verglichen.

Der Testaufbau

In meinem Test habe ich diverse Visitenkarten, darunter farbige und schwarzweiße, Visitenkarten mit Hintergrundbild, Visitenkarten mit mehren Adressen und auch Karten im Hochkantformat mit dem iPhone abfotografiert.

Die Apps erhielten für jede erkannte Information wie eine Adresse oder Telefonnummer einen Punkt. Haben die Apps eine Information falsch erkannt, zum Beispiel einen Ort als Teil der Straße oder eine Information gar nicht beachtet, gab es einen Punkt Abzug.

Evernote erkennt häufig nur wenige Daten richtig.

Was können Abbyy, FullContact und Evernote?

Die Alleskönner-App Evernote ist eigentlich eine Notizbuch-App, die nebenbei auch Visitenkarten einscannt. Der Funktionsumfang ist sehr rudimentär und richtet sich an Durchschnittsnutzer.

Anders sieht es bei Abbyy und FullContact aus. Beide Apps dienen ausschließlich der Digitalisierung von Visitenkarten und machen einen guten Job.

Manpower gegen Texterkennung

Abbyy Business Card Reader setzt, wie Evernote, auf eine computergestützte Texterkennung (OCR). Abbyy baut hier auf langjährige Erfahrung, die das Unternehmen mit Abbyy FineReader (Download für Windows / Mac) gesammelt hat.

FullContact Card Reader setzt auf echte Menschen. Eine abfotografierte Visitenkarte sendet man somit an FullContact, wo Angestellte die Visitenkarten abtippen. Das Unternehmen verspricht deshalb 100-prozentige Richtigkeit der übertragenen Daten.

Abbyy FullContact Evernote
OCR Texterkennung
manuelle Texterkennung
speichert in das Adressbuch&nbsp&nbsp&nbsp nein
Adressfelder erweitern ✔ (beliebig)&nbsp&nbsp&nbsp ✔ (begrenzt)&nbsp&nbsp&nbsp nein

FullContact verschlampt Adressen

Überraschenderweise erreichte FullContact trotz Menschen-gestützter Texterkennung in meinem Test lediglich den gleichen Durchschnittswert wie Abbyy Business Card Reader. Beide Apps kamen auf 4,31 Punkte. Evernote erreichte magere 1,23 Punkte.

FullContact spielte seine Stärken bei der Richtigkeit der Informationen aus. Nicht einen Tipp- oder Erkennungsfehler konnten wir ausmachen. Dafür war die Qualität der erkannten Daten sehr gemischt. Quasi willkürlich tippten die FullContact-Mitarbeiter neben Telefonnummer und E-Mail-Adresse mal die Postanschrift mit ab, und mal nicht. Regelmäßig mussten wir am Ende selbst Hand anlegen um die digitale Visitenkarte zu vervollständigen.

Abbyy und FullContact im Direktvergleich.Überarbeitet man Informationen nachträglich, zeigt Abbyy den passenden Bildabschnitt an, FullContact nicht.

Hier konnte Abby Business Card Reader punkten. Abgesehen von gelegentlichen Schwächen bei der Texterkennung, erkannte Abbyy nahezu alle Felder immer richtig. Felder lassen sich zudem beliebig erweitern. Ein weiterer Punkt, in dem FullContact mit starr vorgegebenen Strukturen schwächelt.

Positiv bemerkbar machte sich bei Abbyy Business Card Reader zudem die vorgesehene Korrektur der Informationen. Kontrolliert man die eingescannten Daten, erscheint unter dem Textfeld der passende Ausschnitt der fotografierten Visitenkarte.

Evernote schwächelte in beiden Punkten. Die Notizbuch-App erkannte neben der Firma und dem Namen meist nur die Telefonnummer und auch hier nicht immer alles richtig. Darüber hinaus kann man lediglich eine Adresse hinzufügen. Weitere Felder sind in Evernote nicht vorgesehen. Visitenkarten in Evernote sollte man daher nur einscannen, wenn man eine Notiz damit erweitert und nicht um Kontakt zu verwalten.

Allgemeiner Tipp: Die Texterkennung funktioniert in allen Apps bei gut ausgeleuchteten Fotos am besten.

