Windows XP und Office 2003: Letztes kritisches Sicherheitsupdate von Microsoft

Microsoft wird am 8. April 2014 zum letzten Mal kritische Sicherheitsupdates für Windows XP und Office 2003 veröffentlichen. Nach dem Termin unterstützt der Hersteller die Software nicht mehr. Microsoft rät allen Anwender daher zu einer Aktualisierung.

Das kritische Sicherheitsupdate für Windows XP betrifft Internet Explorer 6, 7 sowie 8 und schließt eine Schwachstelle in Microsofts Browser.

Die kommenden Softwareupdates schließen außerdem eine kürzlich beschriebene Sicherheitslücke in Office 2003 vollständig. Einzelne, gezielte Attacken konnten die Schwachstelle ausnutzen. Microsoft wird die Lücke aber in allen Word-Versionen schließen. Danach können RTF-Dokumente wieder ohne Gefahr geöffnet werden. Durch speziell präparierte Dokumente im Rich-Text-Format (RTF) gelang es Angreifern, Schadsoftware auszuführen.

Microsoft weist ausdrücklich auf die Gefahren für Anwender hin, die Windows XP weiterhin verwenden. Der Software-Hersteller unternimmt große Anstrengen, den Wechsel herbeizuführen. Eine aktuelle Statistik belegt allerdings die anhaltende Beliebtheit des betagten Betriebssystems: Im März 2014 lief Windows XP noch auf knapp 28 Prozent der Rechner im Internet.

Eine Rabatt-Aktion und 100 Euro Nachlass beim Kauf eines Tablet-PCs sollen einen Anreiz zum Umstieg bieten. Außerdem hilft die Software PCmover Express Anwendern beim Wechsel und dem Umzug der Daten auf ein neues System.

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Quelle: Microsoft Sicherheitsbulletin April 2014

18 Millionen gestohlene E-Mail-Konten, letzte Sicherheitsupdates für Windows XP, CCleaner für Android

Fahnder stoßen auf 18 Millionen gestohlene E-Mail-Konten beim bisher größten Fall von Cyberkriminalität in Deutschland, Windows XP und Office 2003 erhalten letzte kritische Sicherheitsupdates und CCleaner startet in der Beta-Version für Android – der Nachrichtenüberblick.

  • 18 Millionen gestohlene E-Mail-Passwörter: Beim bisher größten Fall von Datendiebstahl in Deutschland hat die Staatsanwaltschaft in Verden gestohlene Zugangsdaten für 18 Millionen E-Mail-Konten ausfindig gemacht. Alle großen deutschen E-Mail-Anbieter sind betroffen.
  • Windows XP und Office 2003: Am 8. April 2014 läuft der Support für Windows XP aus. Gleichzeitig wird Microsoft die letzten kritischen Sicherheitsupdates für Windows XP und Office 2003 veröffentlichen.
  • CCleaner für Android: Das beliebte Windows-Tool CCleaner zum Aufräumen und Optimieren des Systems ist jetzt auch als Beta-Version für Android verfügbar. Auch auf mobilen Geräten gibt es eine Ein-Klick-Option zur schnellen Reinigung sowie einen App-Manager zur leichten De-Installation von Anwendungen.
  • Adblock Plus: Der Werbeblocker Adblock Plus akzeptiert seit einiger Zeit unaufdringliche Werbung. Der Hersteller des Browser-Plugins war für das Freischalten von Werbung in die Kritik geraten. Jetzt will sich Adblock mit einem Manifesto für akzeptable Werbung erklären.
  • Windows Phone 8.1: Die neue Version von Microsofts mobilem Betriebssystem steht Geräteherstellern ab dem 14. April 2014 zur Verfügung. Kurz darauf können Entwickler und auch Privatanwender Windows Phone 8.1 bekommen.
  • iOS  7-Fehler wird zur Sicherheitslücke: Durch einen Fehler in iOS 7 ist es möglich, die Ortungsfunktion Find my Phone auszustellen. Durch Zugriff auf die iCloud lässt sich ein gestohlenes iPhone dann zurücksetzen. Der Fehler kann nicht ausgenutzt werden, wenn das Gerät mit einer Sperre geschützt ist.
  • Messenger-App Threema getestet: Die Experten der deutschen Perfect Forward Secrecy Group (PSW Group) testen neun verbreitete Messenger-Apps. Nach der Untersuchung des ersten Kandidaten WhatsApp ist die Testreihe inzwischen bei der ebenfalls beliebten App Threema angelangt.
  • Firechat für Android: Nach einem Start für iOS ist die Messenger-App FireChat jetzt auch für Android verfügbar. Die Anwendung bietet Chats über WLAN ohne eine Datenverbindung.
  • Sechs Sender für Zattoo: Abo-Kunden der TV-App Zattoo erhalten sechs weitere Sender. Durch eine Vereinbarung von ProSiebenSat.1 mit dem Streaming-Anbieter stehen zahlenden Nutzern ab sofort SAT.1 und SAT.1 Gold, ProSieben und ProSieben MAXX, kabel eins sowie sixx zur Auswahl.