Abbyy gewinnt durch konsequente Qualität

Auch wenn die gelegentliche Verbesserung von falsch erkannten Buchstaben lästig ist, bietet Abbyy Business Card Reader das beste Nutzererlebnis. Nahezu alle Felder, von der E-Mail-Adresse, der Postadresse bis hin zum antiquierten Telefax erkannte die App in der Regel mühelos und ohne größere Fehler.

Gleichzeitig speichert die App den Scan der Visitenkarten neben den digitalen Daten ab. Sollte man zu einem späterem Zeitpunkt einen Fehler in den Daten entdecken, kann man diese nachträglich verbessern.

Als Nutzer hat man so das Gefühl, dass man sich auf die App verlassen kann. Dieser Eindruck stellt sich bei den willkürlich fehlenden Daten bei FullContact und Evernote nicht ein. Dass bei FullContact die eingescannten Daten zudem an ein uns nicht bekanntes Service-Center verschickt werden, setzt großes Vertrauen in den Anbieter voraus.

Preise

Abbyy Business Card Reader kostet im App Store für iPhone, iPad und iPod touch einmalig 4,49 Euro und speichert die Visitenkarten direkt im Adressbuch ab. Die App ist ein Muss für jeden, der viele Visitenkarten digitalisieren will.

FullContact Card Reader ist kostenlos und erkennt 20 Visitenkarten kostenfrei. Anschließend bezahlt man 8,99 Dollar für 100 Visitenkarten im Monat oder 89,99 Dollar für 1.200 Karten im Jahr, eine Gebühr, die sich wegen der Unvollständigkeit der Daten am Ende meiner Meinung nach nicht auszahlt.

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Virus Shield: Mit Abzocke statt Virenschutz hatte die Android-App Erfolg

Die kostenpflichtige Android-App Virus Shield hat es innerhalb kürzester Zeit an die Spitze der Charts im Google Play Store geschafft. Allerdings handelte es sich bei der Anwendung nicht wie angegeben um einen Virenscanner. Virus Shield zockt Nutzer ab und bietet keinen Schutz vor Viren oder Schadsoftware. Google hat die App aus dem Play Store entfernt, die Entwickler wollen die Beträge zurückerstatten.

Android Police hat den Quellcode der App analysiert und festgestellt, dass es sich bei Virus Shield um einen Betrug handelt. Die App verspricht 1-Klick-Schutz vor Viren und Malware, Datenschutz und minimalen Akkuverbrauch. Die Anwendung täuscht all diese Funktionen aber nur vor. Statt das Smartphone wirklich zu überprüfen zeigte sie nur ein Bild an, als ob alles in Ordnung sei.Virus Shield X und Haken

Google hat Virus Shield inzwischen aus dem Play Store entfernt. Allerdings erzielte die Anwendung in nur zwei Wochen mehr als 10.000 Installationen bei einem Preis von 3,99 US-Dollar beziehungsweise Euro. Die Entwickler wollen die Einnahmen zurückerstatten. Nach eigener Aussage haben die Hersteller versehentlich eine frühe Version ohne Funktionalität im Play Store angeboten. Als Entschädung überlegen die Entwickler, die Vollversion kostenlos verfügbar zu machen.

Google überprüft jede App, bevor sie im Play Store angeboten wird. Zusätzlich scannen die Google Play-Dienste von Android installierte Apps fortlaufend im Hintergrund. Allerdings kann diese Überprüfung nur Schadsoftware finden. Virus Shield stellt keine Gefahr oder Schaden für das System dar. Der Schaden findet sich lediglich im Geldbeutel des geprellten Nutzers, der eine bezahlte Funktion nicht erhält.

Update 11.04.2014 12:00 Uhr: Wir haben die Information zur Stellungnahme der Entwickler von Virus Shield zum Artikel hinzugefügt.

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Quelle: Artem Russakovskii auf Google+ | The Guardian

Via / Bild: Android Police

Goodgame Empire: Rubine und Rohstoffe schnell bekommen

Goodgame Empire macht den Spieler zum Burgherren. Wie echte Herrscher kämpft man in dem Browserspiel dabei nicht nur mit widerwärtigen Feinden, sondern auch mit immerklammen Kassen. Wir geben acht Tipps, wie man für genügen Rohstoffe und vor allem Rubine sorgt.

Wie hat Goodgame Empire im Test abgeschnitten? Hier geht es zu unserem Testbericht.