Updates

Spiele

  • Elder Scrolls Online: Das Online-Rollenspiel The Elder Scrolls Online verlässt offiziell die Beta-Phase. Heute öffnet die Welt von Tamriel für alle Spieler ihre Pforten.
  • Family Guy: Das Spiel zur Serie startet am 10. April für Android und iOS. Family Guy: The Quest for Stuff ist kostenlos spielbar mit In-App-Käufen. Wie auch bei Die Simpsons: Springfield handelt es sich um ein Aufbauspiel.
  • Minecraft: Ein Update für Minecraft bringt eine lang erwartete Funktion: Endlich können Spieler ihren Namen ändern. Die neue Version 1.7.6 ist allerdings nicht mit dem Vorgänger Minecraft 1.7.5 kompatibel.

Windows XP immer noch sehr beliebt – Microsoft bietet 100 Euro für den Wechsel

Aktuelle Zahlen belegen die anhaltende Beliebtheit von Windows XP. Eine Statistik der Analysten von Netmarketshare zeigt, dass weltweit rund 28 Prozent aller Rechner mit Online-Zugang noch mit Windows XP starten.

Das betagte Betriebssystem ist damit weiterhin deutlich beliebter als Windows Vista und liegt nach Windows 7 auf dem zweiten Platz. Microsoft setzt einiges daran, XP-Anwendern den Wechsel zu erleichtern und bietet 100 Euro Rabatt beim Kauf eines Tablet-PCs.

Der Anteil von Windows XP an der Gesamtzahl von Rechnern mit Internetzugang schwindet nur langsam. Im März 2014 lief Windows XP noch auf 27,69 Prozent der Rechner. Das verzeichnen die regelmäßigen Erhebungen der Experten von Netmarkshare. Windows 7 landet mit 48,77 Prozent auf Platz eins.

Die Tendenz ist eindeutig: Obwohl am 8. April 2014 der Support von Microsoft für Windows XP ausläuft und damit ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht, setzen noch vergleichsweise viele Nutzer das Betriebssystem ein.

Windows XP NetmarketshareVerteilung der Betriebssysteme auf Computern mit Online-Zugang (Bild: Netmarketshare)

Um Anwender endlich zum Wechsel zu bewegen, bietet Microsoft Deutschland XP-Nutzern jetzt eine Rabatt-Aktion. Beim Kauf des Tablets Surface Pro oder Surface Pro 2 im Online Store von Microsoft gibt es ab sofort 100 Euro Nachlass.

Microsoft will damit sowohl die Verkaufszahlen der Tablets fördern, als auch XP-Anwendern den Wechsel schmackhaft machen. Voraussetzung ist, dass der Microsoft Online Store von einem Rechner mit Windows XP aufgerufen wird, sonst wird das Angebot nicht angezeigt.

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Quelle / Bild: Netmarketshare | Microsoft Store


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Windows XP erhält Langzeit-Unterstützung von Malwarebytes Anti-Malware Premium

Am 8. April 2014 endet der Support für Windows XP. Ab dem Stichtag stellt Microsoft nur noch kritische Sicherheitsupdates über die Sicherheitsanwendung Microsoft Security Essentials bereit. Der Hersteller Malwarebytes hat seine Schutzsoftware Anti-Malware aktualisiert und unterstützt mit der Premium-Version nach wie vor Windows XP.

Unabhängig vom Betriebssystem bietet die Anwendung Anti-Malware in der Premium-Variante fünf verschiedene Sicherheitslösungen zum Schutz vor Schadsoftware. Dazu zählen ein Scanner für Viren und Rootkis sowie ein Browserschutz gegen Werbung und schädliche Links im Internet.

Microsoft selbst gibt zwar noch bis zum 14. Juli 2015 wichtige Sicherheitsupdates für Windows XP heraus, präsentiert Anwendern aber eine prominente Warnung. Diese erscheint selbst dann, wenn der Rechner nicht infiziert ist.

Gleichzeitig erleichtert das Programm PCmover Express Anwendern den Umzug auf eine neuere Version von Windows. Dabei fällt die Wahl am häufigsten auf Windows 7: Im ersten Quartal verzeichneten Analysten eine gestiegene Nachfrage nach dem Betriebssystem. Diese Version von Microsoft Windows bringt für XP-Nutzer im Vergleich zu Windows 8 weniger ungewohnte Veränderungen.

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Quelle: PC World


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Microsoft Windows XP: Anwender halten Sicherheitswarnung für Schadsoftware

Die Sicherheitssoftware Microsoft Security Essentials warnt Anwender von Windows XP vor dem kommenden Support-Ende des Betriebssystems. Die kostenlose Anwendung weist mit einem Popup-Fenster auf den Termin am 8. April 2014 hin. Bei vielen Anwendern sorgt die Nachricht aber für Verwirrung: Viele Nutzer vermuten hinter der Warnung fälschlicherweise selbst Schadsoftware.

Eigentlich will Microsoft die Kunden für Sicherheit sensibilisieren: Eine neuere Version des Betriebssystems Windows bietet längere Unterstützung und Sicherheitsupdates.

Nach dem Support-Ende für Windows XP bietet das Unternehmen zwar noch ein Jahr lang kritische Sicherheitsupdates an. Microsoft setzt aber viele Mittel in Bewegung, damit möglichst viele Nutzer den Windows-Wechsel vollziehen. Die Software PCmover Express hilft beispielsweise beim Update auf eine höhere Version, und nach dem 8. April 2014 können XP-Anwender keine neue Installation der Security Essentials vornehmen.Microsoft Windows XP - Popup-Warnung

Das britische Magazin Channelweb berichtet allerdings von klagenden PC-Händlern, bei denen Anrufe besorgter Kunden eingehen. Nur die wenigsten Anwender sehen die Popup-Nachricht als legitime Warnung an, die meisten reagieren in Panik und vermuten, dass der PC  infiziert ist oder angegriffen wird.

Wer sich zu einer Aktualisierung durchgerungen hat, greift am ehesten zu Windows 7. Für Wechsler von Windows XP ist diese Version die erste Wahl, weil diese im Vergleich zu Windows 8 weniger Veränderungen mitbringt.

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Quelle: Channelweb

Via / Bild: Chip

Google Now für Chrome, neue Microsoft-Sicherheitslücke, Telegram hat 35 Millionen Nutzer

Google Now ist in der Desktop-Version von Chrome angekommen, Microsoft warnt vor einer neuen Sicherheitslücke in Word und Outlook und die Messenger-App Telegram erreicht 35 Millionen aktive Nutzer pro Monat – der Nachrichtenüberblick.

Google Now für Chrome: Nach der Beta-Version bekommt jetzt auch die stabile Ausgabe von Googles Browser die Benachrichtigungen von Google Now. Die Karten informieren den Nutzer über Termine, Abfahrtszeiten und Ereignisse. Die nötigen Standortinformationen stammen aber vom Smartphone.

Neue Microsoft- Sicherheitslücke: Der Software-Hersteller warnt vor einer Sicherheitslücke in mehreren Anwenderprogrammen. Betroffen sind gleich mehrere Versionen von Microsoft Word und Outlook für Windows und Mac. Durch präparierte RTF-Dokumente können Angreifer Schadsoftware ausführen.

Telegram: Die Messenger-App hat von der Übernahme von WhatsApp durch Facebook profitiert. Nach eigenen Angaben nutzen derzeit 35 Millionen Anwender pro Monat die App. Täglich sind über 15 Millionen Nutzer aktiv, ein immenser Anstieg im Vergleich zum Oktober 2013, als Telegram nur 100.000 aktiven Nutzern pro Tag zählte.

Microsoft Windows XP: Das betagte Betriebssystem warnt seine Nutzer mit Popup-Nachrichten vor dem Ende des Supports am 8. April 2014. Viele Nutzer verwechseln die gut gemeinten Hinweise aber mit Schadsoftware selbst.