So kommt man an Rubine:

1. Quests bringen Bares

Am schnellsten kommt man über Quests an Rohstoffe. Rettet man etwa eine hochnäsige Dame vor Raubrittern, dann winken dafür satte Erfahrungspunkte, Rohstoffe und Zoff in der Burg. Für bestimmte Aufgaben bekommt man außerdem die begehrten Rubine.

Aber Achtung: Nahrung, wichtig für die Truppen, springt bei den Quests eher selten heraus.

Erfüllte Quests bringen Bares

2. Täglich einloggen

Einfache Beute gibt es außerdem für das tägliche Einloggen: Mit ein bisschen Glück zieht man schon anfangs Rubine, ansonsten bekommt man für regelmäßiges Einloggen nach einer Woche die roten Steinchen.

Täglich einloggen liefert sogar Rubine

3. Raubritterburgen überfallen

Raubritter bringen anfangs leichte Siege und zuverlässig Rohstoffe. Später sollte man zuerst Spione losschicken, um nicht die eigenen Truppen aufs Spiel zu setzen. Ein Überfall lohnt sich nämlich nur, wenn die eigenen Verluste nicht hoch sind. Viel Erfahrung oder Rubine sollte man nicht erwarten, einige gibt es trotzdem immer wieder.

Ganz sicher geht man, wenn man zuerst diesen Kampfrechner benutzt: Das Tool gibt genau an, wie man den Angriff ohne Verluste übersteht.

Überfallene Raubritterburgen bringen manchmal sogar Rubine

4. Rubine sparsam einsetzen

Die roten Klunker sind übrigens selten – deshalb sollte man die Edelsteine auch sorgsam einsetzen. Am besten man baut damit Gebäude, die es nur für Rubine gibt: Anfangs lohnt sich der Baukran. Mit einem zweiten Bauslot geht der Ausbau der Stadt viel schneller voran, bis man 4990 Rubine sammelt, dauert es aber auch eine Weile.

Rubine sinnvoll einsetzenSo gibt es Rohstoffe und Gold

1. Tägliche Aufgaben erledigen

Die täglichen Aufgaben findet man im gleichen Menü wie die Quests. Viele Aufgaben erledigt man automatisch, andere kosten nicht viel Mühe, bringen aber schnell Belohnungen. Schreibt man zum Beispiel eine Nachricht im Chat, gibt es schon fünf Punkte. Günstig lassen sich Punkte auch durch das Ausspionieren sammeln oder man klickt fleißig auf die Rohstoffe über den Köpfen von Bürgern. Die Belohnung gibt es im Menü Liste der täglichen Aufgaben.

Tägliche Aufgaben bringen Rohstoffe2. Vorsicht mit der Nahrung

Ein Heer ausbilden oder Söldner kaufen ist eine Sache, die Truppen versorgen eine andere. Gerade anfangs ist die Versuchung groß, zu viele Truppen anzusammeln. Sobald man dann länger offline ist, geht die Nahrung aus und die Truppen desertieren. Verhindern lässt sich das Schlamassel, indem man die Truppen nur gemächlich ausbaut. Ist man online, schickt man die Männer fleißig in den Kampf gegen Raubritter – die bringen sichere Siege und gleichmäßig Rohstoffe.

Nahrungsreserven beachten3. Rohstofflieferanten früh ausbauen

Außerdem baut man am Besten schon früh mindesten vier bis sechs Farmhäuser und spendiert ihnen die verfügbaren Updates. Mindestens zwei Steinbrüche und Holzfäller sorgen für genügend Baumaterial für den Anfang. Später helfen vor allem Bäckerei und Mühle die vielen Münder zu stopfen. Eine Übersicht zu allen Gebäuden und ihren Funktionen gibt es bei Browsergames.de.

Nahrungsquellen früh aufbauen

4. Die ersten sieben Tage niemanden angreifen

Als Neuling besitzt man einen Anfängerschutz: während der ersten sieben Tage kann man von keinem anderen Spieler angegriffen werden. Das gilt allerdings nicht, wenn man selbst angreift, dann wird der Schutz hinfällig. Also: Zuerst Rohstoffe scheffeln, Truppen und Gebäude ausbauen. Danach gibt es immer noch genug zu tun.