Ello: Bei Ello ist man der Meinung, dass soziale Netzwerke von Werbekunden beherrscht werden und letzten Endes der Nutzer das Produkt ist. Wer diese Ansicht teilt und findet, dass die Zeit reif ist für eine soziale Plattform mit anderem Ansatz, kann sich zu Ello einladen lassen.

Updates

Firefox 28.0.1 für Android: Mozilla hat ein Update für die Android-Version des Browsers veröffentlicht. Die Aktualisierung behebt eine Sicherheitslücke sowie Probleme bei der Wiedergabe von Videos.

Spiele

Rollercoaster Tycoon für PC: Atari hat eine PC-Version der neuen Ausgabe von Rollercoaster Tycoon bestätigt. Der Hersteller beschwichtigt aufgebrachte Fans mit der Ankündigung, dass sich das Spiel wesentlich von der iOS-Variante unterscheiden soll.

Deutscher Computerspielpreis: In der Kategorie “Bestes Deutsches Spiel” sind dieses Jahr Crysis 3, Giana Sisters Twisted Dreams und The Inner World nominiert. Die Verleihung des Deutschen Computerspielpreises findet am 15. Mai 2014 in München statt.

Bear Simulator erreicht Kickstarter-Ziel: In nur einer Woche hat der Bear Simulator das Finanzierungsziel auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter erreicht. Damit sollte dem virtuellen Bärenabenteuer nichts mehr im Wege stehen.

Windows XP-Anwender wechseln am häufigsten zu Windows 7

Windows 7 ist die erste Wahl für Anwender, die von Windows XP zu einer neueren Version von Windows wechseln. Das belegt die angestiegene Nachfrage für Windows 7: Analysten berichten von Rekordverkäufen im ersten Quartal dieses Jahres. Hintergrund ist der auslaufende Support für Microsoft Windows XP.

Windows 7 wird von Microsoft selbst nicht mehr vertrieben. Offizielle Linzenz-Händler bieten die Windows-Version aber noch an, außerdem erlebt eBay eine gestiegene Nachfrage. Im Januar 2014 verkauften sich weltweit 11.042 Lizenzen. Das sind beinahe doppelt so viele als noch im Juni des vergangenen Jahres.

Microsoft warnt seit einiger Zeit vor dem Ende des Supports für Windows XP am 8. April 2014. Die Sicherheitssoftware Microsoft Security Essentials hat unter XP einen prominenten Hinweis bekommen. Gleichzeitig erleichtert das Programm PCmover Express Anwendern den Umzug auf eine neuere Version von Windows. Zusätzlich bietet die Website Am I running XP einen Schnellcheck für unbedarfte Nutzer und zeigt, ob der Rechner noch mit Windows XP läuft.

Die Entschlossenheit von Microsoft, XP-Anwender zur Aktualisierung zu bewegen, scheint sich auszuzahlen: Windows 7 ist für die Nachzügler beim Wechsel die erste Wahl. Wohl weil diese Version weniger Veränderungen bringt. Im Vergleich dazu stellt Windows 8 XP-Nutzer vor radikale Neuerungen: Der Start-Button fehlt, und die Benutzeroberfläche mit der Kachel-Ansicht ist grundlegend anders.

Trotz des aktuellen Trends werden wohl kaum alle Nutzer vor dem 8. April 2014 XP hinter sich lassen. Microsoft bietet deshalb noch ein Jahr lang zumindest kritische Sicherheitsupdates für das betagte Betriebssystem an.

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Quelle: Softpedia

Assassin’s Creed in Paris, neue Google-Sprachkommandos, Windows 7 Rekordverkäufe

Screenshots zeigen den neuen Teil Unity der Assassin’s Creed-Serie, die Google Suche erhält neue Sprachkommandos für Fotos und Videos, und Windows 7 stellt neue Verkaufsrekorde auf – der Nachrichtenüberblick.

Updates

  • Google Keyboard für Android: Die neue Version 3.0 von Google Keyboard lernt jetzt von Eingaben in anderen Google-Apps. Dadurch kann die Tastatur-App bessere Vorschläge für Korrekturen und Wörter präsentieren. Die gesammelten Daten werden nur lokal und nicht in der Cloud gespeichert.

Spiele

  • Assassin’s Creed Unity: Screenshots zeigen die neue Ausgabe der Serie Assassin’s Creed. Das Spiel mit dem Codenamen Unity spielt in Paris zur Zeit der Französischen Revolution und erscheint dieses Jahr für Xbox One und PlayStation 4.
  • Flappy Bird kehrt zurück: Fans von Flappy Bird löchern den Entwickler auf Twitter mit Fragen, ob er das Spiel wieder anbieten wird. Dong Nguyen hat jetzt geantwortet: Ja – Flappy Bird kommt wieder, aber nicht so bald.
  • Bear Simulator auf Kickstarter: Nach dem Goat Simulator folgt das nächste Tier. Entwickler wollen Fans von Simulationsspielen (k)einen Bären aufbinden und haben ein Kickstarter-Kampagne gestartet. Bei erfolgreicher Finanzierung des Bear Simulator können Spieler im virtuellen Wald Lachse fangen und Honig schlecken.

Vorletztes Sicherheitsupdate für Windows XP erscheint morgen

Weniger als einen Monat vor Ablauf des Supports für Windows XP veröffentlicht Microsoft das vorletzte Sicherheitsupdate für das betagte Betriebssystem. Die Aktualisierung wird morgen am 11. März 2014 veröffentlicht. Ab dem 8. April 2014 wird Microsoft Windows XP nicht mehr unterstützen.

Das Sicherheitsupdate für Windows XP Service Pack 3 behebt eine Lücke in Microsofts Browser Internet Explorer 6, 7 und 8. Angreifer könnten die Schwachstelle ausnutzen, um Zugriff auf Nutzerdaten zu erhalten.

Mit großen Aufwand weist Microsoft Anwender derzeit auf das Ende der Unterstützung für Windows XP hin. Zusätzlich soll Anwendern mit einer kostenlosen Software der Umstieg auf eine neuere Windows-Version erleichtert werden. Trotzdem zählt Windows XP immer noch zu den weltweit am meisten verbreiteten Systemen.

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Quelle: Microsoft

Via: Softpedia

So hält man Windows XP nach dem Supportende 2014 virenfrei

Microsoft bringt keine neuen Aktualisierungen und Sicherheitspatches für Windows XP, was das System immer anfälliger für Sicherheitsrisiken macht. Man kann Windows XP zwar auch nach dem Supportende behalten, ohne Sicherheitsmaßnahmen ist das aber gefährlich. Wer die folgenden Tipps beachtet, kann sein XP gegen Viren und andere Bedrohungen schützen.

Microsoft selbst bietet nur eine Lösung: Auf Windows 8.1 umziehen. Aber ein Umzug hat immer auch Nachteile: Man muss Geld zahlen, ein neues System erlernen und die alten Anwendungen funktionieren nicht mehr.

Prozentzahl der infizierten Rechner: XP ist angreifbarer. (Quelle: Microsoft)

Überprüfen, ob man die letzte große XP-Aktualisierung hat

Zunächst sollte man überprüfen, welche Version von Windows XP  auf dem Rechner läuft. Am schnellsten geht das folgendermaßen: Start > Ausführen und dann winver eintippen. Enter drücken und schon erscheint ein Kasten mit der XP-Version, direkt nach Version 5.1 in der Klammer:

Dieses XP braucht nun keinen Service-Pack mehr: SP3 wurde erfolgreich installiert.

Die neueste Version hat Service-Pack 3 installiert. Das Service-Pack bringt viele Windows-Aktualisierungen für XP. Erscheint etwas anderes, etwa Service-Pack 1 oder Service-Pack 2, muss man erst das System aktualisieren, um sich so vor schlimmeren Infizierungen zu schützen.

Wozu aktualisieren? XP SP2 wird leichter infiziert als XP SP3. (Quelle: Computerworld)

Die letzten verfügbaren Aktualisierungen installieren

Auch wenn Windows keine neuen Aktualisierungen mehr für XP veröffentlicht, können die alten noch über Windows Update heruntergeladen werden. Am besten installiert man sich alle verfügbaren Updates über Systemsteuerung > Aktualisierungen. Da ist dann auch Service-Pack 1, 2 und 3 dabei.

Die alten XP-Aktualisierungen kann man auf der Website von Windows heruntergeladen.

Alle Aktualisierungen auf einmal kann man auch über WSUS herunterladen. Dieses Tool, das ganze Aktualisierungspakete erstellt, kann auch offline angewendet werden. Die Version 8.9 ist die letzte mit XP kompatible: einfach das Betriebssystem markieren, die Sprache auswählen und auf Start klicken.