Mehr Tipps und Tricks zu Goodgame Empire:

Auge auf das Forum und die Facebook-Fanpage

Hin und wieder gibt es Aktionen von den Entwicklern bei Goodgame Studios – letzten Dezember etwa gab es nette Überraschungen wie Gutscheine. Um keine Aktion und Rubine zu verpassen, wirft man immer wieder mal einen Blick auf das Forum und die Facebook-Fanpage.

Wiki und Empireguide für alle Infos

Für ausführlichere Infos und detailliertere Angaben gibt es eine ausführliche Wiki auf Englisch und auch eine auf Deutsch. Außerdem lohnt sich ein Blick in den Empireguide – übersichtlich und leicht zu lesen.

Wie kommt ihr an Rubine und Gold? Schreibt uns einen Kommentar!

Verschlüsselung: Mehr als die Hälfte aller Internetseiten betrifft die OpenSSL-Sicherheitslücke Heartbleed

Sicherheitsexperten haben eine gravierende Sicherheitslücke in der Verschlüsselungsbibliothek OpenSSL ermittelt. Der sogenannte Heartbleed-Fehler betrifft unzählige Web- und Mailserver und Schätzungen zufolge mindestens die Hälfte aller Internetseiten. Server-Administratoren müssen das Problem mit einem Update beheben. Anwender können mit einer Testseite überprüfen, ob die von ihnen genutzten Internetseiten betroffen sind. Derzeit sind Yahoo und flickr gefährdet und haben das Problem noch nicht behoben.

Was ist OpenSSL und der Heartbleed-Fehler?

OpenSSL ist eine weit verbreitete Kryptographie-Bibliothek, die auf Servern zur Verschlüsselung des Datenverkehrs eingesetzt wird. Sicherheitsexperten von Codenomicon haben eine Schwachstelle ausfindig gemacht, über die sich der Arbeitsspeicher des Servers auslesen lässt. Dadurch können Angreifer an die Schlüssel gelangen und den Datenverkehr mitlesen. Somit sind von betroffenen Servern übertragene Daten, E-Mails, Passwörter und Chatnachrichten nicht mehr sicher. Weil der Fehler im sogenannten Heartbeat-Modul von OpenSSL auftritt, tauften ihn die Endecker Heartbleed.

So lassen sich Seiten auf Sicherheit überprüfen

Auf der Internetseite Heartbleed Test können Nutzer eine Internetadresse eingeben und überprüfen, ob diese vom Heartbleed-Fehler betroffen ist. Wegen der großen Nachfrage ist die Seite aber zeitweise überlastet. Die Server-Administratoren müssen betroffene Seiten aktualisieren, Anwender können selbst nur warten. Alle OpenSSL-Versionen von 1.0.1 bis 1.0.1f sind anfällig, Version 1.0.1g behebt den Fehler.Flickr Hearbeet Fehler

So sieht ein Treffer aus: Flickr ist vom Heartbleed-Fehler betroffen.

Yahoo und Flickr betroffen, Posteo hat schon ausgebessert

Aktuell sind Yahoo.com und Flickr.com von der Sicherheitslücke betroffen. Der Heartbleed Test ergibt, dass die Verschlüsselung geknackt werden kann. Das Ergebnis heißt nicht, dass auf die Seiten ein Angriff bereits stattgefunden hat.

Der deutsche E-Mail-Anbieter Posteo hat eine Stellungnahme zum Heartbleed-Fehler veröffentlicht und versichert seinen Nutzern, die Verschlüsselungssoftware bereits aktualisiert zu haben. Zusätzlich hat der Anbieter neue Schlüssel generiert und diese der Zertifizierungsstelle zur Beglaubigung vorgelegt. Wenn diese verfügbar sind, wird Posteo erneut informieren.

Es empfiehlt sich, tatsächlich betroffene Seiten vorerst nicht zu besuchen oder zumindest dort keine vertraulichen Daten einzugeben, bis die entsprechende OpenSSL-Version nachgebessert wurde. Eine kriminelle Ausnutzung des Fehlers ist bisher noch nicht bekannt, allerdings ist es nahezu unmöglich, einen Angriff festzustellen.

Update 08.04.2014 15:15 Uhr: Wie eine Überprüfung mit dem Heartbleed Test zeigt, sind derzeit Yahoo und das zu Yahoo gehörende Foto-Portal Flickr von der Sicherheitslücke betroffen. Posteo hat eine Stellungnahme veröffentlicht und den Fehler breits ausgebessert.

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Quelle / Bild: Heartbleed

Windows XP und Office 2003: Letzte kritische Sicherheitsupdates von Microsoft markieren das Ende

Microsoft hat die letzten kritischen Sicherheitsupdates für Windows XP und Office 2003 veröffentlicht. Ab sofort gibt es vom Software-Hersteller keine weitere Unterstützung mehr für das Betriebssystem und Office-Paket. Wer jetzt noch nicht umgestiegen ist, wird von Microsoft geradezu umworben, zu einer neueren Version zu wechseln.

Windows 7 ist die erste Wahl für Anwender, die erst spät Windows XP hinter sich lassen. Obwohl Microsoft diese Version selbst nicht mehr vertreibt, sorgten Verkäufe von Lizenz-Händlern und auf eBay für eine gestiegene Nachfrage im ersten Quartal 2014.

Microsoft unterstützt das Upgrade auf eine aktuellere Ausgabe von Windows und bietet in Partnerschaft mit dem Hersteller Laplink die Anwendung PCmover Express kostenlos an. Damit lassen sich Dateien auf einen neuen Rechner mit Windows 8, 8.1 oder auch Windows 7 übertragen. Wir geben eine ausführliche Anleitung für PCmover Express und zeigen, wie der Transfer problemlos funktioniert.

Microsoft wird noch konkreter und räumt XP-Anwendern 100 Euro Rabatt beim Kauf eines Tablet-PCs ein. Windows XP benutzten im März 2014 noch fast 28 Prozent aller Rechner mit Internetzugang.

Nicht alle Software-Hersteller ziehen aber am gleichen Strang wie Microsoft: Malwarebytes bietet XP-Nutzern mit der Premium-Version seiner Schutzsoftware Anti-Malware Langzeit-Unterstützung. Es ist ein langsamer Tod, den Windows XP stirbt.

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Quelle: Microsoft

Klartext: Warum Sie Windows XP behalten sollten (in guter Erinnerung)

Aus. Vorbei. Schluss. Windows XP ist seit heute endgültig Vergangenheit. Microsoft stellt die Unterstützung für sein altersschwaches Betriebssystem ein. Der Abschied fällt manchen Nutzern schwer. Ein Wechsel auf ein moderneres System ist aber aus Sicherheitsgründen letztendlich unausweichlich. Ich werde Windows XP trotzdem behalten. Und zwar in guter Erinnerung.

Das Kürzel XP leitet sich von eXPerience ab – zu Deutsch Erfahrung. Das war Windows XP zunächst auch einmal. Mit XP machte ich zum ersten Mal die Erfahrung, dass ein Betriebssystem erst nach dem zweiten Servicepack so richtig funktioniert.

Sicher war Windows XP trotz der zahlreichen Service Packs und Hotfixes zwar nie wirklich. Einige Dinge machte das Betriebssystem mit dem markanten Startton aber auch gut. Allein das Startmenü. Zwei Spalten statt einer. Eine Revolution.

Oder der Systemwiederherstellungspunkt. Ohne Reue nach einer missglückten Installation einfach mal in die Vergangenheit zurückkehren können. Ein Traum für geplagte Windows-Nutzer wie mich.

Trotz des viel kritisierten Windows Media Players: Window XP war das erste Microsoft-Betriebssystem, das einigermaßen gut mit Multimedia zurecht kam, ohne ständig Fehlermeldungen auszuwerfen.

Windows XP und der störrische Internet Explorer lehrten mich auch, dass das Internet zwar voller Möglichkeiten, aber auch voller Gefahren ist. Trotz Antiviren-Software schafften es digitale Schädlinge immer wieder, mein geliebtes XP zu verseuchen. Wer seinen Rechner nach einer Virenattacke in tagelangen Reparaturaktionen wieder auf Vordermann bringen muss, lernt auch, in Zukunft vorsichtiger zu sein.

Das soll jetzt alles vorbei sein? Nie wieder kunterbunte Menüs, Update-Orgien und Virenangriffe? Ja, und das ist auch gut so. Mit Nostalgie sage ich heute “Auf Nimmerwiedersehen, Windows XP”. Ich werde dich in guter Erinnerung behalten. Aber auf keinen Fall auf meinem PC. Da läuft schon seit langem Windows 7.