Die Version 8.9 von WSUS lädt XP-Aktualisierungen herunter und entpackt sie.

Meiner Meinung nach ist WSUS die sicherere Variante, kann man XP doch auch offline bedienen und so Eindringlinge während der Aktualisierung vermeiden. Ebenfalls zu empfehlen ist ein Häkchen bei .NET Framework zu machen, ein Plugin, das zum korrekten Betrieb der Programme unbedingt notwendig ist.

Internet Explorer aktualisieren und Alternativ-Browser hinzufügen

Windows XP wurde mit Internet Explorer 6 vertrieben, einem Browser, der heutzutage als unsicher gilt und mit den meisten Websites nicht kompatibel ist. Um zu erfahren, welche IE-Version man benutzt, sieht man am besten im Menü unter Hilfe > Über den Browser. Sieht das dann so aus, handelt es sich um den gefürchteten Internet Explorer 6.

Der unverwechselbare Internet Explorer 6. (Quelle: Wikipedia)

Handelt es sich beim verwendeten IE um die Version 6.0, sollte man sofort auf Internet Explorer 8, die letzte verfügbare Version, aktualisieren. Diese ist ziemlich sicher und darüber hinaus mit den meisten Websites kompatibel. Mit einem Kick hier kann man sie ganz einfach herunterladen. IE 9 gibt es nicht für XP und wir wissen auch nicht, wie man ihn auf Windows XP zum Laufen bekommt.

IE8 ist die letzte Version des Internet Explorers für Windows XP; IE9 gibt es nicht für XP.

Gleichzeitig sollte man sich aber einen alternativen Browser herunterladen. Da gibt es eine große Auswahl: ChromeFirefox und Opera sind die besten Alternativen. Man surft schnell und effizient und erspart sich einen Haufen Malware.

Unnötige und veraltete Programme deinstallieren

Eine andere Form zum Senken der eigenen Verletzbarkeit und zum Beschleunigen von Windows ist das Entfernen von Programmen, die man nicht mehr braucht und die ein Risiko für die Sicherheit des Rechners bedeuten. Am schnellsten geht das mit CCleaner oder Revo Uninstaller.

Revo Uninstaller ist ein sehr leistungsstarkes Deinstallationsprogramm, das mit Windows XP kompatibel ist.

Man kann aber auch nicht mehr genutzte Programme und Serviceleistungen vom Autostart entfernen, das bedeutet weniger Programme, die automatisch starten und den Arbeitsspeicher unnötig belasten, und weniger Schwachstellen im Betriebssystem. Hierbei gilt immer zu beachten: Man sollte alle laufenden Programme kennen.

Aktualisierungsprogramm installieren

Doch man muss nicht nur dafür sorgen, dass das System aktualisiert ist, auch die Programme müssen auf dem neuesten Stand sein. Ein Programm in einer veralteten Version kann Mängel oder Sicherheitsrisiken aufweisen und zum Hintertürchen für Viren werden.

Einige Hilfsprogramme spüren Aktualisierungen auf und machen ihr Herunterladen möglich. Eine der besten Funktionen von Softonic for Windows kann genau das: veraltete Programme aktualisieren. Mit einem schnellen System-Scan und einem Vergleich mit der Datenbank von Softonic geht das ganz einfach.

Softonic für Windows

Softonic for Windows entdeckt alte Versionen und hilft bei deren Aktualisierung unter XP.

Softonic für Windows funktioniert hierbei wie ein Programm-Manager, der außer Informationen zu liefern auch bei der Aktualisierung der Programme hilft und die Installierung neuer – mit Windows XP kompatibler –Programme erst möglich macht.

Ein mit Windows XP kompatibles Antivirusprogramm installieren

Microsoft Security Essentials, das offizielle Antivirusprogramm von Microsoft, erhält ab dem 14. Juli 2015 keine Aktualisierungen mehr für XP. Ab diesem Zeitpunkt fällt die letzte Sicherheitsbastion von Microsoft.

Aber kein Grund zum Verzweifeln: Die meisten Antivirusprogramme werden noch Jahre lang mit Windows XP kompatibel sein. Im großen Softonic-Antivirus-Vergleich von 2014 haben wir 15 kostenlose und kostenpflichtige Antivirus-Programme verglichen. Das Resultat: Die besten sind AVGQihoo 360 und Avira.