Was mochten Sie an Windows XP? Schreiben Sie uns einen Kommentar.

Dem Autor Wolfgang Harbauer auf Twitter folgen.

Letztes Update für Windows XP, massive Server-Sicherheitslücke, Android-App prellt Nutzer

Heute erhalten Windows XP und Office 2003 zum letzten Mal kritische Sicherheitsupdates von Microsoft, eine massive Sicherheitslücke betrifft mehr als die Hälfte aller Internetseiten und eine betrügerischere Android-App schaffte es an die Spitze der kostenpflichten Apps im Google Play Store – der Nachrichtenüberblick.

  • Windows XP und Office 2003: Heute endet der Support von Microsoft für Windows XP und Office 2003. Zum letzten Mal veröffentlicht der Hersteller kritische Sicherheitsupdates. Microsoft rät allen Nutzern dringend zum Wechsel zu einer neueren Windows-Version.
  • Sicherheitslücke betrifft viele Internetseiten: Viele Webserver, Dienste und Apps setzen die Sicherheitsbibliothek OpenSSL ein. Sicherheitsexperten haben eine massive Lücke entdeckt, die mehr als die Hälfte aller Internetseiten betrifft. Unter Ausnutzung eines Fehlers können Angreifer verschlüsselten Datenverkehr auslesen.
  • Betrügerische Android-App mit Erfolg: Der kostenpflichtige Antiviren-Scanner Virus Shield wurde zu einer der erfolgreichsten Apps im Google Play Store. Allerdings handelt es sich um einen Betrug, die Anwendung schützt weder vor Viren noch vor Malware. Google hat die App inzwischen aus dem Angebot entfernt.
  • Adobe Lightroom für iPad: Mit einer mobilen Version der Anwendung zum Verwalten von Bildarchiven richtet sich Adobe an iPad-Besitzer. Adobe Lightroom mobile bietet intuitive Touch-Steuerung und synchronisiert sich mit der Desktop-Version. Ein Abo von Adobe Creative Cloud ist erforderlich.
  • Google klagt gegen YouTube-Sperre: Google hat beim türkischen Verfassungsgericht Beschwerde gegen die YouTube-Sperre in der Türkei eingereicht und klagt zusätzlich, um eine Aufhebung der Blockade zu erreichen.

Updates

  • Candy Crush Saga: Die Android-Version von Candy Crush Saga hat ein Update mit neuen Leveln erhalten. In der Traumwelt können Spieler die Bonbonpyramide und den Zuckerwattenkarneval spielen.
  • Titanfall: Um Spieler besser miteinander zu verbinden, hat der Hersteller Respawn die Einstellungen bei Titanfall angepasst. Bisher sollten möglichst Spieler der gleichen Spielstärke aufeinander treffen. Der Effekt sorgte aber für längere Wartezeiten und wurde zurückgenommen.

Spiele

  • The Elder Scrolls Online: Ein Update für das Online-Rollenspiel führt ein neues Handlungselement ein. Viele Spieler klagen aber über Ärger mit den 30 kostenlosen Spieltagen und dem Abo-Modell.
  • Scrolls für Tablets: Mojang will das strategische Kartenspiel Scrolls auch für iPad und Tablets veröffentlichen. Die momentane Beta-Version für Windows und Mac erhält neue Funktionen, darunter ein verbessertes Wertungssystem.
  • Watch Dogs erfordert Uplay: Die kommende PC-Version von Watch Dogs erfordert Uplay. Der plattformübergreifende Dienst bietet soziale Interaktionen im Spiel. Die Vorgabe ist nicht neu: Titel wie Far Cry 3 und Assassin’s Creed 4: Black Flag erfordern ebenfalls Uplay.

The Elder Scrolls Online: Problemen mit Abo-System und 30 freien Spieltagen verärgern Spieler

Das Online-Rollenspiel The Elder Scrolls Online ist am 4. April 2014 gestartet. Das Spiel ist nicht kostenlos, sondern legt ein Abonnement zugrunde. Zum Probespielen bietet der Hersteller 30 kostenlose Spieltage an, allerdings müssen Spieler trotzdem ein Abo abschließen und sich auf eine Zahlungsmethode festlegen. Diese Praxis führt zu Problemen und verärgert viele Spieler.

Um in den Genuss der 30 freien Spieltage zu kommen, müssen Spieler ihr Konto mit der Vollversion freischalten. Das funktioniert nur, wenn ein Abo und eine Zahlungsmethode ausgewählt werden und zwar noch vor Ablauf der Probezeit. Ohne diesen Schritt lässt sich The Elder Scrolls Online nicht weiterspielen.

Je nach Zahlungsmethode wird das Geld schon vor Ablauf der Freifrist abgebucht. Der Hersteller weist darauf hin, dass dieser Schritt zur Autorisierung nötig ist. Transaktionen werden bei Kreditkarten wieder storniert. Andere Zahlungsmodellen wie Giropay oder PaySafe ziehen das Geld sofort ab.

Der Abo-Zeitraum beginnt zwar erst nach Ablauf der kostenlosen Spielzeit, aber viele Spieler sind verärgert. Kostenloses Ausprobieren sieht anders aus, zumal man bei Nichtgefallen bei einigen Zahlungsanbietern nur schwer sein Geld zurückbekommt.

Weitere Probleme entstehen mit der Berechtigungsprüfung, wenn das Bank- oder Kreditkartenkonto zum Zeitpunkt der Prüfung nicht gedeckt ist. Dann ist der Account gesperrt und der Zugang zum Spiel verwehrt, selbst wenn eventuell ein Gutschein zur Freischaltung von The Elder Scrolls Online zum Einsatz kam.

Die Foren der offiziellen Internetseite zum Spiel sind mit bösen Kommentaren von verärgerten Spielern gefüllt. Die Betreiber weisen auf den Kundendienst hin und versichern, dass alle Spieler die 30 Tage kostenlose Spielzeit in Anspruch nehmen können.

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Quelle: Kotaku

Der WhatsApp-SIM-Tarif ist da – und lohnt sich nur für Dauernutzer

E-Plus hat Details zur Kooperation mit WhatsApp veröffentlicht. Alle Details zum WhatsApp-Tarif stehen damit fest und Interessierte können bereits SIM-Karten bestellen. SMS und Gesprächsminuten werden zum Festpreis abgerechnet, mobile Daten pro Megabyte. Der über WhatsApp anfallende Datenverkehr sowie die SIM-Karte an sich sind kostenlos.

WhatsApp-Pauschaltarif

Bei genauer Betrachung stellt sich der WhatsApp-Tarif als Pauschaltarif heraus. Jede SMS und jede Gesprächsminute kosten wie bei E-Plus auch neun Cent. Dafür ist das mobile Internet recht teuer: 24 Cent fallen pro verbrauchtem Megabyte an, auch innerhalb Deutschlands. Das Datenvolumen, das der WhatsApp-Messenger verursacht, wird nicht abgerechnet und ist somit kostenlos.

WhatsAll-Option zusätzlich buchbar

Die sogenannte WhatsAll-Option ist zusätzlich zum Preis von zehn Euro für 30 Tage buchbar. Dadurch erwerben Nutzer 600 Einheiten, die sie nach Belieben einsetzen können. Einheiten sind jeweils ein Megabyte Daten, eine Gesprächsminute oder eine SMS wert. Die Option kann jederzeit bei Bedarf zugebucht werden. Nach Verbrauch aller Einheiten steht das mobile Internet bis zum Ende der Laufzeit immerhin noch mit gedrosselter Geschwindigkeit kostenlos zur Verfügung.

Lohnt sich nur für Dauernutzer

Unterm Strich lohnt sich der Tarif zu diesen Bedingungen nur für WhatsApp-Dauernutzer, die fast ihre gesamte Kommunikation über die Messenger-App abwickeln und auch in Zukunft von der neuen WhatsApp Telefonfunktion Gebrauch machen wollen. Für Auslandsaufenthalte stehen Sprach- und Internetpakete zur Verfügung. 50 Gesprächsminuten oder 50 Megabyte Daten kosten jeweils 4,99 Euro für eine Woche.  E-Plus bietet eine genaue Übersicht zu Tarif und Konditionen. Zum Preis von zehn Euro gibt es die SIM-Karte mit zehn Euro Prepaid-Guthaben.

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Quelle / Bild: E-Plus