Gesamtnoten im Antivirus-Vergleich 2014: All diese sind mit XP kompatibel.

Hierbei ist es wichtig, ein effizientes Antivirusprogramm zu wählen, das gleichzeitig aber auch wenig Ressourcen verbraucht. Wer nicht viel Speicherplatz zur Verfügung hat, kann auch ein tragbares Antivirusprogramm herunterladen. Diese müssen nicht installiert werden und laufen nur, wenn man den PC reinigen will. Einer Bekannten mit einem etwas altersschwachen Laptop mit XP habe ich avast! entfernt und Avira PC Cleaner auf dem Desktop gelassen.

Eine einfach zu bedienende Firewall installieren

Wer beim Gebrauch von Windows XP ruhig schlafen will, muss auch die Programme kontrollieren, die Daten aus dem Internet empfangen. Warum? Einige von diesen könnten die Privatsphäre verletzen oder – schlimmer noch – einen Virus herunterladen.

Die exzellente und kostenlose Firewall Comodo Firewall ist mit Windows XP kompatibel.

Die beiden am meisten empfohlenen Firewalls sind die etwas alte, aber zuverlässige Sygate Personal Firewall, die auf XP wirklich fantastisch funktioniert, und die etwas jüngere Comodo Firewall mit einem eleganteren und intuitiven Design. Effizient sind sie beide gleichermaßen.

Kein Outlook Express / Live Mail mehr nutzen

Wer E-Mails auf die gute alte Art und Weise checkt, sollte sich mit dem Gedanken anfreunden, Outlook Express (OE) und Live Mail so schnell wie möglich aufzugeben. Diese Anwendungen sind veraltet und können trotz Antivirus unzählige Viren einschleusen.

Eine für Windows XP verfügbare  Desktop-Alternative ist Mozilla Thunderbird, in letzter Zeit hat sich bei besagtem Projekt allerdings wenig bewegt. Am besten verwendet man die Web-Varianten wie Outlook.com oder Gmail.

Auch bei Outlook.com lassen sich POP- oder IMAP-Konten einrichten.

Bei beiden kann man die E-Mails via POP3 in seinen Posteingang herunterladen, weshalb man auch E-Mails von alten Accounts erhalten und verschicken kann. Ein Plus ist der Filter für SPAM und gefährliche Post, dieser ist um Längen besser als bei jedem Programm von Windows.

Eigenen Backup-Plan erstellen

Wer weiterhin Windows XP nutzen möchte, hat sich für ein etwas riskanteres und spannenderes Leben entschieden. Für alle diejenigen, die ihre Daten schützen möchten, ist es daher ratsam, regelmäßig Sicherheitskopien zu erstellen. So kann man, selbst wenn etwas schief läuft und sich beispielsweise der Virus Cryptolocker im eigenen PC einnistet, die Daten wiederbekommen.

Am besten erstellt man sich hierzu ein eigenes Backup-Rezept, was man – je nach Bedarf – mit Hilfe verschiedener kostenloser Programme erreichen kann: Dropbox für Dokumente, Dashlane für Passwörter, Cobian Backup und Comodo Time Machine für den Rest. Eine andere großartige Möglichkeit für Backups ist Macrium Reflect. Besagtes Programm vereinigt verschiedene Lösungen und bietet daher höchste Sicherheit und Flexibilität.

Vielleicht doch besser auf eine neuere Version umsteigen oder eine virtuelle Maschine nutzen

Man kann durchaus XP weiterhin benutzen, ohne sich einen Virus einzufangen. Die Betriebssysteme entwickeln sich jedoch stets weiter, und mit ihnen die Software. Irgendwann werden also die Programme nicht mehr für Windows XP zugänglich sein und es ist ratsam, so bald wie möglich etwas dahingehend zu tun.

Die Anzahl der Windows-XP-User ist relativ stabil geblieben. (Quelle: Computerworld)

Wer auf XP angewiesen ist, um bestimmte Programme zu bedienen, sollte nicht vergessen, dass es für solche Zwecke virtuelle Maschinen gibt. Das ist ein PC, der innerhalb eines Fensters des eigenen PCs gestartet wird. Möglich ist dies über VirtualBox oder VMPlayer, beide kostenfrei und 100 % kompatibel mit XP.

Welche Sicherheitsmaßnahmen werden Sie nun anwenden, um weiterhin XP nutzen zu können?

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